Radtour rund um die Uckerseen

Diese Radtour führt einmal rund um die beiden Uckerseen zwischen Prenzlau und dem Nordrand des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Die uckermärkische Landschaft lädt zu ausgiebigen Wanderungen und Radtouren ein. Grund genug, um ein weiteres Stück Uckermark mit dem Rad zu entdecken. Die Landschaft um die Ober- und Unteruckersee wurde von der letzten Eiszeit speziell zum Genießen angelegt.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Vom Bahnhof geht es durch die Stettiner Straße am Stadtpark entlang. Bevor Sie Prenzlau auf der Uferpromenade verlassen, lohnt sich unbedingt noch eine kleine Tour entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der „Hauptstadt der Uckermark“.

Prenzlau

Schon von weitem grüßen die mächtigen Türme der St. Marienkirche. Unübersehbar recken sich die beiden Türme der St. Marienkirche am St. Nikolai-Kirchplatz in den Himmel. Wenn Sie die 234 Stufen einer der beiden der Türme erklommen haben, werden Sie mit einer fantastischen Aussicht über die Stadt, den Unteruckersee und die umgebende Endmoränenlandschaft belohnt. Von St. Marien radeln Sie durch die Heinrich-Heine-Straße zum ehemaligen Dominikanerkloster. Das Dominikanerkloster gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen Norddeutschlands. Das Museum zeigt eine bemerkenswerte Sammlung mittelalterlicher Objekte mit dem Schwerpunkt sakrale Plastiken, bedeutende archäologische Funde aus dem Kloster Seehausen sowie Objekte der Rechtsgeschichte, wie die abgeschlagenen Schwurhände zweier des Verrats überführter Prenzlauer Bürgermeister. Die weitere Geschichte der Stadt und Region wird anhand ausgewählter Schwerpunkte dargestellt. Außerdem wird der in Prenzlau geborene berühmte Maler Jakob Philipp Hackert gewürdigt. Ganzjährig finden Veranstaltungen unterschiedlicher Genres, z.B. Für den Rundgang stehen Audioguides in deutscher, englischer, polnischer sowie leichter Sprache und für Kinder zur Verfügung. Kinder und Jugendliche bis 18. Durch den Seepark gelangen Sie nun direkt zur Uferpromenade. Hier befindet sich auch das Seebad Prenzlau. Wenn Ihnen gerade danach ist, können Sie hier schon in den Unteruckersee springen und auf den Liegewiesen mit Sandstrand Urlaubsfeeling genießen.

Entlang der Uckerseen

Zunächst radeln Sie in südlicher Richtung immer am Unteruckersee entlang und lassen die Stadt dabei hinter sich. Noch knapp 2 km führt die Tour nun direkt durch die Feuchtwiesen am Ufer entlang, dann schwenkt der Weg nach links und verläuft durch die hügelige Landschaft, vorbei am Seelübber See, bis zur südlichen Spitze des Unteruckersees. Nun radeln Sie am Rande eines der größten zusammenhängenden Schilfgebiete Deutschlands. Am Bahnhof Seehausen schwenkt die Route wieder nach links und verläuft auf dem Fernradweg Berlin-Usedom. Dieser Ausschilderung können Sie nun entlang des Oberuckersees bis zu dessen südlicher Spitze folgen. Nach etwa 5 km erreichen Sie Warnitz.

Warnitz und Potzlow

Am südlichen Ortsausgang von Warnitz befindet sich der Campingplatz am Oberuckersee. Von hier können Sie herrliche Panoramablicke über den See genießen. In Warnitz stöbern Sie in der Keramikwerkstatt „Quarzsprung“ nach einem handgefertigten Mitbringsel. Unikate und Gebrauchskeramik der unterschiedlichsten Art: Raumschmucke, Kugelobjekte, Tassen aus gemischten Tonen und dem Holzbrand, (Naked-)Raku-Schalen und Vasen. Von Fergitz radeln Sie weiter Richtung Potzlow. Die Radroute verläuft hier etwas abseits des Sees. Nach knapp 2 km gelangen Sie zum Rastplatz „Drei-Seen-Blick“. In Potzlow begrüßt Sie der Roland auf dem Markt. Ab Potzlow befinden Sie sich wieder in Höhe des Schilfgebietes, das zu entdeckungsreichen Naturbeobachtungen einlädt. Auch verläuft die Route hier wieder auf dem Fernradweg Berlin-Usedom, so dass Sie einfach der Ausschilderung bis nach Prenzlau folgen können.

Naturliebhaber genießen immer wieder herrliche Panoramablicke über die Seen, wie zum Beispiel zwischen Potzlow und Fergitz am Rastplatz „Drei-Seen-Blick“. Schöne Naturbadestellen laden zum Sprung ins kühle Nass ein. Beschauliche Dörfer mit hübschen Kirchen liegen verstreut in der weiten Hügellandschaft.

Weitere Informationen

Die An- und Abreise erfolgte über den Bahnhof Seehausen (Uckermark). Der Bahnhof liegt im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Es gibt unterwegs viele Rastmöglichkeiten und auch verschiedene Einkaufs- bzw. Verpflegungsmöglichkeiten. Mindestens in Prenzlau sollte man auch sonntags etwas bekommen. Eigener Proviant ist aber trotzdem ratsam.

Abschnitt Länge
Nur bis Bhf Warnitz 20 km
Erst ab Bhf Warnitz 30 km
Erst ab Bahnhof Seehausen 36 km

Beschaffenheit der Strecke

Das Streckenprofil ist hügelig. Auch wenn man mal etwas strampeln muss, sind die Abfahrten sehr angenehm. Es gab nur eine kurze sehr steile Stelle, wo ich schieben musste. Am Oberuckersee hat man wegen Alleebäumen und einem Stück Wald einen schattigen Streckenabschnitt. Die restliche Route ist dagegen sonnig. Die Radtour verläuft zwischen den kleinen Ortschaften zumeist auf Gemeinde- oder Kreisstraßen. Der Fahrbahnbelag ist daher oft Asphalt oder Betonfahrspur (z.B. Nähe Großer Potzlowsee). In Prenzlau findet man Pflaster. An seltenen Stellen, z.B. bei Fergitz, auch mal ein Stück Kopfsteinpflaster. Einige hundert Meter nach dem Seelübber See gibt es vor Prenzlau einen Pfad durch das Landschilf. Der Pfad ist wirklich nur ca. 30 cm breit.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0