Radtouren rund um Wesel: Entdeckungstouren am Niederrhein

Wesel, eine charmante Stadt in Deutschland, bietet zahlreiche Möglichkeiten für Radtouren. Geografisch gesehen liegt Wesel im westlichen Teil Deutschlands am Rhein und ist von einer malerischen Landschaft umgeben. Für alle Fahrradliebhaber gibt es in Wesel ein gut ausgebautes Netzwerk an Radwegen. Egal ob man als Einheimischer oder Tourist unterwegs ist, hier findet jeder seine passende Strecke. Von kurzen Touren entlang des Rheins bis hin zu ausgedehnten Fahrten durch die idyllische Natur - die Auswahlmöglichkeiten sind vielfältig.

Radtour entlang des Rheins

Eine der schönsten Radtouren in Wesel führt entlang des Rheinufers. Hier kann man gemütlich auf dem gut befestigten Radweg radeln und dabei den Blick auf den majestätischen Fluss genießen. Diese Route eignet sich sowohl für Familienausflüge als auch für sportlichere Fahrerinnen und Fahrer.

Rundkurs durch das Naturschutzgebiet Hohe Mark

Ein weiteres Highlight ist der Rundkurs durch das Naturschutzgebiet Hohe Mark südwestlich von Wesel gelegen. Dieses Gebiet besticht mit seiner abwechslungsreichen Flora und Fauna sowie seinen kleinen Seen und Teichen. Auf diesem Weg kann man nicht nur die Schönheit der Natur erleben, sondern auch einige historische Sehenswürdigkeiten wie alte Mühlen oder Burgen entdecken.

Kanalradweg Wesel-Datteln

Der Wesel-Datteln-Kanal ist eine Bundeswasserstraße, die vom Rhein bei Wesel bis zum Kanalknotenpunkt in Datteln führt. Sie gehört zu den meistbefahrenen Wasserstraßen in Deutschland. Der Kanalradweg startet in den Häfen südlich von Wesel und dem renaturierten Lippemündungsdelta. Am Kanal entlang führt Euch die Tour Richtung Osten. An Hünxe und Gahlen vorbei ist Dorsten die nächste größere Stadt. Das kleine Dorf Flaesheim liegt mit Blick nach Süden vor dem riesigen Waldgebiet der Haard, die zum Naturpark Hohemark gehört. Auf der nördlichen Kanalseite führt Euch die Route bis nach Datteln. An der Schleuse unmittelbar am Dattelner Meer trifft der Kanalradweg auf das südliche Ufer.

Radtouren am Niederrhein

Für Radfahrer ist der Niederrhein ein wahres Paradies. Kaum Hügel, dafür beste Radwege und echter Naturgenuss. Genau deshalb ist die Region auch für Radfahrer so attraktiv. Die Wege führen durch Wälder und Felder vorbei an Seen und entlang von Flüssen hin zu historischen Altstädten, Museen und Märkten, Schlössern und Burgen. Über 2.000 Kilometer lang ist das Radwegenetz.

Radeln nach Zahlen

23 - 34 - 45: Was ein bisschen nach der Ziehung der Lottozahlen klingt, ist in Wirklichkeit ein clever ausgeklügeltes System für Fahrradfahrer. Am Niederrhein radeln Sie nach Zahlen. So muss man sich für seine Tour keine Ortsnamen mehr einprägen oder komplizierte Karten lesen. Nur noch ein paar Zahlen notieren, und schon geht’s los.

Das System „Radeln nach Zahlen“ kommt aus Belgien und den Niederlanden. Dort hat es ganz schnell die Runde gemacht und ist nun auch komplett am Niederrhein eingeführt. Das Radwegenetz ist einheitlich beschildert, alle Kreuzungen (Knotenpunkte) sind durchnummeriert. Unter den Wegweisern werden jeweils Richtung und Nummer der nächstgelegenen Knotenpunkte angezeigt. Sie müssen sich statt Ortsnamen nur die Nummern der Knotenpunkte der geplanten Strecke merken. Kleiner Zettel genügt, oder man schreibt die Zahlen auf den Handrücken. Erkennbar ist das deutsche System an den rot-weißen Pfeil-, Tabellen und Zwischenwegweisern. Die angrenzenden Niederlande verwenden eine grün-weiß-Kombination. Die Weiten des Niederrheins bieten Naturparks, Gewässer und Wälder, in denen es viel zu entdecken gibt. Ob Naturpark Schwalm-Nette an der niederländischen Grenze, die Bislicher Insel mit ihren tierischen Bewohnern im Auengebiet des Rheins oder das Wanderparadies Naturpark Hohe Mark.

Weitere Routentipps

  • Von Rees zur Kreisstadt Wesel und dort über den Rhein zur "gönne Kant"

Die beste Zeit für eine Radtour in Wesel

Die besten Jahreszeiten für eine Radtour in Wesel sind Frühling und Sommer, wenn alles grünt und blüht. Zu dieser Zeit ist das Wetter angenehm und die Tage sind länger, sodass man genügend Zeit hat, die Umgebung zu erkunden. Im Herbst kann man zudem das einzigartige Farbspiel der sich verfärbenden Blätter genießen.

ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein.

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

  • Deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
  • Zweimonatlich erscheinendes ADFC-Magazin mit Informationen rund um den Radverkehr
  • Vorteilhafte Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern

Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.

Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.

ADFC-Empfehlungen für Radtouren

Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.

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