Der Elberadweg: Informationen und Tipps für Ihre Radreise

Tauchen Sie ein in das unvergleichliche Erlebnis Elbe-Radweg - einer der faszinierendsten Radfernwege Europas! Auf über 1.200 Kilometern führt der malerische Radfernweg entlang der Elbe von der Quelle im tschechischen Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee. Entdecken Sie reizvolle Landschaften, durchqueren Sie historische Städte und genießen Sie die Vielfalt der Elb-Kultur.

Allgemeine Informationen zum Elberadweg

Der Elberadweg ist ein beliebter Radweg in Deutschland und Europa. Bereits Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde damit begonnen, entlang der Elbe einen Radweg auszubauen und zu beschildern. Liebevoll bezeichnen wir den Elberadweg gern als unseren Haus- und Hofradweg, denn hier am Elberadweg in Dresden begann 1997 unsere Liebesgeschichte.

Der Elberadweg beginnt nahe der Elbquelle bei Spindlermühle (CZ) und führt auf ca. 1260 km bis nach Cuxhaven, wo die Elbe in die Nordsee mündet. Der Elberadweg ist in Deutschland mit einem hellblauen "e" ausgeschildert. Zusätzlich wird die Strecke nach und nach mit dem D-Routennetz-Logo Nr. 10 markiert. Die Alternativroute ist mit D-10 A ausgeschildert.

Wichtige Informationen im Überblick:

  • Länge: ca. 1220 Kilometer
  • Anzahl Etappen: ca. 13 Etappen entlang der größten Städte in Deutschland und circa 22 Etappen entlang der ganzen Elbe
  • Dauer: ca. zwei Wochen in Deutschland
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel
  • Qualität: Laut ADFC-Radreiseanalyse 2023 belegt der Elbe-Radweg den 2. Platz unter den beliebtesten Radwegen.
  • Beschilderung: Der Elbe-Radweg in Deutschland ist mit dem Elbe-Radweg-Logo ausgeschildert.
  • Topografie/Wegbeschaffenheit: überwiegend asphaltiert
  • Höhenmeter: 2.150 Meter bergauf und 2.270 Meter bergab
  • Schönster Abschnitt: Ein besonders schöner Teil des Elbe-Radwegs befindet sich in der Sächsischen Schweiz.
  • Reisezeit: Die beste Reisezeit für eine Radreise auf dem Elbe-Radweg ist zwischen März und Oktober.

Der Elberadweg führt über meist flache, separate Radwege und ist sehr gut ausgebaut und beschildert. Etwa 80 Prozent der Strecke des gut ausgebauten und mit dem blauen „e“ markierten Elberadwegs verlaufen auf einem eigenständigen Weg. Die Oberfläche ist meist geteert oder mit einer mineralischen Decke versehen und sehr gut zu befahren. Kurze Abschnitte sind gepflastert. Ab und zu wechselt der Radweg die Flussseiten. Und dort, wo es keine Brücke gibt, setzen Fähren über.

Streckenverlauf und Highlights

Der Elberadweg beginnt in Spindlermühle in Tschechien. Auf über 850 Kilometern begleitet der Elbe-Radweg in Deutschland die faszinierende Flusslandschaft vom Elbsandsteingebirge (Region Dresden, Prina) hoch nach Norddeutschland bei Cuxhaven. Der Elberadweg verläuft großteils ohne starke Steigungen entland der Elbe.

Sehenswürdigkeiten entlang des Elberadwegs

Entlang der knapp 1.300 Kilometer langen Strecke von der Elbquelle in Tschechien bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die eine Pause oder gar einen längeren Aufenthalt vor Ort wert sind:

