Das Fünfseenland ist bekanntlich die Region zwischen Ammersee und Starnberger See, in der neben den beiden genannten noch drei weitere, kleinere Seen liegen, nämlich Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See.
Der Pilsensee, gelegen im schönen Bayern, ist der ideale Ort für eine Fahrradtour. Mit seiner idyllischen Lage zwischen München und den Alpen hat der See einiges zu bieten. Entdecken Sie die zahlreichen Radwege rund um den Pilsensee und genießen Sie die atemberaubende Natur.
Vom Pilsensee zum Wörthsee: Eine abwechslungsreiche Route
Vom Ausgangspunkt in Hechendorf oberhalb des Pilsensees kann man auf dieser Tour die den See umgebende Landschaft in voller natürlicher Schönheit erleben. Hier schlägt einem das Herz höher: erhabene Hügellandschaften, lauschige Seeufer, Wiesen und Auen, alte Eichenalleen und dichte Wälder. Wohin man blickt, wahre Naturparadiese. Dieser Weg ist sehr abwechslungsreich und steckt voller Überraschungen. Eine von ihnen ist, dass wir uns selbst in der freien Natur bewusster erleben als sonst.
Hinweis: Die Route ist sowohl für Radfahrer als auch Wanderer geeignet.
Anfahrt und Routenbeschreibung
PKW: Bundesautobahn A96 München-Lindau, Anschlussstelle Inning; auf der St 2070 nach Hechendorf. Sie wollen einen der Orte aufrufen?
Am S-Bahnhof von Hechendorf geht man gegenüber in die Straße „Leitenhöhe“. Nach ca. 300 m biegt rechts ein kleiner Pfad ab. Aufwärts bis zur „Günteringer Straße“, dort geradeaus weiter in die Straße „Am Höhacker“, bis man den „Steinebacher Weg“ erreicht, dort rechts weiter durch die freie Ackerflur Richtung Steinebach.
An der Bank mit Feldkreuz unter einem Baum links weiter, nach 500 m bei den Häusern rechts in den „Hochstaudenweg“ (Seeblick) einbiegen und durch die Ackerflur an den Anfang von Steinebach. Dort rechts auf dem „Taubenweg“ und der „Kiebitzstraße“ bis zur St 2348, dann links und nach 100 m wieder rechts in die „Bahnhofstraße“.
Am S-Bahn-Haltepunkt (Rückkehrmöglichkeit nach Hechendorf) vorbei bis zur „Weßlinger Straße“, dann rechts über die S-Bahn-Überführung und ab hier auf dem Radweg bis zum Weßlinger See. Auf dem Uferweg ein Stück links zur alten Pfarrkirche, dann zurück bis zum „Alzheimergassl“ gehen, nun „Am Karpfenwinkel“ links und nach ca. 300 m rechts in die „Ettendorfer Straße“ einbiegen.
Man durchquert einen Bauernhof und geht durch schöne Eichenalleen. Der Weg senkt sich und biegt dann unten links in Richtung Hochstadt ab. Wenn man den Wald verlassen hat, kommt man in eine Au, dort nach Überquerung des Aubachs den zweiten Weg nach rechts nehmen, wo der Wanderweg durch das bewaldete Krontal abzweigt.
Man bleibt immer auf dem Hauptweg und kommt oberhalb von Oberalting beim „Espenplatz“ heraus. Hier 200 m links auf der „Uneringer Straße“ weitergehen, dann rechts in einen Waldweg einbiegen, der nach Seefeld führt. Im Wald an der Wegkreuzung geht man schließlich rechts und kommt in Oberalting an der „Stampfgasse“ heraus.
Links zur Pfarrkirche St. Peter und Paul. Auf der „Kirchstraße“ zur „Mühlbachstraße“ und auf dieser nach ca. 200 m links in die „Hartstraße“ einbiegen, der man bis zur St 2068 folgt. Auf der anderen Seite beginnt links der „Aubachweg“, der durch das schöne Aubachtal zurück nach Hechendorf führt.
Sehenswürdigkeiten entlang der Route
Während Ihrer Fahrradtour am Pilsensee sollten Sie unbedingt einige der touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten besuchen. Besichtigen Sie zum Beispiel das Schloss Seefeld mit seinem herrlichen Park oder machen Sie einen Abstecher zur Klosterkirche Andechs, bekannt für ihr leckeres Bier.
