Radtour rund um den Kummerower See

Der Kummerower See, einer der größten Seen in Mecklenburg-Vorpommern, bietet eine atemberaubende Kulisse für unvergessliche Radfahrerlebnisse. Umgeben von sanften Hügeln und üppigen Wäldern ist die Region ein Paradies für Fahrradliebhaber.

Die Route

Natur pur erleben Sie auf der Tour um den Kummerower See. Sehenswerte Orte, zahlreiche Einkehrpunkte mit freundlichen Gastgebern, und sogar eine Fahrt über die Peene machen diese Tour einzigartig.

Die Tour führt entlang des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Dabei radelt man überwiegend auf ausgebauten Radwegen und auf kaum befahrenen, befestigten Landstraßen.

Die rund 45 Kilometer lange Radtour rund um den Kummerower See, den viertgrößten Mecklenburg-Vorpommerns, bietet viel Abwechslung. Sanfte Hügel, grüne Wiesen, glitzernd blaues Wasser, ein Schloss und ein altes Kloster erwarten Sie.

Die Tour bietet eine Variantenvielfalt, da man alternativ die Route abkürzen oder aufteilen kann. Über den Kummerower See fährt die „MS Forelle“, so dass man Teile der Tour auch per Schiff bestreiten könnte.

Startpunkt und Anreise

Der Ausgangspunkt der Tour ist die Hansestadt Demmin. Seit 1818 gilt sie schon als Kreisstadt und gehört zu den ältesten Orten Pommerns. Schon in der Jungsteinzeit haben sich Menschen in der Nähe von Demmin angesiedelt und die Trichterbecherkultur prägte die Gegend.

Start unserer Tour ist der Markplatz in Demmin. Weithinsichtbar steht hier seit 1269 die mächtige St. Bartholomaei Kirche. Nur drei Querstraßen weiter in südwestlicher Richtung befindet sich ca. 200 m entfernt die Touristen-Information, Am Hanseufer 1. Hier bekommen Sie Tickets und Eintrittskarten für städtische Events, für Führungen und Rundgänge, sowie wertvolle Hinweise für Ihren Aufenthalt.

Streckenverlauf

Vom Marktplatz aus startet unsere Fahrt in südöstliche Richtung 470 m entlang der Hauptstraße Osten. Wir verlassen nun die B 194 und biegen rechts ab. Dem Klenzer Weg radeln wir 3 km entlang bis zum kleinen Örtchen Klenz. Weiter vorbei an Feldern und kleinen Waldbereichen erreichen wir nach 2,3 km Trittelwitz.

Auf diesem Tourabschnitt folgen wir praktisch dem Verlauf der Peene, diese fließt nur wenige hundert Meter von unserem Radweg entfernt. Wer besonders aufmerksam ist, entdeckt rund um Trittelwitz seltene geschützte Orchideenarten und mit ganz viel Glück, sogar den farbenprächtigen Eisvogel. Diesem Weg folgen wir nun 3,5 km.

Auf der linken Seite kommt nun der Hinterteich und der Vorderteich, dicht gefolgt vom Ort Verchen. Zwischen den beiden Teichen befindet sich eine Erhöhung, der Brandberg. Hier befand sich ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit. In Verchen angekommen radeln wir in Richtung Südwesten zum Ufer des Kummerower Sees. Direkt am Kreisverkehr auf der rechten Seite befindet sich das frühgotische ehemalige Kloster samt Kirche St. Marien.

Für diejenigen, die nur eine kleine Fahrradtour machen möchten, gibt es hier die erste Abkürzungsmöglichkeit. Verlässt man den Ort hinter dem Ferienpark auf der Westseite des Ortes, kommt man nach kurzer Zeit an die Peene. Über den Fluss kommen Sie mit einer kleinen Fähre.

