Radtour auf der Alten Salzstraße: Von Lüneburg nach Lauenburg

Die Fahrradroute der Alten Salzstraße führt hauptsächlich durch das zauberhafte Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein - von Lüneburg (Niedersachsen) über Lauenburg und Mölln bis in die Urlaubsregion Lübeck-Travemünde. Die 112 Kilometer lange Alte Salzstraße verbindet Lüneburg in Niedersachsen und Lübeck in Schleswig-Holstein.

Wo im Mittelalter auf sandigen Pfaden wertvolles Salz nach Lübeck transportiert wurde, entdecken heute Radfahrende auf dem historischen Handelsweg die Schönheiten des Herzogtums Lauenburg in seiner ganzen Vielfalt. Die Alte Salzstrasse ist die historische Verbindung zwischen der Salzstadt Lüneburg, Lauenburg an der Elbe und der Hansestadt Lübeck.

Als Gewürz und Konservierungsmittel war Salz Jahrhunderte lang eines der wichtigsten Handelsgüter. Unterwegs überqueren Sie auf dem Radfernweg Alte Salzstraße die Elbe, entdecken zahlreiche Schleusen und radeln durch die malerische Schifferstadt Lauenburg. Genießen Sie die reizvolle Seenlandschaft rund um Mölln und statten Sie dem Eulenspiegelbrunnen einen Besuch ab.

Von dort aus führt der Radfernweg weiter nach Lübeck, wo Sie prachtvolle Bürgerhäuser, historische Salzspeicher und das eindrucksvolle Holstentor bewundern können. Die Urlaubsregion Ostsee lockt und mit ihr der Kurort, das Seebad Travemünde mit Strandpromenade, Viermastbark „Passat" und Leuchtturm.

Die Route

Der Radfernweg Alte Salzstraße ist 116 Kilometer lang. Er führt von Lüneburg über die wichtigste Stadt Lübeck bis nach Travemünde an der Ostsee. Er verbindet die alten Salzstädte Lüneburg, Lauenburg und Lübeck miteinander. Früher wurden hier Gewürze und Salz transportiert.

Die Salzstraße war damals für den Import und Export gedacht. Heute ist sie eine idyllische Fahrradroute, die man sehr empfehlen kann. Der Radweg Alte Salzstraße ist komplett beschildert und mit Logos ausgewiesen. Das Logo zeigt ein weißes Fahrrad, welches auf einem roten Untergrund fährt.

Etappen der Radtour

In nur drei Tagen lässt sich die Alte Salzstraße mit dem Fahrrad erkunden. Der Radfernweg entlang des mittelalterlichen Handelsweges ist 113 Kilometer lang. Er führt von der 1000-jährigen Salzstadt Lüneburg aus der Niederung der Elbe in die Hügellandschaft der Lauenburgischen Seen zur Hanse- und Hafenstadt Lübeck und weiter bis zur Ostsee nach Travemünde.

  • Etappenziele sind die Schifferstadt Lauenburg, die Eulenspiegelstadt Mölln und die Hansestadt Lübeck.
  • Der Radweg hat kaum Steigungen und führt direkt am Elbe-Lübeck-Kanal entlang.
  • Die wassergebundene, gut befahrbare Strecke liegt abseits des Straßenverkehrs.

Radler freuen sich über die Anschlussmöglichkeiten an weitere bedeutende Radfernwege: In Lauenburg stoßen der beliebte Elberadweg und der Radfernweg Hamburg - Rügen an die „Alte Salzstraße“ und in Lübeck-Travemünde findet die Route Anschluss an den Ostseeküstenradweg.

Tag 1: Von Lüneburg bis Lauenburg (23 km)

Die erste Etappe beginnt im niedersächsischen Lüneburg. Von dort geht es zunächst vorbei am alten Kloster Lüne, dann entlang des Elbe-Seiten-Kanals sowie dem Schiffshebewerk in Scharnebeck. Über Hohnstorf erreicht man die alte Elbschifferstadt Lauenburg. Unter Denkmalschutz steht die benachbarte Palmschleuse, die älteste noch erhaltene Kammerschleuse in Nordeuropa.

Tag 2: Von Lauenburg bis Mölln (36 km)

Auf ruhigen Wirtschaftswegen geht es weiter. Nahe der Siedlung Siebeneichen passieren Sie die einzige Drahtseilfähre am Elbe-Lübeck-Kanal. Weiter geht es auf der alten Treideltrasse bis zum Scheitelpunkt der Wasserstraße in die Eulenspiegelstadt Mölln. In der Fachwerkstadt Mölln erzählt das Eulenspiegelmuseum die sagenhafte Geschichte des Narren.

Tag 3: Von Mölln bis Lübeck-Travemünde (54 km)

Eine reizvolle Seenkette umschließt Mölln. Neben der romanisch-gotischen Kirche Sankt Nicolai und dem gotischen Rathaus wird vor allem der Eulenspiegelbrunnen gerne aufgesucht. Fünf Schleusen regeln nun die „Talfahrt“ vom 12 Meter über Normalnull gelegenen Kanalscheitelpunkt bis auf Meereshöhe bei Lübeck. Einen kurzen Stopp lohnen unterwegs die Dorfkirchen in Berkenthin und Krummesse.

