Radweg durch die Feldberger Seenlandschaft: Eine detaillierte Beschreibung

Diese reizvolle Tour führt durch den Naturpark Feldberger Seenlandschaft und einen kleinen Abschnitt durch die Uckermark. Die Endmoräne hat diese wundervolle Landschaft seit der letzten Eiszeit geprägt. Die Feldberger Seenlandschaft zeichnet sich durch ihre idyllische geografische Lage aus. Sie liegt eingebettet zwischen den wunderschönen mecklenburgischen Wäldern und einer Vielzahl von kleinen und großen Seen.

Diese Landschaft bildet die perfekte Kulisse für entspannte Radtouren abseits des hektischen Alltags. Es gibt zahlreiche schöne Radtouren in der Feldberger Seenlandschaft, die sowohl für erfahrene Radfahrer als auch für Familien mit Kindern geeignet sind. Die gut ausgebauten Radwege führen entlang der Uferlinie der verschiedenen Seen oder durch dichte Wälder und bieten somit immer wieder neue Ausblicke auf die atemberaubende Natur.

1999 wurden die Stadt Feldberg und die Gemeinden Conow, Dolgen, Lichtenberg und Lüttenhagen zusammen in die neue Gemeinde Feldberger Seenlandschaft überführt. Die amtsfreie Gemeinde liegt im Südosten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, an der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Burg „Veltberg“, der Sitz eines brandenburgischen Feudalherrn, wurde hier im Jahr 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1700 wurde in Feldberg eine Fachwerkkirche auf der Halbinsel Amtswerder errichtet, die dann 1870 abbrannte. Im Jahr 1851 begann mit dem Bau einer Wasserheilanstalt der Kurbetrieb in Feldberg.

Durch die lange dörfliche Entwicklung fehlen Feldberg bis heute typisch städtische Strukturen, wie etwa ein Marktplatz oder ein historisches Rathaus. Von 1872 bis 1875 wurde die neogotische Feldberger Stadtkirche 15 m über dem Spiegel des Haussees errichtet, die auch heute noch sehr sehenswert ist. Feldberg erhielt 1919 das Stadtrecht und wurde eine der kleinsten Städte in Mecklenburg. 1972 wurde Feldberg „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Durch den Bau zweier Kurkliniken und den Ausbau der Infrastruktur erlebte der Ort einen Aufschwung.

Startpunkt und Vorbereitung in Feldberg

Startpunkt ist der Parkplatz am Kurpark in Feldberg. Eine Übernachtungsempfehlung von uns wäre das Appartmenthaus. Das Haus befindet sich direkt auf der Halbinsel Amtswerder im Kneipp-Kurort Feldberg, unweit vom großen und kleinen Haussee. Die richtigen Drahtesel und Zubehör für Ihre Tour erhalten Sie nur ein paar Meter weiter bei Boots-Berg, Strelitzer Straße 36. Frank Berg ist zertifizierter Natur- und Landschaftsführer und bietet vielfältige Touristik- und Freizeitangebote.

Direkt gegenüber können Sie sich bei der Bäckerei Scherff, in der Strelitzer Straße 29, für die Tour stärken. Der freundliche Familienbetrieb backt alles mit neuen und alten Rezepten in der eigenen Backstube. Spezialitäten sind die Vielfalt der Mohntorten, der Haustorten und das Eisangebot. Im Kaffeegarten unter dem Apfelbaum oder im Café mit Blick auf den Haussee können Sie ausgiebig frühstücken, Ihre Zeitung lesen, einen Snack verzehren oder Ihren Kaffee trinken.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten

Bestens versorgt geht es jetzt mit der Radwanderung los.

Sie starten in die Tour entlang am Kurpark, und dann in die Kastanienallee bis zum Kreisel, fahren dann nicht rechts die Kastanienallee weiter, sondern nutzen den linken Abzweig und folgen von hier dann dem Anstieg über die Straße der Jugend 600 m bis zum Waldhotel Stieglitzenkrug.

