Das Elbsandsteingebirge in Ostdeutschland ist eine malerische Bergregion, die für ihre einzigartigen Sandsteinformationen und atemberaubenden Ausblicke bekannt ist. Diese Region bietet fantastische Möglichkeiten für Radtouren, bei denen Besucher ihre Naturwunder erkunden und gleichzeitig Outdoor-Aktivitäten genießen können.
Der Elberadweg: Genussradeln entlang der Elbe
Mit dem Elberadweg findet der Genussradler die ideale Verbindung von entspanntem Radfahren und dem Erleben imposanter Natur. Der Elberadweg ist circa 1.300 Kilometer lang und begleitet die Elbe auf ihrem Weg von der Quelle im tschechischen Riesengebirge bis nach Cuxhaven, wo sie in die Nordsee mündet. Von der Quelle, wo die Elbe noch „Labe“ heißt, bis zur Flussmündung legt sie eine Gesamtstrecke von 1.091 Kilometern zurück, davon 364 auf tschechischer und 727 Kilometer auf deutscher Seite.
Laut ADFC-Radreiseanalyse steht der Elberadweg an Position zwei, wenn es darum geht, welche Radroute die deutschen Radfahrer am liebsten fahren. Vor dem Elberadweg ist nur der Weser-Radweg positioniert - vielleicht, weil er kürzer ist. Noch vor einem Jahr indes stand der Elberadweg ganz oben im Ranking der Fernradwege.
Dieser Abschnitt des beliebten Fernradwegs führt rechtselbisch vom Tor der Sächsischen Schweiz, der Stadt Pirna, über die Landeshauptstadt Dresden, durch das sächsische Weinanbaugebiet in das malerische Meißen bis schließlich in die Renaissance-Stadt Torgau. Der Elberadweg von Bad Schandau - Königstein - Kurort Rathen - Stadt Wehlen - Pirna - Heidenau - Dresden-Pillnitz - Dresden - Meißen, als Teilstück des 860 km langen Elberadweges Schmilka - Cuxhaven, führt direkt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Immer ganz dicht entlang der Elbe geht es vorbei an Orten wie Laubegast, Kleinzschachwitz und Mügeln bis nach Pirna. bis Bad Schandau lässt einem mehr als einmal den Mund offen stehen - und das nicht, weil man besonders schnell oder anstrengend Rad gefahren ist, es ist einfach nur schön. Kurz nach den Elbterrassen wechselte ich dann aber doch das Elbeufer über die Kleine Albertbrücke und weiter geht es zum nächsten Highlight, der Loschwitzer Brücke, bekannt als Blaues Wunder.
Die beste Reisezeit auf dem Elberadweg liegt in den Monaten März bis Oktober. Im Frühling sind die Radwege weniger stark befahren - die frühen Monate im Jahr sind darum besonders für sportliche Radler geeignet, die ungestört längere Tagesdistanzen zurücklegen möchten.
Wegen seiner größtenteils sehr guten Wegbeschaffenheit lässt sich der Elberadweg als idealer Radweg für Genießer, Freizeitsportler und Ausflügler beschreiben. Er zeichnet sich durch überwiegend asphaltierte und autofreie Wege aus und eignet sich damit auch für Radtouren mit Kindern sehr gut.
Der Elberadweg steht nicht ohne Grund mit an der Spitze der Beliebtheitsskala deutscher Radrouten, er bietet die optimale Mischung aus Natur und Kultur. Dazu ist die Strecke nahezu flach und auch die Wegbeschaffenheit ist sehr gut. Daher ist der Elberadweg sowohl für sportliche Radfahrer als auch für Familien und Kulturinteressierte geeignet.
Highlights entlang des Elberadwegs
- Tschechien: Elbquelle bis Bad Schandau
- Špindlerův Mlýn: Ursprung der Elbe im Riesengebirge
- Hradec Králové: Malerische Altstadt, historische Marktplätze und Kirchen
- Litoměřice: Bischofsstadt mit Barockarchitektur
- Děčín: Schloss Děčín mit Rosengarten und Blick auf die Elbe
- Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz): Spektakuläre Felsformationen, berühmte Basteibrücke
- Deutschland: Sächsische Schweiz bis Magdeburg
- Bad Schandau: Nationalpark Sächsische Schweiz, Kirnitzschtalbahn
- Dresden: Barocke Altstadt mit Semperoper, Frauenkirche und Zwinger (UNESCO-Weltkulturerbe), Grünes Gewölbe und Albertinum
- Meißen: Albrechtsburg, weltberühmte Porzellanmanufaktur
- Torgau: Schloss Hartenfels, Gedenkstätte der Reformation
- Lutherstadt Wittenberg: Schlosskirche (UNESCO-Welterbestätte)
- Magdeburg: Dom St. Mauritius und Katharina, Grüne Zitadelle von Hundertwasser
- Magdeburg bis Hamburg
- Tangermünde: Mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, Burg Tangermünde
- Havelberg: Dom St. Marien
Weitere Radwege und Touren im Elbsandsteingebirge
Auch abseits der Elbe können sich Höhenmeterhungrige an den Panoramen des Elbsandsteingebirges berauschen. Ganz neu ist die Gravelbike-Strecke RockHead, auf der man von der Sächsischen Schweiz bis ins Zittauer Gebirge und zurück graveln kann. Die Streckenbeschaffenheit ist mitunter rustikal und ab und an sind Aufstiege zu meistern. Doch immer folgt mit fantastischen Aussichten und herrlichen Abfahrten der direkte Lohn für die Anstrengungen.
