Malerische Dörfer, Weinberge und das Meer: In der Lagunenlandschaft von Grado lässt es sich besonders gut Radfahren. Im Sattel geht es im Radurlaub in Italien an der Adria entlang oder durch die besondere Landschaft der Naturparks. Vielseitige Touren sind an der Nordküste der Adria garantiert.
Grado: Ein Paradies für Radfahrer
Am Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs gelegen, ist die Lagunenstadt an der oberen Adria bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein bekannter Kur- und Badeort. Kilometerlange Sandstrände und Radwege liegen dir hier buchstäblich zu Füßen. Mit unendlich vielen Sonnenstunden, einem Meer mit hervorragender Wasserqualität und seichtem Grund und seinem außergewöhnlichen Charme beeindruckt Grado auch Familien.
Grado - eine kleine Stadt mit viel Geschichte, wo die Biker-Herzen höherschlagen und der Genuss definitiv nicht zu kurz kommt. Auf gemütlichen Wegen in die ländlichen Dörfer der Tiefebene? Oder ins Naturschutzgebiet? Und wie wär’s mit einer Erkundungstour durch den Karst? Also, wo solls hingehen?
Fahrradfreundlicher geht’s kaum: Ob Langstrecke auf dem Alpe Adria Radweg oder durch die Altstadt - in Grado gibt es Fahrradrouten ohne Ende. Mit salziger Luft im Gesicht geht es mit dem Citybike, E-Bike oder Fahrrad auf ins facettenreiche Streckennetz.
Kulinarische Genüsse in Grado
Die gastronomische Kultur von Grado entspringt ganz eindeutig ihrer Lagune. Die Gradeser Spezialitäten sind reich an Aromen und kulinarischer Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, mit fangfrischem Fisch, Wein und ortstypischem weißen Spargel. In den Bars, Restaurants, Trattorien und Osterien am Strand und in der Altstadt gilt es sich durch die Friulanischen Spezialitäten zu kosten: neben den Klassikern Pizza und Pasta gibt es hier am Meer natürlich auch fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen.
Der Alpe-Adria-Radweg: Von den Alpen bis zur Adria
Werden die schönsten Radwege Italiens thematisiert, darf eine grenzübergreifende Fernradstrecke nicht fehlen: Der Alpe-Adria-Radweg. „Einmal mit dem Rad über die Alpen“ - sicherlich ein Traum vieler Radfahrer. Auf dem Alpe-Adria-Radweg macht das auch Genussradlern Spaß. Steile Anstiege können mit der Bahn abgekürzt werden.
Er führt auf einer Länge von insgesamt 410 km vom österreichischen Salzburg bis an die Adriaküste Italiens. Von der Mozartstadt Salzburg führt der Radweg durch das Salzburger Land nach Bad Gastein und weiter durch Kärnten. Auf der italienischen Seite erwartet Sie das Kanaltal mit landschaftlicher Schönheit. Südlich von Villach überquert die Fernroute die Grenze nach Italien.
Ab hier verläuft die Route auf der stillgelegten Bahntrasse der Pontebbana-Bahn, die im Jahr 1879 angelegt wurde. Nach einer Komplettsanierung steht sie ausschließlich Bikern und Wanderern zur Verfügung. Die asphaltierte Strecke führt durch Tunnel, Wälder und an Alpengipfeln vorbei bis nach Udine. Im weiteren Verlauf passiert der Alpe-Adria-Radweg die alte Römerstadt Aquileia mit ihren zahlreichen antiken Ruinen und die Planstadt Palmanova. Im Badeort Grado an der Oberen Adria endet der Fernradweg.
Auf dem letzten Teilstück von Cervignano bis an den Rand der Lagune von Grado folgt die Route wieder dem Verlauf einer stillgelegten Bahnstrecke. Grado liegt, ähnlich wie Venedig, auf einer Insel mitten in der Lagune. Um in das angesagte Badestädtchen zu gelangen, müssen Sie zum Abschluss der Tour einen fünf Kilometer langen Straßendamm entlangradeln.
Der Alpe-Adria-Radweg macht die Alpenquerung durch Einbindung alter Bahntrassen und zahlreicher Tunnel zu einer Genusstour auf zwei Rädern - kulturell, sportlich und kulinarisch! Der Fernradweg hat eine Länge von 415 Kilometer und insgesamt über 11.000 Höhenmetern hinauf und hinunter. Auch wenn die Strecke an einigen Stellen steil nach oben oder über unbefestigte Wege geht, sind die Etappen auch für durchschnittlich Trainierte gut zu meistern, eine solide Grundkondition und Begeisterung zum Radfahren reichen aus. Am Ende der Tour genießen Sie noch einmal einen Urlaubstag zur freien Verfügung und Erholung an der Adria, nahe der slowenischen Grenze.
Tourencharakter des Alpe-Adria-Radwegs
Der Alpe-Adria-Radweg verläuft vorwiegend auf gut ausgebauten Radwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen. Dabei fährst du Teilstücke des Tauern-, Glockner- und Drau-Radweges. Auf der Via Julia Augusta radelst du gemütlich über Aquileia nach Grado. Diese Alpenüberquerung ist auch für Freizeitradler mit guter Kondition geeignet. Der Anstieg zum Alpenhauptkamm ist in zwei Etappen unterteilt, das letzte Stück wird mit dem Zug unterquert.
