Radtour planen: Tipps für unvergessliche Erlebnisse auf zwei Rädern

Du wohnst schon lange in deiner Stadt oder bist dort aufgewachsen? Oder bist du erst umgezogen und für dich ist alles neu? Natürlich kennst du alle Radrouten in deiner Heimat. Wo findest du die beliebtesten Radwege in deiner neuen Umgebung? Du hast genug von der immer gleichen Trainingsrunde? Wie findest du zur Abwechslung neue und spannende Radwege? Auch im Urlaub willst du in 2 bis 3 Rad Touren die schönsten Orte und aussuchten sehen. Dabei aber nicht nur stupide einen berühmten Tourismus Radweg hin und zurück fahren. Für alle drei Gruppen gibt es eine Lösung!

Früher hätte man gesagt Kauf doch eine Radkarte. Mit einem Fahrrad Navigerät oder Smartphone mit einer Kartenapp löst du dies viel eleganter. Heute will niemand aber ständig anhalten, Karte ausklappen und den aktuellen Punkt suchen. Aber wo findest du die interessanten Fahrradwege? Wie kannst du deine Fahrradtour planen?

Eine Fahrradtour zu planen ist ähnlich wie die Vorbereitung bei jeder anderen Reise oder Wanderung. Ganz am Anfang der Überlegungen steht die Auswahl der Region, in der die Tour stattfinden soll. In diesem Zusammenhang ergeben sich weitere Optionen. In Deutschland existieren viele Landschaften, die über ein gut ausgebautes Radwegnetz mit zahlreichen Radwegen verfügen. In den Überlegungen bei der Routenplanung spielt es eine Rolle, ob ein Radfernweg wie der Elberadweg oder der Spreeradweg bereist wird. Alternativ kommen auch Tagestouren von einem zentralen Startpunkt aus in Frage. Die Auswahl an Routen für eine Fahrradtour ist riesengroß.

Möglichkeiten, neue und spannende Radwege zu finden

Jetzt kommen meine 4 Möglichkeiten, wie du neue und spannende Radwege findest. Hier sind einige Inspirationen, um deine Fahrradtour zu planen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Erkunden und Planen von neuen Radrouten. Wie findest du deine Routen? Welche Portale oder Tricks fehlen in meiner Liste? Ich freue mich über deinen Kommentar.

1. Fahrradroute planen durch GPS Portale

Hier findest du Touren von anderen Radfahrern. Die Routen sind unterschiedlich gut beschrieben. Einige haben sogar Bilder hochgeladen. Damit lässt sich deine Radtour noch besser vorstellen.Einige Routen Portale:

  • GPSies bzw. jetzt AllTrails
  • Gps Tour info
  • Bikemap.net

Mit der erweiterten Suche findest du perfekte Vorschläge für deine Routenplanung. Diese 3 Portale sind sehr ähnlich. Tipp: Nutze die erweiterte Suche. Gebe da dein Fahrrad, Tourlänge und Höhenmeter ein. Damit findest du genau die Radroute, welche zu dir passt. Sonst wirst du an Vorschlägen überschlagen. Später lässt sich deine Route noch bearbeiten und anschließend herunterladen. Danach erscheint sie auf der App und ich kann sie bequem nachfahren. Bei vielen Portalen lassen sich die Routen direkt als GPX-Datei herunterladen. Danach übertrage sie auf dein Fahrrad Navigationsgerät.

Komoot, eignet sich mehr zum Planen von Radrouten. Dabei werden dir interessante Punkte angezeigt, welche du mit in deine Tour integrieren kannst. Besonders gefällt mir die unterschiedliche Wegberechnung für Mountainbike, Rennrad oder Tourenfahrrad. Damit findet er tolle MTB Touren.

2. Strava Tools: Damit entdeckst du neue Fahrradtouren

Die drei folgenden Funktionen helfen dir, gute Touren in Strava zu finden.Segmente: Dies sind kleine Wettbewerbe. Andere Nutzer erstellten bestimmte Abschnitte oder Bergansteige. Eine Rangliste zeigt die Bestzeiten. Je nach Region verliert man schnell den Überblick. Mit Filtern wird es etwas besser.

Die beliebtesten Radwege, als Anregung zum Fahrradroute planen. Heatmaps: Die Fahrradmatrix sieht alles. Die beiden vorigen Lösungen werden mit Heatmaps vereint. Du siehst auf einen Blick alle Radrouten. Je dicker die Linie, desto beliebter ist der Abschnitt. Nachteil: Bei Strava kannst du Rennrad und Mountainbike Routen nicht extra anzeigen lassen.

