Radweg Gedser Kopenhagen: Informationen und Erlebnisse

Dänen zählen zu den glücklichsten Menschen der Welt. In Kopenhagen und seiner wunderschönen Umgebung erfahren Sie warum. Nachdem Birgit mit ihrer Island-Reise begonnen hat, schreibt dieses Mal Katrin von ihrer Fahrradtour von Gedser nach Kopenhagen. Heute dürfen wir euch einen weiteren Gastbeitrag präsentieren. Ich möchte euch heute von unserer Fahrradtour Gedser-Kopenhagen berichten und euch ein bisschen Lust machen auf Fahrradfahren, auf Aktivurlaub, auf die Schönheit, die die Natur zu bieten hat.

Und Mut, auch mal größere Radtouren in Angriff zu nehmen, es ist machbar (eigentlich bin ich total unsportlich), aber mit ein bisschen Training im Vorfeld, kann das jeder schaffen. Wir - mein Mann, unser Sohn und ich - Katrin - wohnen in Nordbayern, daher sind wir mit dem Auto bis Rostock angereist und haben uns eine Übernachtungsmöglichkeit ganz in der Nähe vom Überseehafen in Rostock gesucht. Wir waren im Landgasthof „Zur Eiche“ in Kessin, strategisch günstig gelegen, um am zeitigen Morgen rasch zur Fähre zu gelangen. Leider konnten wir das verführerische Frühstück dort nicht mehr genießen, weil wir gleich mit der ersten Fähre 9.00 Uhr starten wollten.

Die Anreise und Überfahrt

Überseehafen Rostock: Emsiges Gewusel, lange LWK-Schlangen, ein paar Pkws. Vereinzelte Motorradfahrer, kein einziges Fahrrad außer uns in Sichtweite. Der Mann am Schalter verkauft uns eher mürrisch seine Tickets und erklärt, wo es lang geht. Wir kämpfen uns an quer stehenden Lkw’s vorbei und versuchen auf den 50 cm zu fahren, die für Räder vorgesehen sind. Dann wird es besser: Die nette Frau am Durchfahrtsschalter weist uns mit den Rädern eine Spur auf der Mole zu - hier werden wir dann fündig, noch zwei andere abenteuerlustige Frauen auf Radtour und eine sehr sportliche Französin, die heute noch nach Kopenhagen will und dann weiter nach Oslo - mit dem Fahrrad wohlgemerkt, das sind von Gedser auf der Bundesstraße allein 200 km.

Endlich ist die Fähre in Sicht - Scandlines hat eine hervorragende Logistik, innerhalb von 20 Minuten wird ab- und aufgeladen, danach sticht das Schiff schon wieder in See. Es ist ein erhabenes Gefühl, als Radfahrer zuerst auf eine komplett leere Fähre zu fahren - sowie selbige auch wieder als Erste zu verlassen - mit ungeduldigen schweren Lkws im Rücken - aber der dänische Koordinator bewahrt die Ruhe. Erst als wir 6 Radfahrer sicher auf dem dänischen Festland sind, dürfen auch die Autos raus.

In Gedser ist das selbe schöne Wetter wie in Rostock, angenehme 20 Grad. Der beste Ehemann von allen ist unser Navigator, wir haben uns für die Strecke aus dem Bikeline-Radtourenbuch Berlin-Kopenhagen entschieden und vertrauen dem GPS. Der erste Teilabschnitt bis Nykøbing ist eher ernüchternd, aber danach haben wir das Gefühl, in Dänemark angekommen zu sein. Es geht quer über die Insel Falster - landeinwärts und es ist einfach nur „hyggelig“ - ein Wort was uns die ganze Woche begleitet und so viel wie „gemütlich“ heißt - Dänemark, wie man es sich vorstellt - süße kleine Häuser, nette Rastplätze, entspannte Autofahrer.

Die Route und ihre Highlights

Der Radweg führt direkt entlang am Meer. Immer wieder glitzert es hinter den windgeschützten Bäumen, neben dem Fahrtwind genießen wir das Rauschen der Wellen und wir gönnen uns nach 30 km eine längere Pause am Strand. Kurz vorm Endspurt entdecken wir zufällig hinter einem kleinen Waldweg ein verstecktes Café und essen hier unser erstes Eis - mit Logenplatz zum Meer. Doch dann haben wir unsere Tagesetappe geschafft und erreichen unsere erste Unterkunft in Stubbekøbing. Und sind beeindruckt!