Ein besonderer Geheimtipp sind die Radwege durch den Nationalpark Sächsische Schweiz. Auf bestimmten Wanderwegen, die als Radrouten ausgewiesen sind - derzeit etwa 50 Kilometer - fährt man geradewegs durch die urwüchsige Natur. Das Rad sollte hierfür allerdings einigermaßen geländetauglich sein. Auch muss man sich auf starke Anstiege, steile Abfahrten, Engstellen und Bodenwellen gefasst machen.
Unsere neue Radkarte bietet eine Übersicht zum Radfahren in der Sächsischen Schweiz: 12 Fahrradtouren führen Sie durch die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges und seine Umgebung. Von gemütlichen und kurzen Runden ab 20 km Länge bis hin zu sportlich anspruchsvollen 80-km-Runden kann die Region abseits der Wanderwege ausgiebig mit dem Fahrrad erkundet werden.
Empfehlenswerte Radtouren
- Kirnitzsch-Radweg: Eine herrliche grenzübergreifende Route durch die einzigartige Landschaft der beiden Nationalparks.
- Tour von Sebnitz ins Kirnitzschtal: Eine abwechslungsreiche und besonders schöne kurze Radtour für Anfänger und Genießer.
- Rund um die Festung Königstein und Auf dem Rübezahlweg zum Lichtenhainer Wasserfall: Zwei der schönsten Touren in der Region.
Tipps für Radfahrer im Elbsandsteingebirge
Viele Gastgeber haben sich auf die Radfahrer eingestellt und bieten Übernachtungen in radfreundlichen Unterkünften an. Wer ohne eigenes Rad reist, muss selbstverständlich nicht auf dieses Vergnügen verzichten. Zahlreiche Anbieter vor Ort verleihen Räder oder bieten Radlerpauschalen an.
Südlich der Elbe können einige Ausgangspunkte mit Fahrradbussen erreicht werden, die in der Sommersaison regelmäßig Fahrräder bergauf transportieren und so den ein oder anderen Anstieg verringern. Die Touren sind entsprechend markiert. Dank passender Links können die Radrunden auch bequem aufs Smartphone oder GPS-Gerät geladen werden, um unterwegs nicht die Orientierung zu verlieren. Servicetipps, z.B. für Radverleihe, E-Bike-Ladestationen und Werkstätten helfen bei der Planung der Tagestouren.
Die gesamte Umgebung entlang des Elberadwegs ist touristisch gut erschlossen. Somit ist auch die Infrastruktur für Radreisende sehr gut. Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze gibt es fast überall, ebenso wie gute Restaurants und Imbissbuden. Vorsicht: Gerade in den Sommermonaten sollten Reisende auf der beliebten Radroute sicherheitshalber ihre Unterkunft reservieren.
Wichtige Hinweise
Im Nationalpark Sächsische Schweiz ist das Radfahren ausschließlich auf den offiziellen Radrouten gestattet. Alle anderen Wege sind für Radfahrer nicht erlaubt. Die Nationalpark-Radrouten sind auf den Wegweisern entsprechend ausgewiesen. Die Routen im Nationalpark verlaufen teilweise über Wald- und Forstwege, die nicht asphaltiert sind. An einigen Stellen erwarten Sie anspruchsvolle Steigungen und nur grob befestigte Passagen. Besonders in Gefälleabschnitten sollten Sie auf tiefe Bodenwellen oder querliegende Hölzer achten, die der Wasserabführung dienen. Alle Radwege sind auch gleichzeitig gekennzeichnete Wanderwege, auf denen Wanderer stets Vorrang haben. Bitte nehmen Sie entsprechend Rücksicht!
Da Wildtiere insbesondere in der Dämmerung und Nacht sehr störungsempfindlich sind und auf schnell vorbeifahrende Radfahrer deutlich schreckhafter reagieren als auf langsamere Bewegungen, bitten wir Sie, das Radfahren in diesen Zeiten zu vermeiden. Achten Sie bitte zudem zu jeder Tageszeit auf Tiere (z. B. Kröten und Schlangen) auf den Wegen. Im Nationalpark gibt es keine speziellen MTB- oder Downhill-Strecken.
Bitte beachtet die aktuellen Waldsperrungen und Umleitungsvorschläge. Durch den akuten Borkenkäferbefall ist die Stabilität der abgestorbenen Fichtenbestände stark zurückgegangen. Im gesamten Nationalparkgebiet besteht durch abgestorbene Bäume und zusammenbrechendem Totholz auf vielen Wegen eine sehr hohe Gefährdung. Insbesondere im hinteren Teil des Nationalparks gibt es Wege, die gegenwärtig unpassierbar sind.
Zusätzliche Ressourcen
Über 200 Wander- und Radtouren mit zahlreichen Hinweisen versehen, von der Anreise über das Höhenprofil bis zu Karten- und Literaturtipps finden Sie im Tourenplaner. Ein Mausklick genügt und schon ist der gesamte Wegeverlauf heruntergeladen. Wandert man lieber mit GPS, stehen dort auch .gpx und .kml Tourdaten zum Download bereit.
Fast 200 weitere Touren zum Wandern & Radfahren in der Sächsischen Schweiz finden Sie in unserem Tourenplaner. Alle Touren stehen dort auch zum Download als PDF und mit GPX Track bereit. Mit dieser können Sie den öffentlichen Nahverkehr in den Tarifzonen des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) Pirna (70), Bad Gottleuba (71), Bad Schandau (72) und Neustadt (73) (alle Tarifzonen in der Sächsischen Schweiz), die Kirnitzschtalbahn sowie die grenzüberschreitende Tisá-Linie 217 während Ihres Urlaubes ohne zusätzliches Ticket nutzen.
Ausgenommen sind Sonderverkehrsmittel wie das Wanderschiff sowie Verkehrsmittel anderer Unternehmen wie die Personenschifffahrt auf der Elbe, die Fähre im Kurort Rathen sowie private Busangebote.
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