Radtour Neumarkt-Regensburg: Entlang der Schwarzen Laber

Mit dem Fahrrad kannst du im „Fahrradies“ rund um Neumarkt zu erlebnisreichen Touren starten. Pures Naturerlebnis erwartet Sie auf dem rund 84 Kilometer langen Schwarze Laber-Radweg. Er führt von Neumarkt aus durch das Tal der Schwarzen Laber inmitten der ländlich geprägten Naturregion des Bayerischen Jura nach Sinzing bei Regensburg, wo die Schwarze Laber in die Donau mündet.

Nicht nur die ausgesprochen reizvolle Landschaft entlang der mäandernden Schwarzen Laber ist das Besondere an dieser Flussroute, sondern auch die einzigartige kulturhistorische Bedeutung der Verbindung zwischen der alten Pfalzgrafenstadt Neumarkt und der Welterbestadt Regensburg. Das Tal der Schwarzen Laber bietet Radfahrern ideale Bedingungen.

Auf den ebenen Wegen am Kanalufer rollen die Räder wie von selbst dahin, während du entspannt die Natur genießt. Die Hügellandschaft des Bayerischen Jura hat aber auch sportlichen Radlern und Mountainbike-Fahrern viel zu bieten. Für die gelegentlich auch knackigen Anstiege wirst du mit wunderbaren Aussichten belohnt! Wenn du den Ausblick von den Jurahöhen genießen willst, ohne ins Schwitzen zu kommen, ist ein E-Bike die beste Wahl.

Streckenverlauf und Charakteristik

Beginnen Sie Ihre Tour durchs Tal der Schwarzen Laber am Bahnhof von Neumarkt i.d.OPf. Ab hier ist die Route auch durchgehend gut beschildert. Vom Bahnhofsvorplatz aus geht der Weg durch die Stadtmitte von Neumarkt und entlang der B299 in Richtung Pilsach. Der kombinierte Rad-/ Fußweg läuft an Pilsach vorbei unter der Autobahnbrücke hindurch.

Die Tour zeichnet sich anfangs durch einen gehörigen Anstieg aus, geht dann aber fast stetig mit leichtem Gefälle dahin. Es handelt sich um eine leichte, aber weite Fahrradtour. Landschaftlich gewinnt die Tour in Richtung der Mündung der Laber zunehmend. Abkürzen kann man in Königsmühle (Auffahrt zum Bahnhof Mausheim, ca. 1,5 km). Die Strecke bietet wunderschöne, manchmal unbefestigte Uferwege, die aber meist befestigt oder asphaltiert sind. Weitgehend gut beschildert mit einer Länge von 84,5 km.

Wegbeschreibung

Wir radeln vom Hauptbahnhof Neumarkt auf dem Radweg zunächst durch die Stadt, dem Leitgraben folgend, der seinerzeit das nötige Wasser zum Scheitelpunkt des Alten Kanals führte. Bald erreichen wir das schön gelegene Pilsach - und nun müssen wir kräftig in die Pedale treten! Kurz hinter Pfeffertshofen haben wir es geschafft; die europäische Hauptwasserscheide ist erreicht. Von hier aus folgt unsere weitere Tour dem Lauf der Schwarzen Laber.

Nach den ersten 7 km beginnt am Ortsende von Pilsach mit dem Pfeffertshofener Berg die erste nennenswerte Steigung der Tour in dieser Richtung, die idyllisch im Wald an einem kleinen Bachlauf liegt und nach knapp 2 Kilometern in Pfeffertshofen wieder endet. Hier steht auch der erste von fünf Pavillons mit dem Thema "Wasserscheide", die Hocker sind als Eimer gestaltet. Auf einem breiten Wirtschaftsweg geht es weiter Richtung Laaber, den Ort an dem die Schwarze Laber entspringt.

Die Quelle ist nach wenigen Minuten (rund 3 km) erreicht. Ab hier beginnt nun auch geografisch das gleichnamige Tal der Schwarzen Laber. Die Quelle befindet sich in der Ortsmitte und wurde vom Landschaftspflegeverband (mit Unterstützung durch Leader-Fördermittel) renaturiert und neben einer neuen Einfassung auch noch mit einer Infotafel versehen. Mehrere Informationstafeln gibt es im weiteren Verlauf der Strecke bis Lupburg und eine weitere bei Hardt im Landkreis Regensburg.