Wir sind im GAJ Backpackers zu Gast - bei Gudmundur, einem Isländer, und seiner dänischen Frau Anita. Das Haus ist von 1910 und wirklich alt, die Holztreppe knarzt, die Leitungen sind über Putz - macht nix, all das wird von liebevollen Details und so viel Gemütlichkeit mehr als ausgeglichen. Auf dem Zimmer erwartet uns frisches Wasser, Kaffee, Teebeutel und ein Wasserkocher - sowas hatten wir noch in keiner Jugendherberge.

Stubbekøbing selbst ist eine kleine Hafenstadt mit 2300 Einwohnern, die viele alte Gebäude hat und eigentlich eine gepflegte Innenstadt, die aber leider ausgestorben ist. Wir sind froh, dass wir noch was zu Essen finden - auf Empfehlung von Gudmundur, irgendeine Mischung aus Italiener, Türke und Burger.

Wir werden wach von Schritten über uns und dem verführerischen Duft von Kaffee und frischen Brötchen. Ich weiß bis heute nicht, ob das Annis und Gummis privates Esszimmer war - wir vermuten es aber. Mit allem, was das Herz begehrt: Eier, Wurst, Käse, hausgemachte Marmelade, Müsli mit Skyr, Erdbeeren, Blaubeeren und Sahne - inklusive Erklärung, wie das die Isländer essen :-) - dazu - und das war der Hammer!!!!!!! - selbstgebackene Brötchen von Anita und zum krönenden Abschluss diese leckeren und noch ofenwarmen, ganz frischen „Kanel ruller“ (Zimtschnecken ). Hmmmmm…. das war so lecker. Die zwei sind Herzensmenschen und eine Begegnung, die man nicht vergisst.

Noch erwähnen möchte ich den zweiten Gast im Haus - Christiane, eine junge Ärztin aus Berlin. Wir sind uns immer wieder auf der Strecke bis Kopenhagen begegnet und ein Stück des Weges gemeinsam gefahren. Christiane hat mich sehr beeindruckt - sie ist als Frau ganz allein gefahren, hatte nichts vorgebucht und besitzt kein Smartphone, lediglich ein klassisches Handy zum telefonieren. Sie braucht und will das nicht, weil sie in der Freizeit ihre Ruhe möchte aufgrund ihres stressigen Jobs als Ärztin in einer Klinik.

Nach dem Frühstück aufgesattelt - etwas in Eile, denn um 10.00 Uhr ging es zuerst mal auf die Fähre. Wir verlassen Falster und müssen auf die Insel Bogø - die kann man auch über eine Brücke erreichen, allerdings per Umweg mit 32 mehr Radkilometern. Auch auf der Fähre sind uns wieder die entspannten und gelassenen Menschen aufgefallen, vom Fährmann bis zu den Passagieren.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass für Møn im Reiseführer ein ganzer Radtag mit ca. 60 km eingeplant ist - man umrundet die Insel sozusagen. Dort sind die berühmten „Møns Klint“ - bis zu 128 Meter hohe Kreidefelsen. Wir haben uns das aus Zeitgründen gespart - zugunsten von zwei Tagen in Kopenhagen am Ende der Reise. Daher haben wir nur einen kleinen Teil von Møn kennengelernt - eine sehr beschauliche Landschaft mit blühenden Ginsterbüschen und gelben Rapsfeldern und einer langen wunderbaren Strecke an der Ostsee entlang - allerdings mit ziemlich heftigem Gegenwind. Übrigens hatten wir das Gefühl, die einzigen Radfahrer weit und breit zu sein. Es waren kaum Menschen unterwegs und wir konnten die Einsamkeit und Ruhe der Natur voll genießen.

Bevor es über die 745 m lange Mønbroen nach Seeland geht, mussten wir noch gut 5 km an einer richtig befahrenen Straße ohne Radweg fahren, an uns vorbei fuhren Autos und Lkws - das ist das einzige Mal in Dänemark, dass ich mich wirklich unwohl fühle als Radfahrer auf der Straße. Das ist ungünstig gelöst, es gibt aber überhaupt keine Alternative.

