Radtour Oberstdorf: Das Oytal und mehr

Oberstdorf gilt als wahres Paradies für Radfahrer. Eingebettet in die Allgäuer Alpen eröffnen sich hier unzählige Möglichkeiten, die Natur auf zwei Rädern zu erleben - von gemütlichen Talrouten bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren.

Vielfältige Radtouren in Oberstdorf

Hier findest Du sorgfältig ausgearbeitete Radtouren und Varianten. Mit Beschreibung, Streckenlänge, Höhenprofil und Schwierigkeitsgrad. Ein besonderes Highlight für alle, die weiter hinauswollen, ist der Illerradweg. Er startet direkt in Oberstdorf, wo die Iller aus den Quellbächen von Trettach, Stillach und Breitach entspringt, und führt auf rund 150 Kilometern bis nach Ulm an die Donau. Anfangs begleitet man den jungen Fluss durch das obere Illertal mit Orten wie Sonthofen, Immenstadt und Kempten, bevor sich die Landschaft in sanfte Hügel, Wälder und Auen öffnet.

Klassiker und Geheimtipps

  • Ein Klassiker ist die Radtour ins Trettachtal, die am idyllischen Christlessee vorbei bis zur Spielmannsau führt.
  • Varianten ins Traufbachtal und Dietersbachtal belohnen mit urigen Alpen und spektakulären Bergkulissen.
  • Nicht weniger beeindruckend ist die Fahrt durchs Stillachtal, das mit seinen autofreien Wegen ideal für Genussradler geeignet ist.
  • Sehr beliebt ist auch die Tour ins Oytal, die mit imposanten Felswänden und Wasserfällen begeistert. Besonders sportlich wird es, wenn man weiter bis zur Käseralpe fährt - ein steiler, aber lohnender Anstieg.

Abseits der bekannten Pfade

Auch abseits der bekannten Täler locken reizvolle Strecken. Die Radtour Rohrmoos führt in ein abgeschiedenes Tal mit historischer Kapelle, während die Variante zur Piesenalpe besonders urig ist. Anspruchsvolle Fahrer zieht es ins benachbarte Kleinwalsertal, wo eine Rundtour über den Hörnlepass nach Riezlern verläuft und herrliche Ausblicke garantiert. Wer lieber sanft hügelige Landschaften genießt, sollte die Hörnerdörfer-Tour wählen.

Radtour ins Oytal: Ein detaillierter Blick

Eine schöne Radtour durch das Stillachtal bis Birgsau erwartet uns.

Die flacheren Täler wie das Stillachtal, Trettachtal oder Oytal bieten tolle Strecken. Meist autofrei und mit traumhaften Ausblicken auf Flüsse, Wiesen und hinauf zu den Gipfeln.

Start der Tour ist das Oberstdorf Haus am Prinzregenten-Platz. Zunächst geht es über den Kurpark und die Oststrasse zur Nebelhornbahn Talstation. Rechts vorbei überquert man nach kurzer Zeit die Mühlenbrücke. Gleich danach biegt man rechts in den Grubenweg ab. Immer an der Trettach entlang gelangt man am Jägerstand vorbei zu einer Brücke Richtung Gruben. Noch vor der Brücke biegt man links in den Dr.-Hohenadel-Weg ein. Nun geht es am wilden Bachlauf des Oybaches hinauf bis man die Fahrstrasse erreicht. Weiter zum Oytalhaus, wird der Schneck von seiner Breitseite, das Himmelhorn mit dem berühmten und gefährlichen Rädlergrat und die beiden Wilden, der Große und der Kleine sichtbar. Über einen sanften Anstieg geht es durch Alleen zum Oytalhaus.

Die Route zurück

Ansonsten geht es nach einer gemütlichen Einkehr im Oytalhaus oder einer kleinen Rast zunächst über denselben Weg zurück Richtung Oberstdorf. Rechts am Dr.-Hohenadel-Weg vorbei genießt man noch einmal das Panorama, bevor man über den Kühberg zurück nach Oberstdorf gelangt.

