Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Radtouren in die reizvolle Umgebung. Viele Radrouten haben ihren Ausgangspunkt am Tollensesee. Am besten startet man seinen Fahrradausflug in Neubrandenburg am Radeltreff am Strandbad Broda.
Neubrandenburg, eingebettet in eine unverwechselbare Landschaft, rankt sich um den nördlichen Teil des Tollensesees. Als drittgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist sie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Den besonderen Reiz macht der historische Grundriss der Stadt aus. Beachtenswert ist die fast vollständig erhaltene mittelalterliche Wall- und Wehranlage mit den vier prächtigen gotischen Stadttoren. Diese weisen den Weg zu vielen Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangeboten.
Tollensesee-Radrundweg
Der nun fast schon betagte Tollensesee-Radrundweg ist immer noch ein Zugpferd unter den vielen Angeboten in der Region des Neubrandenburger Tollensebeckens, einem 10.600 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet mit eiszeitlich geprägter, dynamischer Landschaft. Etwa 35 Kilometer lang ist der Rundweg um den Tollensesee bei Neubrandenburg. Der Tollensesee liegt im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, südlich der Innenstadt von Neubrandenburg. Mit gut 18 Quadratkilometern gehört er zu den zehn größten Gewässern des Landes. Malerisch liegt er in einer hügligen Waldlandschaft, meist säumen Bäume und Schilf das Ufer. Wegen der intakten Natur wird der Tollensesee von Wassersportlern, Tauchern und Badelustigen gleichermaßen geschätzt.
Streckencharakteristik des Tollensesee-Radrundwegs
Der Weg ist gut ausgebaut und ausgeschildert, bis auf einen kleinen Abschnitt mit alten Betonplatten ist die Strecke asphaltiert oder führt über befestigte Schotterwege. Sie ist bequem befahrbar und bietet unterwegs viele schöne Rastplätze. Und das Beste: Man muss nicht den gleichen Weg zurückfahren.
Highlights entlang der Strecke
Fast während der kompletten Tour hat man einen traumhaften Blick über den Tollensesee und die umliegenden Hügel. Kurz nach dem Start in Neubrandenburg thront hoch über dem See der Säulentempel Belvedere und ungefähr nach der Hälfte erreicht man das Dorf Prillwitz mit dem gleichnamigen malerischen Jagdschloss. Dort ist jetzt ein Hotel untergebracht.
Ganz ohne ist der Tollensesee-Radrundweg nicht, es warten einige saftige Anstiege auf die Fahrer, die man aber auch langsam hochstrampeln kann. Wer möchte, kann natürlich Vollgas geben, ambitionierte Radler schaffen die Strecke in weniger als eineinhalb Stunden. Wer es lieber gemütlich mag, plant einfach die doppelte Zeit ein.
Radtourenvorschläge ab Neubrandenburg
Die vorgeschlagenen Routen beginnen im Regelfall am Wander- und Radeltreff an der Uferpromenade des Strandbades Broda am Tollensesee. Sie sind nicht immer komplett als ein Themenweg ausgeschildert. Trotzdem läuft man kaum Gefahr, die Route zu verfehlen. Neben den verschiedenen Wegweisungselementen finden Sie eine ergänzende Straßenbeschilderung vor. Die naturräumliche und touristische Ausstattung hat bei der Auswahl der Routen Vorrang, befahrene Straßen wurden möglichst gemieden.
Tour 1: Entlang des Flusstals mit dem Großen Landgraben
Entlang des Flusstals mit dem Großen Landgraben geht es überwiegend an Feldern vorbei. Die Streckenqualität ist bis auf wenige Teilstücken gut. Meist radelt man auf ruhigen Straßen und Feldwegen.
Tour 2: Durch die eiszeitliche Grundmoränenlandschaft
Die Tour führt überwiegend durch eine weitläufige Grundmoränenlandschaft, in die sich die Tollense eingeschnitten hat. Auf meist ebener, ruhiger bis mäßig befahrener Straße geht es durch Wälder, vorbei an Feldern und vereinzelten Seen.
Tour 3: Durch eiszeitlich geprägte Landschaft
Auf wenig befahrenen Straßen, Feld- und Waldwegen führt die Tour durch eine eiszeitlich geprägte Landschaft.
