Wuppertal macht sich auf zur Fahrradstadt. Highlights sind die Nordbahntrasse und die Sambatrasse. Die beiden ehemaligen Eisenbahnstrecken schließen Wuppertal an ein NRW-weites Streckennetz an.
Bequem Radeln auf dem Panorama-Radweg Balkantrasse
Von Wuppertal-Oberbarmen durch die Hügellandschaft des Bergischen Landes zur Tiefebene des Rheins. Balkantrasse - der Name erinnert an den „Balkanexpress“. So nannte der Volksmund die ehemalige Bahnlinie zwischen Leverkusen-Opladen und Remscheid-Lennep. Heute verläuft auf dieser Strecke ein Radweg. Ideal zum gemütlichen Radeln mit Ausblick aus luftiger Höhe.
Aktueller Streckenhinweis zur Balkantrasse
ACHTUNG: Aufgrund umfangreicher Arbeiten in der Montanusstraße in Burscheid wird der Panorama-Radweg Balkantrasse bis ca. Mitte des Jahres 2026 gesperrt. Eine entsprechende Umleitung ist ausgeschildert. Die Umleitung besteht voraussichtlich bis Mitte 2026 (Stand: 02.05.2023).
Gemütliche Altstadt in Remscheid-Lennep
Startpunkt der bergischen Tour ist in Wuppertal Oberbarmen. Von dort geht es via Remscheid-Lüttringhausen nach Remscheid-Lennep. Hier lohnt sich ein Bummel durch die Gässchen des historischen Stadtkerns mit seinem nahezu kreisrunden mittelalterlichen Grundriss und seinen denkmalgeschützten Häusern. Oder begib dich auf die Spuren des großen Erfinders der X-Strahlen ins Deutsche Röntgen-Museum.
Entspannte Route
Auf der ehemaligen Bahntrasse geht es ohne große Steigungen entspannt durch die Landschaft. Städtisches Leben und ländliche Idylle wechseln sich hier ab. In Wermelskirchen führt dich die Route auf verkehrsarmen Straßen mitten durch den schmucken Ortskern. Unterwegs auf der rund 51 Kilometer langen Strecke erinnern imposante Meilensteine an die Bahn-Vergangenheit.
Nordbahntrasse: Spektakuläre Ausblicke über die Stadt
Die Nordbahntrasse ist nicht einfach nur ein Verkehrsweg. Als Zeichen für bürgerschaftliches Engagement wirkt sie identitätsstiftend für Wuppertal. Der rund 23 Kilometer lange Radwanderweg ist als einmaliges Projekt zwischen Bürger*innen und Verwaltung entstanden. Entlang der Strecke sind durch spannende Ein- und Ausblicke neue Perspektiven auf die Stadt entstanden.
Entdecken Sie imposante Bauwerke wie das 35 Meter hohe Viadukt Steinweg, auf dem Sie quasi über die Stadt hinwegschweben. Erleben Sie die Fahrt durch die bis zu 722 Meter langen Tunnel, durch die bis 1999 noch Züge gefahren sind. Heute ist die Nordbahntrasse ein El Dorado für Fahrradfahrer:innen, Fußgänger:innen, Jogger:innen und Skater:innen - alle profitieren von den gut ausgebauten Wegen mit sechs Metern Breite und Trennung zwischen Rad- und Fußgängerbereich.
Kehren Sie zum Päuschen an der Trasse ein. Sie finden dort Gastronomie mit eigenem Stil und Charme, wie den Mirker Bahnhof mit dem Café Hutmacher, das Bouldercafé Blo im Industriedenkmal einer ehemaligen Textilfabrik, den Trassenbiergarten am Ottenbrucher Bahnhof oder den Rastplatz „Stauzone“ auf Höhe Lüntenbeck.
Weitere Informationen zur Nordbahntrasse
- Radler-Service: Fahrradboxen an vier Bahnhöfe
Radler-Service: Fahrradboxen an Wuppertaler Bahnhöfen
Ein weiterer Schritt in Richtung Fahrradstadt ist getan: an den Bahnhöfen Wuppertal-Vohwinkel, Wuppertal-Steinbeck, Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Oberbarmen gibt es Fahrradboxen.
Aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens und der guten Anbindung an die Nordbahntrasse wurde am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel die vorhandene Bike & Ride-Anlage erweitert - um zusätzliche 24 Fahrradboxen. Am Bahnhof Wuppertal-Steinbeck gibt es jetzt erstmalig 10 Fahrradboxen. An den Bahnhöfen Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Oberbarmen wurden jeweils zwölf neue Fahrradboxen aufgestellt.
Die Radabstellanlagen werden mit dem System Dein Radschloss des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) betrieben. Das System ermöglicht den Radfahrenden, ihr Fahrrad geschützt vor Wetter und Diebstahl in einer der Boxen unterzubringen. Sie können dabei entweder spontan einen Stellplatz reservieren oder einen Dauerstellplatz anmieten.
Weitere Panorama-Radwege im Bergischen Land
Radfahren, wo früher Züge fuhren - Der knapp 40 Kilometer lange PanoramaRadweg niederbergbahn verbindet die Städte Haan, Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus miteinander. Die Strecke auf einer stillgelegten historischen Bahntrasse führt Sie nicht nur zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem historischen Gruiten Dorf oder dem Steinbruch Schlupkothen in Wülfrath, sie ist auch selbst eine Attraktion.
Denn Ihr Weg über zahlreiche denkmalgeschützte Brücken und Viadukte eröffnet fantastische Panoramaausblicke auf die niederbergische Hügellandschaft und lässt die Eisenbahngeschichte der letzten 100 Jahre im Bergischen Land lebendig werden. Entdecken Sie faszinierendes Ingenieurshandwerk wie die erste und deutschlandweit einzigartige Waggonbrücke in Heiligenhaus.
Gut zu wissen: Da die gesamte Strecke asphaltiert ist und als ehemalige Bahntrasse nur eine geringe Steigung aufweist, lässt sie sich bequem in drei Stunden bewältigen. Die komfortable Breite von 3 Metern erlaubt auch Fußgängerinnen und Fußgängern, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollstühlen, die größtenteils barrierefreie Route zu erleben.
Radwege auf alten Bahntrassen im Überblick
Entlang der gut ausgebauten und steigungsarmen Radwege auf ehemaligen Bahntrassen macht entspanntes Radfahren auch im Bergischen richtig Spaß. Von dem rund 220 km langen Panorama-Radwege-Netz führen ca. 150 km über ehemalige Schienenwege. Die Radwege verbinden das Bergische Land, das südliche Ruhrgebiet und das Sauerland miteinander. Sie schließen an die beliebten Flussradwege an Rhein, Ruhr und Sieg an.
ADFC-Empfehlungen für Radtouren
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Wichtige Informationen für Radfahrer
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
ADFC vor Ort
Anfang 2025 zählte der Kreisverband 1.487 Mitglieder, wovon 403 in Solingen wohnen.
Lastenräder ausleihen
In Solingen kann der Dürpelflitzer beim Zweiäder Biernath in Ohligs kostenlos (Spender wird erbeten), in SG Mitte kann das Leiwermang des VCD bei Legewie ausgeliehen werden und die Firma sigo.green biette in Aufderhöhe rund um die Uhr an, ein Lastenrad auszuleihen. Alle Lastenräder sind mit E-Motoren ausgestatttet. Bei Sigo.green muss man sich vor der ersten Fahrt registrieren.
Verwandte Beiträge:
- Radtour im Lautertal: Entdecke die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten
- Balaton Radtour: Die schönste Route & Tipps für Ihre Reise
- Radtour Tharandter Wald: Strecken & Tipps für Ihre Tour
- Föhr Radtour: Inselrundfahrt & die schönsten Sehenswürdigkeiten
- Radfahren Kalorienverbrauch Berechnen: So Verbrennen Sie Effektiv Kalorien Beim Fahrradfahren!
- E-Bike Riemenantrieb mit Rücktrittbremse: Alle Vorteile & Nachteile Enthüllt!
Kommentar schreiben