MTB-Tour durchs Oytal

Start der Tour ist das Explorer Hotel Oberstdorf in Fischen. Vom Hotel aus folgst Du dem Illerradweg und querst die Iller direkt nach dem Illerursprung auf die andere Seite. Hier fährst Du wieder ein kleines Stück zurück, in die Richtung, aus der Du gekommen bist. Für Dich geht es jetzt immer weiter Richtung Oberstdorf. Sobald Du die Nebelhornbahn passiert hast geht es für Dich weiter Richtung Oytal. Nach einem leichtem Anstieg wird es schon wieder flacher und Du kommst am Oytalhaus vorbei.

Geheimtipp: Oytalroller

Pssst, kleiner Geheimtipp: Hier kannst Du Dir nach einer Wanderung einen Oytalroller ausleihen und Dir somit den Weg zurück ins Tal verkürzen! Das Oytal lohnt sich nicht nur zum radeln, hier kannst Du wunderbare Wanderungen unternehmen, die sich für die ganze Familie eigenen!

Weiter ins Tal

Weiter geht's mit der Tour. Du folgst dem Weg immer geradeaus, weiter rein ins Oytal. Zum Ende des Tals wird es immer steiler, aber das erste Highlight wartet schon auf Dich!

Highlight: Der Stuibenfall

Da lohnt sich die Anstrengung doch! Vor allem an heißen Tagen ist es dort schön kühl und eignet sich perfekt für eine kleine Verschnaufpause. Denn es wird nochmal steil! Die letzten Serpentinen warten nach dem Wasserfall auf Dich. Dann hast Du es aber schon geschafft und es geht im letzten Stück relativ flach zur Hütte. Angekommen an der Käseralpe lohnt es sich auf jeden Fall ausgiebig Brotzeit zu machen!

Der Rückweg

Der Rückweg erfolgt auf dem selben Weg wie der Hinweg. Kurz vor dem Verlassen des Oytals habt ihr dann aber die Möglichkeit einen kleinen Schlenker ins Trettachtal zu machen.

Radtour zur Käseralpe: Eine Herausforderung

Radtour in eines der landschaftlich schönsten Täler des Allgäus. Start und Ziel ist die Nebelhornbahn (ca. 814m) in Oberstdorf. Von hier folgt man der Straße in Richtung Audi Arena (Skisprung-Stadion). Nach der ersten kleineren Anstrengung folgen wir dem Fahrweg nahezu ebenerdig in Richtung Oytal. In den Sommermonaten sind hier, gerade an Wochenenden und an Urlaubstagen, viele Wanderer unterwegs. Auch Stellwägen fahren das Oytalhaus (1010m), am Ende der Teerstraße an. Der breite Schotterweg schlängelt sich vor den Augen des Schneck über zwei Bachläufe immer tiefer ins Tal bis zur Gutenalm. Wir lassen die bewirtschaftete Untere Gutenalm rechts liegen und folgen dem zunächst leicht, dann kräftiger ansteigenden Fahrweg hinauf zu einem kleinen Bach den wir queren. Der Belag wechselt wieder auf Asphalt. Nun geht es kurze Zeit noch einmal eben dahin. Oben sieht man schon den tosenden Stuibenfall. Bevor wir ihn erreichen, müssen allerdings noch ein paar Höhenmeter über den geteerten bzw. schottrigen, aber gut ausgebauten, breiten Fahrweg absolviert werden. Mit 15 - 16 Steigungsprozenten geht es hinauf. Über die breiten Abwasserrinnen geht es steiler und steiler bis zur Brücke am Stuibenfall. Nun sind es nur noch zwei Serpentinen, die es aber in Sachen Steigung in sich haben. An einem großen Felsblock hat man einen herrlichen Blick zurück ins Oytal. Nun liegt der finale Anstieg fast schon hinter uns. Es geht wieder auf Schotter und in der Entfernung grüßt bereits die Käseralpe (1405m).

Bike & Hike: Die perfekte Kombination

Bike & Hike bedeutet, eine Tagestour in einen Rad- und einen Wanderpart zu unterteilen. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell mit dem Rad unterwegs zu sein, sondern sich den Tag optimal einzuteilen und die Natur in vollen Zügen zu genießen. Das hat nicht nur den Vorteil, seine zwei Lieblingssportarten an einem Tag ausüben zu können, sondern bietet auch die Möglichkeit, unterschiedliche Landschaften und Perspektiven zu erleben. Gerade wenn sich die Ausgangspunkte von Wanderungen und Bergtouren tief in den Oberstdorfer Seitentälern befinden, erspart man sich am Morgen ordentlich Zeit und schont seine Kräfte für die bevorstehende Wanderung. Der Wechsel von der Rad- zur Wanderetappe bringt zudem Abwechslung in den Tagesablauf und macht das Erlebnis noch spannender.

