Radweg Faaker See Rundweg: Ihr umfassender Guide

Der Ossiacher See in Kärnten ist die perfekte Kombination aus Wasser und Bergen. Naturbelassene Ufer, beste Wasserqualität und das milde Klima der Region sprechen für sich. Deshalb gehört der Ossiacher See, neben dem Millstätter See und dem Faaker See, inzwischen zu meinen Lieblingsseen in Kärnten.

Radtouren rund um den Ossiacher See: 5 Tipps

Im Folgenden stelle ich dir 5 Tipps für Radtouren vor.

1. Slow Trail Bleistätter Moor

Der Slow Trail Bleistätter Moor führt durch ein spannendes und artenreiches Naturschutzgebiet. Rund 100 Tierarten leben hier, vor allem Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse und Biber. Das Bleistätter Moor befindet sich am Nordufer bei Steinbach am Ossiacher See. Idyllische Ruheplätze mit Sitzbänken und Aussichtspunkten laden zum Rasten ein. An einigen Stellen sieht das Bleistätter Moor richtig wild und urwüchsig aus.

Wie alle Slow Trails in Kärnten lädt auch dieser Rundweg zum entspannten Wandern und achtsamen Entdecken ein. Die Qualitätswege sind alle einfach zu begehen und führen zu landschaftlich besonderen Plätzen. Der Slow Trail Bleistätter Moor bietet zwei Wege an.

  • Variante A führt am Ostufer des Sees auf 7,1 km zu Naturschauplätzen.
  • Variante B führt mit 6 km bis zum Stift Ossiach und lässt sich mit einer Schifffahrt auf der MS Ossiach | MS Gerlitze verbinden.

Das Rad lässt sich auf einem der Parkplätze am Moor abschließen.

2. Ossiacher See Radweg (R2 und R2A)

Der Ossiacher See Radweg (R2 und R2A) ist eine tolle Möglichkeit den gesamten See aus allen Blickwinkeln zu erkunden. Dabei fährt man in einer Rundtour einmal um den See. Die Radtour ist 28,6 km lang mit nur 85 Höhenmetern. Deshalb ist die Tour auch gut für Familien geeignet. Der Startpunkt lässt sich dabei individuell festlegen.

Auf der Südseite des Ossiacher Sees (R2A) fährt man von St. Andrä über Heiligen Gestade, Ossiach und Alt-Ossiach bis zum Bleistätter Moor und Steindorf am Ossiacher See. Auf der Nordseite des Sees (R2) geht es dann mit dem Rad durch Bodensdorf, St. Urban, Sattendorf und Annenheim wieder zurück bis zum Ausgangspunkt. Der Radweg lässt sich in beide Richtungen gut befahren.

Auf der Südseite des Ossiacher Sees fährt man fast ausschließlich auf Radwegen neben dem See. Auf der Nordseite des Sees kreuzen Einfahrten zu Strandbädern öfter mal den Radweg, deshalb sollte man auf den Verkehr achten.

3. Kulturelle Highlights: Stift Ossiach und Burg Landskron

Das historische Stift Ossiach lohnt sich definitiv für einen Besuch. Das ehemalige Benediktiner-Stift aus dem 11. Jh. ist heute ein bekanntes Musik- und Kulturzentrum. Zudem lockt der Ort mit einem Erlebnisbad, einer Schiffsstation und einem Kletterwald. Die Burg Landskron ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe des Südufers.

Die Burg kann eine ereignisreiche Geschichte vorweisen und war schon im Besitz verschiedener Grafen und Ritter. Heute befindet sich in der Burg die Adlerarena mit Greifvogel- & Eulenpark.

4. Mountainbiken in den Ossiacher Tauern

Wer es sportlich und mit Höhenmetern mag, der kann rund um den Ossiacher See auch mountainbiken. Mit Raphael von lake.bike unternehme ich eine MTB-Tour in die Ossiacher Tauern. Sie liegen auf der Südseite des Sees und sind perfekt zum Biken. Da wir früh am Morgen mit unseren Mountainbikes starten, erwartet uns oben noch dichter Nebel, der sich dann aber langsam lichtet.

