Einfache Radtouren im Münchner Süden

München ist eine sportliche Stadt, und das sieht man an den vielen Joggern im Olympiapark, Yoga-Sessions im Englischen Garten oder an den ziemlich fitten Surfern am Eisbach. Sobald die Sonne rauskommt, zieht es uns nach draußen, und das hat uns vor allem in Lockdown-Zeiten ordentlich dabei geholfen, nicht durchzudrehen. Vor allem der gute alte Drahtesel bekam endlich die Wertschätzung, die er verdient hat. Wie sagt man so schön: Kommt Zeit, kommt Rad! Der ist nun also frisch auf Zack, geölt wie der Blitz, und darum haben wir euch mal zusammen mit dem Münchner Allgemeinen Deutschen Fahrradclub - dem ADFC - eine empfehlenswerte Route zusammengestellt.

Diese Radtour führt uns vom Deutschen Museum entlang der Isar nach Süden, auf der linken Straßenseite. Wenn die Wittelsbacher Straße eine Kurve nach rechts macht, fahren wir eher links weiter entlang der Isar, an der Geothermie-Anlage vorbei, unter der Brudermühlbrücke durch, am Flaucher-Biergarten vorbei und dann links am Schinderstadl vorbei auf den Flauchersteg. Dieser ist sehr holprig. Wer ihn und die Marienklausenbrücke schon kennt, fährt vielleicht einfach weiter zum Thalkirchner Platz und dann am Asamschlössl den Isartalbahnradweg hoch. Die anderen schieben vielleicht lieber, dann sieht man auch mehr...

Entlang der Isar und durch den Tierpark

Auf der anderen Isarseite fahren wir unter der schönen Thalkirchner Holzbrücke durch, und dann immer am Zoo entlang (wir können in das Streichelgehege schauen) bis zur Marienklausenbrücke. Bevor wir nach rechts über den Steg auf die andere Isarseite zurückfahren, können wir links noch die namensgebende Marienklause anschauen. Nach der Brücke fahren wir schräg rechts zur Floßlände, wo im Sommer nachmittags die Flöße aus Wolfratshausen ankommen. Dort kann man bei genügend Wasser den Surfern auf der zweiten Münchner Isarwelle zuschauen.

Gegenüber liegt die Campinggaststätte "Der Bartl", die von jedermann, nicht nur den Campinggästen besucht werden kann, und von deren Terrasse man einen schönen Blick auf die Floßlände hat. Wir fahren an der Floßlände nach links zur Brücke über den Isarkanal.

Aufstieg zum Isarhang und weiter zum Perlacher Forst

Wir wollen jetzt auch den Isarhang erklimmen, und das geht am besten, indem man über den Golfplatz zum Anfang des Isartalbahnradwegs fährt, beim Asamschlössl, und diesen dann 1,6km bergauf. Irgendwann ist der schöne Radweg zuende, und wir müssen ein kleines Stück auf der Heilmannstraße zur Großhesseloher Brücke fahren. Nicht den Höllerer Berg hinunter, sondern rechts an der Brücke halten! Am anderen Ende der Brücke fahren wir einen 3/4 Kreis auf die nächste Brücke, und dann auf der Hochleite ein kleines Stück nach Süden.

Wir folgen den Wegweisern zum Perlacher Forst, und fahren über die Geiselgasteigstraße in diesen hinein. Nach einigen Metern sehen wir rechts die Bavaria-Filstudios. Um besser sehen zu können, fahren wir auf die Straße, und kommen an einigen Kulissen und dann dem Haupteingang zur Studiotour vorbei. Vor den großen Satellitenantennen von RTL können wir wieder auf den Radweg zurück. Ein Stüch hinter einem großen Sendemast geht es links Richtung Nordost in das Perlach-Geräumt hinein. Wenn wir geradeaus weiter führen, kämen wir nach Deisenhofen zur Kugler-Alm. Wir fahren aber weiter bis zur Kreuzung mit einem Teerweg, Wegweiser Perlacher Muggl (oder Mugl), wo wir einen Schlenker nach rechts machen.

Der Perlacher Mugl

Der Perlacher Mugl ist ein künstlicher Hügel. Seinen Kern bildet ein Hochbunker, auf den der Erdaushub vom McGraw-Graben geschüttet wurde. Wenn Sie ihn erklimmen (nicht über die Diretissima, sondern dem Weg nach), kommen Sie oben zu einem kleinen Pavillon mit Informationstafeln und einem schönen Alpenblick, wenn Sie Glück haben. Danach fahren wir wieder zum Perlach-Geräumt zurück, und verlassen den Perlacher Forst am Nordost-Ende. Wir folgen den Wegweisern zum Hachinger Landschaftspark.

