Radroute Rhein-Neckar-Kreis: Informationen und Touren

Der Rhein-Neckar-Kreis bietet eine Vielzahl von Radwegen und Touren für jeden Geschmack. Ob gemütliche Flussradwege oder anspruchsvolle Mountainbike-Strecken, hier findet jeder Radfahrer das Richtige.

RadROUTENPLANER BW: Der ideale Routenplaner für Radfahrer

Der RadROUTENPLANER BW bietet die bestmögliche Route für Radfahrer. Über 40.000 Kilometer an Radwegen sind im RadROUTENPLANER integriert - darunter das etwa 4.500 Kilometer lange Netz der Landesradfernwege. Nutzer können ihren Start- und Zielort angeben, der Planer berechnet für sie dann eine ideale Radroute. Die Route passt sich dabei an die Bedürfnisse der Radler an. So kann ausgewählt werden mit welchem Radtyp gefahren wird, etwa mit einem Mountainbike oder Rennrad.

Der RadROUTENPLANER integriert weitere wichtige Informationen für Radfahrer. Wer unterwegs eine Panne hat, kann nachschauen, wo sich der nächste Radservice-Punkt mit Werkzeug für die Reparatur befindet. Wer längere Fahrradtouren durch das Land plant, erhält zudem Informationen zu geeigneten Unterkünften für Radler. Der Routenplaner setzt dabei auf das bett&bike Angebot des ADFC.

Neckartal-Radweg: Deutschlands kontrastreichster Flussradweg

Der Neckar ist ein echter Baden-Württemberger. Mitten durch das Herz des Bundeslands im Südwesten fließt er von Württemberg nach Baden in die Kurpfalz und schließlich in den Rhein. Auf der ganzen Strecke begleitet ihn der Neckartal-Radweg. Eine Radreise für Genießer und Entdecker, für Menschen, die Land und Leuten auf die Spur kommen wollen.

Die lauschigen Anfänge im Schwenninger Moos, die poetischen Ufer am Tübinger Hölderlinturm, die Weinlagen der Großstadt, die Burgen im Odenwald. Der abwechslungsreichste Flussradweg in Deutschland hält seine Gäste stets bei Laune. Macht sie neugierig und unternehmungslustig, lockt sie mit guten Weinen und köstlichen Leckerbissen. Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen, hinter die Fassaden blicken, mit den Leuten ins Gespräch kommen.

Rad-Rund-Touren mit Augmented Reality: WEITERSEHEN-APP

Ein Sonnenbad nehmen auf den Sanddünen? Oder lieber mitmachen bei archäologischen Ausgrabungen? Die alten Römer besuchen? Oder Auge in Auge wilden Tieren aus längst vergangenen Zeiten gegenüberstehen? Das alles und noch viel mehr bieten zwei Rad-Rund-Touren mit Augmented Reality. Ganz einfach: WEITERSEHEN-APP aus dem App Store oder bei Google Play herunterladen.

Die Radtouren, die im Gelände auch durchgängig beschildert sind, können ganz individuell gefahren werden - wann immer es passt.Alles, was dafür benötigt wird, sind ein Fahrrad und ein Smartphone. Und natürlich jede Menge Spaß am Entdecken. Die App dazu gibt es kostenlos zum Download - und dazu noch viele Tipps, z. B. was es noch an interessanten Sehenswürdigkeiten oder Plätzen zur Einkehr und zum Genießen in der Nähe gibt.

Beispieltour: Entlang des Ur-Neckars

Entlang des Ur-Neckars kann man die Geheimnisse des Rhein-Neckar-Kreis entdecken und in die Urzeit blicken. Die lieblichen Hügel des Kraichgaus, Hohlwege, und die Kornkammer gilt es zu erradeln. Eine anspruchsvolle Strecke, bei der einige Höhenmeter überwunden werden. Belohnt wird man dafür mit tollen Aussichten.

Diese Rundtour führt dich entlang des Ur-Neckars. Hier findest du acht Stationen, an denen du mithilfe der Augmented Reality-App „Weitersehen“ in die Vergangenheit eintauchen und Geheimnisse der Region entdecken kannst. Der Startpunkt der Tour ist in Neckargemünd auf dem Parkplatz am Neckarufer. Hier befindet sich die erste Augmented Reality Station, an der du mehr über die Geschichte der Neckarschifffahrt erfahren kannst. Zunächst fährst du ein Stück am Neckar entlang, dann geht es raus aus der Stadt, hinauf zur Bockfelsenhütte, wo du die nächste Weitersehen-Station und einen wunderschönen Ausblick auf die Neckarschleife findest. Anschließend geht es durch die herrliche Natur des Waldes knackig bergauf. Die Überreste der römischen Villa Rustica ist mit und ohne App einen Stopp wert. Dann rollst du hinab nach Wiesenbach und über weite Felder zur Fundstelle des Homo heidelbergensis in Mauer. Im weiteren Verlauf führt dich die Route entlang der Elsenz nach Meckesheim. Hier bekommst du dank Augmented Reality Einblicke in die Energiegewinnung am Fluss und erfährst, wie die Kraft des Wassers früher genutzt wurde. In Gauangelloch erwartet dich eine aussichtsreiche Anhöhe mit Blick auf den Odenwald und Kraichgau. Hier erfährst du mehr darüber was diese zwei Regionen so besonders macht. Angekommen in Bammental gibt es Interessantes über die Geschichte der Bammentaler Tapentenfabrik zu erleben. Schließlich begibst du dich auf dem Rückweg Richtung Neckargemünd über den bewaldeten Neckarriedkopf. An der Neckarriedkopfhütte angekommen, wirst du für die zurückgelegten Höhenmeter mit einem atemberaubenden Blick über das Neckartal belohnt und kannst an der letzten Augmented Reality Station mehr über die urzeitliche Tierwelt, die zu Zeiten des Homo heidelbergensis existierte, erfahren. Weitere Informationen zur Weitersehen-App findest du unter deinefreizeit.com/weitersehen.