Hechendorf
Der zur Gemeinde Seefeld gehörende Ort liegt oberhalb des Pilsensees an dessen nördlichem Rand. Die Höhenlage (534 m) kommt schon durch den früheren Namen „Höchendorf“ (= Dorf auf der Höhe) zum Ausdruck. Von hier hat man prächtige Ausblicke auf Kloster Andechs, den Ammersee und die Alpenkette. Unterhalb des Ortes breiten sich das liebliche Aubachtal und der Pilsensee aus. Der lang gestreckte Ort zieht sich entlang der Hauptstraße ca. 4 km hin.
Im Zentrum liegen die Kirche St. Die Geschichte von Hechendorf wurde wesentlich von Geschlechtern mitgeprägt, die hier einst ansässig waren: die Grafen von Andechs, die Herren von Seefeld, die Herren Stein von Hilpoltstein, die Herren von Gundelfingen, die Preysinger auf Wolnzach und die Grafen von Toerring. Die erste schriftliche Erwähnung war um 1150. Die Kirche St. Michael gehörte seit dem 14. Jh. zum Kloster Dießen und ist seither die Pfarrkirche des Ortes.
Pfarrkirche St. Michael: Von der Vorgängerkirche ist der um 1270 erbaute frühgotische Kirchturm mit Satteldach erhalten. Der an den Turm angeschlossene Kirchenbau von 1702 wurde 1772 barockisiert. Die Kirche ist eine sog. Chorturmanlage, bei der sich der Turm über dem Chorraum erhebt. Magdalenenaltar in St.
Hochstadt
Der Ortsname ist von „hoch gelegene Stätte“ abgeleitet (620 m ü.NN). Der nahe Riedberg erreicht sogar eine Höhe von 645 m ü.NN. Hochstadt gehört zur Gemeinde Weßling im Landkreis Starnberg. Westlich des Ortes durchfließt der Aubach ein ehemaliges Kalkmoor, wo Steinkrebse, Ringelnattern und Elritzen noch ihre letzten Rückzugsgebiete haben.
Der um 750 gegründete Ort Hochstadt gehörte im Spätmittelalter zum Reichskloster Benediktbeuern. Im 14. Jh. Das Ortsbild zeigt eine ländliche Prägung. Früher gab es hier alle drei Jahre ein Weinfest. Heute feiern alle zwei Jahre alle Hochstädter Vereine im Hochstädter Schulgarten zusammen das Dorffest, das viel Publikum von außerhalb anlockt. Im Ort lebte der Tiermaler Josef Dahlem.
Kirche St. Jakobus: Die Kirche ruht auf romanischen Grundmauern. Die später erbaute spätgotische Dorfkirche aus dem 15. Jh. wurde 1698 barock umgestaltet. St.
Oberalting
Eine frühe bajuwarische Siedlung wird erstmals 804 als „Alamuntinga“ erwähnt anlässlich der Schenkung eines Priesters aus Oberalting. Die damalige Holzkirche wurde später durch einen romanischen Bau aus Stein abgelöst.
Parrkirche St. Peter: Die spätgotische Vorgängerkirche wurde 1630 umgebaut. Die heutige Kirche mit stattlichem Zwiebelturm ist neugotisch. Innen befinden sich prächtige Rotmarmorgrabsteine der Familie Toerring-Seefeld, deren Wappen in der Kirche zu sehen sind. Im Hochaltar ein Gemälde von Joachim von Sandrart aus dem Jahre 1664. Neben der Kirche rechts steht eine Mariensäule von 1873.
Die im Jahr 1770 von Graf Anton von Toerring angepflanzte Eichenallee mit 765 Eichen ist eine der größten und ältesten ihrer Art in ganz Deutschland und steht unter Denkmalschutz. Der Graf hatte diese Allee, die erste ihrer Art in Bayern, nicht nur zur Repräsentation, sondern vor allem zur wirtschaftlichen Nutzung für die Eichelmast der Tiere angelegt. Auch das Holz der Bäume wurde für bauliche Zwecke genutzt. Die Bäume wurden in bestimmten Abständen geschlagen und forstgerecht nachgepflanzt.
Der Aubach
Der etwa 7 km lange Bach fließt in südwestlicher Richtung durch das breite Aubachtal an Oberalting vorbei und mündet bei Hechendorf am Nordufer in den Pilsensee. Drei Bäche bilden den Aubach: der „Obere Aubach“ beim Ortsteil Neuhochstadt, der sog.