Auf Seeland werden wir dafür mit Rückenwind belohnt und die Strecke wird wieder beschaulicher - „hyggelig“, ein landschaftliches Kleinod, allerdings ist es vor Præstø noch einmal sehr hügelig, ein stetiges auf und ab, irgendwann hab ich völlig frustriert im Reiseführer die Steigungen gezählt…. und es waren immer noch 6mal auf und ab. Præstø hat immerhin schon 3.800 Einwohner, wirkte auf uns aber genauso ausgestorben, wie Stubbekøbing. Viele Häuser in der Innenstadt standen leer und waren zu verkaufen, scheinbar flüchten auch in Dänemark die Menschen in die Städte. Man konnte aber toll und für dänische Verhältnisse preiswert mexikanisch essen im Restaurant Kaktus. Auch unsere Unterkunft war wieder prima - es war schon fast eine kleine Ferienwohnung inklusive Frühstück.

Wir starten schon um 9.00 Uhr nach einem leckeren Frühstück und einem Plausch mit der Vermieterin, die sprach gut deutsch - ebenso übrigens wie Anni in Stubbekøbing. Wir bekamen noch Sonnenmilch von ihr geschenkt, weil die Apotheke im Ort erst um 10.00 Uhr aufmachte und sie meinte, dass auf dem Weg nach Køge keine Apotheke oder ähnliches am Radweg zu finden ist. Was ich damit eigentlich sagen will: wir haben die Dänen sehr offen, herzlich und großzügig erlebt, extrem entspannt und immer freundlich.

Auch an Tag 3 starteten wir bei bestem Sommerwetter, 25 Grad schon am Morgen, einmal um die Bucht von Præstø. Auf halber Strecke in Rødvig haben wir Mittagspause an einer beschaulichen Bucht gemacht - tja - und wer saß dort bereits auf der Sonnenbank?? Genau, Christiane, die Ärztin aus Berlin. Wir haben dann eine Stunde gemeinsam Sonne, Ostsee und Wärme genossen und Christiane berichtete uns, dass sie am Abend zuvor etwas ziellos durch Præstø lief und eine Unterkunft suchte. Dabei wurde sie von einer älteren Dame angesprochen, ob sie helfen kann - kurzerhand nahm diese dann Christiane mit zu sich nach Hause und hat ihr kostenlos ein Gästezimmer und Frühstück zur Verfügung gestellt und die Gesellschaft mit ihr genossen - waren wir schwer beeindruckt von so viel Gastfreundlichkeit.

Wir sind dann gemeinsam ein Stück bis Køge gefahren - durch die inzwischen vertraute „hyggelige“ Landschaft mit Wiesen, Feldern, gelbem Raps, duftendem Flieder und immer wieder Blicken aufs Meer, mal näher, mal weiter entfernt. Kurz vorm Etappenziel ging die Strecke entlang einer Lindenallee mit stattlichen alten Bäumen - direkt oberhalb der Küste. Køge selber kann man mit 37.000 Einwohnern fast schon als Großstadt bezeichnen :-). Trotzdem war die Stadt beschaulich und gleichzeitig lebendig - und sie liegt bereits im Einzugsgebiet von Kopenhagen. Die 90 Tageskilometer sind übrigens 10 km in der Stadt selber geschuldet, die wir für uns am Abend noch per Rad erkundet haben.

Wir hatten in Køge in einer Jugendherberge gebucht - bekommen haben wir ein „Mini-Reihenhaus“, was angenehme Privatsphäre vermittelt hat - den restlichen Service kann man in etwa mit deutschen Jugendherbergen vergleichen. Nach einem typischen Jugendherbergsfrühstück konnten wir bei 25 Grad (ich hatte eindeutig zu viele warme und zu wenig luftige Sachen eingepackt, wer denkt schon, dass es Mitte Mai in Dänemark wärmer ist als in Deutschland??) vom Danks Hostel direkt am Radweg starten - Endspurt, Kopenhagen schon in Sicht.