Bald blitzen erste Sonnenstrahlen durch die Baumkronen und auf der ebenen Strecke in der Höhe macht das Fahren so richtig Spaß. Schließlich hat sich der Nebel verzogen und wir genießen die großartige Aussicht auf den schönen Ossiacher See. Tolle Fernblicke gibt es in den Ossiacher Tauern immer wieder. Auf unserem Rückweg legen wir eine kleine Rast am idyllischen Tauernteich ein. Mit etwas mehr Tempo geht es dann die Kurven hinunter und zurück nach Ossiach.

Nützliche Infos zum Mountainbiken in der Region Villach findest du auf lake.bike, Trailforks und ride.company.

5. Drauradweg: Etappe 4 von Spittal nach Villach

Bei einem Urlaub bietet sich auch der Drauradweg an. Dieser führt entlang der Drau durch eine tolle Landschaft. Vom Ossiacher See aus ist die Etappe 4 von Spittal nach Villach eine schöne Tagestour. Dabei fährt man mit der ÖBB von Villach nach Spittal und radelt dann zurück. Etappe 4 des Drauradweges ist 39,4 km lang mit einem Aufstieg von 121 m und einem Abstieg von 202 m. 70% des Weges besteht aus Asphalt. Der Radweg ist schön eben und die Beschilderung perfekt.

Auf der Strecke gibt es immer wieder schöne Rastplätze und tolle Ausblicke auf den Fluss und in das Tal. Die Drau ist ein richtiges Naturjuwel: Insgesamt fast 20 Fischarten, darunter auch gefährdete Arten wie der Huchen, sind hier beheimatet. Außerdem noch seltene Vogelarten wie Eisvogel, Flussuferläufer, Pirol, Kleinspecht und Weißstorch gibt es.

Bis zum Etappenziel in Villach gibt es folgende Highlights: die Ausgrabung der frühchristlichen Kirche bei Molzbichl, das Museum „Carantana“, der „Gute Berg“ von Villach (Dobratsch) und die warmen Quellen in Warmbad-Villach.

Villach: Ein lohnendes Ziel

Villach liegt südlich von Ossiacher See am Zusammenfluss von Drau und Gail. Die Stadt bietet viel Natur- und Grünflächen. Sehenswert sind die Altstadt mit der Stadtpfarrkirche St. Jakob, der Hauptplatz mit Pranger sowie die Nikolaikirche mit Franziskanerkloster und die Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ (Foto). Villach hat mir auf Anhieb gefallen, vor allem die Mischung aus Kärntner Gastlichkeit und mediterranem Flair. Man spürt, dass man sich im Süden Österreichs und in der Alpe-Adria-Region befindet. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Für Radfahrer gibt es viele Möglichkeiten zum Parken in Villach (Stichwort: Radbutler). Bei einem Stadtbummel lohnen sich u.a. diese Ziele im Zentrum: Nikolaikirche, Draubrücke, Rathaus, Stadtpark mit Kirche, Relief von Kärnten, Burg Villach, Dinzlschloss und Museum der Stadt Villach. Besuchen sollte man defintiv auch die Stadtpfarrkirche St. Jakob. Die spätgotische Hallenkirche mit Westturm am südlichen Ende des Hauptplatzes. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1136. Im Innenbereich besticht sich durch ein markantes Netzrippengewölbe und einen schönen Chor mit Hochaltar.

Unterkünfte rund um den Ossiacher See

Rund um den Ossiacher See ist das Angebot an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen groß und vielseitig. Beliebt ist auch Camping. Rund 30 Campingplätze gibt es in der Urlaubsregion Villach, zu der auch der Ossiacher See und der Faaker See gehören. Beispielhaft für die rund 30 Campingplätze der Region sei das Seecamping Berghof erwähnt. Hier habe ich während meiner Reise nach Kärnten übernachtet.

Der Campingplatz am Südufer bietet nicht nur Stellplätze für Wohnwagen, Campervans und Zelte, sondern auch Mobilheime und Ferienhäuser. Auch die Mobilheime mit Veranda sind beliebt. Die Lage des Campingplatzes ist sehr naturnah mit Seepromenade (siehe Foto oben), zwei Stränden, Kinderland, Spielplatz, Restaurant und Supermarkt. Fast alle Campingplätze der Region befinden sich an einem Seeufer oder in unmittelbarer Nähe.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0