Von Buchenhochwald umgeben und in zu jeder Jahreszeit reizvoller Landschaft gelegen, bietet das Waldhotel ideale Bedingungen für einen gemütlichen Tagesausflug, Wochenend- und Urlaubsaufenthalt. Die Zimmer sind freundlich und modern eingerichtet. Für den Urlaub mit der ganzen Familie sind die Ferienhäuser empfehlenswert. Frühstück ist Bestandteil der Übernachtung. Die Küche bietet neben gutbürgerlichen Gerichten auch Mecklenburger Spezialitäten.

Ab hier führt Sie nun ein befestigter Rad- und Wanderweg um den Haussee, dem Sie nun ca. 2,2 km bis zum Abzweig Feldberger Hütte folgen. Unterwegs kommen Sie nach 1 km an der Marienquelle vorbei, die das Natursteinkneippbecken speist. Hier können Sie sich kurz erfrischen, bevor Sie dann nach 250 m den Aufstieg zum Aussichtspunkt auf den Reiherberg, 61 m über dem See, vornehmen.

Wieder auf den Rastplatz am Radweg direkt am Ufer zurückgekehrt, haben Sie hier von der Nordspitze des Haussees die Möglichkeit, ans Wasser heranzugehen und sich zu erfrischen. Hier fahren Sie scharf links ab in den gleichnamigen Weg.

Nun folgt ein längerer und romantischer Abschnitt von 3,8 km über den Schlossberg und durch den Buchenwald entlang des langen Nordwestufers des Breiten Luzin bis zum Lichtenberger Badestrand. Dieser Wegabschnitt ist sowohl vom Höhenunterschied als auch vom Untergrund sehr anspruchsvoll.

Der Burgwall Feldberg befindet sich auf dem Schlossberg direkt am Breiten Luzin See. Es handelt sich bei diesem Bodendenkmal um einen slawischen Burgwall als Höhenburg aus dem 7. bis 9. Jahrhundert, bestehend aus Vor- und Hauptburg. Die Vorburg besaß einen heute noch sichtbaren Erdwall mit zwei Toren zum Schutz. Das Gelände der Hauptburg lag auf einem Plateau, das bis zu 36 m über dem Seespiegel lag. Damit war die Burg von Seeseite her kaum angreifbar. Die Hauptburg hatte kein Wallsystem, sondern war wohl nur mit einfacheren Palisaden gesichert. Ende des 17. Jahrhunderts bis 1926 wurde in Lichtenberg eine Ziegelei betrieben. Sie war eine Erwerbsquelle der Besitzer des Gutes Lichtenberg.

Der Lichtenhäger Badestrand befindet sich direkt am Ufer des Breiten Luzin und ist einer der beliebtesten Badestellen, da der Einstieg ins Wasser sehr weitläufig ist. Hier befindet sich auch eine Liegewiese und ein Imbiss.

Sie fahren nun 300 m in westliche Richtung in den Wald, biegen dann scharf links ab und folgen dem Waldweg 1,3 km bis Sie die Ortschaft Lichtenberg erreichen. Der Birkenallee weiter entlang kommen Sie an die Hauptstraße MST 41 heran. Biegen Sie nun rechts ab und nach 190 m gelangen Sie an die L341.

In Warbende ist der denkmalgeschützte Gutspark sehenswert. Dieser wurde im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt und ist heute durch seinen alten Baumbestand geprägt. Seine Be¬sonderheiten sind unter Naturschutz stehende Bäume wie z. B.

Ab Warbende beginnt auch der bekannte Radweg „Spur der Steine“. Diesen nutzen Sie allerdings nur einen kleinen Abschnitt zu späterer Zeit Ihrer Tour. Sie radeln deshalb 2 km weiter in Richtung Parmen. Dort angekommen fahren Sie an der Dorfkirche vorbei und kommen dann zu einer Bushaltestelle und einem Kreuzungsbereich, an dem auch der Radweg „Spur der Steine“ entlangführt. Falls man ein Kunstwerk direkt an diesem Radweg betrachten möchte, lohnt sich von diesem Abzweig ein Abstecher über den Raakower Weg und dann in nördliche Richtung nach Fürstenwerder.