Ankunft in Kopenhagen

Und da war sie wieder: Christiane mit ihren auffälligen pinkfarbenen Ortliebtaschen :-). Bis zum ersten Bäcker in Dänemark überhaupt sind wir gemeinsam gefahren und haben uns dann verabschiedet - unwahrscheinlich, sich in Kopenhagen noch mal zu begegnen (war auch leider so). Der Bäcker war eine kleine Sensation!!! Im Vorfeld hatte ich mich so auf dänische Bäcker gefreut - ich hatte in meiner Erinnerung an einen früheren Dänemarkurlaub immer noch den grandiosen Geschmack von „Kanelbollern“ im Hinterkopf (Zimtbrötchen) und mir eingebildet, auf der Radtour täglich köstliches Gebäck bei den Bäckern vor Ort zu verspeisen…. aber nothing. Da war nix an der Strecke, ebenso wenig wie ein Metzger oder wenigstens ein Supermarkt. Es war tatsächlich eher ernüchtern, die Ortschaften so klein, dass es keine Geschäfte gab, so dass wir am Abend bei der Ankunft noch schnell in einem Supermarkt Äpfel und Bananen mitgenommen haben sowie Nüsse und Müsliriegel.

Die Weiterfahrt nach Kopenhagen war eher wieder ernüchternd - ziemlich schnell ist es vorbei mit der Idylle und den Rapsfeldern, die Straßen werden breiter, voller und lauter. In den direkten Vororten von Kopenhagen wurde es wieder entspannter und der Radweg führte an einem kleinen Inselsteifen vorbei, an dem die Vögel brüteten, für uns nochmal ein schöner Stopp kurz vor Dänemarks Hauptstadt.

Die Ankunft in Kopenhagen war dann doch erstaunlich grün und der Radweg ging direkt entlang am Wasser. Man erreicht die Stadt über den neuen Stadtteil „Ørestad“, der mich sehr an die Hafencity in Hamburg erinnert hat. Mir hat er gefallen - interessante moderne Architektur, die sich gut in Kopenhagen einfügt.

Der Radweg Berlin-Kopenhagen endet direkt am Hauptbahnhof in Kopenhagen - daher war das auch unser Ziel. Je näher wir dem Ziel kamen, desto überforderter habe ich mich erstmal gefühlt. Nach 3 Tagen Einöde plötzlich Großstadt mit RICHTIG Verkehr, mit Brücken, Kreuzungen, unzähligen Ampeln. Dazu 15 kg Gepäck, die man an der Ampel erst mal in Bewegung setzen muss. Plötzlich waren wir umringt von Radfahrern - mit Helm, ohne Helm, mit Sakko und wehender Krawatte, mit Anhänger, mit Kindersitz, mit Lastenrad, Mütter mit Kindern, Omas und Opas, Schüler, Geschäftleute, Touristen. Meine zwei Männer „irgendwo da vorn in der Masse“ - und wieder war ne Ampel rot.

Nachdem wir uns frisch gemacht und wieder aufgetankt haben, mussten wir logischerweise noch los, um einen ersten Eindruck von Kopenhagen zu bekommen. Erstes Ziel war die viel belächelte Meerjungfrau. Anfangs noch skeptisch, ging das Radfahren plötzlich wie von allein und es war auch endlich Zeit, all die Eindrücke während der Fahrt aufzunehmen.

Kopenhagen ist gigantisch für Radfahrer. Man hat eine eigene Spur auf der Straße - abgetrennt vom Autoverkehr, genauso groß, wie die Autospuren. In der Rushhour stehen die Autos, die Fahrräder rollen. Wenn man rechts abbiegt, fahren zuerst die Fahrräder, dann sind die Autos dran. Linksabbiegen ist indirekt vorgeschrieben, man hebt brav den Arm und schert aus. Es gibt Radfahrerampeln auf Gesichtshöhe, Haltestangen und Fußbretter, wo man sich an der roten Ampel festhalten kann. Kopenhagen hat unendlich viele Wasserstraßen - überall sind Radfahrbrücken, um schnell zu kreuzen, es gibt sogar ein Radfahrerverkehrsleitsystem mit grüner Welle, wenn man denn 20 km/h schnell fahren möchte - will ich natürlich nicht, ich will ja was sehen und bin viel zu beschäftigt, die ganzen Eindrücke aufzunehmen. Man möchte glauben, dass Chaos herrscht, tut es aber nicht. Auch hier sind die Leute nett und freundlich, wer überholen will, klingelt an, beschwert sich aber auch nicht, wenn er nicht sofort vorbei kommt. Die Stadt schaut aus, als ob ein permanentes Radrennen stattfindet - ich finde man muss das einmal erlebt haben, von daher kann ich nur jedem empfehlen, der Kopenhagen besucht, die Stadt unbedingt mit dem Rad zu erkunden, was auch wesentlich weniger ermüdend ist, als zu Fuß.

