Unvergessliche Radtouren mit dem Schiff: Erfahrungen und Tipps

Eine Flusskreuzfahrt ist für viele Reisende pure Entschleunigung. Man bezieht seine Kabine, lässt sich kulinarisch verwöhnen und genießt die ständig wechselnde Landschaft vom Sonnendeck, der Kabine oder dem Restaurant aus. Im Gegensatz zu den riesigen Bettenburgen der Hochseekreuzfahrten herrscht hier kein Gedränge und kein Schwanken, sondern eine familiäre Atmosphäre mit einer Crew, die sich schnell an die individuellen Vorlieben der Gäste erinnert.

Das Besondere: Der tägliche Perspektivenwechsel

Das Besondere an einer Rad- und Schiffsreise ist der tägliche Perspektivenwechsel. Nach dem Frühstück packt man seine Satteltasche, schwingt sich aufs bereitstehende Rad und folgt mal dem Donauradweg, mal anderen malerischen Routen. Vorbei geht es an mächtigen Klöstern, Weinbergen, wunderschönen Landschaften und mittelalterlichen Städtchen. In vielen Destinationen besteht die Möglichkeit, zusätzliche geführte Ausflüge der Reederei zu buchen.

Swiss Crown: Ein Schiff zum Wohlfühlen

Viele Reisende berichten von ihren positiven Erfahrungen mit Rad & Schiff Reisen. Die Swiss Crown, Baujahr 2000 und umfassend renoviert in den Jahren 2018/2019, hat vielen Gästen sehr gut gefallen. Während einer Reise waren 130 Gäste an Bord, die aus aller Welt anreisten. Besonders geschätzt wurde das kostenlose WLAN in der Panorama-Lounge, das es ermöglichte, Reiseberichte und Fotos bequem hochzuladen. Die Passagierkabinen sind auf dem Haupt-, Mittel- und Oberdeck verteilt.

Die Kombination aus Flusskreuzfahrt und Radtouren

Das Spannende an einer solchen Reise ist die Kombination aus Flusskreuzfahrt und Radtouren. Auf einigen Touren sind die Radtouren individuell, d.h. ihr radelt selbstständig nach der vorgegebenen Route. Insgesamt sind viele Reisende in fünf Etappen rund 230 Kilometer gefahren - und das völlig entspannt mit dem E-Bike. Wer eine solche Tour plant, kann entweder sein eigenes Rad mitbringen oder gegen eine Gebühr eines ausleihen, mit oder ohne Motor. Viele entscheiden sich für E-Bikes, um die Landschaft mehr genießen zu können, ohne sich komplett zu verausgaben. Die Leihräder sind in der Regel top in Schuss und werden passend auf die Körpergröße eingestellt. Ein super Service, den viele Reisende sehr schätzen: Vor jeder Etappe bringen die Matros*innen die Räder vom Schiff an Land - und abends wieder zurück.

Informationen und Vorbereitung

Jeden Abend gibt es vom Kreuzfahrtdirektor Informationen zur nächsten Etappe - mit allen wichtigen Infos, Tipps und Highlights am Weg. Zusätzlich bekommt man eine handliche Broschüre mit Kartenmaterial und Etappenbeschreibung. In der Kabine wartet zu Beginn der Radreise schon alles für die täglichen Touren: eine praktische Satteltasche fürs Lunchpaket, Getränke und alles, was man unterwegs so braucht. Ebenso ein kleines Reparaturkit und eine Luftpumpe sind dabei.

Kulinarische Genüsse an Bord

Natürlich darf auf einer solchen Reise auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen! Auch auf einer Rad- und Schiffsreise spielt die Kulinarik eine wichtige Rolle. Das Essen schmeckt vielen Reisenden sehr gut! Schon das Frühstück ist super: ein großes Buffet, das wirklich alles bietet, was das Herz (und der Magen) morgens begehrt. Ob Müsli, Joghurt, frisches Obst, Käse, Wurst, Rührei, Lachs oder einfach nur ein frisch gebackenes Brötchen mit Marmelade - es ist alles da. Direkt nach dem Frühstück gibt es ein Lunchbuffet, bei dem man sich sein eigenes Lunchpaket für die Radtour zusammenstellen kann. Abends wird es dann nochmal richtig lecker: Ein 4-Gänge-Menü, bei dem man pro Gang zwischen mehreren Optionen wählen kann - natürlich gibt es auch immer eine vegetarische Variante. Das Essen ist nicht nur sehr lecker, sondern sieht auch noch richtig gut aus.

