Passau, die DREI_FLÜSSE_STADT, ist aufgrund ihrer einzigartigen Lage ein Knotenpunkt für internationale und nationale Fernradwege. Dank der Lage an den drei Flüssen Donau, Inn und Ilz ist Passau ein idealer Ausgangspunkt für vielfältige Radtouren. Das Serviceangebot vor Ort lässt keine Wünsche offen, was Radfahrer besonders zu schätzen wissen.
Fernradwege rund um Passau
- Deutscher Donauradweg: Passau - Regensburg - Donaueschingen, ca.
- Österreichischer Donauradweg: Passau - Wien (A) - Bratislava (SK), ca.
- Innradweg: Maloja (CH) - Passau, ca.
- Tauernradweg: Krimml (A) - Salzburg (A) - Passau, ca.
- Römerradweg: Passau - Attersee (A) - Enns (A), ca.
- Trans Bayerwald (Mountainbike-Reiseroute): Furth im Wald - Passau - Furth im Wald, ca.
- Donau-Ilz-Radweg: Niederalteich - Hutthurm/Kalteneck, ca.
- Donaulimes Welterbe-Runde: Passau - Schlögen (A) - Passau, ca.
- Österreichischer Benedikt-Radpilgerweg: Passau - Admont (A) - Gornji Grad (SI), ca.
Tourenvorschläge ab Passau
Inntalradweg über Schärding
Start ist beispielsweise ab der Innstraße: Fahren Sie bei der Fußgängerbrücke Innsteg unten an der Promenade flussaufwärts. Auf der rechten Seite befinden sich die Gebäude der Universität. Folgen Sie der Beschilderung zum Inntalradweg. Sobald der Weg wieder auf die Straße führt, halb rechts der Innstraße folgen, vorbei am Kraftwerk Ingling und am Gebäude des Rudervereins. Am Wanderparkplatz Ingling geradeaus in den Neuburger Wald fahren, an der Fußgängerbrücke Mariensteg für ca. 3 km weiter bis nach Vornbach. Hier gegenüber der Bäckerei Donaubauer dem Inntalradweg bis Neuhaus folgen. Überqueren Sie die Alte Innbrücke ins österreichische Schärding. Im sehenswerten Städtchen Schärding gibt es zahlreiche Rast- und Einkehrmöglichkeiten. Auf der österreichischen Seite flussabwärts über Wernstein zurück zum Innsteg nach Passau.
Rundtour Gaißatal
Vom Passauer Hauptbahnhof aus auf der rechten Donauseite flussaufwärts in Richtung Staustufe Kachlet; dort den Fluss überqueren und auf dem Donauradweg weiterfahren. Vor dem kleinen Fluss Gaißa an der Brücke rechts abbiegen und bergauf dem Landschaftsschutzgebiet "Gaißatal" folgen. Auf gut ausgebauten Forstwegen führt die Route durch das Waldgebiet um den Dachsberg. Kurz vor der B85 links abbiegen und diese auf eigenem Radweg überqueren. Weiter über Patriching und Jägerreuth zur Ries Richtung Neue Rieser Straße. An der Abzweigung Veste Oberhaus/Stadtmitte rechts bergab Richtung Hacklberg vorbei an der "Schönblick-Kurve" (Parkplatz) mit tollem Blick auf die Passauer Altstadt.
Erlebnisradrunde "Herrschaftszeiten"
Herrschaftliche Anwesen und Klöster säumen die Erlebnisradrunde "Herrschaftszeiten" zwischen Passau und Pfarrkirchen im Bayerischen Thermenland. Wer die Erlebnistour "Herrschaftszeiten" radelt, bewegt sich auf den bestehenden Radwegen Donauradweg, Innradweg, Rottalradweg, Bockerlbahn-Radweg und Vilstalradweg.
Donaulimes-Radweg
Auf zwei Etappen entlang des Donauradwegs zwischen Passau und Schlögen kann die Region an der bayerisch-oberösterreichischen Donau, der natürlichen Nordgrenze des einstigen "Imperium Romanum", erkundet werden. Auf den Spuren der Römer entdeckt man neben Naturschätzen wie die Schlögener Schlinge auch ein reiches kulturelles Erbe. Besonders das UNESCO-Welterbe Donaulimes ist hier an der Strecke spürbar und lädt auf ganz besondere Art und Weise ein, erlebt zu werden.