Natürlich ist Bike & Hike nur möglich, wenn Start und Ziel am selben Punkt liegen. Nur so kann man sicherstellen, dass das Fahrrad nach der Wanderung wieder zur Verfügung steht und man die Tour nahtlos abschließen kann. Ein weiterer Pluspunkt ist das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit, das man durch die Kombination von Radfahren und Wandern erlebt. Nach einer anstrengenden Wanderung ist es besonders angenehm, den Rückweg mit dem Fahrrad anzutreten. Die frische Luft, die an einem vorbeiziehenden Landschaft und das entspannte Tempo lassen den ein oder anderen Höhenmeter des Tages direkt vergessen. So kann man den Tag aktiv verbringen und gleichzeitig die Ruhe und Schönheit der Natur genießen.

Wichtige Hinweise für Radfahrer in Oberstdorf

Noch ein Hinweis: In Oberstdorf gilt "Share the Trail". Das heißt: Wanderer und Biker teilen sich viele Wege. Wie immer gilt natürlich: Rücksicht nehmen! Egal ob auf dem Fahrradsattel oder zu Fuß - es gilt „Share the trail“, also die Wege mit anderen zu teilen.

Ausrüstung und Verleih

Wer gerne sportlich mit dem Mountainbike unterwegs ist, den werden die Strecken rund um Oberstdorf bis in mittlere Höhenlagen begeistern: abwechslungsreich, aussichtsreich, herausfordernd. E-Bikes und Pedelecs machen Touren noch entspannter, ganz besonders bei längeren Routen oder knackigen Anstiegen. Rennrad-Fans finden im gesamten Oberallgäu perfekte Bedingungen. Mit Panoramastraßen, satten Höhenmetern und Ausblicken, die jeden Schweißtropfen wert sind. Tipp: Kein eigenes Rad dabei? Kein Problem! Vor Ort stehen Verleihstationen für Fahrräder und E-Bikes bereit.

E-Bike Ladestationen

An diesen praktischen Ladestationen, die sich am Oberstdorf Haus, im Nordic Zentrum und an der Alpenrose in Tiefenbach befinden, können gleichzeitig bis zu vier E-Bikes und Pedelecs aufgeladen werden. Die Nutzung ist völlig kostenlos! Dank der praktischen Magnetkupplung gibt es auch keine Stolperfalle. Du hast kein eigenes Ladekabel dabei? Kein Problem! Du kannst die Ladekabel gegen eine Pfandgebühr während der Öffnungszeiten in den Tourist Informationen Oberstdorf Haus und Tiefenbach ausleihen.

Öffentlicher Nahverkehr

Die Mitnahme von Fahrrädern in den Bussen im südlichen Oberallgäu ist nur eingeschränkt möglich und kostenpflichtig. Sie ist abhängig von den Platzverhältnissen und der Sicherheit aller Fahrgäste. Eine generelle Mitnahmeverpflichtung besteht nicht.

Bitte beachten:

  • Fahrräder dürfen nur transportiert werden, wenn genügend Platz vorhanden ist.
  • E-Bikes, Tandems und andere Sonderformen sind von der Mitnahme ausgeschlossen.
  • Fahrräder müssen festgehalten und so abgestellt werden, dass niemand behindert oder gefährdet wird.
  • Rollstühle, Kinderwagen und Mobilitätshilfen haben immer Vorrang.

Hinweis Walserbus (inkl. Linie 1): Die Mitnahme von Fahrrädern ist in der Regel nicht möglich. In Ausnahmefällen können leichte Fahrräder ohne Motor zu den Tagesrandzeiten (vor 8 Uhr und nach 19 Uhr) nach Rücksprache mit dem Fahrpersonal befördert werden.

