Der neue Hanse-Radweg am Niederrhein und im Osten der Niederlande lädt dazu ein, die Spuren der seefahrenden Kaufleute zu erkunden. Historische Speicherhäuser, mittelalterliche Gassen und Reste ehemaliger Stadtmauern zeugen noch heute von der Zeit der Hanse.
Auch am Niederrhein und im Osten der Niederlande schufen die seefahrenden Kaufleute entlang des großen Stroms Rhein und des kleinen Flusses Ijssel wohlhabende Städte. Den Spuren dieser Zeit folgt nun ein 450 Kilometer langer Radweg entlang der deutsch-niederländischen Hansestädte.
Der Hanseradweg startet in Neuss, einer der ältesten Städte Deutschlands, wo die Römer bereits vor mehr als 2000 Jahren an der Erft-Rhein-Mündung den Grundstein der Legionsbasis Novaesium legten. Von Neuss geht es weiter nach Wesel.
Besonders sehenswert ist hier das LVR-Niederrheinmuseum in der historischen Zitadelle mit seinem begehbaren Panorama der Hansestadt Wesel im 16. Jahrhundert. Von Wesel geht es weiter nach Kalkar.
Durch das gut ausgebaute Radwegenetz in der Region zeigen sich auf dem Weg nach Kalkar die zahlreichen Facetten der schönen niederrheinischen Landschaft: grenzenloses Flachland mit Pappelalleen, geduckte Kirchtürme und eingesprenkelte Gehölze.
In Kalkar finden Sie neben der historischen Stadtwindmühle auch eine Brauerei mit Biergarten, wo man sich wunderbar ausruhen kann. Empfehlenswert sind die hausgemachten Kartoffelröstis.
Die im Jahre 1250 gegründete Stadt bietet historische Atmosphäre. Sehenswert: das idyllische Grieth am Rhein. Von Emmerich aus fahren Sie am Rhein entlang, bis Sie die Grenze überqueren und schließlich die älteste Stadt der Niederlande erreichen: Nimwegen, von den Römern vor rund 2000 Jahren gegründet.
Wer über die Waalbrücke ins Zentrum einfährt, bestaunt die Waalkade, die repräsentative Straße entlang des Flusses, und die Silhouette der Innenstadt. Hier geht die historische Altstadt mit moderner Architektur Hand in Hand. Ein weiteres Plus für Nimwegen: Die Stadt liegt mitten in der Natur, mit viel Grün und Wasser.
Werfen Sie unbedingt einen Blick in die Sint-Stevenskerk, die älteste Kirche der Stadt, in der sich eine Orgel des berühmten Kölner Orgelbauers Ludwig König aus dem Jahr 1776 befindet. Von Nimwegen geht es weiter nach Arnheim.
Ein Spaziergang durch die Innenstadt wird zur Reise in eine längst vergangene Zeit: Verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster und mittelalterliche Häuser, malerische Renaissancebauten und Überreste der Stadtbefestigung. Ein besonderes Highlight ist der Besuch der spätgotischen Eusebiuskirche: Hier befördert ein gläserner Fahrstuhl die Besucher*innen 73 Meter in die Höhe.
Von den Glasbalkonen aus hat man eine spektakuläre Aussicht auf die Hauptstadt der Provinz Gelderland und ihre Umgebung. Von Doesburg, was übrigens gesprochen wird mit langem „u“ und „ü“ [Duusbürch], geht es nach Zutphen, die Turmstadt: Schon von weitem fällt das Panorama der Stadt auf, das zahlreiche große und kleinere Kirchtürme zieren.
Im alten Stadtkern angekommen, fühlt man sich um viele Jahrhunderte zurückversetzt: Packhäuser, Kaufmannsresidenzen, Kirchen, Innenhöfe, Plätze und Gässchen vermitteln eine heimelige Atmosphäre. Wer schon eine Stärkung braucht, dem sei das Genietcafé im Oude Bornhof empfohlen.
Das Café ist in einem wunderschönen, jahrhundertealtem Innenhof gelegen. Die historischen Gebäude dienten im 17. Jahrhundert als Altenheim für Bedürftige. Weiter geht es nach Deventer, der letzten Stadt auf dieser Etappe.
Von der Tour erholen können Sie sich in einem der gemütlichen Außencafés auf dem historischen Stadsplein de Brink, der schon zu Hansezeiten der absolute Treffpunkt in Deventer war. Nach der Errichtung der neuen Stadtmauer um 1350 wurde der Schiffsverkehr von der IJsselkade in den Hafen verdrängt.