  • Tschechien: Elbquelle bis Bad Schandau
    • Špindlerův Mlýn: Ursprung der Elbe im Riesengebirge.
    • Hradec Králové: Malerische Altstadt, historische Marktplätze und Kirchen.
    • Litoměřice: Bischofsstadt mit Barockarchitektur.
    • Děčín: Schloss Děčín mit Rosengarten und Blick auf die Elbe.
    • Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz): Spektakuläre Felsformationen, berühmte Basteibrücke.
  • Deutschland: Sächsische Schweiz bis Magdeburg
    • Bad Schandau: Nationalpark Sächsische Schweiz, Kirnitzschtalbahn.
    • Dresden: Barocke Altstadt mit Semperoper, Frauenkirche und Zwinger (UNESCO-Weltkulturerbe), Grünes Gewölbe (Schatzkammer) und Albertinum (Moderne Kunst).
    • Meißen: Albrechtsburg, weltberühmte Porzellanmanufaktur.
    • Torgau: Schloss Hartenfels, Gedenkstätte der Reformation.
    • Lutherstadt Wittenberg: Schlosskirche (UNESCO-Welterbestätte), Lutherhaus.
    • Magdeburg: Dom St. Mauritius und Katharina (ältester gotischer Dom Deutschlands), Grüne Zitadelle von Hundertwasser.
  • Magdeburg bis Hamburg
    • Tangermünde: Mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, Burg Tangermünde.
    • Havelberg: Dom St. Marien.

Besondere Highlights entlang der Strecke

Ein besonders schöner Teil des Elbe-Radwegs befindet sich in der Sächsischen Schweiz, wo die Strecke landschaftlich ansprechend direkt am Wasser entlangführt. Von der tschechischen Grenze bei Schöna passiert der Elberadweg in der Sächsischen Schweiz die Felsenwelt des Nationalparks mit der Festung Königstein, der Felsenbühne Rathen und der berühmten Basteibrücke. Ab Pirna säumen sanfte Hügel und stattliche Schlösser den Weg. Unter der denkmalgeschützten Loschwitzer Elbbrücke, dem „Blauen Wunder“, hindurch führt die Strecke direkt ins Zentrum Dresdens.

Wunderschöne Parkanlagen nach englischem Vorbild prägen das Gesicht des Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Das UNESCO-Weltkulturerbe macht den kleinen Ort Wörlitz weltberühmt und lockt Gäste mit einer entspannten Auszeit zu Fuß, per Rad oder auf dem Wasser. Ein wahres Highlight am Elberadweg, der direkt hindurch führt.

Hier kommt man nicht um ihn herum: Martin Luther ist allgegenwärtig in Lutherstadt Wittenberg. In der Elbestadt hat er gelebt, gewirkt und gepredigt - und seine berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche genagelt. Zwischen dieser und dem Lutherhaus, das sich nur einen Kilometer weiter entfernt befindet, atmet man beim Radeln wahre Weltgeschichte ein. Ein Must-Stop am Elberadweg.

Torgau ist eine wahrlich unterschätze Stadtschönheit am Elberadweg im nördlichen Sachsen. Die ehemalige Residenzstadt sächsischer Kurfürsten wartet mit einer der schönsten Altstädte entlang der Elberadreise. Absolutes Highlight: Schloss Hartenfels mit dem Wendelstein und Hausmannturm.

Bereits von Weitem thront der Burgberg mit Albrechtsburg und Dom über der Landschaft und zeigt Radreisenden ihr nächstes Ziel. Meißen ist die Wiege Sachsens und verbindet zwei Genusswelten miteinander: Sächsischen Wein und das weltberühmte Meißner Porzellan. Beides will unbedingt entdeckt werden.

In der Elbmetropole Dresden radelt es sich entlang der Elbe bequem durch die Stadt und man nimmt dabei fast alle Highlights der Stadt direkt mit. Die Altstadt mit Zwinger und Frauenkirche, die Neustadt mit Barock- und Szeneviertel, Elbschlösser, Blaues Wunder, Pillnitz: All das lässt sich direkt vom Rad aus entdecken. Tipp: Eine Pause an mindestens einem der Biergärten an der Strecke ist ein Muss.

Der Elberadweg in Hamburg

Das Hamburger Teilstück zeichnet sich durch eine Vielseitigkeit aus, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnte: Grünes Marschland und Elbmetropole, seltene Vögel und große Schiffe, Bauernhöfe und Hafenspeicher, Altarme der Elbe und Hochwasserschutzdeiche am großen Strom. Bei alledem ist der Verlauf des Elbe-Urstromtales an vielen Stellen erkennbar. Im südöstlichen Teil Hamburgs, den Vier- und Marschlanden, werden die Alternativrouten "Natur" und "Kultur" angeboten.