Tour-Details: Ur-Neckar Rundtour

  • Distanz: 36,9 km
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Steigung: 570 m
  • Gefälle: 580 m
  • Tour: Rundtouren, Mountainbike-Touren
  • Start: Neckargemünd, Parkplatz Neckarlauer
  • Fahrzeit: ca. 2:36 Stunden
  • Wegcharakteristik: Geeignet für Trekking-, Tourenräder und Mountainbikes
  • Beschilderung: Durchgehend mit den Routenplaketten der Weitersehen (Ur-)Neckar-Tour ausgewiesen

Sehenswürdigkeiten & Freizeittipps entlang der Tour

  • Neckargemünd: Schiffsanleger mit Weitersehen-Station
  • Neckargemünd: Bockfelsenhütte mit Weitersehen-Station
  • Wiesenbach: Bodendenkmal Villa Rustica mit Weitersehen-Station
  • Mauer: Fundort des Homo heidelbergensis mit Weitersehen-Station
  • Meckesheim: Elektrizitätswerk mit Weitersehen-Station
  • Gauangelloch: Krauichgau-Odenwaldblick mit Weitersehen-Station
  • Bammental: Alte Tapetenfabrik mit Weitersehen Station
  • Neckargemünd: Neckarriedkopfhütte mit Weitersehen Station

Weitere Tourenempfehlungen

Eine weitere lohnende Tour führt durch den Kleinen Odenwald. Wer sich nicht beirren lässt und mutig weitertritt bzw. -schiebt, bis er den bewaldeten Hirschberg hinter sich hat, wird schon auf dem Wegstück oberhalb von Lingental (ein Abstecher zum tollen Biergarten im Lingentaler Hof lohnt sich immer) mit den ersten schönen Ausblicken in den Kleinen Odenwald belohnt, von denen es auf dieser Tour noch reichlich gibt.

Nach dem Kreisverkehr sind die Höfe Klingmann (Milchautomat) und Weinacker (Baumlehrpfad, Gastronomie) einen Zwischenstopp wert. Beim letzteren fährt man an einer Pferdekoppel vorbei - mit ein wenig Glück wird man auf dieser Tour noch Kühe, Esel und Gänse sehen können. Das kurze Stück Richtung Wald über eine Streuobstwiese (auch davon wird es noch einige geben) ist wunderschön, danach geht es an Gauangelloch mit seinem sehr gut gemachten Evolutionspfad vorbei (Lehrtafeln zur Evolutionsgeschichte) bis zum Grenzstein zwischen Kraichgau und Odenwald. Beim Kramerhof wird man vom Gegacker hunderter Gänse empfangen, dann geht es auf aussichtsreichen Wegen in das hübsche Schatthausen und an weidenden Kühen vorbei weiter ins verschlafene Maisbach. Zum Ende hin gilt es ein eher unspektakuläres Waldstück zu durchqueren, bis man im Nusslocher Steinbruch (Informationstafeln) wieder auf ein interessanteres Stück stößt.

Mobilitätskonzept Radverkehr Rhein-Neckar-Kreis

Mit dem Mobilitätskonzept Radverkehr hat der Rhein-Neckar-Kreis bereits 2015 die konzeptionelle Grundlage zur Förderung der Radverkehrsinfrastruktur für den Landkreis und die kreiszugehörigen Städte und Gemeinden gelegt. Bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts Radverkehr Rhein-Neckar-Kreis 2015 wurden grundlegende Anforderungen definiert, anhand denen die Netzkonzeption erarbeitet wurde. Darunter fällt die festgesetzte Maschenweite, die eine Anbindung der 54 Städte und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises sowie deren zentrale Bereiche über das Routennetz vorsieht. Zugleich soll eine Erschließung einzelner Ortsteile oder Stadtgebiete über das kommunale Netz erfolgen. Kommunale Radnetzkonzeptionen sollen an die Routen des Kreisnetzes anschließen bzw. diese berücksichtigen.

Das Routennetz soll auf möglichst geradlinigen Führungen und direkten Radverkehrsverbindungen, ohne Umwege, sowie mit möglichst ebener Topographie verlaufen und Verbindungen des alltäglichen Bedarfs von bis zu 15 km Länge enthalten, die große Wohngebiete mit Arbeitsplatzschwerpunkten, Schulen und ÖPNV-Haltestellen verknüpfen. Weiterhin sollen die Anschlüsse an umgebende Landkreise sowie die Städte Heidelberg und Mannheim gewährleistet werden.

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