Weitere Radwege an der Italienischen Adria
Über 1.000 Kilometer Naturgenuss, Badespaß und Kultur verspricht der Fernradweg Adriabike, der zu den Highlights an der Oberen Adria zählt. Der grenzübergreifende Fernradweg beginnt im slowenischen Kranjska Gora und endet in der alten Kaiserstadt Ravenna an der italienischen Adriaküste.Drei Wochen müssen Sie für dieses Abenteuer im Fahrradsattel einplanen. Sie passieren spektakuläre Küstenlandschaften wie die Lagune von Venedig und das Po-Delta.
Küstenradweg Pista Ciclabile in Ligurien
Dem Verlauf einer stillgelegten Bahnstrecke in Ligurien folgt der Küstenradweg Pista Ciclabile. Der Radweg verläuft parallel zur Küstenstraße Via Aurelia, doch Autoverkehr gibt es auf der zauberhaften Strecke nicht. Einer der schönsten Radwege Italiens verläuft von San Lorenzo al Mare über Riva Ligure und Bussana nach Ospedaletti. Zu den Highlights am Wegesrand gehört der mondäne Badeort Sanremo mit seinen prächtigen Jugendstilvillen und dem Casino. Unterwegs laden kleine Felsbuchten zu einem Bad im Ligurischen Meer ein.
Unterkünfte für Radfahrer
Unsere Unterkünfte bieten Radfahrern und Genießern alles, was ihr Herz begehrt. Die ideale Unterkunft ist dort, wo du dich wohlfühlst. Sie dient zum Rückzug, zur Erholung, zum Abschalten. Im perfekten Radurlaub ist sie essenzieller Bestandteil. Wähle eine, die zu dir passt.
Unsere Radhotels sind ideale Ausgangspunkte, um die vielseitigen Regionen ringsum auf sportliche Weise kulturell, landschaftlich und kulinarisch zu entdecken. Vom gemütlichen Gasthof bis zum 4-Sterne-Hotel, das alle Annehmlichkeiten bereitstellt, die sich das Radfahrer-Herz wünscht: In unseren ideal gelegenen, fahrradfreundlichen Unterkünften ist alles auf die Bedürfnisse im Radurlaub ausgerichtet.
Radreisebeispiel: 10 Tage entlang der Adria
Ein Beispiel für eine mehrtägige Radreise entlang der Adria könnte wie folgt aussehen:
- Anreise mit dem Bus über die Alpen nach Italien, erste kleine Radtour im Raum Grado.
- Radtour entlang der Adriaküste von Bibione nach Lido di Jesolo mit Pause in Caorle.
- Besichtigung von Venedig (ohne Fahrrad).
- Fahrt nach Padua, Besichtigung der Stadt, Weiterfahrt mit dem Rad nach Chioggia.
- Durchquerung des Po-Deltas.
- Besichtigung von Comacchio und Weiterfahrt nach Ravenna.
- Weiterfahrt nach Cesenatico, Mittagsrast in Rimini, Fahrt entlang der Küste bis Cattolica.
- Kleine Küstenstädte wie Fano, Torrette, Ponte Sasso, Marotta, Cesano oder Senigallia laden zu Cappuccino und Gelato ein. Unser heutiges Tagesziel ist die Hafenstadt Ancona, ein bedeutendes Handelszentrum der Region und die Hauptstadt von Marken.
- Ausradeln und Rückreise nach Norditalien.
- Abreise.
Diese Reise bietet eine Mischung aus Küstenradwegen, kulturellen Besichtigungen und Naturerlebnissen im Po-Delta.
Weitere Radwege in Italien
Italien zeigt sich dem Urlauber in ganz unterschiedlichen Landschaften und Regionen. Das reiche Landschaftsbild spiegelt sich in der Vielfalt der Ferienhäuser und Ferienwohnungen.
- Mountainbike-Tour von Riva del Garda zum Ledrosee: Die 21 km lange Mountainbike-Tour führt über die alte Ponalestraße direkt in die Gardaseeberge.
- Radweg Strada del Vino am Südufer des Gardasees: Der 32 km lange Rundkurs ist eine Genussroute, die an den zahlreichen Weingütern von Lugana vorbeiführt.
- Seerundweg um den Lago Maggiore: Der Rundkurs besitzt eine Gesamtlänge von 187 km und führt unter Schatten spendenden Bäumen am Seeufer entlang.
- Mincio-Radweg von Peschiera del Garda nach Mantua: An seinem Ufer verläuft der 43 km lange Mincio-Radweg, der in seinem Verlauf schattige Alleen, subtropische Bambuswälder und kleine Olivenhaine passiert.
- Rundkurs Alghero - Capo Caccia auf Sardinien: Natur, Geschichte und Kultur verschmelzen auf dem Rundkurs Alghero - Capo Caccia auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zu einer Einheit.
- Sella Ronda in den Dolomiten: Im Sommer gehört die Sella Ronda den Radfahrern, die auf Bergstraßen und Schotterwegen die Umrundung des Sella-Massivs in Angriff nehmen.
- Via Claudia Augusta: Die Strecke ist heute ein Fernradweg, der am Reschenpass italienisches Staatsgebiet erreicht und durch eindrucksvolle Berglandschaften in Südtirol führt.
- Radweg von Chiusi nach Montepulciano in der Toskana: Zu den schönsten Radwegen in der Toskana gehört die 63 km lange Strecke von Chiusi nach Montepulciano.
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