Besondere kulinarische Erlebnisse

Ein kulinarisches Highlight ist für viele der Abend, an dem das Abendessen unter freiem Himmel stattfindet: Statt im Restaurant gibt es ein gemütliches Barbecue auf dem Sonnendeck! In entspannter Atmosphäre und mit Blick auf den Fluss werden verschiedene Fleisch- und Fischspezialitäten gegrillt, dazu gibt es frische Salate und superleckere vegetarische Grillspieße. Einfach herrlich: gutes Essen, nette Gespräche und dazu der Sonnenuntergang.

Unterhaltung an Bord

Auch die Unterhaltung abseits von Radtouren und gutem Essen ist im Urlaub ein wichtiges Kriterium. Auch hier wird an Bord was geboten. Richtig fetzig ist oft der Abend nach dem Barbecue auf dem Sonnendeck: Ein Musiker legt Tanzmusik auf, und schon ist die Party in vollem Gange. Sogar die Gäste vom Nachbarschiff tanzen mit - auf ihrem eigenen Deck! An einem anderen Abend gibt es eine Karaoke-Show, der Spaßfaktor ist definitiv hoch! Und das absolute Highlight: die 70er- und 80er-Party. Es gibt sogar eine kleine “Kostüm-Ecke” an Bord, aus der man sich schräge Outfits leihen kann. Der Bordmusiker wird kurzerhand zum DJ, und die Gäste tanzen zu Abba, Queen & Co.

Beispiele für Radtouren entlang der Donau

Hier sind einige Beispiele für Radtouren entlang der Donau, die im Rahmen einer Rad- und Schiffsreise unternommen werden können:

  1. Engelhartszell bis Brandstatt: Diese erste Etappe führt über rund 55 Kilometer von Engelhartszell bis nach Brandstatt - mit kleinen Umwegen, aber immer ganz entspannt und größtenteils direkt an der Donau entlang. Zu Beginn lohnt sich ein Besuch des Stifts Engelszell. Danach geht es per Radfähre über die Donau. Eine weitere Fahrt mit der Fähre steht an: die Überfahrt an der Schlögener Schlinge - eine der schönsten Ecken entlang der Donau. Hier kann man die Radtour für eine kurze, aber knackige Wanderung unterbrechen: Zum Aussichtspunkt auf die Schlögener Schlinge hoch über der Donau. Später passiert man noch das altehrwürdige Schloss Neuhaus und macht einen kurzen Stopp am Schopper- und Fischereimuseum in Aschach. In Brandstatt wartet schon das Schiff mit kühlen Getränken auf die Radfahrer.
  2. Linz: Nach wenigen Kilometern überquert man die Donau an einer imposanten Schleusenanlage, kurz davor überholt das Schiff die Radfahrer auf ihrem Weg nach Linz. Weiter radelt man auf dem gut ausgebauten Donautal-Radweg bis nach Ottensheim, wo man in dem ruhigen Örtchen eine kurze Pause einlegen und im Café einige Mitradler treffen kann. Bei einer früheren Flusskreuzfahrt sind Reisende ganz entspannt mit der nostalgischen Pöstlingbergbahn auf den Pöstlingberg hochgefahren.
  3. Tulln bis Wien: Nach einer entspannten Nacht an Bord startet man in Tulln zur dritten Rad-Etappe, und das bei strahlendem Sonnenschein! Direkt am Radweg kann man beim Start den Nibelungenbrunnen bestaunen. Immer flussaufwärts radelt man an der Donau entlang und kommt bald an der Burg Greifenstein vorbei, die ziemlich beeindruckend auf einem Felsen über dem Fluss thront. Das Stift ist nicht nur geschichtsträchtig und architektonisch beeindruckend, sondern hat auch ein eigenes Weingut mit richtig gutem Wein. Hier kann man an einer sehr interessanten Führung durch das Stift teilnehmen, ab und zu werden auch Weinproben veranstaltet. Nach der Besichtigung rollt man wieder hinunter auf den Donautal-Radweg, vorbei am Schiff, bis mitten ins Wiener Zentrum. Am Stephansplatz kann man sich einen leckeren Apfelstrudel gönnen und das bunte Stadtleben auf sich wirken lassen, bevor man gemütlich zurück zur Anlegestelle radelt. Übrigens kann man ganz in der Nähe der Anlegestelle einen typischen Heurigen besuchen. Allerdings hätte man auch eine geführte Radtour durch Wien über die Reederei buchen können. Von der Anlegestelle spaziert man rund 500 Meter flussaufwärts zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und macht sich nochmals auf den Weg ins Herz von Wien. Man kann durch die imposante Hofburg schlendern, wo einst Kaiserin Sisi durch die Gänge wandelte. Natürlich darf auch der Stephansdom nicht fehlen.
  4. Krems bis Melk: Bevor man in die Pedale tritt, kann man noch einen kleinen Bummel durch Krems machen. Dann geht’s los auf dem Donautal-Radweg, und nach kurzer Zeit erreicht man das bekannte Dürnstein - wohl zurecht als das romantischste Städtchen an der Donau bekannt. Besonders spannend: Hoch über der Stadt thront die Ruine Dürnstein. Ein kurzer, aber steiler Aufstieg lohnt sich! Durch alte Dörfer radelt man weiter - in Spitz legt man einen Stopp beim Weingut Klosterhof ein. Weiter geht es dem Tagesziel entgegen: das imposante Stift Melk. Die prunkvolle Kirche und die weltberühmte Bibliothek sind der krönende Abschluss eines großartigen Tages.
  5. Grein nach Mauthausen: Diese fünfte Etappe führt von Grein nach Mauthausen - 47 Kilometer voller Kontraste. Nach einem kurzen Bummel durch das charmante Städtchen geht’s erstmal steil bergauf zum Schloss Greinburg. Ein Highlight in Grein ist aber das historische Stadttheater - klein, uralt und voller Charakter. Hier kann man ebenfalls eine Tour durch das Stadttheater über die Reederei buchen. Der folgende Abschnitt auf dem Donautal-Radweg ist landschaftlich der schönste der ganzen Reise. Am Nachmittag erreicht man Mauthausen. Hier radelt man am Schiff vorbei, hoch bis zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen. Die Besichtigung des Konzentrationslagers hinterlässt tiefe Eindrücke - bedrückend, beklemmend, wichtig, still.

