Die Tour von Oberstdorf ins Kleinwalsertal ist ein landschaftliches Highlight mit tollen Blicken zum hohen Ifen und Gottesacker. Diese Rundtour mit dem Bike ist nicht umsonst bei jedem so beliebt! Sie zeigt Dir in kürzester Zeit das beste von beiden Welten, nämlich die volle Pracht der Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Alpen!
Das finden auch die vielen Bergtouristen aus den nördlicheren Regionen Deutschlands, die sich mit der Söllereckbahn zum Schönblick hochgondeln lassen und mit denen man sich die Route auf dem Höhenweg Richtung Kleinwalsertal teilt.
Streckenbeschreibung
Die Tour funktioniert in beide Richtungen. Wer richtig mutig ist, fährt die Strecke in Richtung Oberstdorf - Kleinwalsertal und fährt mit der Linie 1 bis zur Haltestation Söllereck und dann den steilen Weg bis zur Bergstation hinauf (der Transfer von Mountainbikes mit der Bergbahn ist leider nicht möglich).
Ansonsten fährst Du mit der Linie 1 vom Bahnhof in Oberstdorf bis zur Haltestelle Post in Riezlern. Dort angekommen, geht es für Dich gleich mit einem Anstieg los. Du fährst rechts vom Hotel Jagdhof die Straße immer weiter geradeaus. Es folgen mehrere Waldstücke, welche für Schatten sorgen.
Vom Parkplatz der Söllereckbahn rollt man ein kurzes Stück zurück zur Bahn und folgt bald dem extrem steilen gottseidank geteerten Aufstieg, der sich ca. 2,7km parallel zur Bahn zum Schönblick hinaufzieht (20-30%). Am Schönblick angekommen rollt man nun in stetigem Auf und Ab Richtung Rietzlern im Kleinwalsertal. Hier hat man schöne Ausblicke ins Tal hinein und zum hohen Ifen.
Die Tour ist ein regelrechtes Auf und Ab, denn sie hat viele Anstiege, wo Du ordentlich in die Pedale treten musst, bietet Dir wiederum aber auch einige gerade Kiesstrecken, wo Du durchschnaufen kannst. Kurz vor der Grenze zu Oberstdorf musst Du dann nochmal richtig ran: denn hier kommt das steilste Stück der Tour!
Jetzt, wo das schlimmste Stück überstanden ist, wirst Du belohnt mit einem Panorama der Extraklasse! Hinter Dir noch der prachtvolle Ifen und vor Dir die Allgäuer Alpen. Auf dem Weg begegnest Du hin und wieder mal dem Allgäuer Braunvieh - wenn man brav ist, sind diese immer für ein Selfie zu haben. Nach wenigen Metern erreichst Du einer der Alpen: die Mittelalpe. Hier solltest Du unbedingt mal vorbeischauen und die Brotzeitplatte mit frischer Kuhmilch probieren.
Nach der Stärkung geht es dann weiter Richtung Söllereck, da hältst Du Dich weiterhin auf dem Wanderweg, welcher bis zur Bergstation geradeaus führt. An der Bahn angekommen, fährst Du den ausgeschilderten Weg zur Talstation mit dem Bike runter - aber Achtung: Deine Bremsen bleiben hier wohl nicht verschont. Unten angekommen hast Du Dir die Fahrt zurück ins Hostel mit der Linie 1 und Linie 44 verdient.
In Rietzlern fährt man ein kurzes Stück auf der Bundestraße zurück Richtung Oberstdorf bis zum Wanderwegweiser links Richtung Schwende. Hier geht es ein kurzes Stück auf Teerstraße und dann auf steilem Trail hinab ins Breitachtal.
Man folgt nun stets dem Weg entlang der Breitach, anfangs über Holzstege dann auf etwas gröberem Schotterweg bis kurz vor die Klamm. Danach geht es ein kurzes Stück bergauf zu einem Gasthof und dann weiter auf Teerstraße bis zur Alpe Dornach. Hier führt ein Fußweg bis kurz vor den Parkplaz Breitachklamm sehr steil bergab. Man fährt nun weiter entlang der Breitach auf Forstwegen bis Tiefenbach.
Diese Tour ist ein auf und ab der Glücksgefühle - wortwörtlich! Anspruchsvolle Anstiege und belohnende Ausblicke auf ein 2 Länder Panorama erwarten Dich hier.