Auf einem Radweg geht es über Anzenhofen und Eschertshofen weiter nach Niederhofen. Hier durchfahren Sie den Ort auf einer öffentlichen Straße und folgen dieser, vorbei an den sehenswerten Doggerfelsen (wurden vom Bayerischen Umweltministerium 2008 prämiert und gehören damit offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns), bis nach Dietkirchen.

Hier, rund 4 km nach der Quelle, befindet sich der Rosenfriedhof, der mit seinen schmiedeeisernen Grabkreuzen und Rosenpflanzungen einen Halt wert ist. Bergauf durch den Ort hindurch verlassen Sie am Ortsende den öffentlichen Straßenbereich und fahren auf einem geschotterten Wirtschaftsweg, hoch über dem Tal, weiter. Nach ca. einem Kilometer erwartet Sie ein „Blick in die Landschaft“, eine weitere Station des Landschaftspflegeverbandes mit Infotafel und Fernrohr. Nehmen Sie sich ruhig ein bisschen Zeit und genießen das noch sehr weite Tal und den noch jungen Fluss der Schwarzen Laber in diesem Abschnitt.

Nach einigen Metern geht es scharf links wieder ein Stückchen bergab und auf einem Wirtschaftsweg nach Oberwiesenacker. Hier müssen Sie kurz der Hauptstraße folgen, bevor es auf einem straßenbegleitenden Radweg weiter nach Unterweickenhof geht, das Sie knapp 4 km nach Dietkirchen erreicht haben. Bei Unterweickenhof beginnt rechterhand mit dem Deusmauer Moor ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Das rund sieben Kilometer lange Moor ist wegen seiner wertvollen Feuchtlebensräume für zahlreiche seltene Pflanzen und Tiere von bayernweiter Bedeutung.

Nach einem kurzen Anstieg über Dietkirchen, von wo aus sich ein herrlicher Blick über das Labertal bietet, erreichen wir das Moorgebiet von Deusmauer. Sie durchqueren nach 3 km die gleichnamige Ortschaft Deusmauer und fahren 2 km weiter nach Lengenfeld. Unterwegs liegen die „Felsenkeller“ und in Lengenfeld angekommen bietet sich eine erste Übernachtungsmöglichkeit. Sie können aber gerne weiter nach Velburg fahren, es sind nur 3 km, wo Sie nicht nur weitere Gastgeber finden sondern auch den Charme des historischen Städtchens erleben können.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Zeugenberge und Tropfsteinhöhlen, romantische Mühlen und Burgruinen auf den charakteristischen Jurafelsen gibt es unterwegs zu besichtigen und zu bestaunen. Strecken-Highlights sind beispielsweise die äußerst sehenswerte Burgruine Wolfstein in Neumarkt (Abstecher), die König Otto-Tropfsteinhöhle in St. Colomann bei Velburg oder auch die Burg Parsberg.

Weitere Informationen

Je nach Kondition und Wissensdurst können Sie sich die Strecke in verschieden langen Etappen erfahren. Die Einteilung in 3 Etappen ist ein Vorschlag, bei dem Sie genügend Zeit haben, die Schönheiten des Tals der Schwarzen Laber zu entdecken und Sie sich von der Gastfreundlichkeit der Übernachtungsbetriebe überzeugen können.

Der Rad-Wander-Weg durch das Tal der Schwarzen Laber zeichnet sich daneben aber noch durch eine weitere Besonderheit aus. Entlang des Flusses entstanden 2013 an mehreren Standorten künstlerisch gestaltete Pavillons, die jeweils zu einem Teilbereich des übergeordneten Leitthemas „Fluss - Tal der Schwarzen Laber“ informieren. In den Gemeinden, die weiter vom Flusslauf entfernt liegen, entstanden im gleichen Stil gestaltete Informationstore, durch die man symbolisch den Talraum betreten oder verlassen kann.

Daneben unterstützen „Blaue Lesesteine“ (60-90 cm große, blau eingefärbte Dolomitsteine) die Wegführung entlang der Strecke und zwischen den Infopavillons. Sie liegen als „blaues Band“ entlang der „Schwarzen Laber“.

Bitte beachten Sie: Der Rad-Wander-Weg hat - insbesondere im Bereich zwischen Lupburg und Laaber - einige naturbelassene Abschnitte und führt teils über schmälere Wald- oder Wiesenwege (dabei auch einmal über die eine oder andere Wurzel). Er wurde bewusst nicht für Rennradtouren konzipiert.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0