Alternativen zur Donau: Rad- und Schiffsreisen in Holland und Belgien

Neben der Donau bieten auch Holland und Belgien attraktive Routen für Rad- und Schiffsreisen. Eine besonders beliebte Tour führt durch die wasserreichen Provinzen Utrecht und Südholland sowie das Flussdelta der Schelde. Zu den Highlights zählen die 19 Windmühlen von Kinderdijk, die mittelalterliche Stadt Brügge und das malerische Dordrecht. Als Unterkunft dient oft ein schnuckeliges Flussschiff, das man mit einer lustigen Truppe internationaler Gäste teilt.

Beispielroute: Amsterdam - Brügge

Eine Beispielroute könnte wie folgt aussehen:

  1. Amsterdam: Einschiffung in Amsterdam und Erkundung der Grachten und Hausboote.
  2. Vianen: Fahrt nach Vianen, einer kleinen Festungsstadt an der Lek.
  3. Kinderdijk: Radtour durch die Bilderbuchlandschaft Hollands mit Besuch der 19 Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe).
  4. Dordrecht: Weiterfahrt nach Dordrecht, einer der ältesten Städte Hollands.
  5. Tholen: Radtour von Tholen bis zur Kreekrakschleuse.
  6. Antwerpen: Schifffahrt nach Antwerpen mit Besichtigung des Hafens.
  7. Rupelmonde: Radtour von Antwerpen nach Rupelmonde.
  8. Dendermonde: Fahrt an der Schelde entlang nach Dendermonde.
  9. Gent: Radtour von Dendermonde nach Gent mit Besuch der Graffiti-Gasse.
  10. Brügge: Radtour von Gent nach Brügge, der schönsten Stadt Belgiens.