Aalbude und Große Rosin

Vom nordwestlichen Seeufer geht es zunächst zum Ausflugsrestaurant "Aalbude". Es liegt westlich von Verchen - dort, wo die Peene aus dem Kummerower See hinausfließt. Eine Fähre bringt Radler und Fußgänger über den Fluss. Drüben angekommen hat man die Möglichkeit das Ausflugsrestaurant Aalbude und danach den Beobachtungsturm 229 zu besuchen. Hier hat man einen wundervollen Ausblick auf das Große Rosin Moor.

Ansonsten folgen wir der Straße am See in Verchen immer geradeaus und radeln nach dem Ortsausgang in südöstlicher Richtung 1,8 km bis zum Abzweig Bornitz. Hier biegen Sie rechts ab und fahren auf der schönen asphaltierten Straße 1,7 km bis zum Abzweig Gravelotte.

Meesiger und Sommersdorf

Wieder zurück auf die Straße erreicht man von hier in 670 m den Ort Meesiger. Hier kann man sich die im spätgotischen Stil gebaute Feld- und Backsteinkirche anschauen. Weiter der schmalen asphaltierten Straße folgend erreicht man nach 2 km Sommersdorf.

Im Ort kommen Sie am Schloss und Schlossplatz vorbei. Nach etwa 1 km sehen Sie den wunderschön gelegenen Campingpark Sommersdorf. Wer eine Nacht verweilen möchte kann sich hier im Campingpark in Sommersdorf einquartieren. Weiter an weitläufigen Feldern vorbei mit immer wieder herrlichem Blick über den See erreichen wir nach 4,6 km Kummerow am See.

Kummerow und Leuschentin

Am Ortseingang folgen wir der Dorfstraße in Richtung Hafen. Zunächst kommen wir aber an der historischen Dorfkirche vorbei. Die Kirche wurde im 13. Jh. als rechteckiger Backsteinbau errichtet. Sie erhielt durch einen Umbau im 18. Jh. ihren Fachwerkturm und ihre heutige Gestalt. Von der Kirche aus fahren Sie nun direkt zum Hafen.

Wir verlassen nun Kummerow in südlicher Richtung und sind nach 1,2 km wieder an der Straße. Wir biegen rechts ab und radeln nun den straßenbegleitenden Radweg in Richtung Leuschentin. Hier gibt es nun eine zweite Abkürzungsmöglichkeit der Tour. Wer die Schleife über Stavenhagen nicht fahren möchte, der fährt direkt über Leuschentin nach Malchin. Vor Leuschentin biegen wir links ab auf den Radweg und radeln 300 m an der Waldkante entlang, biegen dann aber gleich wieder links in den Wald ab.

Ivenacker Eichen und Stavenhagen

Der Straße folgend fahren wir weitere 2 km an der Waldkante entlang zum Parkplatz der Ivenacker Eichen. Hier erwarten Sie gleich zahlreiche besondere Attraktionen. Die 1000-jährigen Ivenacker Eichen sind eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen sucht. Sie gehören zu den ältesten Bäumen Deutschlands. Seit 2017 kann man sich die Eichen auch von oben anschauen und hat auch einen wunderbaren Ausblick über die Region.

Weiter geradeaus erreicht man nach kurzer Fahrt (600m) das Ivenacker Schloss mit der Schlosskirche. Wir verlassen den Ort Ivenack in Richtung Süden, radeln 570 m weit und biegen dann bei der nächsten Möglichkeit rechts ab auf die L273.

An der B 104 entlang fahren wir schließlich links weiter auf dem Rondell um die Stadtverwaltung Stavenhagen bis zum Marktplatz. Seine Popularität verdankt die Stadt Stavenhagendem berühmten Schriftsteller Fritz-Reuter, der hier 1810 geboren wurde. der Stadt.

Malchin und Salem

Von Stavenhagen aus geht es neben der B 104 nun weiter auf dem an der Straße linksseitig gelegenen, neu errichteten Fahrradweg. Diesem folgen wir 8,5 km bis nach Malchin. Weiter entlang der Hauptstraße in Malchin sehen Sie dann nach etwa 1 km auf der rechten Seite das traditionsreiche Motorrad und Fahrrad Fachgeschäft „Zweirad Hassemer“, Stavenhagener Str.

