Der Teltowkanal bietet eine wunderschöne Strecke für Radfahrer, die sowohl Natur als auch Geschichte erleben möchten. Eine der schönsten Radtouren in Teltow führt entlang des Teltowkanals. Dieser historische Kanal erstreckt sich über 38 Kilometer und verbindet Berlin mit dem Fluss Havel. Entlang des Kanals gibt es gut ausgebaute Radwege, die perfekt für entspannte Fahrten sind. Während dieser Tour können Sie die idyllische Atmosphäre des Wassers genießen und gleichzeitig das beeindruckende Panorama der Umgebung bewundern.
Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten
Startpunkt und erste Etappe
Nehmen Sie am Bahnhof Südkreuz den Ausgang Hildegard-Knef-Platz und fahren Sie dann draußen nach links immer am Gebäude lang; so kommen Sie zu einer Fußgängerbrücke, die über den Sachsendamm und die Autobahn führt und als Radweg weiterläuft. Der Munsterdamm wird zur Halskestraße und diese zum Siemensdamm. Gleich zu Anfang des Siemensdamm kreuzt ein Kanal Ihren Weg - das ist der Teltowkanal. Sie biegen VOR dem Kanal rechts in den schmalen, geteerten Weg ein. Bald darauf müssen Sie diesen kleinen Weg leicht links abbiegen, um am Wasser zu bleiben. Und dann geht er ewig am Teltowkanal lang!
Entlang des Teltowkanals
Am Ende stoßen Sie auf eine Straße, die Zeppelinufer heißt und in die Oderstraße übergeht; diese fahren Sie südwestwärts, also in der selben Windrichtung weiter wie bisher. Es geht jetzt eine ganze Weile auf einem straßenbegleitenden Radweg geradeaus durch eine Art Gewerbegebiet. Sie bleiben stur drauf. Irgendwann macht die Straße einen runden Linksbogen, an deren Ende Sie rechts abbiegen in die Wilhelm-Külz-Straße. Jetzt geht es ewig geradeaus (Bäkedamm, Potsdamer Allee). Irgendwann kommen Sie an einem kleinen Friedhof vorbei, der rechterhand liegt. Kurz danach kommt ein kleiner Kreisverkehr. Fahren Sie hier weiter geradeaus.
Abzweigungen und besondere Orte
Etwa nach 300 m gibt es zwei beschilderte Radwege, einer läuft weiter an der Straße entlang, einer zweigt leicht links ab - DIESEN nehmen Sie. Nun fahren Sie leicht rechts in die Jagdhausstraße, überqueren geradeaus die nächste große Straße, sind dann in der Steinstraße; Sie fahren sie, bis sie einen Linksknick macht, bleiben aber geradeaus und sind dann auf „An der Parforceheide“; diese geht recht bald über in einen reinen Radweg. Am Ende überqueren Sie eine Straße und dann eine Brücke über ein Gleis und sind auf der Stahnsdorfer Straße. Bald treffen Sie auf die August-Bebel-Straße und biegen rechts in sie ein. Nach nur ca 300 m macht sie einen leichten Linksknick und wird dort zur Karl-Marx-Straße. Fahren Sie diese bis zum Ende durch, dann kommen Sie am Schlosspark Babelsberg an.
Fahren Sie ein kleines Stück rechts runter und dann wieder links, in den Park hinein. Nun können Sie immer am Wasser lang durch diesen super Park radeln und haben jede Menge Gelegenheit für tolle Ausblicke links und rechts. Halten Sie sich auch gegen Ende des Weges immer am Wasser lang, dann treffen Sie auf einen Ausgang des Parks und dort auf einen Weg, der Sie sofort weiter entlang der Havel führt. Sie folgen jetzt immer dem Hauptweg, sind irgendwann rechts vom Hauptbahnhof und treffen am Ende auf eine große Straße. Kurz danach teilt sich wieder die Straße, Sie nehmen die linke (Breite Straße). Am Ende stößt sie auf die Zeppelinstraße, die fahren Sie links und gleich wieder rechts, in die Geschwister-Scholl-Straße; gradeaus durch, dabei überqueren Sie auch ein Gleis, ab da heißt es es Werderscher Damm. Fahren Sie ihn ca 1 km lang und achten Sie dann auf einen Weg, der rechts abzweigt, den Fuchsweg; den nehmen Sie. Am Ende geht er leicht rechts, dann wieder leicht links, dann wieder rechts (hier können Sie sich auch an die Radrouten-Schilder halten). Wenn Sie alles richtig gemacht haben, bis Sie nach kurzem auf einem schmalen ungeteerten Weg am Wasser lang, der direkt zu einer langen Brücke über die Havel führt.
