Die Nettetaler Seenplatte ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge und bietet vielfältige Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Entspannen. Knapp 45 Minuten Autofahrt sind es für Düsseldorfer bis zu den Krickenbecker Seen in Nettetal. Dort angekommen, erwartet die Großstädter ein echter Ruhepol.
Die Krickenbecker Seenplatte: Ein Paradies für Naturliebhaber
Gleich vier Gewässer bilden die beliebte Seenplatte in Nettetal. Hier kann man wandern, Rad fahren, minigolfen. Schwimmen sollte man nicht - aus mehreren Gründen.
Das Herzstück: Schloss Krickenbeck
Das Herzstück des Gebiets liegt ganz nah am Besucherparkplatz an der Krickenbecker Allee: das historische Krickenbecker Schloss. Das Gebäude, heute ein Seminar- und Tagungshotel, kann allerdings nicht besichtigt werden.
Informationszentrum
Gleich um die Ecke liegt das Informationszentrum, das definitiv einen Besuch wert ist.
Wandern rund um die Seen
Sechs ausgeschilderte Wanderstrecken zwischen 3,9 und 10,3 Kilometern Länge führen durch das Gebiet. Außerdem gibt es zwei barrierefreie Routen von 3,4 und 8,8 Kilometern Länge. Auf halber Strecke können sich Wanderer am "Birkenhof" mit Burgern, Steaks sowie Fleisch und Fisch vom Grill stärken.
Vorbei kommen sie auch am Naturschutzhof des Nabu, der mit einem Blindenbeet und einem Vogelnesterlehrpfad jährlich mehr als 10.000 Besucher über die heimische Natur informiert. Hier gibt es auch Veranstaltungen für Kinder, wie etwa Führungen und Rallyes.
Achtung: Schwimmen verboten!
Schwimmen ist in den Seen übrigens verboten. Wer es dennoch versucht, wird vielleicht schmerzhaft bestraft: Denn in den Seen lebt auch die amerikanische Schnappschildkröte, die einst hier ausgesetzt wurde. Sie kann bis zu 50 Zentimeter lang und 20 Kilogramm schwer werden. Wer ein Exemplar findet, sollte sich telefonisch unter 02162 8195100 beim zuständigen Kreis Viersen melden.
Die amerikanische Schnappschildkröte kommt auch in den Nettetaler Seen vor.
Weitere Aktivitäten
Nach dem Abschluss der Wanderung bietet sich bei der Ankunft am Infozentrum noch eine Runde "Adventure Minigolf" oder ein Besuch des Restaurants "Krickenbecker See" an.
Radtour des Monats Juni: Rund um die Netteseen
Die Radtour des Monats Juni führt um die Netteseen. Start und Ziel sind der Wittsee. Es geht los auf dem Parkplatz des Restaurants "De Wittsee", Am Witt-See 25, in Leuth. Von dort geht es dann mit dem Rad in Richtung Norden durch den Ortskern von Leuth und vorbei an der katholischen Pfarrkirche zu dem Knotenpunkt 3 (orangefarben markiert in der Karte). Die Ursprünge der dreischiffigen, neugotischen Kirche gehen bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Zudem befindet sich auf dem Kirchhof ein Sandsteinkreuz aus dem Jahr 1712.
Über den Knotenpunkt 6 hinweg durchqueren die Radler das Naturschutzgebiet Venloer Heide, erreichen Knotenpunkt 2 und radeln vorbei an den Krickenbecker Seen und Schloss Krickenbeck. Das Schloss entstand Mitte des 13. Jahrhunderts und entwickelte sich in seiner Blütezeit zu einer bedeutenden niederrheinischen Wasserburg.
Auf dem Weg zu Knotenpunkt 47 in Hombergen passieren die Radler das Textilmuseum "Die Scheune" in Hinsbeck. Die Tour führt weiter in Richtung Norden durch die Landschaft der Hinsbecker Heide. Die Radler verlassen das Radknotenpunktnetz und fahren geradeaus durch eine Bruchlandschaft entlang der "Fietsallee am Nordkanal" bis zur Grefrather Landstraße.
Vorbei an Kopfweidenreihen und der Matthäuskapelle wird Knotenpunkt 45 in Glabbach erreicht. Danach geht es südlich zum Knotenpunkt 63 über eine ehemalige Römerstraße hinweg und vorbei an der in Sichtweite liegenden Stammenmühle aus dem 19. Jahrhundert. Dann passieren die Radfahrer den Steegerhof mit seiner Kapelle in Oirlich. Es handelt es sich um einen neugotischen Bau aus dem Jahr 1897.
Ab Knotenpunkt 63 verläuft die Route auf ehemaligen Bahntrassen in Richtung Westen zu Knotenpunkt 12 in Sassenfeld.
Wandern an der Nettetaler Seenplatte: Ein Erfahrungsbericht
Kürzlich hatte ich den Anfang des Jahres erschienenen Rother Wanderführer Niederrhein erworben. Dort wird eine Wanderung an der Nettetaler Seenplatte als Top-Wanderung empfohlen (Nr. 36). Darüber hinaus gibt es noch die Wasser-Wander-Welten als sog. Premiumwege in der gleichen Gegend (hier die Nr. 9).
- Gelaufen am: 2018-07-14 (Samstag)
- Start: 10:30
- Streckenlänge: 10.7 km
- Steigung: alles ganz flach
- Eingabe f. Navi: Naturschutzhof, Nettetal (bei Google-Maps)
Wir starteten mit unserer Wanderung um 10 Uhr 30, da gab es noch reichlich Parkplätze. Als wir nach gut 3 Stunden wieder am Parkplatz ankamen war alles voll und das an einem Samstag. Ich möchte nicht wissen was da sonntags los ist.