Die südliche "Natur-Route" führt autofrei durch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen und über den Damm der ehemaligen Marschbahn. Die nördliche "Kultur-Route" dagegen führt entlang größtenteils schmaler Straßen durch Ortsteile, die noch über weite Strecken den dörflichen Charakter dieses Teiles von Hamburg erkennen lassen. Entlang der Kultur-Route gibt die Landschaft immer wieder den Blick frei auf die Dove-Elbe, einen Nebenarm des großen Stroms und beliebtes Gewässer für den Sonntagsausflug der Hamburger mit Kajak oder Kanu.

Wer am südlichen Flussufer auf niedersächsischem Gebiet in Richtung Hamburg unterwegs ist, der setzt bei Hoopte (Teil der Gemeinde Seevetal) mit der Elbfähre nach Zollenspieker über und gelangt über eine Stichverbindung zum ehemaligen Marschbahndamm durch die Vier- und Marschlande.

Ab der Mündung der Dove-Elbe in die Norderelbe verläuft die Route entlang des ehemaligen Elbwasserwerkes Kaltehofe, durch die City Süd, entlang der Speicherstadt und den Landungsbrücken entlang des nördlichen Ufers der Norderelbe, das zahlreiche Abstecher zu interessanten Zielen im Hamburger Zentrum ermöglicht. Es wird v. a. ein Besuch des HafenCity-Infozentrums empfohlen, das anschaulich die Planung und Umsetzung der geplanten Stadterweiterung zwischen Speicherstadt und Norderelbe erläutert. Eine Variante der Route führt in einem Bogen durch die Innenstadt zur Außenalster und wieder zurück zur Elbe.

Im westlichen Teil von Hamburg besteht abermals die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Alternativrouten: Bleibt man auf der nördlichen Seite der Elbe, so führt die Route weiter entlang des topografisch bewegten Ufers (Geesthang) meist direkt am Wasser über die touristischen Glanzlichter Neumühlen (Museumshafen), Övelgönne (Kapitänshäuser), Teufelsbrück (Jenischpark), Blankenese (Treppen- und Villenviertel am Elbhang) und Wittenbergen (Elbstrand) bis nach Wedel.

Ab Rothenburgsort wurde in 2014 eine verkehrsarme Führung entlang der Wasserkante des Oberhafens fertig gestellt und der Radweg ist seitdem gut befahrbar. Auf Teilabschnitten des Baumwalls wird der Elberadweg auf Radfahrstreifen geführt. In der Großen Elbstraße besteht abschnittsweise grobes, schlecht befahrbares Pflaster.

In Övelgönne, zwischen Neumühlen und dem "Alten Schweden"/ Hans-Leip-Ufer gibt es eine 1,0 km lange Schiebestrecke, auf der Radfahren nicht zulässig ist; eine Umfahrung ist möglich über die oben am Hang liegende Elbchaussee (ohne Radweg oder-streifen), ab Kaistraße bis Övelgönner Hohlweg (gegenüber Halbmondstraße), oder mit der Fähre von Neumühlen mit umsteigen in Finkenwerder bis Teufelsbrück.

Am Falkensteiner Ufer westlich Blankenese ist eine Fahrradstraße eingerichtet. Kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze besteht eine Treppe mit Schieberille, wo vom Elbufer aus etwa 10 Höhenmeter bewältigt werden müssen (elbabwärts: treppauf, elbaufwärts: treppab). Eine (ebenfalls steile) Umfahrung ist möglich ab Falkensteiner Ufer, Wittenbergener Weg, Tinsdaler Kirchenweg. Hier müssen auf kurzer Strecke 35 Höhenmeter bewältigt werden, aber dies ist ohne Treppe möglich.