3. Geocaching - Fahrrad Schnitzeljagd

Die kleinen Dosen sind überall versteckt und zeigen dir manch versteckten Ort. Früher habe ich Geocaching häufig mit Radrouten verbunden. Beim Planen meiner Radtour wählte ich vorher eine Dose aus. Beim Radfahren nutzte ich das Suchen als Pause. Jetzt schaue ich häufiger nach Strava Segmenten und habe lange keinen Cache mehr gesucht. Geocaches kannst du mit in die Planung deiner Fahrradtour einbeziehen.

4. Kontakte mit anderen Radfahrern

Überall gibt es Treffen für gemeinsame Trainingsfahrten. Frage einfach unterwegs andere Radler. Häufig organisieren auch Radhändler solche Ausfahrten. Dadurch lernte ich auch viele neue Radwege kennen. Viele Treffen finden ohne Verpflichtung und Vereinsbindung statt. In der Gruppe habe ich auch mehr Spaß und bin schneller unterwegs.

Weitere Tipps zur Planung einer Radtour

Es gibt unzählige Radwanderwege für Anfänger oder fortgeschrittene Radfahrer. Es spielt auch keine Rolle, ob die Tour mit einem Rennrad, Mountainbike oder Trekkingrad bestritten wird. Darüber hinaus gibt es dank Google und Co. interaktives Kartenmaterial, um eine Strecke zu planen oder sich unterwegs immer aktuell zu orientieren. Ein nützlicher Helfer sind mittlerweile auch spezielle Apps auf dem Smartphone wie beispielsweise Komoot oder Naviki. Die selbst ausgesuchte Route wird als Download auf ein GPS-Navigationsgerät oder einen Fahrradcomputer geladen und kann dann genutzt werden. Sinnvoll ist in manchen Fällen auch eine App, die den Wetterbericht vorhersagt. Besonders im Sommer besteht Potenzial, während der Tagesetappe von einem Unwetter überrascht zu werden.

Die richtige Vorbereitung

Vor allem für Fahrradfahrer, die zum ersten Mal eine längere Fahrradtour planen, ist das eine enorme Herausforderung. Ein Fahrradanhänger für das Gepäck eignet sich immer, allerdings wird diese Variante bei einer Strecke über mehrere hundert Kilometer irgendwann sehr anstrengend. Erfahrende Radtouristen verzichten auch auf Rucksäcke, die als Last den Rücken sehr beanspruchen. Besser sind dagegen Gepäcktaschen, die etwa am Gepäckträger oder am Vorderrad angebracht werden. Sie bieten jedoch nicht unendlich Stauraum. Verzichten kannst du auf jeden Fall auf umfangreichen Reiseproviant.

Sportsachen, die schnell trocknen, können abends gewaschen und am nächsten Tag bereits wieder getragen werden. Eine Wechselgarnitur und Regenkleidung reichen daher völlig aus. Fachhändler bieten spezielle Textilien für Fahrradfahrer an. Je besser dein Material und deine Ausrüstung ist, desto größer wirkt sich das auf den Fahrkomfort und damit den Spaß beim Fahrradfahren aus. Vor allem eine gut gepolstert Fahrradhose ist sehr viel wert. Das gilt besonders auch für die Fahrradbekleidung, die vor Wind und Regen schützt. Unterschätze diese Details nicht, denn sonst besteht die Gefahr, dass du auf deiner Reise von einer Erkältung ausgebremst wirst.

Es gibt noch weitere Utensilien, die keinesfalls in deinem Radgepäck fehlen dürfen. Im Sommer mindert Sonnenmilch das Risiko von Sonnenbrand. Auch eine Fahrradbrille mit Lichtschutzfaktor sowie ein Fahrradhelm als Kopfschutz sind definitiv empfehlenswert. So bist du nicht nur für jedes Wetter und gegen Fliegen gerüstet, sondern auch bei Stürzen auf der sicheren Seite. Falls doch kleinere Blessuren auftreten, ist ein Erste Hilfe-Set im Gepäck genauso praktisch wie eine Zeckenzange. Denn meist führen Radwege durch Wälder oder werden von hohen Gräsern gesäumt.