Der Donauradweg: Ein Klassiker
Der Donauradweg ist ein insgesamt 2850 Kilometer langer Fernradweg vom Ursprung der Donau bei Donaueschingen im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Die am meisten befahrene Strecke ist jene von Donaueschingen bis Wien (925 Kilometer). Auch der Abschnitt bis Budapest in Ungarn wird von einigen Radlern gern befahren. Während der Sommermonate kann es in den touristischen Gegenden entlang der Route sehr voll sein.
Die gesamte Strecke - zumindest bis Budapest - ist nahezu flach, größtenteils asphaltiert und bestens für alle Arten von Rädern geeignet. Wo es keine Radwege gibt, verläuft die Route auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Der Radweg ist in Ungarn fast lückenlos mit den rechteckigen gelben oder grünen Schildern und der Nummer 6 versehen (als Teil der Euro-Velo-Route 6). Im slowakischen Teil ist die Beschilderung leider etwas lückenhaft und nicht einheitlich.
Highlights entlang des Donauradwegs
Bei der Streckenlänge von fast 3.000 Kilometer ist es logisch, dass es eine Menge Highlights zu sehen gibt, zumal die Strecke durch sieben Länder führt. Es sollten sich also für jeden Geschmack passende Sehenswürdigkeiten finden:
- Donaueschingen: Schlosspark des Fürstenbergischen Schlosses, Brauereimuseum.
- Ulm: Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt (161,53 Meter), Historisches Fischerviertel und das Museum der Brotkultur.
- Kehlheim: Kloster Weltenburg und Donaudurchbruch (spektakuläre Engstelle im Donautal).
- Regensburg: Die mittelalterliche Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe, Steinerne Brücke, Dom St. Peter und das Haus der Bayerischen Geschichte.
- Passau: Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz („Dreiflüsseeck“), St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt.
- Linz: Ars Electronica Center (technologische Zukunftsvisionen), Lentos Kunstmuseum und der Pöstlingberg mit Panoramablick.
- Melk: Stift Melk, ein barockes Meisterwerk mit prächtiger Bibliothek und Aussicht auf die Donau.
- Wachau (Krems und Dürnstein): Die Weinregion mit Terrassenlandschaften, sowie Stift Melk, Stift Göttweig und die Altstadt von Krems sind UNESCO-Weltkulturerbe.
- Wien: Schloss Schönbrunn, Stephansdom, Hofburg und vieles mehr.
- Bratislava (Slowakei): Bratislavaer Burg und Altstadt mit gemütlichen Cafés, UFO-Turm mit Aussichtsplattform.
- Budapest: UNESCO-Weltkulturerbe: Burgviertel Buda und Andrássy-Straße sind UNESCO-Weltkulturerbe.
Reisezeit und Infrastruktur
Die beste Reisezeit auf dem Donauradweg liegt in den Monaten Mai bis September. Generell kannst du den Radweg aber auch ganzjährig befahren, sobald die Wege und Straßen frei von Eis beziehungsweise Schnee sind. Fast die gesamte Umgebung entlang des Donauradwegs ist touristisch erschlossen. Somit ist auch die Infrastruktur für Radreisende sehr gut. Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze gibt es fast überall, ebenso wie gute Restaurants. Gerade in den Sommermonaten sollten Reisende sicherheitshalber ihre Unterkunft reservieren.
Etappenplanung
Radreisende haben völlig unterschiedliche sportliche Fähigkeiten. Vor diesem Hintergrund sollte sich jeder gut überlegen, was er täglich zu leisten im Stande ist. Sportliche Fahrer können die 2850 Kilometer lange Strecke vielleicht sogar in 14 Tagen zurücklegen. Wir würden denken, dass 70 Kilometer pro Tag, also rund 40 Etappen, ein Kompromiss zwischen sportlicher Betätigung und Urlaub mit kulturellen Highlights wären.
