Radtour von Mölln nach Lübeck: Eine Entdeckungsreise

Diese schöne Fahrradtour von Mölln nach Lübeck führt Dich durch eine sanft-hügelige Landschaft. Dabei hast Du Gelegenheit, die Inselstadt Ratzeburg, das östliche Ufer des Ratzeburger Sees sowie die idyllische Natur entlang der Wakenitz zu entdecken.

Start in Mölln

Mölln - die alte Eulenspiegelstadt, Till Eulenspiegel soll hier 1350 gestorben sein, - liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein, gleichzeitig im wunderschönen Naturpark „Lauenburgische Seen“. Die Kleinstadt mit ihrer tollen Altstadt, wird idyllisch eingerahmt von zahlreichen kleinen Seen, wie dem Ziegelsee oder dem Stadtsee.

Vom Bahnhof sind es nur etwa 500 m bis in die Altstadt von Mölln rund um die kleine St. Nicolai Kirche und den Marktplatz. Dort findet sich auch der Till-Eulenspiegel-Gedenkstein, die Touristinfo und das Möllner Museum. Schön ist ein Rundgang um die St. Nicolai Kirche oberhalb des Marktplatzes, denn von dort hat man einen tollen Ausblick über die Altstadt und hinunter zum Stadtsee!

Nach einer kurzen Besichtigung, verlässt man die Altstadt von Mölln nun über die “Hauptstraße“, um anschließend der “Ratzeburger Straße” stadtauswärts zu folgen. Alternativ kannst Du auch diese Route über die “Schmilauer Straße” bis zur schönen “Farchauer Mühle” am Küchensee südlich von Ratzeburg wählen. Dieser Weg ist etwas beschwerlicher, aber auch deutlich naturnaher und ruhiger, da er durch tiefen Wald und nach der Schmilauer Straße auch nur noch auf (meist befestigten) Rad- und Wanderwegen verläuft. Ab der Farchauer Mühle folgt man einfach dem Weg am östlichen Ufer des Küchensees bis in die Altstadt von Ratzeburg.

Ratzeburg: Inselstadt im Grünen

Hinter Fredeburg nimmt man den Abzweig nach Ratzeburg, das man anschließend nach ein paar Minuten radeln erreicht. Auch Ratzeburg, vor allem die Altstadt bzw. „Inselstadt“, ist von Wasser eingerahmt. Im Süden begrenzen der “Küchensee“, im Osten der “Domsee” und im Westen der “Ratzeburger See” die Inselstadt, auf der an ihrem nördlichen Ende der sehr sehenswerte Ratzeburger Dom mit dem Domhof liegt (erreichbar über die Domstraße).

Nach dieser Stärkung, nimmt man den „Bäker Weg“, verlässt Ratzeburg nordwärts und oberhalb des Ostufers des Domsees. Für die nächsten etwa 5 km wird die Radtour etwas mühsamer, da sich der Weg nun auf und ab durch kühlen Wald und kleine Dörfer schlängelt.

In Römnitz biegt man hier nach links ab und entert über einen tollen Feldweg das Naturschutzgebiet am „Ostufer des Großen Ratzeburger Sees“. Dieses ist Teil des sog. „Grünen Bandes“, der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist Teil der EU-Vogelschutzone „Schaalsee-Gebiet“.

In Kalkhütte verlässt man kurz den Wald des Naturschutzgebietes und hat hier einen tollen Ausblick auf den unterhalb liegenden See. Danach führt eine asphaltierte Straße wieder hinein in den Mischwald, hinter dem man die Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern „überradelt“.

Für eine ausgiebige Rast eignet sich aber vor allem der Fähranleger Rothenhusen, am Nordrand des Sees gelegen. Toll ist hier allerdings vor allem der Ausblick über den Ratzeburger See vom Fährhaus bzw. seiner Terrasse. Hier am Fähranleger beginnt auch der Flusslauf der „Wakenitz“.

Entlang der Wakenitz nach Lübeck

Zunächst gilt es, die Nahe Autobahn A20 zu unterqueren. Über grüne Wiesen, Felder und durch kleine Wälder gelangt man allmählich immer näher an die Wakenitz heran.

Ihr Ufer ist dicht und wild, fast urwaldartig bewachsen. Auf dem „Drägerweg“, benannt nach dem früheren Lübecker Industriellen Heinrich Dräger, radelt man hier in Flussnähe stetig nordwärts. Bei gutem Wetter tummeln sich zahlreiche Kanus oder Kayaks auf der Wakenitz. Die Strecke Lübeck-Rothenhusen per Boot auf der Wakenitz zu absolvieren, scheint ein ebenso lohnenswertes Unterfangen zu sein.