An dieser Stelle möchte ich mit meinem Bericht enden - nicht ohne noch ein paar Eindrücke von Kopenhagen hier zu lassen - allerdings nur in Form von Fotos. Die 75 km, die wir auf zwei Tage in Kopenhagen „verradelt“ haben, sind Stoff für einen separaten Bericht.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Entlang des Radwegs Gedser-Kopenhagen gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind:

  • Nykøbing Falster: Eine charmante Stadt mit einer Fußgängerzone und vielen Geschäften und Cafés. Die Stadt verfügt über eine Fußgängerzone mit einem dichten Netz an Gassen, in denen Sie zahlreiche Geschäfte und Cafés finden. Die Fachwerkhäuser in Nykøbing Falster aus dem 16. bis 18.
  • Hafen von Hesnæs: Mit reetgedeckten Häusern und schönen Wäldern und Badestränden. Der Hafen von Hesnæs mit seinen reetgedeckten Häusern und umgeben von schönen Wäldern und Badestränden wurde erweitert, sodass Segler sich im Hafen mit Proviant versorgen und dort essen können.
  • Kirchen auf Møn: Viele mit eindrucksvollen Fresken. Die Kirchen auf Møn sind zahlreich, schön und vielfältig. Viele von ihnen sind mit besonders eindrucksvollen Fresken geschmückt, die von dem unbekannten Elmelunde-Meister geschaffen wurden und absolut einzigartig sind.
  • Stadt Præstø: Eine idyllische Perle am Præstø-Fjord. Die Stadt Præstø ist eine idyllische Perle in Küstennähe direkt am Præstø-Fjord. Diese Stadt verfügt über einen besonderen Charme, den man hautnah erleben muss.
  • Halbinsel Feddet: Trennt den Præstø-Fjord und die Faxe-Bucht. Feddet ist eine wunderbare Halbinsel, die den Præstø-Fjord und die Faxe-Bucht voneinander trennt.
  • Stevns Klint Experience: Informationen über den Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren. In Stevns Klint Experience erfährt man mehr darüber, wie ein Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren die Hälfte des Lebens auf der Erde auslöschen konnte. Mit Stevns Klint liegt heute ein absolutes Highlight des Berlin-Kopenhagen-Radwegs vor dir. Die 15 Kilometer lange Steilküste wurde 2014 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
  • Køge: Eine alte und lebendige Stadt mit einem spektakulären Marktplatz. Køge ist eine alte Stadt, die sehr lebendig ist . Und der spektakuläre Marktplatz in Køge sucht in keiner anderen Stadt seinesgleichen.
  • ARKEN Museum für moderne Kunst: Südlich von Kopenhagen mit Kunst und Architektur internationaler Spitzenklasse. Nur 20 km südlich von Kopenhagen liegt ARKEN, Dänemarks neuestes Museum für moderne Kunst. ARKEN zeigt Kunst und Architektur internationaler Spitzenklasse.

Die Elmelunde Kirke, eine im 12.

Weitere Tipps und Informationen

Nykøbing Falster ist ein kleines Ferienidyll, direkt am Guldborgsund gelegen. Auf der alten, ruhigen Landstraße, die von Gedser ausgeht, kommen Sie Ihrem Ziel zunächst in Richtung Nykøbing Falster näher. Vom südlichsten Punkt des Landes geht es auf dem Radweg Berlin Kopenhagen jetzt immer gen Norden, das Ziel Kopenhagen immer fest vor Augen. Die Stadt ist die größte auf Falster und zeichnet sich vor allem durch ihre vielen alten Gassen und ihre dazu kontrastreichen modernen Gebäude aus. Ein Bummel durch Nykøbing Falster und ein Besuch der vielen Museen bzw. des Mittelalterzentrums lohnen sich auf jeden Fall.