Und so entwickelte sich der günstig gelegene de Brink zum Handelszentrum der Stadt, an dem die Hansekaufleute zusammenkamen. Auf dieser Etappe können Sie einem der schönsten Flüsse der Niederlande folgen: Die IJssel führt Sie durch wunderschönes Naturschutzgebiet.
Los geht es in Deventer, einer echten Veranstaltungsstadt. Zu den größten Publikumsmagneten zählt der jährliche Büchermarkt, der der größte Europas sein soll und jedes Jahr am ersten Sonntag im August stattfindet. Es geht vorbei an historischen Kirchen, jahrhundertealten Plätzen und monumentalen Giebelhäusern.
Dann verlassen Sie die Stadt und nähern sich dem pittoresken Städtchen Hattem. Hier ist das Bäckereimuseum sehr empfehlenswert, denn neben der Geschichte des Backwesens bietet es auch die Möglichkeit, sich ein prächtiges Patrizierhaus aus dem Jahr 1618 anzusehen: So wohnten die mächtigen Hansekaufleute.
Besuchen Sie auch den Sassenpoort, der um 1409 erbaut wurde. Von Zwolle geht es weiter nach Hasselt, einer Stadt, die mitunter als Klein Amsterdam beschrieben wird - ihrer schönen Hausfassaden und versteckten Winkel wegen. Auch hier hat sich die historische Altstadt nahezu lückenlos erhalten.
Im Mittelalter war Hasselt im Norden der Provinz Overijssel ein bedeutendes religiöses Zentrum. Die Wallfahrtskapelle De Heilige Stede war festes Ziel auf Pilgerreisen. Hasselt befindet sich sogar an einem Knotenpunkt von mehreren Pilgerrouten.
So treffen hier der Habichtsweg aus Friesland und der Jakobsweg aus Groningen zusammen und münden in den internationalen Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien. Im Hafen von Kampen angekommen, lohnt ein Besuch der Kamper Kogge, eines Nachbaus einer mittelalterlichen Hansekogge.
So nannten sich die kleinen Segelschiffe, mit denen die Hansekaufleute ihre Waren über die IJssel und die Nordsee transportierten. Von Kampen führt die Tour weiter nach Elburg, einer charmanten Festungs- und Fischerstadt, in der man sich auf eine Reise in die Vergangenheit begibt.
Der Weg durch das mittelalterliche Stadttor führt Sie direkt in die historische Innenstadt, die gerade einmal 250 mal 350 Meter misst und einen Besuch dennoch mehr als wert ist. Danach geht es weiter nach Harderwijk, der letzten Hansestadt auf dem Hanseradweg.
Ein Spaziergang durch die Stadt führt unweigerlich an der Onze Lieve Vrouwekerk vorbei, einer Basilika mit dreiteiligem Aufriss aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Sehen Sie sich auf jeden Fall auch innen die christlichen Darstellungen aus dem 16. Jahrhundert an.
Der Niederrhein: Eine Region für Radfahrer
Weite Felder und grüne Flussauen bestimmen die Landschaft am unteren Niederrhein, kein Berg verkürzt hier den Blick zum Horizont. Ja, flach ist er, der Niederrhein, aber nur aus geografischer Sicht.
Denn auch wenn es keine nennenswerten natürlichen Erhebungen gibt, so hat die Landschaft rechts und links des Rheins insbesondere radelnden Besuchern Herausragendes zu bieten: Mit der über 2.000 Kilometer langen Niederrheinroute verfügt die Region nämlich über das längste ausgeschilderte Radwegenetz Deutschlands.
Einmal im Jahr herrscht hier Hochbetrieb: Jeweils am ersten Sonntag im Juli findet der "Niederrheinische Radwandertag" statt, seines Zeichens größtes Radwanderereignis der Republik.
Zwischen Wesel und Xanten stoßen Radfahrer auf ein ganz besonderes Stück Natur: In dem vom Rhein umspülten Naturschutzgebiet Bislicher Insel leben seltene Tiere und Pflanzen. Durch einen flussfernen Deichverlauf am Rhein sind hier rund 1.000 Hektar Überflutungsfläche entstanden, die zu den letzten Auenlandschaften Deutschlands gehört.
Das Naturforum Bislicher Insel beschäftigt sich in einer Dauerausstellung mit der Auen-Geschichte und bietet ein breites Umweltbildungsprogramm mit Seminaren, Filmen, Vorträgen und Exkursionen an. Im kleinen, aber schmucken Dörfchen Bislich legt die Fähre "Keer tröch II" ab, die Radler und Wanderer über den Strom nach Xanten bringt.