KZ-Außenlager Lichterfelde
In der Wismarer Straße 26-36 am Teltowkanal befand sich seit Juni 1942 das KZ-Außenlager Lichterfelde. Die Häftlinge aus dem umzäunten Barackenlager mussten für die Berliner SS-Dienststellen zur Verfügung stehen und Bau- sowie Aufräumarbeiten nach Bombenschäden leisten. Sollten Sie das Denkmal des KZ-Außenlagers Lichterfelde (ehemals Wismarer Straße 26-36) besuchen wollen, empfehlen wir Ihnen, die Tour am S-Bhf. Osdorfer Straße zu beginnen und nach dem Abstecher zur Wismarer Straße über den Ostpreußendamm an den Mauerweg zu fahren.
Der Mauerweg
Generell ist diese Strecke ein Teil des Berliner Mauerweges, eines ca. Auf diesem kann man 160 km rund um Berlin dem ehemaligen Grenzverlauf folgen. Die Strecke verläuft anfangs westlich der Grenze auf ehemaligem DDR-Gebiet bis zum Teltowkanal und von dort am Wasser entlang zur Knesebeckbrücke. Hier wechselt der Weg auf das andere Ufer. An der Benschallee finden Sie einen Gedenkstein für „die Opfer der Teilung Deutschlands“. Hier verlässt der Mauerweg die Grenzlinie und führt nach Norden bis zum Königsweg, der erst kurz vor dem West-Berliner Kontrollpunkt Dreilinden mit der politischen Grenze, wenn auch nicht mit dem Verlauf der Mauer zusammenfällt.
Gedenkstätten und Erinnerungsorte
Ein Gedenkstein „für ein unbekanntes Maueropfer“ erinnert an Roland Hoff, der am 29. August 1961 gegenüber der Lichterfelder Wupperstraße durch den Kanal nach West-Berlin schwimmen wollte. DDR-Grenzsoldaten gaben fast 30 Schüsse auf den 27-Jährigen ab. Hoff wurde am Kopf getroffen und versank im Wasser. Am 26. April 1963 fand in der Nähe ein weiterer Fluchtversuch statt. Auch der 20 Jahre alte Peter Mädler versuchte, durch den Teltowkanal nach West-Berlin zu schwimmen. In den frühen Morgenstunden wurde er von DDR-Grenzposten bemerkt, die das Feuer auf ihn eröffneten. Mädler wurde tödlich getroffen. Die Feuerwehr barg seinen Leichnam später auf DDR-Territorium.
In diesem Abschnitt des Mauerwegs wird in der Paul-Gerhardt-Straße an Klaus Garten, am südlichen Ufer des Teltowkanals (DDR, heute: Teltow, Brandenburg) zwischen Max-Sabersky-Alle und Zehlendorfer Straße an Roland Hoff und Günter Seling, an der Zehlendorfer Straße und Knesebeckbrücke an Peter Mädler und Karl-Heinz Kube erinnert, die an der Grenze zu West-Berlin von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurden.
An der Königswegbrücke zeigt eine Infotafel zum Berliner Mauerweg mehrere Fotos, um die historische Situation in Erinnerung zu rufen. Von hier lohnt sich ein fünfminütiger Fußweg zum ehemaligen sowjetischen Panzerdenkmal, das nach dem Mauerfall 1992 von Eckhard Haisch in ein Kunstwerk verwandelt wurde. In dem erhaltenen „Führungspunkt“ der ehemaligen Grenzübergangstelle Drewitz (DDR) hat der Verein Checkpoint Bravo e.V. die Erinnerungs- und Begegnungsstätte Drewitz-Dreilinden eingerichtet. Die Ausstellung „FREUNDwärts - FEINDwärts“ vor und im ehemaligen Kommandantenturm schildert Ereignisse und Lebenswege, die sich mit diesem Grenzort verbinden. Ein Grenzlehrpfad im Freigelände mit originalen Bauteilen und Fundstücken veranschaulicht den Aufbau der Grenzanlagen.
Weitere Streckenabschnitte und Sehenswürdigkeiten
- Königsweg und Grenzübergang Drewitz: Jenseits der Autobahn A115 verläuft der Königsweg weiter entlang der politischen Grenze; die Sperranlagen erstreckten sich in diesem Abschnitt südlich der alten Autobahntrasse. Die alte Autobahn führte nach Albrechts Teerofen, wo bis 1969 der „Kontrollpunkt Dreilinden/Checkpoint Bravo“ lag. Dort sehen Sie auf einer Infotafel des Mauerwegs historische Bilder vom Grenzübergang. Die Raststätte und Reste des Kontrollpunkts sind noch erhalten.
- Hermann Döbler: In der Nähe wurde 1965 der 42-jährige West-Berliner Hermann Döbler erschossen, als er mit seinem Sportboot auf dem Teltowkanal versehentlich in das DDR-Grenzgewässer geriet. An Hermann Döbler und Holger H.