Es gibt viele Restaurants und Hotels entlang des Weges, die Ladestationen für Pedelec-Fahrer anbieten. Zumindest bis Budapest sollte es keinerlei Probleme geben, seinen Akku aufzuladen. Auch hier lässt sich sagen, dass die Infrastruktur entlang der Strecke sehr gut ist. In den meisten Städten werden Radreisende Fahrradläden mit Werkstätten finden.
Donauradweg: Eckdaten
- Streckenlänge gesamt: 2850 Kilometer
- Streckenlänge Donaueschingen bis Wien: 935 Kilometer
- Streckenlänge Wien bis Budapest: 280 Kilometer
- Beste Reisezeit: Mai bis September
- Charakter: Genussreise entlang der Donau, mit vielen kulturreichen Städten und sehr guter Infrastruktur. ADFC-Qualitätsradroute (4 Sterne, auf dem Abschnitt Donaueschingen bis Passau)
- Wegbeschaffenheit: größtenteils asphaltierte Radwege, Nebenstraßen und ordentliche Schotterwege (östlich von Budapest)
- Höhenprofil: flach
- Reisedauer: Für Sportler zwei bis drei Wochen; für Radreisende sechs Wochen; flexibel planbar.
Der Donauradweg wird in seiner vollen Länge für die meisten Radreisende zu lang sein, um ihn in einer Radtour zu bewältigen. Sehr gut lässt er sich aber in einzelne Abschnitte zerlegen. Es steht auch nirgends geschrieben, dass man den Donauradweg nur flussabwärts fahren kann, auch bergan ist er gut und ebenso flach, und somit leicht zu meistern.
Was die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke betrifft: Es gibt so viele, dass es für Radler schwer werden wird, sich zu entscheiden, an welchen Orten man eine Pause einlegt. Die Infrastruktur der Qualitätsradroute ist so gut, dass sich sogar Familien an die Strecke heranwagen können.
Donauradweg Passau - Wien: Ein detaillierter Etappen-Vorschlag
Der Donauradweg von Passau nach Wien ist zurecht die beliebteste Fernradtour der Welt. Die abwechslungsreichen Landschaften und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten links und rechts der Strecke machen diese Tour so einzigartig.
Hinweis: Diese Tour ist auch für Familien mit Kindern (ab ca. 8 Jahren) zu empfehlen. Am Donauradweg haben Sie manchmal vier mögliche Varianten zur Weiterfahrt. Auf manchen Passagen radeln Sie plötzlich unvermutet längere Zeit entlang stark befahrener Straßen. Die hier folgende Beschreibung ist lediglich ein Vorschlag. Ihre Donau-Radtour muss nicht unbedingt so verlaufen, sondern kann auch ganz anders gestaltet werden.
- Tag 1: Anreise nach Passau. Passau ist die schönste (Klein-) Stadt an dieser Strecke und bietet zahlreiche, historische Sehenswürdigkeiten. Die Touristinfo bietet täglich eine Stadtführung an.
- Tag 2: Passau - Schlögener Schlinge (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Von Passau aus können Sie sowohl links als auch rechts der Donau radeln. Über Obernzell, Jochenstein (imposantes Kraftwerk mit sehenswertem Infozentrum) und Engelhartszell gelangen Sie auf ruhigen Radwegen in bezaubernder Landschaft zum ersten Höhepunkt der Reise: Die Schlögener Schlinge.
- Tag 3: Schlögener Schlinge - Linz (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Auch die erste Hälfte dieser Etappe führt Sie auf traumhaft ruhigen Radwegen durch ein idyllisches Flusstal. Hinter Aschach weitet sich das Donautal, doch die Strecke bleibt weiterhin sehr ruhig und beschaulich. Dank der zentralen Unterbringung in der historischen Altstadt sind die zahlreichen Sehenswürdigkeiten nur ein paar Gehminuten entfernt.
- Tag 4: Linz - Region Grein (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Vor dem Kraftwerk Abwinden teilt sich der Donau-Radweg erneut. Eine Variante ist deutlich ruhiger und beschaulicher zu radeln. Kurz vor und nach Grein verengt sich das Donautal so sehr, dass der Fluss nicht nur deutlich tiefer ist, sondern auch zahlreiche Strudel aufweist.