In Lübeck warten prachtvolle Bürgerhäuser, das Rathaus, die Salzspeicher und das massive Holstentor. Einen schönen Abschluss der Tour bietet Lübeck-Travemünde mit seiner Vorderreihe und dem großen Fährhafen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Lüneburg

Ihre Reise über die Alte Salzstraße beginnt in Lüneburg. Sie ist eine der faszinierendsten Städte Norddeutschlands. Die das Stadtbild prägende Backsteingotik steht im reizvollen Gegensatz zum quirligen, jungen Stadtleben. Überall in der Innenstadt begegnet dem Besucher die Geschichte Lüneburgs, dessen wichtigstes Gut das Salz war. Über 1000 Jahre wurde in der Saline Salz gesiedet und durch den Handel mit dem damals kostbaren „Weißen Gold“ kam die Stadt im Mittelalter zu Reichtum.

Scharnebeck

Von weitem sieht man schon das beeindruckende Schiffshebewerk, das den 38 Meter Höhenunterschied zwischen Elbmarsch und dem Geestrücken der Lüneburger Heide überbrückt.

Lauenburg

Lauenburgs geschlossene Stadtwallanlage mit vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern aus der Zeit vom 16. und 19. Jahrhundert geben der alten Schifferstadt an der Elbe ihr unverwechselbares Gesicht.

Mölln

Ihre Tour folgt den weiten Kurven des Elbe-Lübeck-Kanals. Vorbei am Dörfchen Güster, mit seiner aus alten Kiesabbauflächen entstandenen Seenlandschaft über Grambek nach Mölln. Mölln lag einst am Schnittpunkt wichtiger Handelswege; auch der 1398 fertig gestellte Stecknitzkanal - heute ältester Deutschlands - sorgte für Wirtschaftskraft.

Lübeck

Nach wenigen Kilometern erreichen Sie den Zusammenfluss vom Elbe-Seitenkanal mit der Trave. Lübeck, das Ziel Ihrer Reise, ist erreicht. Spazieren Sie ein wenig durch die Stadt: Über tausend Gebäude der Altstadtinsel gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Zusätzliche Informationen

Ausrüstung

  • Helm
  • Straßentaugliches Fahrrad
  • Regenjacke
  • Rucksack mit Verpflegung

Rast und Übernachtung

Rastplätze, Schutzhütten, Unterstände sowie Grill- und Spielplätze stehen in unterschiedlichen Abständen entlang der gesamten Strecke zur Verfügung. In den Städten laden Cafés und Restaurants zum Verweilen und Genießen ein.

Zur Übernachtung empfehlen wir Ihnen Jugendherbergen, Campingplätze oder einen der zahlreichen Bett+Bike-Betriebe entlang der Alten Salzstraße. Listen der entsprechenden Unterkünfte erhalten Sie unter www.herzogtum-lauenburg.de und www.bettundbike.de.

Anreise & Parken

  • Anfahrt mit dem Auto: A 24 Hamburg-Berlin, Ausfahrt Talkau, B 207; A 20 Lübeck-Rostock, Ausfahrt Groß Sarau, B 207
  • Anfahrt mit der Bahn (DB): Bahnhof an der Strecke Lüneburg-Lübeck www.bahn.de
  • Anfahrt mit dem Bus: Regelmäßiger Linienverkehr zu den Ostseebädern und nach Berlin www.autokraft.de; Schnellbus von Hamburg Wandsbek www.hvv.de
  • Anfahrt mit dem Flugzeug: Flughafen Lübeck Blankensee www.flughafen-luebeck.de; Flughafen Hamburg www.airport.de
  • Parkplätze sind in ausreichender Zahl ausgeschildert.

Hinweis zur Sicherheit beim e-Bike fahren

Ein e-Bike oder Pedelec ist etwas Feines. Das finden immer mehr Menschen in Deutschland. Leider steigt auch die Zahl der Unfälle mit den neuen Gefährten. Hinsichtlich der Unfallursachen unterscheiden sich e-Bike Unfälle wenig von Autounfällen: Überhöhte Geschwindigkeit und Selbstüberschätzung der Fahrer führen immer noch die Unfallursachenstatistik an. Und egal ob traditionelles Fahrrad oder e-Bike, der Radfahrer ist weiterhin das schwächste, sprich am meisten gefährdete, Glied in der Verkehrskette.

Die Grundregeln der Straßenverkehrsordnung sollten auch von Elektrofahrradfahrern berücksichtigt werden. Das normale e-Bike ist deutlich schwerer als ein traditionelles Rad, ein e-Lastenbike wiederum schwerer als ein normales e-Bike. Schnell geradeaus fahren kann jeder, wer aber sicher e-Bike fahren will, sollte das Verhalten des Gefährts gut kennen. Zentral dabei sind erstens der Vorschub, zweitens der Reifenschlupf, drittens der größere Kurvenradius und viertens das trägere Ausweichverhalten.

Anders als normale Räder kommen Elektroräder mit einer umfangreichen Bedienungsanleitung daher. Diese bitte lesen! Der nächste Unterschied zum normalen Rad ist der Schub. Fangen Sie also mit der niedrigsten Unterstützungsstufe an und steigern Sie diese langsam - am besten auf einem leeren Parkplatz oder einer wenig befahrenen Straße.

Selbst wenn man sein eigenes e-Bike gewohnt ist, ein anderes Fabrikat mit einem anderen „Motor“ kann ganz anders reagieren. Legen Sie also langsam los und steigern Sie gemächlich. Wer schnell fährt, muss weiter vorausschauen - und das nicht nur tatsächlich, sondern auch sinnbildlich. Blicken Sie in die Fahrtrichtung und nicht auf die Stelle knapp vor dem Vorderrad. Wo man hinguckt, fährt man auch hin. Was für den stadterfahrenen Radfahrer gilt, gilt erst recht für den e-Biker: Vorausschauend fahren und die Fehler der anderen antizipieren ist im Verkehr überlebenswichtig.

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