Bevor es mit dem Bike auf eine längere Fahrradtour geht, steht die Planung meist im Vordergrund. Genauso wichtig ist jedoch auch die Fahrtüchtigkeit des Zweirads. Dabei geht es nicht nur um die allgemeine Verkehrssicherheit, sondern auch um den gewünschten Fahrspaß. Denn Defekte am Rad gefährden das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit anderer Biker. Prüfe deshalb vor allem die Bremsen und die Beleuchtung. Für eine pannenfreie Fahrt ist eine gut geölte Kette und eine tadellose Gangschaltung unverzichtbar. Mit dem richtigen Reifendruck erhöhst du den Fahrkomfort, denn das Gewicht des Gepäcks wirkt sich auf die Steuerung. Kontrolliere daher vor jeder Tagesetappe den Luftdruck und teste das Fahrgefühl aus.

Bayern per Rad entdecken

Lust auf eine Radtour? Bayern-Urlaub mit dem Rad? Gute Idee, das hält fit und ihr kommt weit rum. Gemächlich am Fluss entlang und über sanfte Hügel oder sportlich die Berge rauf und runter.

Hier eine Übersicht einiger Radwege in Bayern:

Radweg Beschreibung
Donauradweg Begleitet die Donau auf ca. 420 Kilometern in Bayern. Ein Radweg für jedermann, vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet.
Donau-Nebentäler-Radweg Die Route erkundet auf gut 300 Kilometern vierzehn Nebentäler der Donau in Bayerisch-Schwaben.
Allgäu-Radweg Auf 475 Kilometern eine Runde durchs Allgäu drehen, von leicht bis sportlich. Der ADFC hat die Radroute mit vier Sternen ausgezeichnet.
König-Ludwig-Radweg Der mit fünf Sternen zertifizierte Fernradweg führt in fünf Etappen auf knapp 220 Kilometern durchs Ostallgäu, vorbei an Burgen und Schlössern, Seen und Bergen.
MainRadweg Dem windungsreichen Verlauf des Mains von den Quellen bis zur Mündung folgen. Die knapp 600 Kilometer lange Route ist in beiden Richtungen einheitlich beschildert.
TauberAltMühl-Radweg Der Radfernweg führt, fast ohne Steigungen und abseits von belebten Straßen, beinahe 350 Kilometer entlang von Tauber und Altmühl vom Main bis zur Donau.
RegnitzRadweg Die Route verbindet Nürnberg mit Bischberg und die Fränkische Schweiz mit dem Steigerwald.
Aischradweg Auf gut 120 Kilometern Länge verbindet der Radweg die beiden historischen Paradestädte Rothenburg ob der Tauber und Bamberg in Franken.
Oberpfälzer-Wald-Tour Eine neue, 500 Kilometer lange und gut ausgeschilderte Route schlängelt sich in Form einer liegenden Acht durch den Oberpfälzer Wald im Nordosten Bayerns.
Mountainbike-Strecken im Bayerischen Wald Mit dem Mountainbike durch den Bayerischen Wald strampeln, rauf und runter über insgesamt circa 700 Kilometer.
Flüsse-Tour Die romantische Rundfahrt kombiniert fünf schöne Flusstäler in Ostbayern.
Golf-und-Thermenland-Tour Das bietet die knapp 245 Kilometer lange Fahrt durchs Bayerische Golf- und Thermenland.
Wasser-Radwege 1.200 Kilometer Wasser-Radlwege laden ein, in Form eines Wegenetzes, in dem Wasser häufiger Begleiter ist und München Dreh- und Angelpunkt.
Ammer-Amper-Radweg Eine Route durch das bayerische Voralpenland. Radwegstrecke insgesamt: etwa 200 Kilometer, gemütlich in vier Tagen zurückzulegen.
Benediktweg Der knapp 250 Kilometer lange Rundweg begibt sich in fünf Tagesetappen auf die Spuren von Papst Benedikt XVI.
Isarradweg Auf ihrem Weg zeigt die Isar verschiedene Gesichter und durchquert reizvolle Regionen - von Gebirgslandschaften über sanfte Hügel im Voralpenland bis zu Auwäldern im Unterlauf.

Solo-Radtour planen

Die Vorzüge einer Solo-Tour mit dem Fahrrad liegen auf der Hand, denn mein Rad dient auf meinen Ausfahrten und Reisen nicht nur als bestes Fortbewegungsmittel, sondern schenkt mir auch die nötige Unabhängigkeit und Bewegung. Eine Solo-Tour mit Fahrrad zu machen oder zu reisen. Aber warum eigentlich? Es motiviert mich während der Tour sehr, mir solche Vorgaben zu geben. Wie schön das Radfahren sonst auch sein mag, nicht immer klappt alles wie geplant. Doch mit meinem Ziel vor Augen bin ich meist eher gewillt, weiter zu fahren, falls es mal nicht so gut läuft.