Zeitreise in die römische Colonia Ulpia Traiana
Den Römern gefiel es hier schon vor 2000 Jahren so gut, dass sie sich niederließen und das heutige Xanten gründeten. Im Archäologischen Park Xanten laden die Überreste der Colonia Ulpia Traiana zu einem Abstecher in die Antike ein.
Amphitheater, Hafentempel, Handwerker-Häuser und andere Rekonstruktionen vermitteln einen lebendigen Eindruck des Alltags vor 2000 Jahren. Ein römisches Spielehaus sowie ein Abenteuer- und Wasserspielplatz sind insbesondere für Kinder interessant.
Anfassen und ausprobieren ist übrigens auch im LVR-RömerMuseum erlaubt, das Besucher auf eine spannende Entdeckungsreise durch die römische Geschichte mitnimmt. Allein das Museumsgebäude an sich ist schon beeindruckend: Der 20 Meter hohe Bau entspricht in seinen Ausmaßen der einstigen Eingangshalle der antiken Thermen.
Nicht antik, aber historisch-beschaulich präsentiert sich die heutige Innenstadt des staatlich anerkannten Luftkurortes. Rund um den gotischen St.Viktor Dom finden sich viele hübsche, spätgotische Bürgerhäuser aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Das Klever Tor, ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtmauer, ist noch immer gut erhalten. Nur etwas weiter rheinabwärts bietet das kleine Städtchen Kalkar schon den nächsten lohnenden Halt: Mit seinem mit Rheinkieseln gepflasterten Marktplatz, einer fast 500 Jahre alten Gerichtslinde, Gassen und Stegen und gotischen Häusern versetzt es Besucher in alte Zeiten.
Treppengiebelhäuser, Schmuckfassaden, der Blick auf St. Nicolai und das spätgotische Rathaus mit Belfried und Zinnenkranz gehören zu den Highlights der historischen Altstadt. Die Windmühle am Hanselaertor bietet sich zur Rast an: Hier wird frisches Brot gebacken und Mühlenbier gebraut.
Gegenüber auf der anderen Seite des Flusses und direkt am Ufer erhebt sich das sehenswerte Städtchen Rees mit schöner Rheinpromenade, einer dicken, rund 700 Jahre alten Stadtmauer und historischem Stadtkern.
Neben Museen, Cafés und Restaurants gibt es dort viel Geschichte zu entdecken. So gehören etwa die im Rahmen von Führungen begehbaren unterirdischen Kassematten zu den besterhaltenen mittelalterlichen Festungsanlagen im Rheinland.
Verschiedene Fährverbindungen machen eine Rheinüberquerung wahlweise direkt auf Höhe der Innenstadt oder etwas weiter Flussabwärts möglich. Linksrheinisch, in Bedburg-Hau, ragt das imposante Schloss Moyland empor.
Vor allem für Kulturinteressierte ist dieser Stopp ein Muss auf der Strecke. Insgesamt 6.000 Werke von Joseph Beuys sind hier zu finden - das ist der weltweit größte Bestand.
Mit der Fährverbindung von Grieth nach Grietherort können Radler in Höhe von Stromkilometer 844 die Rheinseite wechseln. Rechtsrheinisch geht es dann weiter Richtung Emmerich, wo eine besonders schöne Rheinpromenade zur nächsten Rast einlädt.
Rad abstellen, flanieren und in einem der vielen Cafés und Restaurants sitzen und die Schiffe vorüberziehen sehen - das entspannt und sorgt für neue Energie. Von hier aus haben Besucher nicht nur einen Blick auf den an dieser Stelle besonders imposanten Fluss, sondern auch auf ein beindruckendes Bauwerk: Die Rheinbrücke Emmerich ist mit 803 Metern die längste Hängebrücke Deutschlands.
Auf der anderen Seite liegt das Städtchen Kleve, deren Silhouette durch die Schwanenburg geprägt ist. Großer Reichtum, viel Einfluss: Das machte die Städte der Hanse aus. Sie waren bedeutende Handelszentren, als Amsterdam und Rotterdam noch kleine Dörfer waren.