Rad & Schiff mit eigenem Fahrrad

Rad & Schiff mit eigenem Fahrrad ist eine spannende Möglichkeit, um die Natur zu erkunden und gleichzeitig aktiv zu sein. Diese Art des Reisens bietet viele Vorteile, wie die Freiheit, die Routen selbst zu wählen und die Schönheit der Landschaften zu genießen, während man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Die Kombination aus Rad und Schiff ermöglicht es Ihnen, Ihre Routen ganz nach Ihren Wünschen zu gestalten. Sie können die Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade anpassen, sodass jeder Teilnehmer, egal ob Anfänger oder erfahrener Radfahrer, auf seine Kosten kommt. Ein großer Vorteil dieser Reisen ist, dass Sie sich um Ihr Gepäck keine Sorgen machen müssen. Ihr Gepäck bleibt sicher an Bord des Schiffes, während Sie die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden. Die Routen sind so gestaltet, dass sie für verschiedene Fitnesslevels geeignet sind.

Beliebte Radwege für Rad- und Schiffsreisen

  • Donauradweg: Einer der bekanntesten Radwege in Europa, der eine perfekte Mischung aus Natur und Kultur bietet. Auf dieser Strecke können Sie die beeindruckenden Landschaften entlang der Donau genießen und viele historische Städte entdecken.
  • Rheinradweg: Führt Sie durch malerische Weinregionen und charmante Dörfer.
  • Moselradweg: Bekannt für seine atemberaubenden Ausblicke auf die Weinberge und die Mosel.

Rad- und Schiffreisen bieten eine einzigartige Möglichkeit, die Schönheit der Flüsse zu entdecken und gleichzeitig aktiv zu sein. Die Kabinen auf den Rad- und Schiffreisen sind gemütlich und bieten alles, was man für einen angenehmen Aufenthalt braucht. Jede Kabine hat ein eigenes Bad mit Dusche und WC. An Bord der Schiffe wird für Ihr leibliches Wohl gesorgt.

Planung und Organisation

Die Planung einer Rad & Schiff Reise beginnt mit der Buchung. Die Mitnahme des eigenen Fahrrads ist ein großer Vorteil. Während der Reise stehen Ihnen erfahrene Reiseleiter zur Seite. Zusammengefasst: Eine gute Planung und Organisation sind der Schlüssel zu einer gelungenen Rad & Schiff Reise.

Für wen sind Rad & Schiff Reisen geeignet?

Rad & Schiff Reisen sind ideal für Familien. Die Kombination aus Radfahren und Schifffahrt ermöglicht es, dass jeder in der Familie auf seine Kosten kommt. Genussradler, die es lieber gemütlich angehen, finden ebenfalls passende Angebote. Für sportliche Radfahrer gibt es auch anspruchsvollere Touren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rad- und Schiffsreisen eine großartige Möglichkeit sind, die Natur und Kultur auf entspannte Weise zu erleben. Sie bieten die Freiheit, die Routen nach den eigenen Wünschen zu gestalten und gleichzeitig den Komfort eines schwimmenden Hotels zu genießen. Egal, ob Sie ein erfahrener Radfahrer oder ein Anfänger sind, es gibt für jeden die passende Tour. Diese Reisen sind nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, neue Orte zu entdecken und unvergessliche Erinnerungen zu sammeln.

Rad- und Schiffsreisen im Trend

Solche Reisen liegen zunehmend im Trend. Neben kleinen Fahrradreise-Spezialanbietern springen auch größere Wanderreise-Veranstalter mit auf. Beim Vergleich der Ziele in etlichen europäischen Ländern kam man zu der Erkenntnis: Die Königsroute ist die, bei der Sie bequem und preisgünstig in Deutschland ein- und ausschiffen, trotzdem aber ins Ausland fahren. Das Beste an solchen Reisen, ob nun im In- oder Ausland: Unterwegs müssen Sie morgens keine Koffer packen, erleben aber jeden Tag eine neue Gegend. An Bord bekommen Sie alle Mahlzeiten, für Radfahrer wird ein Lunchpaket für mittags vorbereitet. Nachmittags gibt es Kuchen an Bord. Also auch wieder sehr komfortabel.

