Radweg Brenner-Innsbruck: Etappen und Erlebnisse

Eine zauberhafte Radreise erwartet Sie, auf der Sie neben Tirols Landeshauptstadt Innsbruck und Südtirols Kapitale Bozen auch den größten See Norditaliens und das wunderschöne Verona erleben. Von den Bergen bis an den Gardasee und weiter nach Verona, eine wunderbare Radtour die an der österreichischen Grenze am Brennerpass beginnt: Sie radeln bergab durch alte Dörfer und vorbei an Burgen und grünen Wiesen in Südtirol. Entlang der Etsch erreichen Sie die Region Venetien mit Aufenthalten am Gardasee und in Verona, die Stadt der Opernfestspiele und des berühmtesten Liebespaares der Welt (Romeo & Julia).

Anforderungen und Streckenverlauf

Einfaches Radeln in meist flachem Gelände, mit nur einigen kurzen Steigungen. Wenig anstrengend, geeignet für alle. Die Radstrecke folgt überwiegend dem Eisack- und dem Etsch-Radweg. Auf der Weiterfahrt vom Gardasee nach Verona verläuft die Route hauptsächlich auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Bei den Ein- und Ausfahrten der Städte ist wegen des Verkehrs etwas Vorsicht geboten, vor allem in der Gegend von Verona. Geradelt wird zu 95 % auf befestigten Wegen. An den Tagen 2, 3, 4 und 5 besteht die Möglichkeit, die jeweilige Etappe mit dem Zug zu verkürzen. Außerdem gibt es an allen Tagen eine Zugverbindung zwischen den jeweiligen Übernachtungsorten.

Insgesamt legen Sie während dieser Radreise auf einem der schönsten Radwege Italiens eine Distanz von ca. 255 km zurück.

Etappen der Radreise

1. Tag: Individuelle Anreise nach Innsbruck

Im Laufe des Tages reisen Sie individuell in die zu Füßen des Karwendelgebirges gelegene Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck an. Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung, und aufgrund der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, die Innsbruck zu bieten hat, würden wir empfehlen, so zeitig wie möglich anzureisen, damit Ihnen noch genug Zeit für einen ausgedehnten Stadtbummel bleibt. Keinesfalls verpassen dürfen Sie natürlich das weltberühmte Goldene Dachl am Neuen Hof, aber auch die gesamte Altstadt, die prachtvolle Maria-Theresien-Straße mit der Annasäule und die Hofburg, in der einst die Habsburger residierten, sind sehr sehenswert. Und vielleicht reicht die Zeit sogar noch für einen Besuch bei der bekannten, etwas oberhalb der Stadt gelegenen Bergiselschanze, auf der traditionell das dritte Springen der Vierschanzentournee ausgetragen wird. Zum Ausklang des ersten Abends bietet sich schließlich ein zünftiges Abendessen an, denn auch die zahlreichen kulinarischen Leckerbissen Tirols, zu denen beispielsweise Speckknödel, Tiroler Gröstl, eine typische Brettljause und Schlutzkrapfen gehören, möchten verkostet werden.

2. Tag: Innsbruck - Brenner - Brixen (Transfer + ca. 55 km)

Zu Beginn der heutigen ersten Etappe bringt Sie ein ca. 45-minütiger Transfer auf den Brennerpass. Von dort radeln Sie auf dem Eisacktalradweg und der Strecke Brenner-Sterzing durch das Wipptal nach Brixen. Auf dem ausgeschilderten Radweg geht es teils eben und leicht ansteigend durch malerische Dörfer bis zur Festung Franzensfeste. Vorbei am Vahrner See, radeln Sie zum traditionsreichen Kloster Neustift und gelangen schließlich nach Brixen, wo Sie heute übernachten werden.

3. Tag: Brixen - Bozen (ca. 45 km)

Die Etappe nach Bozen ist ziemlich kurz, so können Sie sich einen Zwischenstopp im Künstlerstädtchen Klausen mit seinem imposanten Klosterhügel Säben gönnen, ehe Sie in Bozen eintreffen. Südtirols Landeshauptstadt erwartet Sie mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten - darunter beispielsweise die berühmten Bozner Lauben und das Ötzi-Museum.

