Waren (Müritz) ist eine malerische Stadt inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte und ein idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Radtouren. Die geografische Lage dieser Region zeichnet sich durch zahlreiche Seen und Flüsse aus, was sie zu einem idealen Ort für Radtouren macht. Inmitten von Seen und Wäldern umgibt Waren (Müritz) eine Vielzahl von Fahrradrouten. Bei allen Fahrradtouren kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten, Badeplätzen und Einkehrmöglichkeiten vorbei. Es gibt also viele Möglichkeiten eine Radroute mit Pausen und Unterhaltung zu füllen.
Die Mecklenburgische Seenplatte entdecken
Die Mecklenburgische Seenplatte ist ein umfangreiches Seengebiet im Nordosten Deutschlands, dieses umfasst unter anderem den Fleesensee, Plauer See, Kölpinsee und verschiedene Naturparks. Waren an der Müritz ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Fahrradurlaub in der Mecklenburgischen Seenplatte. Viele Hotels und Unterkünfte in Waren (Müritz) bieten Leihfahrräder an. Das Fahrrad ist unangefochten das Fortbewegungsmittel Nummer eins in der weiten Natur des Müritz-Gebietes.
Touren rund um die Müritz
- 4-tägige Radreise rund um die Müritz: Mit Hotels & Gepäcktransport.
- Runde ab Waren: Um den Kölpin- und den Fleesensee.
- Überwiegend durch Waldgebiete: Geht es zur Inselstadt Malchow, mittlerweile beliebt nicht nur bei Wassertouristen.
Highlights und Routenempfehlungen
Eine der schönsten Radtouren in Waren (Müritz) führt entlang des Müritz-Nationalparks. Dieses Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 300 Quadratkilometern und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten sowie unberührte Naturlandschaften. Eine Fahrradtour durch den Nationalpark ermöglicht es Besuchern, diese einzigartige Umgebung hautnah zu erleben.Ein weiteres Highlight ist die Tour um den größten Binnensee Deutschlands - die Müritz. Auf einer Strecke von etwa 70 Kilometern können Radfahrer das glitzernde Wasser bewundern und gleichzeitig die idyllischen Dörfer entlang der Ufer erkunden. Diese Route bietet atemberaubende Ausblicke auf den See und lädt zum Verweilen an gemütlichen Rastplätzen ein.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten
Wer lieber kulturelle Sehenswürdigkeiten besichtigen möchte, kann eine Fahrradtour durch das historische Zentrum von Waren unternehmen. Hier können Besucher reizvolle Fachwerkhäuser bewundern sowie das Schloss Klink besuchen, welches direkt am Ufer des Müritzer Sees liegt. Vom Nordufer der Müritz dem größten deutschen Binnensee, führt Sie das gut ausgebaute Radwegenetz aus der Altstadt von Waren (Müritz) heraus, vorbei am Stadthafen direkt in den Müritz-Nationalpark.
Der Müritz-Nationalpark-Weg
Durch den Nationalpark führt der Müritz-Nationalpark-Weg, welcher dich auf 9 verschiedenen Etappen durch die wunderschönen Landschaften des Parks führen (insgesamt ca. 170km). Teilweise fuhren wir auf genau diesem Weg mit den Bikes und konnten uns einen ersten Eindruck von der Schönheit dieser Region machen.
Unsere persönliche Tour durch den Müritz Nationalpark
Endlich war es soweit und wir konnten den wunderschönen Müritz Nationalpark in Mecklenburg Vorpommern besuchen. Die Wetterprognosen klangen vielversprechend und so machten wir uns früh morgens auf den Weg nach Waren. Hier wollten wir unsere Fahrradtour starten, einmal quer durch den Nationalpark fahren und viele tolle Highlights erleben. Im Fokus standen für uns die kleinen Details am Wegesrand, die verschiedenen Seen und Aussichtspunkte. Es tat so gut, mal wieder einen kompletten Tag in der Natur zu sein.
Start in Waren
Los ging es in der gemütlichen und hübschen Stadt Waren an der Müritz. Leider hatten wir keine Zeit, um Waren zu erkunden, doch das holen wir beim nächsten Mal nach. Die Stadt wirkte auf jeden Fall sehr gemütlich und die Natur ringsherum sehr üppig. In der historischen Altstadt erwarten dich zwei Kirchen, das Neue und das Alte Rathaus, der Neue Markt sowie kleine Geschäfte, Cafés, Restaurants und Boutiquen. Tipp: Die E-Mountainbikes haben wir bei Zweirad Karberg in Waren ausgeliehen. Vom Stadthafen aus fuhren wir los in Richtung Nationalpark.
Beobachtungshütte Schnakenburg
Dabei kamen wir am Campingplatz Ecktannen vorbei und an unserem ersten Aussichtspunkt. Die Beobachtungshütte Schnakenburg ist einer von insgesamt 25 Beobachtungsständen und ermöglichte uns den ersten Ausblick über die Müritz. Wir stellten die Fahrräder kurz vorher an den dafür vorgesehenen Holzbalken ab und spazierten über den 50 Meter langen Bohlensteg aus Holz zur kleinen Hütte. Außer uns war weit und breit niemand zu sehen. So langsam kämpften sich die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke.