Entdecken Sie bei Ihrer Fahrt auf dem Radweg Berlin Kopenhagen beeindruckende Kreidefelsen. Der nächste große Halt auf dem Radweg Berlin Kopenhagen empfiehlt sich auf der Insel Møn - erneut erwartet Sie hier ein wahres Naturparadies: weiße Kreidefelsen, weite Sandstrände, Salzwiesen sowie hügelige Eichen- und Buchenwälder machen Møn einmalig.

Die Strecke von Gedser nach Kopenhagen ist gut machbar, wenn man ein bisschen geübt ist. Ich hatte im Vorfeld die Steigungen unterschätzt - man fährt nach Dänemark, da ist es gemütlich und eben :-). Falsch gedacht - immer wieder geht es bergan und bergab im Wechsel - aber wie gesagt, moderat und machbar.

Es gibt einige Abschnitte ohne Teerbelag, die auch mal sandig sein können. Der gesamte Radweg ist über kaum befahrene Nebenstraßen oder über für den Autoverkehr gesperrte Wege geführt. In Dänemark wird es richtig flach. Auf den ersten 26 Kilometern bis Nykøbing radeln wir auf kaum befahrenen Nebenstraßen entlang großer Felder auf Meereshöhe.

Hier ist wieder ein Zickzackkurs um die verkehrsreichen Straßen herum zu radeln. Nördlich von Køge geraten wir in den Einzugsbereich von Kopenhagen. Ab dem netten Städtchen Nykøbing wechselt der Radweg an die Ostküste der Insel Falster, um uns dann wunderschön abseits der Straßen entlang der Steilküste nach Norden zu führen. Es gelingt dadurch uns fast bis ins Zentrum auf Radwegen abseits der Straßen zu bringen.

Auch wenn es ausnahmsweise mal entlang vierspuriger Stadtstraßen geht, ist immer eine breite Radspur verfügbar. Kopenhagen ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Wir empfehlen das Ringbuch "Berlin-Kopenhagen" aus der Serie bikeline, herausgegeben vom Verlag Esterbauer. Es hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

In Deutschland bewegen wir uns überwiegend auf einer Höhe zwischen 40 und 100 Metern und in Dänemark zwischen Null und 40 Metern. Tatsächlich gibt es nur ganz wenige steile Anstiege, die zur Not auch geschoben werden können. Auf Grund der großen Distanz, die in dem Höhenprofil am Ende der Seite abgebildet ist, wirken alle Anstiege recht steil.

Der Berlin-Kopenhagen-Radweg läuft bis auf wenige Ausnahmen auf flachen und gut ausgebauten asphaltierten Wegen entlang. Der Berlin-Kopenhagen-Radweg startet in der deutschen Landeshauptstadt Berlin. Beachte bei deiner Planung aber, dass in Berlin nahezu immer viel los ist. Tendenziell findest du auf deutscher Seite mehr Angebote als in Dänemark. Vor allem in der ferienfreien Zeit kannst du deine Radtour ohne viel Verkehr genießen.

Radweg Berlin Kopenhagen - eine tolle Radreise liegt hinter mir. Und wenn ich jetzt nach knapp einer Woche so zurückblicke, kann ich sagen: Eine wertvolle Erfahrung auf zwei Rädern, die ich nicht missen möchte! Während ich bis Rostock noch in Begleitung fuhr, radelte ich die ganze dänische Etappe allein. Also allein als Frau den Berlin-Kopenhagen Radweg zu fahren stellt absolut kein Problem dar.

Ich, als typische Citybikerin und Wochendausflüglerin - meine längste Radtour war bisher von Berlin nach Rügen - habe die guten 400 km wohlbehalten überstanden. Ein wenig Muskelkater in den Oberschenkeln - sonst nix außer schöner Erinnerungen! Auf einem Stück in Dänemark ist es zeitweise etwas hügelig, da kommt man vielleicht etwas in die Puste. Ich saß fünf Tage lang auf meinem liebenswerten Drahtesel.

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