Radweg Dietfurt Kelheim: Eine malerische Route durch das Altmühltal

Erleben Sie eine unvergessliche Radtour von der Altmühl an die Donau, die Sie durch einige der schönsten Landschaften Bayerns führt. Diese Route verbindet Naturerlebnisse mit kulturellen Highlights und historischen Stätten.

Dietfurt: Startpunkt der Reise

Nachdem der Main-Donau-Kanal die Altmühl in sich aufgenommen hat, macht der Radweg im Altmühltal Station in der Siebentälerstadt Dietfurt, inmitten zahlreicher Wasserläufe. Wie die Dietfurter das Wasser nutzten, zeigen das Altmühltaler Mühlenmuseum und das Museum im Hollerhaus.

Der "Altmühlradweg" verlässt "Dietfurt" entlang der "Hauptstraße" in Richtung "Mühlbach". Erst unterqueren Sie die Umgehungsstraße und radeln danach wieder leicht bergauf in Richtung "Mühlbach". Danach geht es in einer Allee bergab nach Mühlbach. "Mühlbach" liegt etwas oberhalb von "Dietfurt" hinter dem Wolfsberg. Beim Ort entspringt eine der größten Karstquellen Bayerns, der zu einem Quellteich angestaut ist.

Der Fahrradweg folgt auf einem gewalzten Radweg erst einem Reststück des früheren "Ludwig-Main-Donau-Kanal", dann dem "Main-Donau-Kanal". Das Tal wird nun optisch schmäler, die Berge höher. "Meihern" ist der nächste Ort am Weg. Auf der Ebene darüber stand einst die Spornburg "Flügelsberg", die aber zwei Mal gänzlich zerstört wurde. Es sind nur noch Mauerreste aus dem 12. und 16. Jahrhunderts erhalten.

Der "Altmühlradweg" bleibt am linken Ufer und führt Im Tal weiter. Wer nach "Deising" radeln will, muss auf der Brücke die Altmühl (Main-Donau-Kanal) überqueren. "Deising" liegt auf der radwegfreien Seite des "Main-Donau-Kanals".

Entlang des Main-Donau-Kanals

An der Schleuse Dietfurt trifft man auf die 1. Station des Archäologieparks Altmühltal, der bis Kelheim parallel zum Radweg verläuft. An insgesamt 18 verschiedenen Stationen des Archäologieparks können Sie naturgetreu nachgebildete Rekonstruktionen keltischer Gebäude sehen.

Entlang dem Altmühlradweg passieren Sie ein ausgedehntes Stück des noch erhaltenen Ludwig-Main-Donaukanals, der sichtlich zu einem Biotop geworden ist. Oberhalb von "Untereggersberg" erhebt sich das "Schloss Eggersberg". Das Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert. Vom Schloss aus bietet sich ein sehr schöner Blick auf das Altmühltal.

Unter der Brücke hindurch erreicht der Fahrradweg nun einen kleinen Hügel. Das Tal setzt jetzt zu einer 180-Grad Kurve an. Nach einem guten Kilometer passieren Sie die Abzweigung nach "Oberhofen". Nach "Oberhofen" sind die Hänge an den Ufern wieder mit Kalkfelsen gespickt. Hier erstreckt sich auch der Archäologiepark Altmühltal. Am Ufer der Altmühl steht ein rekonstruiertes eisenzeitliches Gehöft. Es ist frei zugänglich, gut dokumentiert und ohne Eintritt!

Am Horizont sieht man schon die moderne Brücke bei "Gundlfing", die nach "Haidhof" führt. "Gundlfing" ist ein kleiner Ort links des Radweges in der "Altmühlschleife", den man aber gar nicht berührt. Auf der rechten Seite des Main-Donau-Kanals sieht man oberhalb von "Haidhof" die bekannte Sommerrodelbahn.

Riedenburg: Drei-Burgen-Stadt

Es folgt die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg. Die Burgen Rabenstein und Trachtenstein sind nur noch Ruinen, die stolze Rosenburg beherbergt ein Museum und eine Falknerei. An der "Schleuse Riedenburg", die den Kanal fast als See aufstaut, überqueren Sie den Fluss und radeln mit der Beschilderung "Riedenburg" auf der rechten Seite weiter.

Einzigartig liegt "Riedenburg" zwischen den drei ehemaligen Burgen aus dem 12. Jahrhundert. "Rabenstein" und "Trachtenstein" sind nur noch Ruinen, "Rosenburg" hat sich zum Schloss gemausert und beherbergt eine Falknerei. Auf der östlichen Seite der Altmühl steht das frühere "Kloster St. Anna". Das Kloster wurde 1860 neu erbaut. Die Kirche stammt noch aus dem 14. Jahrhundert.

Der Radweg führt von der Promenade weg und sofort auf einer Brücke zwischen "Main-Donau-Kanal" und einem Altwasser weiter. Nun geht es auf der linken Seite der Altmühl weiter und schon wieder wartet ein weiteres Highlight der Tour: Burg Prunn.