Unsere Tour bietet nun auch die Möglichkeit einen Abschnitt auf dem Radweg „Spur der Steine“ zu radeln. Sie nehmen deshalb den Abzweig in den Arendseer Weg und fahren auf diesem 2,9 km bis auf Höhe Weggun entlang, dort verlassen Sie den Radweg dann und biegen rechts ab in die Straße „Zur Lindenalle“ nach Weggun. In Weggun kann man der „offenen“ Kirche einen Besuch abstatten.

In Fürstenau biegen Sie an der Kreuzung rechts ab. In 300 m erreichen Sie das Fahrzeug- und Technikmuseum, Fürstenau 11a. Hier werden für viele Kindheitsträume wahr. Auf über 3000 Quadratmetern befinden sich hunderte Ausstellungsstücke aus 40 Jahren DDR-Geschichte. Aber auch liebevoll aufbereitete Oldtimer und alte Landmaschinen bringen Jung und Alt zum Staunen.

Wieder zurück an die Kreuzung, biegen Sie nach rechts auf die Landstraße ab. Unterwegs befindet sich rechts der Fürstenauer See und auf der Höhe kommen Sie wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Sie erreichen den Ort Fürstenhagen in 1,5 km. Im Ort gibt es eine „Sternegastronomie“. Im familiär geführten Hotel & Restaurant „Alte Schule“, Zur alten Schule 3-5, können Sie vorzüglich speisen. Genießen Sie frische, regionale Küche im Restaurant Klassenzimmer, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern.

Wir setzen die Tour fort und entscheiden uns nicht für die Fahrt entlang der L34, da diese Landstraße sehr befahren ist. Aus diesem Grunde radeln wir nun in nördlicher Richtung direkt der alten Zollstraße entlang und damit etwa ein Viertel um den Wootzensee herum. Vorn der Nordseite des Sees fahren Sie dann den Weg 1,7 km entlang bis an die Straße, biegen rechts ab. Sie gelangen nach 550 m an den Kreisel in Wittenhagen, verlassen diesen dann in südliche Richtung nach Carwitz, auch entsprechend der sogenannten „Eiszeitroute“ folgend.

Sie erreichen nach 2,3 km die Höhe des Hotel Hullerbusch. Das kleine und äußerst reizvolle Hotel, das 1905 als Villa Hullerbusch errichtet wurde, ist sehenswert und bietet auch kulinarischen Genuss. Bei aller wohltuenden Abgeschiedenheit und Ruhe dient das Hotel Hullerbusch auch gleichzeitig als direkter Einstieg für Radtouren oder Wanderungen in der Region. Die Eiszeitroute führt unmittelbar am Haus vorbei.

Wer die Tour zurück nach Feldberg auf erlebnisreiche Art etwas verkürzen möchte, kann auf Höhe des Hotels Hullerbusch nach rechts abbiegen und nach ca. Die Luzinfähre, Hullerbusch 10, ist Europas einzigartige handbetriebene Seilfähre und die Überfahrt ein besonders schönes Erlebnis. Zu jeder halben und vollen Stunde steuert diese über den Luzin. Rufen Sie laut über das Wasser „Fährmann hol över“, dann begibt sich Fährmann Tom sofort auf den Weg.

Weiter geht es 2,1 km nach Carwitz. Im Ort Carwitz gelangen Sie an die Hauptstraße „Carwitzer Straße“ und fahren zunächst links ab, bis Sie zum Hans-Fallada-Museum, Zum Bohnenwerder 2, kommen. Der ganze Ort ist geprägt vom Schriftsteller Hans Fallada, der hier von 1933 bis 1944 lebte.

Zurück durch die belebte Hauptstraße kommen Sie an der Gedenk- und Ruhestätte des Schriftstellers Hans Fallada vorbei. In Richtung des Ortsausgangs von Carwitz am Kreisel befindet sich auch noch eine besondere Holländer-Mühle. Diese stammt laut Wetterfahne aus dem Jahr 1896. Die Mühle hat seit 1937 keine Flügel mehr. Eine Dampfmaschine ersetzte die Windflügel. Später wurde die Mühle durch einen Elektromotor angetrieben. Die Mühle ist denkmalgeschützt.