Weitere Radtouren im Kleinwalsertal
Im Kleinwalsertal, einer idyllischen Region im österreichischen Vorarlberg, gibt es viele Möglichkeiten für Fahrradfahrer. Die geografische Lage des Tals ist besonders beeindruckend - umgeben von hohen Bergen und grünen Wiesen bietet das Tal eine einzigartige Kulisse für Radtouren.
Es gibt verschiedene schöne Radtouren, die man im Kleinwalsertal unternehmen kann. Eine beliebte Route führt entlang der Breitach, einem wildromantischen Fluss, der durch das Tal fließt. Diese Tour eignet sich sowohl für Familien als auch für erfahrene Radfahrer. Eine weitere empfehlenswerte Strecke führt zum Hirschegg-Plateau, wo man einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge genießen kann. Unterwegs passiert man malerische Dörfer und traditionelle Bauernhöfe.
Touristisch relevante Sehenswürdigkeiten
Neben den landschaftlichen Reizen bietet das Kleinwalsertal auch einige touristisch interessante Sehenswürdigkeiten. Ein absolutes Highlight ist die Kanzelwandbahn, mit der man bequem auf den Gipfel des gleichnamigen Berges gelangen kann. Von dort hat man einen atemberaubenden Panoramablick auf das Tal. Weitere sehenswerte Orte sind die Breitachklamm, eine beeindruckende Schlucht, und der Ort Riezlern mit seinen charmanten Cafés und Restaurants.
Beste Jahreszeiten für Radtouren
Die beste Zeit für Radtouren im Kleinwalsertal ist von Frühling bis Herbst. In diesen Monaten ist das Wetter angenehm mild und die Natur erstrahlt in ihrer vollen Pracht.
Oberstdorf als Paradies für Radfahrer
Oberstdorf gilt als wahres Paradies für Radfahrer. Eingebettet in die Allgäuer Alpen eröffnen sich hier unzählige Möglichkeiten, die Natur auf zwei Rädern zu erleben - von gemütlichen Talrouten bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren.
Ein Klassiker ist die Radtour ins Trettachtal, die am idyllischen Christlessee vorbei bis zur Spielmannsau führt. Varianten ins Traufbachtal und Dietersbachtal belohnen mit urigen Alpen und spektakulären Bergkulissen. Nicht weniger beeindruckend ist die Fahrt durchs Stillachtal, das mit seinen autofreien Wegen ideal für Genussradler geeignet ist. Sehr beliebt ist auch die Tour ins Oytal, die mit imposanten Felswänden und Wasserfällen begeistert. Besonders sportlich wird es, wenn man weiter bis zur Käseralpe fährt - ein steiler, aber lohnender Anstieg.
Auch abseits der bekannten Täler locken reizvolle Strecken. Die Radtour Rohrmoos führt in ein abgeschiedenes Tal mit historischer Kapelle, während die Variante zur Piesenalpe besonders urig ist. Anspruchsvolle Fahrer zieht es ins benachbarte Kleinwalsertal, wo eine Rundtour über den Hörnlepass nach Riezlern verläuft und herrliche Ausblicke garantiert. Wer lieber sanft hügelige Landschaften genießt, sollte die Hörnerdörfer-Tour wählen.
Der Illerradweg
Ein besonderes Highlight für alle, die weiter hinauswollen, ist der Illerradweg. Er startet direkt in Oberstdorf, wo die Iller aus den Quellbächen von Trettach, Stillach und Breitach entspringt, und führt auf rund 150 Kilometern bis nach Ulm an die Donau. Anfangs begleitet man den jungen Fluss durch das obere Illertal mit Orten wie Sonthofen, Immenstadt und Kempten, bevor sich die Landschaft in sanfte Hügel, Wälder und Auen öffnet.
Wichtige Hinweise für Radfahrer in Oberstdorf
- In Oberstdorf gilt "Share the Trail". Das heißt: Wanderer und Biker teilen sich viele Wege.
- E-Bikes und Pedelecs machen Touren noch entspannter, ganz besonders bei längeren Routen oder knackigen Anstiegen.