Möchte man die Tour am südlichen Elbufer fortsetzen, so setzt man ab Teufelsbrück mit der HADAG-Fähre zum Nahverkehrstarif nach Finkenwerder über. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Von Finkenwerder aus gelangt man über Cranz in das Alte Land, das als größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet besonders zur Blütezeit sehr attraktiv ist. Interessant und sehenswert sind aber auch die z. T. imposanten typischen Bauernhäuser des Alten Landes.

Wenn Sie Ihre Radwanderung variieren möchten, stehen Ihnen für eine Verknüpfung der Nordroute mit der Südroute elbabwärts die Elbfähren Blankenese - Cranz / Neuenfelde, Schulau - Lühe und Glückstadt - Wischhafen zur Verfügung.

Tipps für Ihre Radreise

Die gesamte Umgebung entlang des Elberadwegs ist touristisch gut erschlossen. Somit ist auch die Infrastruktur für Radreisende sehr gut. Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze gibt es fast überall, ebenso wie gute Restaurants und Imbissbuden. Vorsicht: Gerade in den Sommermonaten sollten Reisende auf der beliebten Radroute sicherheitshalber ihre Unterkunft reservieren.

Die Leistungsfähigkeit von Radreisenden ist völlig unterschiedlich ausgeprägt. Sehr sportliche Fahrer können die rund 1.300 Kilometer lange Strecke vielleicht sogar in einer Woche zurücklegen. Gehen wir aber davon aus, dass 70 Kilometer pro Tag ein ausreichendes Pensum sind, und auch für Besuche der vielen Sehenswürdigkeiten ein wenig Zeit investiert wird, dann wären wohl gut zwei Wochen eine ordentliche Reisezeit. Man kann die gesamte Strecke also in sieben bis 14 oder gar 20 Etappen aufteilen. Fährt man nur 40 Kilometer pro Tag, dann kommen schnell auch 30 und mehr Etappen zusammen.

Kultur-Fans können natürlich noch viel mehr Zeit entlang des Elberadwegs verbringen. Allein in den großen Städten wie Dresden oder Hamburg lohnt es sich, die Pause auf einige Tage auszudehnen.

Auch hier lässt sich sagen, dass die Infrastruktur entlang der Strecke sehr gut ist. In den meisten Städten werden Radreisende Fahrradläden mit Werkstätten finden. Man sollte sich allerdings auf Wartezeiten einstellen. Entlang des Elberadweges gibt es viele E-Bike-Ladestationen.

Wegen seiner größtenteils sehr guten Wegbeschaffenheit lässt sich der Elberadweg als idealer Radweg für Genießer, Freizeitsportler und Ausflügler beschreiben. Er zeichnet sich durch überwiegend asphaltierte und autofreie Wege aus und eignet sich damit auch für Radtouren mit Kindern sehr gut.

Streckencharakteristik

  • Streckenlänge gesamt: 1.300 Kilometer
  • Beste Reisezeit: März bis Oktober
  • Charakter: Genussreise entlang der Elbe, mit kulturreichen Städten, jeder Menge Natur und sehr guter Infrastruktur.

Der Elberadweg steht nicht ohne Grund mit an der Spitze der Beliebtheitsskala deutscher Radrouten, er bietet die optimale Mischung aus Natur und Kultur. Dazu ist die Strecke nahezu flach und auch die Wegbeschaffenheit ist sehr gut. Daher ist der Elberadweg sowohl für sportliche Radfahrer als auch für Familien und Kulturinteressierte geeignet.

Die Infrastruktur für Radreisende lässt keine Wünsche offen. Überall finden sich Hotels, Pensionen, Campingplätze, Restaurants und Imbissbuden. Der Weg führt fast immer direkt am Fluss entlang, sodass Radler sich an heißen Tagen jederzeit mit einem Bad abkühlen können.

Weitere Informationen

Für weitere Informationen zum Elberadweg empfehlen wir folgende Ressourcen:

  • Beschreibung des Elberadweges von Bad Schandau bis Dessau: www.elberadweg.de
  • Fahrradfreundliche Unterkünfte in Bett und Bike-Betrieben in Hamburg

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0