Tour 4: Zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
Die Tour führt entlang des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Dabei radelt man überwiegend auf ausgebauten Radwegen und auf kaum befahrenen, befestigten Landstraßen.
Tour 5: Südlich von Neubrandenburg
Diese Tour bietet einen ereignisreichen Ausflug in die Endmoränenlandschaft südlich von Neubrandenburg. Der Eiszeit ist es zu verdanken, dass Sie auf Ihrer Tour einige kleine Anstiege zu meistern haben. Uns erwartet eine gemütliche Tour über kleine Dörfer zu den naturbelassenen Tälern des Malliner Wassers und der Tollense. Auf dieser Streckentour fahren wir durch winzige mecklenburg-typischen Dörfer und können uns im Schwandter See abkühlen.
Tour 6: Nördlich von Neubrandenburg
Uns erwartet eine unspektakuläre, aber landschaftliche reizvolle Tour durch die eiszeitliche Grundmoräne nördlich von Neubrandenburg.
Weitere Informationen und Tipps
Die Stadt Neubrandenburg ist Schnittpunkt vieler regional und überregional bedeutsamer Radrouten. Mit dem Aufbau des Geoparks „Mecklenburgische Eiszeitlandschaft“ ist eine große Fahrradthemenroute entwickelt worden. Der Eiszeit ist es zu verdanken, dass Sie auf Ihrer Tour den einen oder anderen kleinen Anstieg zu meistern haben. gut geschottert bzw. asphaltiert, hügelig und teilweise ruhige Nebenstraßen.
Wer mit dem Rad von Neubrandenburg zur Ostsee möchte: Kein Problem! In drei Etappen haben wir die wunderbaren Ostseestrände auf Usedom erreicht.
Detaillierte Routenbeschreibung für den Tollensesee-Radrundweg
Sie beginnen diese Radrunde am Parkplatz in der Oelmühlenstraße nahe dem Strandbad Broda und radeln zur Seestraße, die Sie rechts zum See hinunterbringt. An der Gabelung mit dem ersten Blick auf das Gewässer geht es links weiter. Am Ufer steigen Sie auf den Tollensesee-Radrundweg ein. Der Radtafel folgen Sie nach links am Strandbad Broda vorbei und immer am Nordufer entlang. Genießen Sie die herrlichen Ausblicke auf den rund 18 Kilometer langen und 10 Kilometer breiten See.
Die Uferzone um Neubrandenburg ist ein gepflegtes Naherholungsgebiet mit Rad- und Wanderwegen, Themengärten, Spielplätzen, Tiergehege, Bootsverleiher, Einkehrmöglichkeiten und Kunstwerken. Sie ignorieren die Ausschilderung Richtung Neubrandenburg-Zentrum, denn die Stadtbesichtigung heben Sie sich besser zum Abschluss auf. Sie bleiben am Ufer, schieben das Rad über die gebogene, etwas steile Oberbachbrücke und kommen so in den Kulturpark. Aus dem einst sumpfigen Gelände wurde ab den 1830er-Jahren allmählich ein Park für die Stadtbewohner angelegt.
Sie durchqueren den Kulturpark und umrunden dabei den Norden des Sees Richtung Klein Nemerow. Der Radweg führt am Jachthafen Neubrandenburgs und am beliebten Augustabad am Ostufer des Sees vorbei.
Anstiege und Abfahrten entlang des Tollensesee-Radrundwegs
Nach dem Augustabad rücken langsam Hügel ans Ufer heran. Links oberhalb des Radwegs zwischen den Bäumen ist der backsteinerne Aussichtsturm Behmshöhe sichtbar. Wer den Aufstieg nicht scheut, der wird mit einem 360-Grad-Panoramablick belohnt. Vom Parkplatz des Bads sind es etwa 500 Meter entlang der Durchfahrtsstraße, von der es dann nach rechts zum Aussichtsturm inmitten des Nemerower Holzes geht. Der Wald war in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg militärische Sperrzone. Während dieser Periode wurde der Turm vernachlässigt und er verfiel immer mehr. Am Beginn der 1990er-Jahre wurde der Turm schließlich in die Liste der Baudenkmäler von Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. 1995 folgte seine vollständige Restaurierung und der 34 Meter hohe Aussichtsturm ist seitdem wieder für Publikum von Mitte April bis Mitte November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Nach dem eventuellen Abstecher zum Turm wieder zurück am Ufer, verläuft die Route weiter durch den Wald immer im Uferbereich. Nach etwa sechs Kilometern leiten Sie die Radtafeln im Zickzack durch den idyllischen Ferienort Klein Nemerow, vorbei an der Ruine einer mittelalterlichen Klosterscheune des Johanniterordens. Mit ordentlichen Steigungen geht es danach hoch, weg vom Ufer und zwischen Wiesen und Feldern hindurch über den Golfplatz Richtung Usadel. Die Route streift das weniger interessante Tollenseheim nur am Rande und verläuft nach dem Golfplatz links, dann rechts und kurz parallel zur Bundesstraße.