Warnker See
Zurück auf den Bikes fuhren wir zur Hütte am Warnker See. Dabei ging es durch den üppigen Wald, welcher in den schönsten Herbstfarben strahlte. Der Warnker See ist nur etwa 1070 Meter lang und 550 Meter breit. Damit gehört der von Wald und Weiden umgebende See sicherlich zu den eher kleineren Seen im Nationalpark. Zwischen August und Oktober kannst du hier verschiedene Enten beobachten, wie zum Beispiel die Reiherente oder auch und Kolbenente. Der Tag begann bereits vielversprechend und so freuten wir uns auf die kommenden Stunden.
Natur pur
Nachdem wir die Beobachtungshütte am Warnker See hinter uns ließen, kamen wir an einer großen Weide mit Kühen vorbei. Anschließend wurden wir von der Schönheit der Natur regelrecht geblendet. Der Himmel strahlte im schönsten Blau, die Blätter der Bäume in Orange-, Gelb- und Rottönen, die Wiesen in einem saftigen Grün. Wir hielten an, um innezuhalten und den Moment in vollen Zügen zu genießen. Wie schön ist denn bitte der Herbst? Wir stellten die Bikes kurz ab und erkundeten die kleinen Details am Wegesrand. Dabei entdeckten wir verschiedene Pilze, welche fotogen zwischen den Laubblättern standen und anscheinend ebenfalls die Sonne genossen.
Beobachtungsstand Rederangsee
Am liebsten wären wir ewig auf dem Weg neben den Feldern und Wiesen geblieben, doch wir fuhren so langsam weiter. Nächster Halt: Beobachtungsstand Rederangsee. Hier sollen sich vor allem im Herbst während der Dämmerung oder früh morgens Hunderte bis Tausende von Graukranichen aufhalten. Mit ganz viel Glück soll man sogar Seeadler zu Gesicht bekommen. Wir waren tagsüber dort, so dass wir natürlich weder Kranich noch Adler entdecken konnten. Jedoch nutzten wir die Gelegenheit für ein kleines Frühstück mit warmen Tee, leckeren Keksen und belegten Broten. Der stark verschilfte See selbst liegt innerhalb der Schutzzone 1 (Kernzone), was bedeutet, dass hier der Schutz der Natur absoluten Vorrang hat. Du darfst dich hier generell nur auf den markierten Wegen bewegen. Wir stellen uns das super spannend vor, hier in der Hütte mit dem Fernglas zu sitzen und darauf zu warten, die unterschiedlichsten Tiere zu entdecken und zu beobachten.
700-jährige Eiche
Wir radelten gemütlich weiter durch die wunderschöne Natur an der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Weg führte uns durch Schwarzenhof und Speck, vorbei am Specker See und am Hofsee. Ehe wir den Priesterbäkersee erreichten, entdeckten wir eine 700-Jährige Eiche. Diese Stelle ist auch bei Google Maps markiert. Wow! 700 Jahre! Man kann sich gar nicht vorstellen, was dieser Baum schon alles miterlebt haben muss. Wir setzten uns auf die Bank, genossen die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und waren dankbar für diesen wunderschönen Tag.
Käflingsbergturm
Wir fuhren vom See aus zurück zur 700-jährigen Eiche und weiter zu unserem nächsten Highlight. Nun ging es in schwindelerregende Höhe auf den rund 55 Meter hohen Käflingsbergturm. Dieser dient als Mobilfunksendeturm, als Aussichts- und Feuerwachturm. Wir schlossen die Fahrräder an und gingen die 167 Stufen bis zur Plattform. Schon auf unserem Weg nach oben konnten wir erahnen, welch wunderschöne Aussicht gleich auf uns warten würde. Die Aufstieg hatte sich gelohnt, die Aussicht vom Käflingsbergturm war gigantisch! Wir konnten mehrere Seen entdecken, u.a. den Priesterbäker See, Hofsee, Specker See und die Müritz. Die bunten Farben des Herbstes machten dieses Bild perfekt.
Aussichtshütte Müritz
Wir entschieden uns, vom Käflingsbergturm bis nach Boek zu fahren. Dank der guten Radwege im Müritz Nationalpark ließen sich die knapp 7 Kilometer zügig zurücklegen. Angekommen in Boek suchten wir uns noch einmal ein schönes Plätzchen, um eine zweite längere Pause einzulegen. Bei unserer Recherche auf Google Maps entdeckten wir die Aussichtshütte Müritz. Wir packten die letzten Brote aus und genossen die Aussicht über die Müritz.
Tipps für Ihre Radtour
Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen bei der Planung Ihrer Radtour ab Waren (Müritz) helfen können:
- Beste Jahreszeiten: Frühling und Sommer
- Ausrüstung: Proviant, Getränke, Fernglas, geladene Kameraakkus
- Unterkünfte: Waren, Neustrelitz und umliegende Orte
- Anreise: Mit dem Zug nach Waren oder Neustrelitz, mit dem Auto über A19 oder A24
Weitere Touren und Aktivitäten
Neben den genannten Routen gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten für Radtouren in der Umgebung von Waren (Müritz). Die Tourist-Informationen vor Ort bieten detaillierte Karten und Empfehlungen für individuelle Touren. Auch kombinierte Touren mit Bus und Schiff sind möglich, um bequem zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Es gibt viele Möglichkeiten eine Radroute mit Pausen und Unterhaltung zu füllen. Erkundige dich vor deiner Reise in den Park aber noch einmal im Netz über die Touren.
Beliebte Touren
- Fahrradtour um den Malchiner See
- Kummerower See und Teterower See
- Radtour rund um die Teterower Heidberge
Über 230 km ausgeschilderte Radwanderwege gibt es im und um den Müritz-Nationalpark.
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