4. Tag: Bozen - Trient, ca. 65/70 km

Die heutige Etappe führt Sie am Ufer der Etsch entlang, vorbei an den Obstgärten und Weinbergen, für die das Südtiroler Unterland bekannt ist. Wenn Sie nichts gegen eine kleine sportliche Herausforderung einzuwenden haben und sich für die hügeligere Variante entscheiden, radeln Sie am schönen Kalterer See vorbei nach Trient. Sollten Sie es ruhiger angehen lassen wollen, können Sie alternativ auch auf dem Etschtal-Radweg bleiben und der Etsch auf völlig flacher Strecke nach Trient folgen. Beide Varianten lassen Sie auf etwa halber Strecke in Salurn eintreffen, wo die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen Südtirol und dem italienisch sprachigen Trentino verläuft. Entlang der Strecke befinden sich außerdem mehrere Bahnhöfe, sodass Sie die Etappe auf Wunsch mit dem Zug verkürzen können (in Eigenregie, Fahrtkosten nicht im Reisepreis enthalten).

5. Tag: Trient - Desenzano/Peschiera (ca. 50 km + Schifffahrt)

Entlang der Etsch radeln Sie zunächst nach Rovereto, wo das berühmte Museum für zeitgenössische Kunst besichtigt werden kann. Von dort aus geht es mit einem ordentlichen Anstieg, der Sie auf den Pass San Giovanni führt, westwärts weiter zum Gardasee. Auf der Passhöhe bietet sich Ihnen eine wunderschöne Aussicht, und während der rasanten Abfahrt hinunter ins Tal können Sie traumhafte Blicke auf den Gardasee und die Stadt Torbole genießen. Einige Kilometer weiter ist dann Riva, und damit das Ziel Ihrer heutigen Radetappe, erreicht. Nun steht Relaxen auf dem Programm, denn den Weg zur südlichen Spitze des Gardasees, an der Sie heute übernachten werden, legen Sie ganz bequem per Schiff zurück (Fahrtdauer ca. 4,5 Stunden).

6. Tag: Desenzano/Peschiera - Verona, ca. 60/35 km

Nachdem die vorangehende Etappe von den sanften Hügeln rund um den Gardasee geprägt war, wird es heute wieder gemütlicher, denn Sie kehren auf den Etschtal-Radweg zurück, dem Sie auf flacher Strecke nach Verona folgen. Ihr heutiger Übernachtungsort, der zu den wichtigsten Städten des Veneto zählt, ist als Heimatort von Romeo und Julia bekannt und lockt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören beispielsweise die römische Arena, in der die bekannten Festspiele veranstaltet werden, die Kirche von San Zeno und das Haus der Julia.

7. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Nach dem Frühstück endet Ihre Radreise offiziell. Wenn Sie aber gerne noch etwas mehr Zeit hätten, um das wunderschöne Verona ausgiebig zu erkunden, buchen wir selbstverständlich gerne Zusatznächte für Sie, damit Sie Ihren Urlaub individuell verlängern können.

Der Eisackradweg

Den Eisackradweg starten Sie sinnvollerweise in Innsbruck, weil Sie hierhin mit der Bahn anreisen können. Die Etappe bis zum Brenner lässt sich bequem mit der S-Bahn bewerkstelligen. Wunderschön verläuft die Route dann auf asphaltierten Wegen auf einer stillgelegten Bahnlinie durch die Alpenlandschaft. Immer wieder durchqueren Sie Tunnels und es geht bergab in die ehemalige Fuggerstadt Sterzing.

Vom Brenner führt der Eisackradweg auf einer stillgelegten Bahnlinie zur Fuggerstadt Sterzing. Danach folgt der Radweg sehr modulirrend dem Eisacktal zur Franzensfeste. Etappenlänge: ca. Von Brixen aus folgt der Radweg dem Ufer des ständig voluminöser werdenden Eisack bergab. Wir radeln durch Klausen und folgen dem Tal auf abenteuerlichen Radwegen. Auf einer umfunktionierten Bahnline durchfahren wir mehrere Tunnels bis Bozen. Etappenlänge: ca.