Über Nonnenmühle gelangen Sie nach Usadel hinein in den östlichen Uferbereich des Lieps. Sie folgen den Radtafeln durch die Siedlung. Am Ortsrand geht die Route schräg rechts auf einem Wirtschaftsweg durch sanftes Hügelland weiter. Auf diesem Streckenabschnitt erwarten Sie noch einige An- und Abstiege, bis es allmählich wieder ans Ufer zurück und weiter nach Prillwitz geht.
Das stille Dorf am Südwestufer des Lieps hat mit seinem Jagdschloss ein architektonisches Juwel. Das geschichtsträchtige Schloss von 1886 wurde ab 2012 vollständig restauriert und kann heute als Unterkunft gemietet werden. Der kleine See Lieps ist Naturschutzgebiet und der südlichste Punkt unserer Route. Wegen der sumpfigen Bodenbeschaffenheit bei Prillwitz führt der Radweg jetzt landeinwärts und im Bogen über Zippelow und Wustrow nach Alt Rehse am Südwestufer des Tollensesees.
Zurück am Westufer: Alt Rehse
Alt Rehse ist wegen seiner Architektur bestimmt das schönste Dorf am Tollensesee-Radrundweg. Hübsche reetgedeckte Fachwerkhäuser säumen die Dorfstraßen und die denkmalgeschützte Dorfkirche mit ihrem Fachwerkturm ist ein echter Hingucker. Am Dorfteich haben Sie die Möglichkeit, eine kurze Pause am hübschen Rastplatz einzulegen. Zum Einkehren ist das Bistro Alt Rehse eine gute Adresse.
Sie durchqueren den Ort und kehren immer den Radtafeln folgend zurück ans Ufer des Tollensesees. Durch das Brodaer Holz und immer im Uferbereich radelnd, geht es auf geschwungenen Radwegen Richtung Neubrandenburg zurück. Kurz vor Broda passieren Sie noch das Belvedere. Das 1775 als Sommerresidenz errichtete Haus musste 1823 einem Haus im Stil eines griechischen Tempels weichen. Nichtsdestotrotz blieb die Bedeutung des Belvederes, »Schöne Aussicht«, erhalten, wovon Sie sich selbst überzeugen können. Denn vom Belvedere hat man einen herrlichen Blick auf den Tollensesee.
Nachdem der Radweg den Wald verlassen hat, geht es links wieder zum Parkplatz zurück. Für einen Besuch Neubrandenburgs radeln Sie aber noch einmal ein Stück am Ufer und Strandbad Broda entlang und folgen der Beschilderung ins Zentrum, denn die Stadt hat einige besondere Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Neubrandenburg entdecken
Vor der Oberbachbrücke biegen Sie links ab. Sie folgen dann dem Oberbach bis zur Durchfahrtsstraße, wo es nach rechts durch das Treptower Tor ins Zentrum der Stadt geht. Es ist eines der vier Stadttore und Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, die sich um den Stadtkern legt. Das Treptower Tor von 1400 ist mit einer Höhe von 32 Metern das höchste Stadttor und beherbergt heute eine Ausstellung zur regionalen Geschichte. Seine Architektur zeugt zudem vom Wohlstand der Stadt im Mittelalter.
Neben der beeindruckenden, vollständig erhaltenen Stadtbefestigung sind auch die Marienkirche, in der heute Konzerte abgehalten werden, und die Vierradmühle, die älteste Getreidemühle der Stadt, interessant, ebenso wie das Franziskanerkloster samt Johanniskirche und das Schauspielhaus, das in einem der letzten Fachwerkgebäude der Stadt untergebracht ist.
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