Persönliche Grenzen helfen mir abzustecken, wie weit ich gehen möchte - sei es mit meinen körperlichen Fähigkeiten oder im mentalen und persönlichen Rahmen. Wie weit kann ich überhaupt fahren, bevor mein Körper erschöpft ist oder ich einfach keine Lust mehr habe? Traue ich mich allein nachts mit dem Rad durch den Wald zu fahren? Wie sicher fühle ich mich unterwegs auf dem Fahrrad? Wie weit entferne ich mich aus meiner Komfortzone?

Vorbereitung einer Solo-Tour

Einfach mit dem Fahrrad losfahren und herausfinden, was für dich funktioniert, ist für Tagesausfahrten eine ganz schöne Variante, denn zu viel Planen kann dich auch verrückt und unsicher machen. Andererseits sorgt ein wenig Vorbereitung bei längeren Touren oder Reisen auch dafür, dass es dann währenddessen alles etwas entspannter abläuft. Das Thema richtige Vorbereitung kann also sehr individuell ablaufen. Wie bereits im Abschnitt Zielsetzung formuliert, gehöre ich eher zur Fraktion: Ausführlich planen. Ich informiere mich einfach gern vorher und prüfe, was mich erwarten kann auf meiner Strecke. Dadurch erhalte ich ein gewisses Gefühl von Planungssicherheit und Stressfreiheit.

Die Frage der Ausrüstung ist eine ganz individuelle und definitiv abhängig von der Reiseregion und Infrastruktur: Für eine Tagestour brauche ich nicht viel mehr als mein Fahrrad, Getränke, Snacks und vielleicht ein Repair-Kit, eine Pumpe und Werkzeug. Für eine Radreise darf es etwas mehr sein: Je nach Ort und Art der Tour kann die Ausrüstung stark variieren.

Routenplanung mit Komoot

Für mich ist Radfahren neben der Fortbewegung von A nach B, vor allem eine Möglichkeit die Welt zu erkunden und meine Umgebung näher kennenzulernen. Wenn ich mit meinem Gravelbike unterwegs bin, fahre ich bevorzugt abseits von Hauptstraßen. Um das zu erreichen und meine Strecke möglichst abwechslungsreich, landschaftlich schön und fern vom Verkehr zu gestalten, nutze ich hauptsächlich digitale Routenplaner. Während ich mich auf meiner ersten Solo-Reise noch an offiziellen Radrouten entlang hangelte, eher einfach gestaltete OpenStreetMaps-Tools und auch haptische Papierkarten nutzte, setze ich mittlerweile zum Großteil auf einen einzigen Online-Routenplaner: Komoot.

Bevor ich mich detailliert an die Routenplanung mache, gibt es ein paar Faktoren, über die ich mir Gedanken mache. Wie bereits kurz in meinem Beitrag zur Solo-Tour angerissen, setze ich mir gerne Ziele bzw. versuche vorab einzuschätzen, wie weit ich fahren möchte. Je nachdem, ob es sich um eine kurze Ausfahrt oder eine Mehrtagestour handelt, ist das also ein breites Feld. Es kommt auch mal vor, dass ich keine Lust habe, eine eigene Tour zu planen oder etwas Inspiration benötige.

Weitere Tipps und Tricks für den perfekten Fahrradurlaub

Wer sich erstmals mit dem Thema Radreisen beschäftigt, wird überrascht sein, wie viele Möglichkeiten es gibt. Genau genommen steht einem die ganze Welt offen, denn überall finden sich tolle Radwanderwege. Vorab sollten entscheidende Fragen geklärt werden: Wohin soll es gehen? Bergig oder flach? Städte oder Wildnis? Individualreise oder Pauschalangebot eines Radreiseanbieters? Allein oder in der Gruppe? Generell gilt: Beim ersten Fahrradurlaub sollte das Ziel nicht zu hoch gesetzt werden, um sich oder etwaige Mitradelnde nicht zu überfordern. Damit sind übrigens nicht Kinder gemeint. Für Radurlaube bzw. -touren mit dem Nachwuchs gelten gesonderte Regeln.