Sie radeln nun vom Kreisel, der sich ungefähr auf Höhe des Südufers des Schmalen Luzin befindet, weiter geradeaus 320 m und gelangen an eine Kreuzung. Für alle diejenigen, die etwas müde von der Tour sind, bietet sich jetzt die Möglichkeit dem neuen Radweg in nördlicher Richtung folgend nach Neuhof zu radeln und von dort ist es nur noch einen Katzensprung nach Feldberg.

Von hier radeln Sie in die südliche Richtung und gelangen zu einem Findlingsgarten. Ein 20 Tonnen schwerer Findling ist das größte Exemplar, dieser wacht als „Hüter“ über das Wohl und Wehe der hiesigen Landschaft. Die Umrisse eines Mammuts werden durch zahlreiche Geschiebesteine nachgebildet. Unser Weg führt zunächst 700 m immer an der Waldkante entlang, dann rein in den schattigen Wald und weitere 700 m vorbei an der Südspitze des Dreetzsees auf der linken Seite.

Nach 900 m Weiterfahrt biegen wir rechts ab und fahren nun 1,7 km weiter durch den schönen Wald immer entlang des rechtsseitig gelegenen Krüselinsees. Ideal für eine Stärkung kann man hier in der Seeschänke die leckeren regionalen Spezialitäten genießen und das mit einzigartigem Blick auf den Krüseliner See. Die Ladestation für E-Bikes versorgt auch Ihr Zweirad mit neuer Energie während Ihrer Rast.

Weiter geht es auf unserer Tour 2,2 km Richtung Westen, weitestgehend durch den Wald, bis wir den Ort Mechow erreichen. Vorbei an dem Friedhof und der Dorfkirche biegen wir an der Kreuzung rechts ab auf die Straße „An der Lehmgrube“. Diesem Weg folgen wir für 3,5 km in nordwestlicher Richtung. Durch weite Felder und kleine Wäldchen bietet dieser Abschnitt eine schöne Möglichkeit zu entspannen und die Natur zu genießen. Wenn wir an die Straße gelangen, biegen wir links rein in den Lindenweg. Dieser führt uns geradewegs in das Örtchen Triepkendorf.

Weiter auf gut gekennzeichneten Wegen geht es dann zunächst 1,2 km weiter in nördliche Richtung und Sie biegen dann rechts ab Richtung Koldenhof. Der neben der Straße gelegene Radweg bietet einen sehr gut zu fahrenden Abschnitt unserer Tour. Die ersten 1,4 km sind tatsächlich schnurgerade, nach einem weiteren km gelangen wir an eine Kreuzung. Links geht es nach Koldenhof, wir biegen rechts ab und radeln 700 m an der Straße in südliche Richtung.

Der letzte Tourenabschnitt geht nun in die östliche Richtung und hält einige erlebnisreiche Ausflugziele parat. Nach 1,8 km in östlicher Richtung durch den Wald biegen wir dann etwas links ab und erreichen nach 1,8 km Lüttenhagen. Direkt an der rechten Ecke vor der L 341 entdecken Sie den Paradiesgarten (Arboretum).

Zusammenfassung der wichtigsten Etappen und Einkehrmöglichkeiten

Um Ihnen die Planung Ihrer Radtour durch die Feldberger Seenlandschaft zu erleichtern, finden Sie hier eine Tabelle mit den wichtigsten Etappen und Einkehrmöglichkeiten:

Etappe Sehenswürdigkeiten Einkehrmöglichkeiten
Feldberg - Haussee Marienquelle, Reiherberg Bäckerei Scherff in Feldberg
Breiter Luzin Burgwall Feldberg, Lichtenberger Badestrand Seehotel Lichtenberg
Fürstenhagen Wootzensee, Zollstraße Hotel & Restaurant "Alte Schule"
Carwitz Hans-Fallada-Museum, Holländer-Mühle, Findlingsgarten Hotel Hullerbusch, Luzinfähre
Krüselinsee Krüseliner Mühle Seeschänke Krüseliner Mühle
Lüttenhagen Paradiesgarten (Arboretum), Waldmuseum „Lütt Holthus“ Kunsthaus Koldenhof

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