Burg Prunn und Essing

Der Tauber Altmühl Radweg führt nun vorbei an der Burg Prunn, die als schönste Burg des Altmühltals gilt. Sie weist den Radfahrern den Weg in Richtung Essing, ein herrliches Ensemble aus Fels und Fluss. Aus dem Jahre 1031 stammt der Bergfried auf dem Jurafels. Im 16. Jahrhundert fanden Umbauten zum Schloss statt.

"Burg Prunn" gilt als die schönste Burg zumindest des Altmühltales. Und es ist wirklich so: Auf einem fast senkrechten Fels erhebt sich die Bilderbuchburg. Sehnsüchtig blicken wir hinauf. Von oben sollte es sicher einen gigantischen Blick übers "Altmühltal" geben.

Der Radweg folgt im Tal unmittelbar dem Wasser und führt an kleinen Orten vorbei. Auf beiden Talseiten erheben sich mächtige Felswände. Vor "Essing" erscheint die technisch einzigartige Holzbrücke über den "Main-Donau-Kanal". Die Burg Randeck stammt ursprünglich aus dem 10. Jahrhundert und wurde zum Schutz vor den einfallenden Ungarn erbaut.

Der Fahrradweg verläuft direkt am Fluss und ist mit einem dichten Buschgürtel gegen die parallel verlaufende Straße geschützt. Sie erreichen nun den historischen "Ludwig-Main-Donau-Kanal", der 1836 als erster Kanal mit 100 Schleusen Donau und Main verband. Über eine Brücke radeln Sie auf einen Damm zwischen neuem und altem Kanal. "Altessing" besitzt eine frühgotische Kirche mit romanischen Turm, auf den im frühen 18. Jahrhundert eine barocke Haube gesetzt wurde.

Zwischen einer Baumallee geht es am historischen Kanalstück weiter. Kurz nach "Altessing" ist die Oberfläche des Radweges wieder asphaltiert. Der "Main-Donau-Kanal" ist hier vor der Staustufe "Kelheim" angestaut und wirkt wie ein See.

Ankunft in Kelheim

Mit Kelheim ist das Ziel des Tauber Altmühl Radwegs erreicht, der dort auf den Donau-Radweg trifft. Auf der Schleusenmauer überqueren Sie nun die Altmühl und erreichen das rechte Ufer. Die "Befreiungshalle" steht auf dem "Michaelsberg" und ist im Stil der antiken Grabtempel erbaut. Sie erinnert an die "Völkerschlacht von Leipzig" und wurde von "König Ludwig I." erbaut.

Der Radweg erreicht auf der "Hienheimer Straße" gut beschildert den Stadtrand von "Kelheim" und Sie radeln durch das "Mittertor" in die Innenstadt. "Kelheim" ist sicher durch die "Befreiungshalle" am meisten bekannt. Die "Wittelsbacher" errichteten in "Kelheim" am Ende des 12. Jahrhunderts ihre erste Residenz.

Entlang der "Ludwigstraße" erreichen Sie die Stadtmitte. Die ummauerte Innenstadt Kelheims hat natürlich auch einiges zu bieten. Das Herzogschloss stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber im 15. Jahrhundert umgestaltet. Sehenswert sind auch der Ludwigsplatz und die schönen Straßenzüge. Aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert stammt das Rathaus.

Das Standbild von König Ludwig I. ziert den Platz vor der Brauerei. Er ist der Erbauer der Befreiungshalle zum Andenken an die Befreiungskriege und der Völkerschlacht bei Leipzig. Die "Stadtkirche Mariä Himmelfahrt" wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und mit einem aus Kelheimer Marmor gemeißelten Hochaltar ausgestattet.

In "Kelheim" mündet die "Altmühl" bzw. der "Main-Donau-Kanal" in die Donau. Empfehlenswert ist zumindest ein Ausflug zum "Kloster Weltenburg", das hinter dem absolut sehenswerten "Donaudurchbruch" liegt. Zwischen "Kloster Weltenburg" und "Kelheim" durchbricht die Donau das Kalksteinmassiv. Diesen Abstecher können Sie auch mit dem Schiff machen.

Zusätzliche Informationen

Müde Radfahrer haben nun die Möglichkeit, die letzte Etappe bis nach Kelheim mit dem Schiff zurückzulegen: Zwischen Riedenburg und Kelheim verkehren die Schiffe während der Saison mehrmals täglich.

Kurz nach Essing liegt die Tropfsteinhöhle Schulerloch, die einzige Schauhöhle des Naturpark Altmühltal, direkt an der Route.

Empfehlenswert ist hier eine Schifffahrt von Kelheim aus durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg, dem ältesten Kloster Bayerns, mit einem gemütlichem Biergarten und selbst gebrautem Klosterbier.

Diese 2-Flüsse-Radtour entlang des Donau-Radwegs über Bad Abbach bis Kelheim und dann weiter auf dem Altmühltal-Radweg über Essing nach Riedenburg ist eine leicht zu fahrende Strecke, die die ganze Vielfalt unserer Region erleben lässt.

Streckenübersicht

AbschnittBeschreibungEntfernung (ca.)
Kelheim - RiedenburgEntlang des Altmühltals17,5 km
Kelheim - DietfurtDurch das Altmühltal34 km

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