Besonders hervorzuheben ist der Fahrradverleih Service, den Zweirad Hassemer rund um den Kummerower See, bietet. Weiter entlang der Hauptstraße in Richtung Stadtmitte biegen wir nach 500 m ab und machen einen Abstecher zum Hafen Malchin.

Ansonsten radeln Sie nun 2 km in nördlicher Richtung weiter, dann 5 km über Jettchenshof und Gorschendorf, teilweise parallel zum rechtsseitig befindlichen Peenekanal, bis nach Salem. Hier sollten Sie sich zunächst auch zum Hafen begeben, um dort den See direkt zu genießen oder sich in einem der Restaurants oder bei einem Imbiss zu stärken. Besonders zu empfehlen ist hier auch ein Bad im klaren Wasser, da sich in Salem die einzige Badestelle am ganzen Westufer des Kummerower Sees befindet.

Neukalen und Dargun

Von Salem aus, geht es Richtung Norden 3 km nach Neukalen. In Neukalen gibt es ein Eisenbahnmuseum, das direkt an einer Draisinenstrecke liegt, die von Dargun nach Salem führt. Wenn Sie vom Markt in die Lutherstraße fahren, erreichen Sie das Peenecamp Neukalen in der Schulstraße 3, direkt an einem der letzten der ursprünglichen Flüsse Deutschlands, der Peene. Der Hafen Neukalen ist schön gestaltet, dort gibt es einen Wasserwanderrastplatz und einige gastronomische Einrichtungen.

Wir setzen unsere Tour fort und radeln vom Hafen 150 m in nördliche Richtung und biegen rechts ab in den Warsower Weg. Auf dem breiten asphaltierten Radweg geht es nun 3 km weiter durch das Waldgebiet nach Warsow, entlang des Naturschutzgebietes „Neukalener Moorwiesen“.

Weiter Richtung Nordostenführt unser Weg 2,8 km durch weitere Felder und an Wäldern vorbei. Auf Höhevon Kützerhof biegen wir links ab und fahren wieder 1,6 km über die L20 nach Wagun. Im Ort biegen wir rechts ab und nach 3,5 km kommen wir an die L20.

Die Pfarrkirche zu Dargun, begrüßt die Gäste schon von Weitem mit ihrem 40 m hohen Turm. Das im Baustil des späten 17. Jhs. geprägte Schloss Dargun und die Klosterkirche sind als gesicherte Ruine erhalten und stehen mit dem im frühen 18. Jh. angelegten 3,5 ha großen Schlosspark den Besuchern offen. Das ist auch unser erstes Ziel im Städtchen. Informationen zum Ort und Ihrem Aufenthalt bekommen Sie in der Stadtinfo Dargun. Diese befindet sich im Hauptportal der Kloster- und Schlossanlage. In Dargun gibt es noch so einiges zu entdecken.

Rückfahrt nach Demmin

Ansonsten geht es von Dargun aus wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour, dem Marktplatz in Demmin. Dazu radeln wir aus Dargun an der B 110 auf dem straßenbegleitenden Radweg, vorbei an Zarnekow, Warrenzin, Wolkow und Deven entlang, bis wir nach 8,7 km Demmin erreicht haben.

Zusammenfassung

Die Tour führt entlang des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Die geografische Lage von Kummerow macht es zu einem perfekten Ort für Radtouren. Umgeben von sanften Hügeln und üppigen Wäldern bietet die Region eine atemberaubende Kulisse für unvergessliche Radfahrerlebnisse. Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Kummerow sind Frühling und Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht. Zu dieser Zeit erstrahlen die Wiesen in saftigem Grün und zahlreiche Wildblumen schmücken den Wegesrand.

Tabelle: Tourdaten

Eigenschaft Wert
Länge ca. 45 km
Dauer (ohne Rast) ca. [Dauer]
Wegbeschaffenheit überwiegend ausgebaute Fahrradwege und kaum befahrene Landstraßen
Schwierigkeitsgrad mittel bis anspruchsvoll (teilweise hügelig)

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0