Dr. Emmerich am Rhein, Wesel, Neuss und Kalkar mit dem Hanseörtchen Grieth: Diese Städte am Niederrhein gehörten dem Hansebund an oder genossen hanseatische Rechte. Heute bilden sie das Kleeblatt der Rheinischen Hanse. Der damalige Hansebund war über 400 Jahre eine Handelsmacht und bestimmte Wirtschaft und Politik entscheidend mit. Knapp 200 Orte gehörten dem Netzwerk der Hanse an.
Ermöglicht wurde die Hanse-Radweg Broschüre durch das Interreg-Programm Deutschland-Niederlande im Rahmen des Projektes „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Hansestädte“, an dem auch Emmerich am Rhein beteiligt ist.
Der gesamte Radweg verläuft von Neuss bis Harderwijk, über Wesel, Kalkar, Grieth, Emmerich am Rhein, Nimwegen, Arnheim, Doesburg, Zutphen, Deventer, Hattem, Zwolle, Hasselt, Kampen und Elburg. Die Gesamtstrecke ist unterteilt in acht Etappen.
Informationen und Tipps
Alle Routen sind in der Broschüre mit einem QR-Code gekennzeichnet. So kann man sich ganz leicht die jeweilige Tour im Detail ansehen und zusätzliche Ausflugstipps am Rande der Strecke sowie Übernachtungsadressen für die gesamte Tour oder für einen Städte-Kurztrip erhalten.
Der Streckenverlauf folgt zum großen Teil den Fahrradknotenpunkten. Dr. Manon Loock-Braun, Wirtschaftsförderung Emmerich am Rhein, Bereich Tourismus: „Wir freuen uns unseren Gästen nun eine grenzüberschreitende Fahrradroute anbieten zu können, die die alten Hansestädte am Rhein und an der Ijssel wieder miteinander verbinden.
Die Broschüre ist kostenlos in den Tourist Informationen Emmerich (Rheinpromenade 27) und Elten (Lindenallee 31), aber auch in den Tourist Informationen der 13 anderen Hansestädte erhältlich.
Die Flusslandschaften bei Emmerich am Rhein, die malerische Parklandschaft an den Ufern der Oude IJssel in Oude IJsselstreek und die Hügel des Montferlandes: Der Fahrradrundweg Emmerich-Ulft bietet jede Menge Abwechslung.
Du fährst vom Industriedenkmal DRU, einem ehemaligen Eisenwerk in Ulft mit großer Bedeutung für die Geschichte der Eisenindustrie, durch das Natur- und Erholungsgebiet Engbergen und die weiten Felder um Netterden nach Emmerich.
Die Rheinpromenade dieser niederrheinischen Stadt ist dank zahlreicher Gaststätten ideal für eine Pause. Anschließend nimmst du Kurs auf das Montferland. Nachdem du die dortigen Hügel bezwungen hast, erreichst du Schloss Huis Bergh.
Die Lage am Rhein beziehungsweise an der Oude IJssel ist den beiden Städten, die nun auf dem Fahrradrundweg Emmerich-Ulft miteinander verbunden werden, von großem Nutzen gewesen. Die Hansestadt Emmerich erlebte dank ihrer günstigen Lage am Rhein bis ins 16. Jahrhundert hinein eine Zeit des Wohlstandes.
In den darauffolgenden Jahrhunderten ließen Kriege, Überschwemmungen und Epidemien von der einstigen Pracht nur wenig übrig. Die Industrialisierung brachte im 19. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt erneut zerstört, aber in den 1950er und 1960er Jahren wiederaufgebaut.
Eine wichtige Umgestaltung erfuhr Emmerich 2007 mit der neuen Rheinpromenade. Diese zieht zahlreiche Besucher vom ganzen Niederrhein und aus den Niederlanden an.
Durch die Lage an der Oude IJssel und das Vorkommen von Raseneisenerz war Ulft in Oude IJsselstreek geradezu prädestiniert für die Eisenindustrie. Die DRU war lange Zeit der wichtigste Arbeitgeber in der Region.
Die Produktion in der Eisenhütte/Eisengießerei, die mit einer Wasserturbine betrieben wurde, nahm erst richtig Fahrt auf, als Bernard Diepenbrock und seine Vettern Theodor und Bernard Reigers die Leitung des Unternehmens übernahmen.
Sie lebten in Bocholt, wo sie bereits eine Eisengießerei besaßen. In den Besitz der Ulfter Hütte kamen die beiden Familien 1811, woraufhin der Name in Diepenbrock en Reigers Ulft (DRU) geändert wurde.