Der Aubach führt das Wasser aus einer breiten Senke ab, die am Ende der Würmeiszeit vom Isar-Loisach-Gletscher gebildet wurde. Die End- und Seitenmoränen entlang des Tales stammen aus dieser Zeit. In seinem Unterlauf fließt der Aubach durch ein schönes Wiesengebiet. Bei Oberalting wurde in einem Mühlengraben Wasser für den Antrieb von Mühlen abgeleitet.
Wörthsee: Idyllische Landschaften und vielfältige Radtouren
Wörthsee, ein idyllisches Fleckchen Erde im Landkreis Starnberg in Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für begeisterte Radfahrer. Der Wörthsee liegt etwa 25 Kilometer westlich von München und ist von malerischen Hügeln umgeben. Das klare Wasser des Sees lädt nicht nur zum Schwimmen ein, sondern auch dazu, die Umgebung auf dem Fahrrad zu erkunden. Mit einer Länge von rund vier Kilometern eignet sich der See perfekt als Ausgangspunkt für verschiedene Radtouren.
Radtouren rund um den Wörthsee
Eine der schönsten Radtouren führt entlang des Nordufers des Wörthsees. Hier können Sie die atemberaubende Aussicht auf den See genießen und gleichzeitig die frische Luft und Ruhe der Natur erleben. Der gut ausgebaute Radweg ermöglicht eine entspannte Fahrt ohne große Steigungen oder Gefälle.
Ein weiteres Highlight ist die Tour durch das Ampermoos bei Inning am Ammersee. Diese Route führt durch eine faszinierende Moorlandschaft mit seltenen Pflanzen- und Tierarten. Unterwegs passieren Sie kleine Dörfer wie Buchhofen und Holzhausen, wo Sie charmante bayerische Architektur bewundern können.
Wenn Sie etwas mehr Herausforderung suchen, empfehlen wir Ihnen eine Tour zur nahegelegenen Andechser Bergkirche. Von dort aus haben Sie einen atemberaubenden Blick über den Wörthsee und die umliegende Landschaft. Die Strecke dorthin führt durch Waldgebiete und bietet somit eine willkommene Abwechslung zum Radfahren entlang des Sees.
Beste Jahreszeiten für Radtouren
Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Wörthsee sind der Frühling und der Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht. Im Herbst können Sie auch wunderschöne Farben genießen, während sich die Blätter verfärben. Im Winter ist das Radfahren aufgrund von Schnee und Eis nicht zu empfehlen.
Radtouren-Tipps: Vier Seen auf einen Streich
Vier Seen auf einen Streich: Weßlinger See, Wörthsee, Ammersee, Pilsensee. Die Drei-Seenrunde führt uns nacheinander an das Ufer des Ammersees, des Pilsensees und des Wörthsees. Auf dem Weg warten Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrei St.
- Tour 1: Von München nach Andechs über Weßling (44 km, mittel)
- Tour 4: Von München an den Wörthsee über Starnberg und Söcking (45 km, mittel)
- Tour 5: Von München an den Pilsensee durch den Kreuzlinger Forst (40 km, leicht)
- Tour 6: Von München an den Weßlinger See (36 km, leicht)
Besondere Touren und Anforderungen
Konditionell eher anspruchsvolle Tour, die idealerweise mit dem Cyclocross gefahren wird. Die Tour führt vereinzelt auch an Straßenabschnitten vorbei, diese sind aber wenig befahren. Mit dem Rennrad ist die Tour nicht zu empfehlen, es werden viele Feldwege und Trail-ähnliche Wege befahren. Ein Cyclocross ist somit ideal.
Eine Runde, die an jedem der Seen an mindestens einer Badestelle vorbeikommt.
Wunderschöne Tour um Ammer-, Wörth- und Pilsensee. Kurze Schotterabschnitte zwischen Pähl und Diessen bzw. Diessen und Utting.
Anreise und Parkmöglichkeiten
Anfahrt mit dem PKW: Anreise mit dem PKW von München über die A96 Ausfahrt Wörthsee - Beschilderung Richtung Herrsching folgen - in Herrsching angekommen Beschilderung Richtung Bahnhof Herrsching folgen - Parkplätze sind am Bahnhof Herrsching vorhanden.
Selbstverständlich kann die Rundtour auch an anderen Standorten gestartet werden. Bitte informieren Sie sich vorab über Parkplatzmöglichkeiten und Höchstparkdauer an Ihrem Startpunkt.
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der S-Bahn S8 in Richtung Herrsching bzw. Richtung München Flughafen bis zum Bahnhof Herrsching.
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