Durch den Hachinger Landschaftspark und nach Neuperlach

Wir fahren über die Autobahn geradeaus auf die Fasangartenstraße. Vor der Schranke bei der Bahnlinie fahren wir nach rechts an der schmucken Holzkirche der Rumänisch-Orthodoxen Kirchengemeinde vorbei. Dann geht es nach links unter der Eisenbahn durch, und wir kommen zum Campus der Firma Infineon, auch Campeon genannt. Wir können und dürfen quer durch das Firmengelände fahren, Sie können aber auch rechts rum fahren. Gegenüber der Geothermie-Anlage von Unterhaching fahren wir nach rechts entlang der Biberger Straße, und dann vor dem Kreisel nach links.

Die alte Landebahn und weiter nach Neuperlach

Dort kommen wir zu "Münchens breitestem Radweg", einer alten Landebahn von 120m Breite. Es geht ein bißchen zu wie in Berlin auf dem Tempelhofer Flughafen. Im Sommer kann man hier sogar noch Lerchen in der Luft hören, sofern niemand ihre Nester zertrampelt hat. Am Ende der Bahn ist noch eine Skater-Anlage. Dann müssen wir nach links zur Carl-Wery-Straße, wo der Radweg aber immer auf der linken Seite ist! Die Hauptstraße garnicht erst überqueren! Rechts sehen wir nach einiger Zeit viel Siemens.

Dann müssen wir auch schon links in die Therese-Giehse-Allee einbiegen, der Radweg ist jetzt wieder rechts. Wir befinden uns jetzt in Neuperlach (wo es gar nicht so übel ist, wie Sie vielleicht früher mal gehört haben). Wir folgen den Wegweisern zum Ostpark. Erst links in die Rudolf-Zorn-Straße, dann geht es rechts über das Schulgelände durch Grünanlagen zur Hans-Schweikart- und Wolfram-Straße.

Durch Altperlach zum Ostpark

Rechts biegen wir in die Neubiberger Straße ein und fahren Richtung Altperlach. Dessen Zentrum ist der Pfanzeltplatz. Dort treffen wir auch auf den Harlachinger Bach. Diesem folgen wir im Prinzip bis zum Ostpark. Kurz hinter dem Pfanzeltplatz liegt am Bach ein kleines Eiscafe, wo man im Sommer nett am Bach sitzen kann. Daher der kurze Schlenker auf der Karte.

Dann geht es rechts auf die Holzwiesenstraße, und dem Wegweiser nach links in den Radweg vor dem Krehlebogen, wieder am Bach entlang, unter der Ständlerstraße durch, dann gleich links und wieder rechts, entlang dem Adolf-Baeyer-Damm und dem Bach. Am Ende fahren wir rechts in die Staudingerstraße, und gleich wieder links in den Ostpark. Hier können Sie nach Belieben herumfahren, Sie sollten aber am Ende am Wirtshaus am Michaeligarten vorbeifahren. Dort sitzt man sehr schön direkt am See.

Vom Ostpark zum Ostbahnhof

Wir fahren noch durch den Michaeligarten, am Michaelibad müssen wir aber auf den Radweg auf der anderen Seite der Heinrich-Wieland-Straße. Um wieder ein wenig von den großen Straßen wegzukommen, fahren wir rechts in die St-Michael-Straße. Bald kommt ein Wegweiser nach links zum Ostbahnhof, denen wir jetzt folgen. Wir biegen also in die Bad-Kreuther-Straße ein, und fahren weiter bis zum Innsbrucker Ring.

Dann geht es rechts und über die große Kreuzung links in die Grafinger Straße. Von weitem sieht man schon das Riesenrad, was aber vielleicht nicht mehr da ist, wenn Sie diese Strecke fahren. Dort soll einmal das Konzerthaus München stehen. Jetzt gibt es schon ein Kletterzentrum in einem Hochhaus, viele Büros und etliche Kneipen und Clubs. Laufen Sie ein bißchen herum.

Durch Haidhausen zum Deutschen Museum

Wir treffen auf die Friedenstraße. Dort wird derzeit viel gebaut, und das bleibt auch noch einige Jahre so. Deshalb kommen Sie wahrscheinlich nicht durch die in der Karte eingezeichnete Unterführung auf die andere Seite der Geleise, da diese während der Bauarbeiten gesperrt ist. In diesem Fall müssen Sie das Rad durch die normale Fußgängerunterführung schieben, dort, wo die Linie auf der Karte einen kleinen Zacken macht. Runter gibt es einen Fahrstuhl. Oder sie umfahren den Ostbahnhof ganz, links oder rechts rum.

Am Orleansplatz biegen wir in die Wörthstraße ein, und fahren durch Haidhausen. Wir folgen den Wegweisern zum Deutschen Museum. Erst am Bordeauxplatz vorbei, dann biegen wir in die Preysingstraße und fahren am Kulturzentrum Gasteig vorbei. Das bleibt für einige Jahre geschlossen.

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