Empfehlenswert ist eine Route auf gut erschlossenen und nicht zu steilen Wegen. Die Auswahl ist groß, lohnenswert sind etwa der Altmühltal-, der Donau- oder der Elbe-Ostsee-Radweg bzw. Abschnitte davon. Am besten checken Sie vorab die Streckenprofile der favorisierten Route. Bei den meisten handelt es sich um Navigationshilfen. Sie sollten sich aktueller Karten bedienen, die ohne Internetverbindung nutzbar sind und eine tolle Routenplanung liefern. Am besten ist, wenn man sich das gewünschte Kartenmaterial der Region, in der die Tour stattfinden soll, auf den Speicher des Smartphones herunterladen und es bei Bedarf abrufen kann.

Zur Vorbereitung empfiehlt es sich, über ein paar Wochen hinweg etwa dreimal wöchentlich für 20 bis 60 Minuten am Stück Rad zu fahren. So steigern Sie Ihre Fitness. Wie viele Kilometer im Radurlaub pro Tag zu schaffen sind, hängt von der Strecke (Höhenprofil), dem Wetter (Hitze, Regen, Wind), der eigenen Fitness, dem Körpergewicht und auch vom Fahrrad und dem Gepäck ab. Völlig Untrainierte sind möglicherweise schon mit 20 bis 30 Kilometern am Tag bedient, mit 50 Kilometern sind Normalsportliche gut dabei. Ist das Gelände durchgehend flach, können es auch mal 70 oder sogar 100 Kilometer sein - nicht zu reden von der Strecke, die sich mit einem E-Bike zurücklegen lässt.

Vor dem Start sollte Ihr Fahrrad auf jeden Fall technisch überprüft werden. Zudem ist es hilfreich, sich vorab mit seinem Bike vertraut zu machen, um in der Lage zu sein, einen Reifen zu flicken oder einen Fahrradschlauch zu wechseln. Das A und O bei einem Radurlaub ist demnach: Gewicht sparen. Dies bedeutet, genau zu überlegen, was verzichtbar bzw. unverzichtbar ist. Nicht zu empfehlen ist bei einer mehrtägigen Tour ein Rucksack, da dieser auf Dauer die Rückenmuskulatur belasten und schmerzhafte Verspannungen verursachen kann.

Am besten besorgt man sich im Fachhandel wasserdichte Fahrradtaschen mit wenig Eigengewicht. Beim Packen ist es sinnvoll, Regenkleidung nach oben zu legen, falls das Wetter umschlägt. Das sollten Sie dabei haben:

  • Funktionskleidung, sie trocknet schnell und hält den (Fahrt-)Wind ab
  • Wechselwäsche (nicht zu viel, lieber öfter waschen), Schlaf- und Badebekleidung
  • Bequeme Sportschuhe, evtl. Badeschuhe
  • Regenkleidung mit Fahrradüberschuhen (Gamaschen) und Regenhose
  • Medikamente, Notfallset, Sonnencreme
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Ladekabel bzw. Powerbank fürs Handy
  • Witterungsschutz fürs Handy
  • Geld, Ausweis, Versicherungskarte, evtl.

Entlang der vielbefahrenen Fernradwanderwege gibt es zahllose Pensionen und Gasthäuser, die sich auf die radelnde Klientel eingestellt haben. Das Serviceangebot umfasst meist Unterstellmöglichkeiten, Radwerkzeug und Reparaturservice, Trockenraum für nasse Kleidung, Lademöglichkeiten für Pedelecs etc. Unterkünfte finden Sie beispielsweise bei Bett + Bike. Natürlich können Sie Ihren Urlaub auch abenteuerlicher gestalten, indem Sie auf Campingplätzen übernachten oder sogar in der freien Natur, sofern in Ihrem Urlaubsland das sogenannte Jedermannsrecht gilt. Bedenken Sie jedoch, dass Sie in diesem Fall mehr Gepäck zu transportieren haben.

Zu wenig Wasser kann zu Konzentrationsproblemen und Muskelkrämpfen führen. Am besten trinkt man spätestens alle 30 Minuten ein paar Schlucke, auch wenn man noch kein Durstgefühl hat. Hin und wieder ein isotonisches Sportgetränk oder eine Fruchtschorle versorgen den Körper schnell mit Energie.

Bei aller Planung und Vorbereitung: Seien Sie bereit für spontane Entscheidungen. Nicht nur das Wetter kann sich plötzlich ändern. Es gibt Tage, an denen sind die Beine schwer oder es fehlt die Lust, die angesetzte Etappe bis zum Ende durchzuradeln. Machen Sie daher öfter eine ungeplante Einkehr.

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