Die Parklandschaft ist charakteristisch für die Gegend um Ulft: eine halboffene Landschaft wie ein Flickenteppich aus kleinen ungleichmäßigen Parzellen, die durch Wallhecken, Gehölzsäume und niedrige Mauern geschützt sind. Eine weitere Besonderheit ist die Flussdüne im Natur- und Erholungsgebiet Engbergen.
Wenn du weiter in Richtung Emmerich fährst, gelangst du in die Flusslandschaft. Anschließend radelst du in das hügelige Montferland, ein Waldgebiet, das von weiten Feldern, Äckern und kleinen Dörfern gesäumt ist.
Der Wald wechselt sich mit Heidelandschaften, Sandhügeln und Quellen ab. Diese 40 Kilometer lange Radtour führt Sie von der Hansestadt Emmerich nach Nijmegen. Die Hügel rund um die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden machen diese Etappe besonders schön!
Auf dieser Etappe radle ich entlang der Perle des Niederrheins; Emmerich am Rhein. Die Stadt ist vor allem für ihre schöne Rheinpromenade mit einer kulinarischen Meile bekannt. Ich radle über die niederländische Grenze neben dem Rhein in Richtung Landschaftspark Eltenberg-Bergherbos.
Dieser Bergrücken liegt auf einer Seitenmoräne, die vor etwa zweihunderttausend Jahren entstanden ist. Während der Fahrt kann ich die mittelalterliche Burg Huis Bergh sehen. Über die sanften Hügel erreiche ich die älteste Stadt der Niederlande, Nijmegen.
Einen Besuch in einem der vielen Museen sollte man sich nicht entgehen lassen. Nach dem Aussteigen gehe ich über die Ooijpoort-Fußgängerbrücke aus der Stadt. Im Handumdrehen radeln Sie entlang des Rheins ins Herz des Landes.
Sie tun dies in Richtung Landschaftspark Eltenberg-Bergherbos. Dieser Bergrücken befindet sich auf einer Seitenmoräne, die vor etwa zweihunderttausend Jahren während der vorletzten Eiszeit entstanden ist. Ich verlasse den Park und gehe weiter nach oben.
Die Rheinbrücke, auch "Goldenes Tor" genannt, ist einer der Blickfänge auf dieser Strecke. Ich selbst habe keine Angst vor einer Steigung, also mache ich kurz vor Elten einen kleinen Umweg, um die phänomenale Aussicht über das Rijnvalley vom Eltenberg aus zu genießen.
Hier befindet sich auch die St. Vitus Kirche, die aus dem Jahr 1677 stammt. Eine Kirche gibt es hier schon seit über tausend Jahren. In der Nähe der Kirche fand ich die 57 Meter tiefe Drusus-Quelle, die im Jahr 980 für das Frauenkloster gebaut wurde. Der Wasserspiegel liegt 21,5 Meter über dem Meeresspiegel.
Jede Hansestadt, die ich auf dieser Etappe besuche, hat ihre eigene Hanse-Schleife. Eine Radroute oder Schleife, die in einer Hansestadt beginnt und endet. Nach den vielen Kilometern komme ich in Nijmegen an.
Ich lasse die sanften Hügel und den Blick auf den Fluss hinter mir und stelle mir vor, ich wäre in dieser historischen Stadt. Empfehlenswerter Besuch in Nijmegen: Im historischen Valkhofpark liegt das Museum Het Valkhof. Die Sammlung archäologischer Funde erzählt die Geschichte von über 5000 Jahren Besiedlung in dieser Region.
Außerdem verfügt Het Valkhof über die nötige moderne Kunst, von niederländischer Pop-Art bis zum zeitgenössischen Expressionismus. Hier finden Sie die schönen Strände und die schöne Natur. Beim Verlassen der Stadt, auf der Stadtinsel Veur Lent, sollten Sie unbedingt bei der römischen Maske des Künstlers Andreas Hetfeld anhalten.
Durch die Augen der Maske können Sie einen 'römischen Blick' auf Nijmegen werfen. Tanken Sie neue Energie im B&B Opoe Sientje in Nijmegen. Auf einem alten Schiff mit all dem Luxus von heute können Sie auf dem Deck ein Mittagessen in der Sonne genießen.
Verbringen Sie die Nacht im Hotel Het Montferland. Auf der größten Motte der Niederlande, einem tausend Jahre alten, von Menschenhand errichteten Hügel! Neugierig auf alle Unterkunftstipps in Nijmegen?
Dieser Hanse-Radweg ist Teil eines INTERREG-Projektes. Sie unterstützen deutsch-niederländische Kooperationsprojekte.
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