- S-Bahnhof Griebnitzsee: Vom alten Grenzübergang gelangen Sie über die Nebenstrecke zum Hauptweg zurück. Er bringt Sie durch die Bäke-, Neue Kreis- und Stubenrauchstraße zum S-Bahnhof Griebnitzsee, dem ehemaligen Bahnübergang für Transitreisende.
- Steinstücken: Am Kreuzungspunkt von Haupt- und Nebenstrecke führt außerdem ein Stichweg in die West-Berliner Exklave Steinstücken. Sie gehörte mit ca. 200 Bewohnern zum amerikanischen Sektor Berlins, lag aber im Gebiet der DDR. Symbolisch wurden dort drei Militärpolizisten der US-Army stationiert; das Army Aviation Detachment Berlin hielt einen Hubschrauber für Luftkontakte bereit. Erst 1972 konnte die Verbindungsstraße nach Steinstücken von West-Berlin übernommen und ausgebaut werden. Eine Infotafel zum Mauerweg, der Gedenkort für Willi Marzahn am Königsweg und das Hubschrauber-Denkmal an der Teltower Straße erinnern dort an die historische Situation.
- Willi Marzahn: Der 21-jährige Willi Marzahn war Unteroffizier der Nationalen Volksarmee der DDR, als er am 19. 1966 mit einem Kollegen nach West-Berlin fliehen wollte. Als sie von Grenzposten entdeckt wurden, kam es zum Feuergefecht. Willi Marzahn wurde tödlich getroffen; seinem Freund gelang die Flucht nach West-Berlin.
- Peter Hauptmann: Peter Hauptmann wurde am 3. Mai 1965 ohne Fluchtabsicht im Grenzgebiet vor seinem Haus in der Stahnsdorfer Straße erschossen.
Weitere Informationen zur Strecke
Streckeninfos und Varianten
Die folgenden 15 Kilometer können Sie bequem halbieren, wenn Sie über die Berlepschstraße zum S-Bhf. Zehlendorf fahren. An der Benschallee verlässt der Mauerweg den Grenzstreifen und führt über den Königsweg nach Kohlhasenbrück. Über die ehemalige Autobahntrasse und die noch erhaltene Brücke können Sie aber auch den alten DDR-Grenzübergang Nowawes/Dreilinden und Albrechts Teerofen ansteuern. Von dort gelangen Sie auf einer ausgebauten Nebenstrecke im Verlauf des Kremnitzufers zum Hauptweg zurück. Am Kreuzungspunkt beginnt der Stichweg Richtung Steinstücken.
Teltowkanalaue
Ein ambitioniertes Projekt wurde vor 20 Jahren auf den Weg gebracht: Gemeinsam sollten die Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf (TKS) einen durchgängigen Fuß- und Radweg entlang des Teltowkanals schaffen, so der damalige Vorschlag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der Trassenkorridor der "Teltowkanalroute" beginnt an der nordöstlichen Grenze der brandenburgischen Stadt Teltow zum Land Berlin. Er verläuft überwiegend entlang des Teltowkanals durch die Stadtteile Lichterfelde, Lankwitz und Steglitz (Bezirk Steglitz-Zehlendorf). Im östlichen Bereich von Steglitz verlässt der Korridor den Verlauf des Kanals und durchschreitet in nördliche Richtung Wohngebiete in Richtung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.
Die Machbarkeitsuntersuchung ist abgeschlossen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die "Teltowkanalroute" machbar ist und einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor aufweist. Die einzelnen Abschnitte und Routenvarianten wurden miteinander verglichen und eine derzeitige Vorzugstrasse empfohlen. Die Route umfasst etwa 8,8 Kilometer. Die Radschnellverbindung "Teltowkanal-Route" befindet sich in der Vorplanung.
Highlights in Teltow
Ein weiteres Highlight für Fahrradliebhaber ist der Mauerweg-Radweg in Teltow. Dieser Weg folgt dem ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer und ermöglicht es den Besuchern, auf geschichtsträchtige Weise durch die Region zu radeln. Hier haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Denkmäler und Gedenkstätten zu besuchen sowie atemberaubende Ausblicke auf das Umland zu genießen. Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Teltow sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Natur ihre volle Pracht entfaltet hat. Zu dieser Zeit blühen auch viele Blumen entlang der Routen, was Ihre Reise noch schöner macht.
Abgesehen von diesen beiden Hauptattraktionen gibt es noch viele weitere Orte zum Radfahren in Teltow. Der Stahnsdorfer Dammweg ist eine beliebte Strecke, die durch malerische Felder und Wälder führt. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch einen Ausflug in den Naturpark Nuthe-Nieplitz unternehmen, der sich südlich von Teltow erstreckt. Hier finden Sie zahlreiche Radwege, die durch unberührte Landschaften führen.
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