Checkliste für Familienradtouren im Allgäu

Das Allgäu bietet eine traumhafte Kulisse mit einzigartigen Ausblicken für unvergessliche Familienmomente. Doch bevor Sie tatkräftig in die Pedale treten, wollen wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben, denn eine Radtour mit Kindern kann schnell zur Herausforderung werden. Mit dieser Checkliste steht einem Traumtag jedoch nichts mehr im Wege.

  • Die Wahl der richtigen Jahreszeit: In den Herbst- und Frühlingsmonaten kann es noch recht frisch im Allgäu sein, packen Sie also eine warme Jacke ein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Wege schneefrei sind. Wenn Sie im Hochsommer unterwegs sind, kann es hingegen extrem heiß werden. Eine Pause an der Iller oder einem der vielen Seen bietet eine erfrischende Abkühlung für groß und Klein!
  • Karte in der Jackentasche: Damit Sie nach Ihrem Fahrradabenteuer auch wieder sicher im Berghof ankommen, haben Sie im besten Fall immer eine Karte dabei. Sollten Sie diese mal vergessen, findet sich im Allgäu immer eine freundliche Person, die Ihnen weiter hilft.
  • Genug Pausen: Wählen Sie eine Strecke, die ausreichend Pausenoptionen verspricht, beispielsweise Spielplätze oder schattige Ruheorte. Auch die Aussicht auf einen leckeren Eisbecher motiviert die Kinder auf den letzten Kilometern. Möglichkeiten zum Einkehren gibt es unzählige im Allgäu.
  • Das Wetter im Auge behalten: Das Allgäu neigt, wie alle Bergregionen, zu schnell wechselnden Wetterzuständen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor und auch während der Fahrt die Wetterprognosen im Blick zu behalten und regenfeste Kleidung dabei zu haben. So ist Ihre Familie bestens vorbereitet und kann von keinem Schauer überrascht werden.
  • Notfallplan schmieden: Es besteht zu jeder Zeit die Gefahr, dass Unfälle passieren oder Pannen auftreten. Hierfür ist es wichtig, Anlaufstellen und dessen Telefonnummern der Region zu kennen, um möglichst schnell Hilfe holen zu können. Mithilfe dessen können Sie die Sicherheit Ihrer Kinder stets gewährleisten.
  • Die richtige Ausrüstung: Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen. Hierfür müssen die Fahrräder vor der Fahrt auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden, außerdem gehört ein Helm selbstverständlich zur Grundausstattung.

Die Radtour Fischen-Oytal-Gutenalpe

Der Charakter: Schöne Radtour von Fischen i. Allgäu entlang der Iller bis ins schöne Oytal zur Gutenalpe.

Die Orientierungspunkte: Kurhaus Fiskina - Illerdamm - Oberstdorf - Eissportzentrum - Kühberg - Oytal - Berggasthof Oytalhaus - Gutenalpe - Kühberg - Eisportzentrum - Illerdamm - Kurhaus Fiskina

Die Tour: beginnt flach und einfach im Heilklimatischen Kurort Fischen i. Allgäu. Von dort aus führt sie über den gut ausgebauten Illerdamm, entlang der Iller mit wechselnd schattig und sonnigen Abschnitten nach Oberstdorf. Von dort aus führt Sie ein kleiner Anstieg ins Oytal. Sie starten am Kurhaus Fiskina und radeln zunächst auf der Hauptstraße vorbei an der kath. Pfarrkirche bis zur Kreuzung. Hier biegen Sie rechts ab in die Burgstraße und fahren über den Bahnübergang in Richtung Fischen-Au. Vor der Illerbrücke geht es dann rechts auf den Illerdamm, welchem Sie bis zum Rubinger Steg folgen. Dort wechseln Sie die Illerseite und radeln links der Iller bis Oberstdorf. Dort angekommen fahren Sie weiter auf dem Radweg entlang der Trettach bis Sie beim Eissportzentrum ankommen.

Nun weiter in Richtung Oybelehalle, und auf der Straße links weiter Richtung Audi Arena. Nach einer kurzen Steigung geht es dann auf der Oytalstraße leicht ansteigend weiter. Auf einer schönen und breiten Pirvatstraße fahren Sie bis zur Gutenalpe. Diese Strecke ist für jeden Radler gut zu meistern.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0