Radtouren im Burgenland: Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Das Burgenland ist mit rund 300 Sonnentagen im Jahr und über 3.300 Kilometern gut ausgebauter Radwege ein Traumziel für Radfahrer. Hier findet jeder die passende Tour - ob mit dem Rennrad, E-Bike oder Mountainbike. Von familienfreundlichen Routen über Themenradwege für Genussradler bis hin zu rasanten Trails ist alles dabei.

Die Radregionen im Burgenland

Das Burgenland bietet drei Hauptregionen, die sich ideal für Radtouren eignen:

  • Neusiedler See: Diese Region ist mit ihren relativ flachen Strecken perfekt für Familien und Genießer. Eine Abkürzung über den Neusiedler See mit der Fahrrad-Fähre eröffnet ganz neue Perspektiven. Der Neusiedler See Radweg (B10) wurde vom ADFC mit der Bestnote von fünf Sternen ausgezeichnet.
  • Mittelburgenland-Rosalia: Hier wird es hügeliger, aber Radfahrer werden immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt. Vor allem entlang des B32 Rosalia-Radwanderwegs ist der Blick in die Ferne immer wieder eine Pause wert. Die Region gilt als echter Geheimtipp.
  • Südburgenland: Die beliebte Paradiesroute lockt E-Biker mit kulinarischen Stopps und sanften Hügeln. Es gibt aber noch mehr Touren, die perfekt für eine genussvolle Ausfahrt sind.

Top Radrouten im Burgenland

Entlang der 7 Top Radrouten erwarten Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten, eine bestens ausgebaute Rad-Infrastruktur und herzliche Begegnungen. Hier sind einige der empfehlenswertesten Radwege:

Neusiedler See Radweg (B10)

Die Radrunde um den Neusiedler See (B10) zählt zu den beliebtesten See-Umrundungen mit dem Fahrrad. Auf über 100 Kilometern macht man auch einen Abstecher nach Ungarn. Wer die Strecke abkürzen möchte, kann zwischen Illmitz und Mörbisch am See die Fähre nehmen oder den Weg auf mehrere Tagesetappen aufteilen, um die Natur und die Heurigen zu genießen.

Kirschblütenradweg (B12)

Wenn es Ihnen beim Radeln auf landschaftliche und kulinarische Highlights ankommt, dann empfiehlt sich der Kirschblütenradweg (B12). Der Rundweg startet in Jois und führt am Fuße des Leithagebirges und am Neusiedler See vorbei. Besonders im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen, ist diese 45 Kilometer lange Tour ein Erlebnis.

Rosalia Radwanderweg

Auch das Mittelburgenland hat schöne Radwege zu bieten, wie der Rosalia Radwanderweg beweist. Der Rundweg führt durch den Naturpark Rosalia-Kogelberg und bietet mitunter auch recht steile Anstiege. Start- und Endpunkt des fast 60 Kilometer langen Wegs ist Bad Sauerbrunn. Die Runde führt nach Forchtenstein, Mattersburg und Schattendorf an der ungarischen Grenze.

Paradiesroute

Für eine längere Tour empfiehlt sich die Paradiesroute im Südburgenland. Der Fernradweg erstreckt sich über 260 Kilometer und ist in sechs Tagesetappen gegliedert. Die Umgebung ist vielfältig: Burgen, Skulpturen, Flüsse, Weinberge und Kellergassen säumen den Weg. Einkehrmöglichkeiten reichen von Buschenschenken bis zu Hauben-Restaurants.

Uhudler-Radweg

Für eine kürzere Radtour im Südburgenland bietet sich der Uhudler-Radweg an, welcher durch das Uhudlerland lotst. Auf 38 Kilometern erkundet man die hügelige Landschaft, radelt durch Obstgärten und Wälder und die Lafnitz entlang. Im Sommer lohnt sich ein Abstecher zum Königsdorfer See.

Iron Curtain Trail

Ein besonderer Fernradweg, der auch durch das Burgenland führt, ist der Iron Curtain Trail. Dieser führt von Gmünd in Niederösterreich entlang der Reste des Eisernen Vorhangs bis nach Szentgotthárd in Ungarn. Der burgenländische Teil ist etwa 300 Kilometer lang und startet in Kittsee. Highlights am Weg sind das Schloss Halbturn, der Paneuropäische Picknickplatz und die St. Emmerichskirche.

Zusätzliche Tipps für Ihren Radurlaub

  • Radfreundliche Unterkünfte: Achten Sie bei der Buchung auf radfreundliche Unterkünfte oder vom ADFC zertifizierte Bett+Bike-Betriebe.
  • E-Bike Verleih: Nutzen Sie die zahlreichen Verleihstationen für E-Bikes, um auch anspruchsvollere Strecken mühelos zu bewältigen.
  • Radkarten und Apps: Nutzen Sie die interaktive Karte und die Burgenland Erlebnistouren App, um die passende Route zu finden und Ihren Ausflug optimal zu planen.
  • Nachhaltigkeit: Verzichten Sie auf das Auto, setzen Sie auf Snacks ohne Verpackung und verwenden Sie auffüllbare Wasserflaschen, um die Umwelt zu schonen.
  • Sicherheit: Denken Sie daran, dass viele Radwege landwirtschaftliche Güterwege sind und mit landwirtschaftlichem Verkehr zu rechnen ist. Gegenseitige Rücksichtnahme sorgt dafür, dass diese Wege für alle angenehm nutzbar bleiben.

Die Vorteile des Radfahrens im Burgenland

Radfahren im Burgenland bietet zahlreiche Vorteile:

  • Naturerlebnisse: Die Vielfalt der Landschaften bietet zu jeder Jahreszeit ein abwechslungsreiches Programm.
  • Gesundheit: Ob sportlich oder gemütlich, Radfahren ist eine großartige Möglichkeit, aktiv zu sein und die Natur zu genießen.
  • Kulinarische Genüsse: Zahlreiche Buschenschenken und Gastronomiebetriebe laden zu einer g'schmackigen Winzerjause und einem guten Glaserl Wein ein.
  • Umweltfreundlichkeit: Wer mit dem Rad fährt und auf das Auto verzichtet, spart Emissionen und trägt zum Umweltschutz bei.

Also: Rauf auf den Sattel und rein ins sonnige Radvergnügen!

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