Alternative Routen und Abschnitte

Von Gries aus schaffen wir uns auf der viel befahrenen Bundesstraße zum Brenner hoch. Danach beginnt ein sehr schöner Radweg auf einer alten Bahnlinie. Durch Tunnels erreichen wir den Talboden. Über Sterzing radeln wir am Hang des Eisacks über Mittewald zur Franzensfeste. Etappenlänge: ca. Ein schöner Radweg folgt modulierend - heißt es geht mal rauf und mal runter - dem Eisacktal bis zur Franzensfeste.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Leider wird auf dieser Etappe viel gebaut. An der Festung zweigt der Eisackradweg nach rechts ab und erreicht die Höhen oberhalb von Brixen. Durch Weinberge und Obstanlagen geht es dann hinunter ins alte Zentrum. Auf einem perfekt ausgebauten Radweg, dessen Trasse oft freitragend mit in den Fels gebohrten Trägern geführt wird, radeln wir weiter. Weitere Burgen säumen das Tal.

Wir wechseln auf die linke Talseite und folgen dort einer still gelegten Bahnline durch Tunnels. Die Altstadt von Bozen ist wunderschön. Das geschlossene Stadtbild strahlt die früherere Bedeutung der alten Stadt aus.

Der Dolomiten-Radweg

Heute folgen Sie dem Radweg auf der ehemaligen Dolomitenbahn durch das Höhlensteintal vorbei am Toblacher See und dem Kriegerfriedhof, der an den Ersten Weltkrieg erinnert. Kurz darauf eröffnet sich ein einzigartiger Panoramablick auf die Felsformation der Drei Zinnen, bevor Sie den Dürrensee erreichen. Leicht ansteigend führt der Radweg zur Grenze der beiden Provinzen Bozen und Belluno. Nun rollen Sie auf der ehemaligen Bahntrasse gemütlich bergab und erreichen die Dolomitenstadt Cortina d?Ampezzo mit ihrer traumhaften Bergkulisse. Das ehemalige Bergdorf trägt auch den Beinamen ‑Königin der Dolomiten‑, genießt man doch von hier einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Bergwelt. So verwundert es nicht, dass sich die kleine Gemeinde bereits im 19. Jhd.

Optionen für An- und Abreise

  • Mit der Bahn: Bahnanreise nach Innsbruck Hauptbahnhof
  • Mit dem Flugzeug: Low-cost Flüge zum Flughafen Innsbruck, Treviso oder Venedig Marco Polo.

Bahn: Gute Zugverbindungen von Venedig/Festland nach Innsbruck (www.bahn.de)

Hinweise zur Streckenführung

Die anspruchsvollsten Abschnitte über die Alpen (Innsbruck - Brenner) kann man mit der Bahn abkürzen und die Strecke von Toblach nach Cortina D’Ampezzo auf dem Radweg entlang der einstigen Bahntrasse ohne Schwierigkeiten radeln.

Der Brennerpass mit einer Seehöhe von 1370 m ü. M. ist der niedrigste und bereits von den Römern viel benutzte Pass über den Alpenhauptkamm.

In Sterzing endet der Abschnitt auf der ehemaligen Bahntrasse. Steigungen, die jedoch kaum ins Gewicht fallen.

Unterkünfte

Während dieser Tour übernachten Sie in 3- und 4-Sterne-Hotels. Alle Zimmer sind mit Dusche/WC ausgestattet. In den meisten Hotels verfügen die Zimmer auch über eine Klimaanlage ausgestattet; diese kann in einigen kleineren Hotels und Hotels in den Gebirgsorten Norditaliens jedoch manchmal fehlen.

Kosten

Folgende Tabelle zeigt die Kosten für die Tour, inklusive Doppel- und Einzelzimmer:

Kategorie Doppelzimmer inkl. Einzelzimmer inkl.
Kat. I [Preis_Doppelzimmer_KatI] [Preis_Einzelzimmer_KatI]
Kat. II [Preis_Doppelzimmer_KatII] [Preis_Einzelzimmer_KatII]

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