- Tag 5: Grein - Wachau (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Falls Sie die sehenswerte Burg oberhalb von Grein noch nicht besucht haben, dann sollten Sie das vor dem Start nachholen. Heute radeln Sie zuerst durch den malerischen Strudengau bis nach Ybbs. Hier öffnet sich das Donautal wieder und Sie können etwas mehr in die Weite blicken. Kurz vor Melk bemerken Sie zahlreiche Kreuzfahrtschiffe am Anleger. Gleich hinter Melk beginnt die herrliche Landschaft der Wachau.
- Tag 6: Wachau (Ruhetag). Sie sind zwar in der Wachau, aber vom Gefühl her eher in der Toscana! Auch hier radeln die allermeisten Donauradler mehr oder weniger vom eigenen Zeitplan gehetzt vorbei. Sie haben dagegen den ganzen Tag Zeit die reizvolle Region um Spitz in aller Ruhe zu genießen. Alternativ können Sie aber auch einen Ausflug mit dem Fahrgastschiff nach Melk machen und das dortige Klosterstift besuchen.
- Tag 7: Wachau - Tulln (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Die meisten Donauradler setzen Ihre Tour Richtung Wien „hier fort“. Wir empfehlen Ihnen aber eine „andere, ruhigere Variante“ zur Weiterfahrt. Sie radeln auf ruhigen Radwegen durch ein Mosaik von Weinbergen, Obstbäumen und saftig-grünen Wiesen. In Krems können Sie die sehenswerte Altstadt bewundern. Eine besondere Attraktion an der Strecke ist das AKW Zwentendorf. Nach Fertigstellung im Jahr 1978 wurde es nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb genommen. Heute gilt es als die größte Investitionsruine Österreichs!
- Tag 8: Tulln - Wien (ca. [Kilometerangabe einfügen]). Dieses Teilstück wird von sehr vielen Radreisebüros ausgeblendet und dafür als Bahnfahrt empfohlen!? Dabei ist gerade das Finale auf herrlichen, ruhigen Radwegen nach Wien noch ein ganz besonderes Erlebnis.
- Tag 9: Aufenthalt in Wien.
- Tag 10: Abreise nach dem Frühstück.
Weitere Informationen und Tipps
- Vergessen Sie die „Märchen“ vom überfüllten Donau-Radweg! Richtig ist, dass auf dieser Strecke sehr viele Radreisende unterwegs sind. Doch nicht alle an einem Tag. Wenn man diese Radtour mit dem täglichen Verkehrschaos auf den Autobahnen und in den Städten vergleicht, dann kann man Dank der hervorragenden Radwege noch von einer beschaulichen Reise sprechen. Und nirgendwo sonst können Sie in so kurzer Zeit so viele Gleichgesinnte aus aller Welt treffen.
- In der Hauptreisezeit kommt es in manchen Orten häufig zu Engpässen bei den preiswerten Unterkünften. Das betrifft vor allen Dingen die „unorganisierten Individual-Radler“. Diese müssen häufig eine Stunde oder mehr pro Tag für die mühsame Zimmersuche investieren. Einige Touristinfos vor Ort berechnen inzwischen Gebühren für die Zimmervermittlung. Hinzu kommt, dass jedes Jahr einige Herbergsbetriebe wieder „dicht“ machen. An der Donau leben die Vermieter meist nur von den Radreisenden.
- Es erwartet Sie eine meist sehr flache Wegführung.
- Die Donau Radtour können Sie von Mai bis September buchen. Da im Oktober viele, für Radfahrer wichtige Fähren den Betrieb einstellen, müssen Sie auf weniger reizvollen Passagen radeln.
- Ein robustes Touren- oder Trekkingrad mit solidem Gepäckträger für zwei Packtaschen und Lenkertasche ist ideal für diese Radtour. Die Reifen sollten nicht zu schmal (min. 28 mm) sein. Schutzbleche an den Rädern sind sehr empfehlenswert.
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