Nachdem man eine Bahnlinie passiert hat (Tunnel), erreicht man mit „Eichholz“ allmählich städtisches Gebiet, den östlichen Stadtteil von Lübeck. Die Wakenitz wird hier nun merklich breiter und schlängelt sich in weiten Bögen durch die Landschaft. An vielen Uferstellen hat man tolle Ausblicke über diese entzückende Flusslandschaft. Man folgt dem ausgeschilderten Uferweg nun weiter in Richtung Lübeck-Zentrum, um am „Moltkeplatz“ die „Moltkebrücke“ über die Wakenitz zu überqueren.

Ankunft in Lübeck

Sehenswert sind, neben dem Rathaus, die imposante Marienkirche, die im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört und später wiederaufgebaut wurde, die engen, heute sehr hübschen „Lübecker Gänge und Gassen“.

Die "Alte Salzstraße"

Die Fahrradroute der Alten Salzstraße führt hauptsächlich durch das zauberhafte Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein - von Lüneburg (Niedersachsen) über Lauenburg und Mölln bis in die Urlaubsregion Lübeck-Travemünde. Die 112 Kilometer lange Alte Salzstraße verbindet Lüneburg in Niedersachsen und Lübeck in Schleswig-Holstein.

Wo im Mittelalter auf sandigen Pfaden wertvolles Salz nach Lübeck transportiert wurde, entdecken heute Radfahrende auf dem historischen Handelsweg die Schönheiten des Herzogtums Lauenburg in seiner ganzen Vielfalt. Als Gewürz und Konservierungsmittel war Salz Jahrhunderte lang eines der wichtigsten Handelsgüter. Unterwegs überqueren Sie auf dem Radfernweg Alte Salzstraße die Elbe, entdecken zahlreiche Schleusen und radeln durch die malerische Schifferstadt Lauenburg. Genießen Sie die reizvolle Seenlandschaft rund um Mölln und statten Sie dem Eulenspiegelbrunnen einen Besuch ab.

Von dort aus führt der Radfernweg weiter nach Lübeck, wo Sie prachtvolle Bürgerhäuser, historische Salzspeicher und das eindrucksvolle Holstentor bewundern können. Die Urlaubsregion Ostsee lockt und mit ihr der Kurort, das Seebad Travemünde mit Strandpromenade, Viermastbark „Passat" und Leuchtturm.

Der Radweg Alte Salzstraße ist komplett beschildert und mit Logos ausgewiesen. Das Logo zeigt ein weißes Fahrrad, welches auf einem roten Untergrund fährt.

Rast und Übernachtung entlang der Alten Salzstraße

Rastplätze, Schutzhütten, Unterstände sowie Grill- und Spielplätze stehen in unterschiedlichen Abständen auf der gesamten Strecke der Alten Salzstraße zur Verfügung. Entlang der Tour laden Cafés und Restaurants zum Verweilen und Genießen ein.

Zur Übernachtung empfehlen wir Ihnen Jugendherbergen, Campingplätze oder einen der zahlreichen Bett+Bike-Betriebe entlang der Alten Salzstraße. Durch die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030 werden die Radfernwege stets optimiert, das schließt auch die Alte Salzstraße mit ein.

Aktuelle Umleitung

Aufgrund eines Hangrutsches mit größerer Beschädigung am Kanalradweg südlich von Mölln kommt es zu einer Umleitung über den parallel verlaufenden landwirtschaftlichen Weg.

Naturschutzgebiet Hellbachtal

Erleben Sie ein Stück Eiszeit, denn das Naturschutzgebiet Hellbachtal ist Teil einer eiszeitlichen Rinne. Von Mölln über Lehmrade nach Gudow eröffnen sich Ihnen zahlreiche Windungen und ein Mosaik aus artenreichen Niedermoorwiesen und beweidetem Grünland. Drei kleine, im Tal liegende Seen stellen eine entstehungsgeschichtliche Besonderheit dar.

Von Gudow geht es in die Freizeitwelt Güster und von dort ganz entspannt am Elbe-Lübeck-Kanal zurück nach Mölln.

GPS-Tourdaten (Mölln nach Lübeck)

  • Gesamtstrecke: 44,5 km
  • Höchster Punkt: 47 m
  • Tiefster Punkt: -1 m
  • Anstieg gesamt: 291 m
  • Abstieg gesamt: -294 m

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