- Rennrad-Fans finden im gesamten Oberallgäu perfekte Bedingungen. Mit Panoramastraßen, satten Höhenmetern und Ausblicken, die jeden Schweißtropfen wert sind.
Tipp: Kein eigenes Rad dabei? Kein Problem! Vor Ort stehen Verleihstationen für Fahrräder und E-Bikes bereit.
Bike & Hike: Die perfekte Kombination
Bike & Hike bedeutet, eine Tagestour in einen Rad- und einen Wanderpart zu unterteilen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell mit dem Rad unterwegs zu sein, sondern sich den Tag optimal einzuteilen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.
Das hat nicht nur den Vorteil, seine zwei Lieblingssportarten an einem Tag ausüben zu können, sondern bietet auch die Möglichkeit, unterschiedliche Landschaften und Perspektiven zu erleben. Gerade wenn sich die Ausgangspunkte von Wanderungen und Bergtouren tief in den Oberstdorfer Seitentälern befinden, erspart man sich am Morgen ordentlich Zeit und schont seine Kräfte für die bevorstehende Wanderung. Der Wechsel von der Rad- zur Wanderetappe bringt zudem Abwechslung in den Tagesablauf und macht das Erlebnis noch spannender.
Natürlich ist Bike & Hike nur möglich, wenn Start und Ziel am selben Punkt liegen. Nur so kann man sicherstellen, dass das Fahrrad nach der Wanderung wieder zur Verfügung steht und man die Tour nahtlos abschließen kann. Ein weiterer Pluspunkt ist das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit, das man durch die Kombination von Radfahren und Wandern erlebt. Nach einer anstrengenden Wanderung ist es besonders angenehm, den Rückweg mit dem Fahrrad anzutreten. Die frische Luft, die an einem vorbeiziehenden Landschaft und das entspannte Tempo lassen den ein oder anderen Höhenmeter des Tages direkt vergessen. So kann man den Tag aktiv verbringen und gleichzeitig die Ruhe und Schönheit der Natur genießen.
Wie immer gilt natürlich: Rücksicht nehmen! Egal ob auf dem Fahrradsattel oder zu Fuß - es gilt „Share the trail“, also die Wege mit anderen zu teilen.
Praktische Informationen
Radkarte von Tourismus Oberstdorf
Dein perfekter Tourenbegleiter! Mit der Radkarte von Tourismus Oberstdorf findest Du die schönsten Routen durch Täler, Berge und Dörfer - inklusive Tipps, Höhenprofilen und Infos zu Wegbeschaffenheit und Schutzgebieten. Ideal für Genussradler, Gravelbikes oder Familienausflüge!
E-Bike Ladestationen
An diesen praktischen Ladestationen, die sich am Oberstdorf Haus, im Nordic Zentrum und an der Alpenrose in Tiefenbach befinden, können gleichzeitig bis zu vier E-Bikes und Pedelecs aufgeladen werden. Die Nutzung ist völlig kostenlos! Dank der praktischen Magnetkupplung gibt es auch keine Stolperfalle. Du hast kein eigenes Ladekabel dabei? Kein Problem! Du kannst die Ladekabel gegen eine Pfandgebühr während der Öffnungszeiten in den Tourist Informationen Oberstdorf Haus und Tiefenbach ausleihen.
Fahrradmitnahme in Bussen
Die Mitnahme von Fahrrädern in den Bussen im südlichen Oberallgäu ist nur eingeschränkt möglich und kostenpflichtig. Sie ist abhängig von den Platzverhältnissen und der Sicherheit aller Fahrgäste. Eine generelle Mitnahmeverpflichtung besteht nicht.
- Fahrräder dürfen nur transportiert werden, wenn genügend Platz vorhanden ist.
- E-Bikes, Tandems und andere Sonderformen sind von der Mitnahme ausgeschlossen.
- Fahrräder müssen festgehalten und so abgestellt werden, dass niemand behindert oder gefährdet wird.
- Rollstühle, Kinderwagen und Mobilitätshilfen haben immer Vorrang.
Hinweis Walserbus (inkl. Linie 1): Die Mitnahme von Fahrrädern ist in der Regel nicht möglich. In Ausnahmefällen können leichte Fahrräder ohne Motor zu den Tagesrandzeiten (vor 8 Uhr und nach 19 Uhr) nach Rücksprache mit dem Fahrpersonal befördert werden.
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