Die ersten 4 km der Wanderung verliefen durch offenes Gelände auf schönen Feldwegen, z.T. am Waldrand entlang. Ich dachte spontan : es kann auch ohne Berge schön sein (obwohl mir das Flachland ansonsten eigentlich nicht so sehr liegt).
Nach 4 km kamen wir dann zu einem mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Damm, der zwei grosse Seen, den Glabbacher Bruch und den Hinsbecker Bruch, voneinander trennte. Hinter dem Damm liegt rechterhand Schloss Krickenbeck. Leider ist dieses nicht öffentlich zugänglich. Lediglich wenn man ein Seminar buchen oder ein Event veranstalten möchte kommt man rein.
Nach dem im verborgenen liegendem Schloss geht der Weg für ca. 2.5 km durch lichte Wälder und anschließend an einem Pferdehof vorbei. Danach kommt man zu einem Sumpf- und Tümpelgebiet. Wegen der langen Trockenheit liegt ein Teil der Teiche trocken.
Auch einige der vorherigen Äcker machten einen trockenen Eindruck. Die Kartoffelfelder wurden künstlich bewässert. Der „Tümpelteil“ der Wanderung ist gut geeignet für Vogelbeobachtungen. Es waren auch einige Fotografen mit den entsprechenden Linsen unterwegs. An einer Stelle gibt es einen erhöhten Unterstand von dem aus man die Tiere beobachten kann.
Nach 9.5 km bietet sich die Gelegenheit über eine kleine Brücke einen Bach zu Überqueren um auf die andere Seite des De-Witt Sees zu gelangen. Wir nutzten diese Chance um die Wanderung etwas abzukürzen. Auf der anderen Seite kamen wir dann bald auf die zu Beginn schon mal gelaufen Strecke.
Nach 3 ½ Stunden waren wir wieder an unserem Parkplatz (incl. 2 Pausen, Gehzeit knapp 3 h).
Mein Fazit : Eine sehr schöne Wanderung. Könnte auch mit dem Fahrrad gemacht werden.
Die Eifel: Eine Alternative für Radfahrer
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt die Region nicht nur landschaftlich, sondern auch im eigenen Rhythmus - entspannt auf alten Bahntrassen, entlang mäandernder Flussläufe oder mit weiten Ausblicken über Vulkanlandschaften hinweg.
Zwischen dichten Wäldern, quirligen Flüssen und offenen Höhenzügen führen dich die Bahntrassenradwege durch die stille Weite der Eifel. Was einst für Züge gebaut wurde, ist heute ein Geschenk für alle, die Natur beim Radfahren erleben möchten.
Hier radelst du fernab vom Verkehr, durch alte Tunnel mit Geschichte und über elegante Viadukte mit Aussicht. Die sanften Steigungen (weniger als 2,5 Prozent) und fast durchgehend asphaltierten Radwege machen das Radfahren angenehm leicht - ob für einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Reise. Besonders für Familien mit Kindern und für Freizeit- und Genussradler versprechen diese Radwege entspannten Radfahrspaß.
Ob unter dem rauschenden Blätterdach entlang der Maare in der Vulkaneifel, durch die Felsenwelten des Naturparks Südeifel oder mit Blick in die grünen Täler von Ostbelgien und Luxemburg - jeder Kilometer erzählt.
In der Eifel gibt es so viele Radwege auf stillgelegten Bahnstrecken wie kaum in einer anderen Region in Deutschland. Diese Radtouren verlaufen fast flach, fernab vom Straßenverkehr - ideal, wenn du bequem und sicher unterwegs sein willst.
Flussradwege wie an Rur, Ahr oder Kyll bieten dir nahezu steigungsfreies Radvergnügen - mitten im Mittelgebirge. Du radelst durch grüne Täler, vorbei an malerischen Bächen, kleinen Ortschaften und schönen Rastplätzen. Diese Radwege sind ideal für genussvolle Tages- oder Wochenendtouren.
Radeln nach Zahlen am Niederrhein
Am Niederrhein radeln Sie nach Zahlen. So muss man sich für seine Tour keine Ortsnamen mehr einprägen oder komplizierte Karten lesen. Nur noch ein paar Zahlen notieren, und schon geht’s los.
Das System „Radeln nach Zahlen“ kommt aus Belgien und den Niederlanden. Dort hat es ganz schnell die Runde gemacht und ist nun auch komplett am Niederrhein eingeführt. Das Radwegenetz ist einheitlich beschildert, alle Kreuzungen (Knotenpunkte) sind durchnummeriert.
Unter den Wegweisern werden jeweils Richtung und Nummer der nächstgelegenen Knotenpunkte angezeigt. Sie müssen sich statt Ortsnamen nur die Nummern der Knotenpunkte der geplanten Strecke merken.
Erkennbar ist das deutsche System an den rot-weißen Pfeil-, Tabellen und Zwischenwegweisern. Die angrenzenden Niederlande verwenden eine grün-weiß-Kombination.
Das Naturparkgebiet ist aufgrund seiner typisch niederrheinischen, flachen Landschaftsstruktur und der einzigartigen Flora und Fauna auch bei Radfahrenden sehr beliebt. Entlang von Seen, Flüssen, durch Wälder und Auenlandschaften führen zahlreiche Radwanderrouten. Mit Hilfe von Radknotennetzen können individuelle Radtouren geplant werden.
An zahlreichen Verleihstationen können Fahrräder für individuelle Radtouren ausgeliehen werden. Zwei Stationen befinden sich auch an unseren Naturparkzentren Brüggen und Wassenberg.
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