Die Veranstalter sind ganz gut auf Individualisten eingestellt, jedenfalls geht der Aufpreis für eine Einzelkabinenbelegung nach unseren Beobachtungen selten über 50 Prozent. Mitunter sind es nur 15 Prozent. Häufig wird die Tour als Gruppenreise angeboten. In der Luxusvariante fährt tatsächlich ein Reiseleiter selbst auf dem Rad mit, Streckenerklärung inklusive. Aufpreis etwa 250 Euro bis 500 Euro. Der Quasi-Standard ist die Variante mit morgendlicher Streckeneinweisung durch den Bordreiseleiter, die Gruppe ist dann auf sich selbst gestellt.

Da überwiegend gemäßigte Tagesetappen im Spiel sind, Größenordnung von 30 bis 50 km, ist das alles nur ein psychologischer Effekt. Bei wem die Kondition im Laufe der Reise nachlässt, der bleibt einfach mal an Bord. Wir raten, immer wieder mit Blick auf maximal entspannten Urlaub, zum Mietrad. Hier müssen Sie selbst gar nichts vorbereiten. Außerdem sparen Sie sich den Hin- und Rücktransport. Und Sie haben bei der Mehrheit der Veranstalter die Wahl zwischen normalem und E-Bike.

Die Route Passau-Wien und zurück oder auch verlängert bis Budapest ist in Deutschland ganz sicher die bekannteste Flussreise. Kaum einer der Rad-plus-Schiff-Spezialisten lässt sie sich entgehen. Termine gibt es mindestens einmal je Woche. Drei beeindruckende Großstädte liegen auf der Route, Wien, Bratislava und Budapest. Superkomfortabel: Vom Ruhrgebiet aus fährt der Direkt-ICE im Zwei-Stunden-Takt nach Passau. Von Hamburg über Berlin nur einer täglich, aber dafür mit genau auf die Flussreisen getrimmter Ankunft.

Weitere Routen und Angebote

Rad plus Schiff kann auch als echte Seereise stattfinden: Das Segelschiff Tallship Atlantis, ein Dreimaster, umrundet in zehn Tagen die Insel Seeland, auf der auch Kopenhagen liegt. Auf der vorgelagerten kleinen Insel Møn führt die Radtour zu den bis zu 128 Meter hohen Kreidefelsen, vergleichbar mit denen der Insel Rügen. In Roskilde ist der Dom zu besichtigen, in dem 40 dänische Königinnen und Könige beigesetzt sind.

Die Route ist spannend, weil ein Abstecher ins Ausland drinsteckt, nämlich zum polnischen Stettin (Szczecin). Bis dorthin fährt das Schiff über brandenburgische Flüsse und Kanäle sowie die Oder, dann aber kreuzt es in den großflächigen Nebengewässern der Ostsee. Einer der Höhepunkte der Woche ist das berühmte Schiffshebewerk in Niederfinow. Die polnische Großstadt Stettin ist modern, lebendig und zugleich historisch.

Bisher haben wir die Abfahrt ab Dresden nur bei Rückenwind Reisen gefunden, aber 2023 ohne Termin. Die zugehörige Flusskreuzfahrt ist aber bei Kreuzfahrtspezialisten (z.B. ehoi.de) zu finden: Die Sans Souci (41 Kabinen) von Plantours fährt sie vom 20.bis 27. April sowie vom 27. April bis 4. Mai. Als Ab-Preis haben wir 1499 Euro abgerufen. Der Rest ist etwas Arbeit: Entweder macht ein gutes Reisebüro bis dahin noch einen Rad-plus-Schiff-Anbieter ausfindig. Oder Sie nehmen auf eigene Faust Ihr Rad mit an Bord. So etwas geht nach Absprache.

Veranstalter Rad + Reisen eurocycle hat eine Reise auf der Moldau ausgeschrieben, mit schönen Radwegen direkt am Fluss und der Möglichkeit, das KZ Theresienstadt zu besichtigen. Auf dem Rückweg gibt es die freie Wahl, mit dem Schiff oder auf dem Rad wieder in Prag einzufahren.

Neben der eingangs beschriebenen Donaufahrt ist dies der zweite »Klassiker«, angeboten von vielen Veranstaltern: Das Schiff schlängelt sich durch die Wasserwege der Inseln zwischen Festland und Meer, um dann in Belgien Gent und Brügge zu erreichen. Die Fahrradbedingungen sind in den Niederlanden bekanntlich so gut wie kaum irgendwo. Windmühlen ohne Ende und imposante Flutschutzbauwerke.

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