Radfahren im Bayerischen Wald: Entdecken Sie die schönsten Radwege

Der Bayerische Wald ist ein wahres Eldorado für Radfahrende und bietet mit mehreren Hundert Kilometern Radwegen unzählige Möglichkeiten zur Erkundung. Von familienfreundlichen, ebenen Strecken über mittelschwere Touren durch Hügel und entlang von Gewässern bis hin zu herausfordernden Berg- und Talfahrten ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Vielfalt der Radwege im Bayerischen Wald

Im Bayerischen Wald sorgt eine eindeutige Beschilderung dafür, dass du nicht vom Weg abkommst. Für Rundwege werden bunte, quadratische Schilder benutzt. Manche Rundwege haben zusätzlich eine Nummer auf dem Schild, damit du sie besser erkennen kannst. Es gibt viele gut ausgebaute Radwege auf Forst- und Waldwegen, die nur leichte Steigungen haben.

Wer mag, kann von Bayern aus über die Grenzübergänge bei Bayerisch Eisenstein, Finsterau und am Gsenget auch nach Tschechien in den benachbarten Nationalpark Šumava fahren und diesen auf zwei Rädern erkunden. Das gilt für Fahrräder ohne und mit E-Antrieb gleichermaßen.

Beliebte Radwege im Überblick:

  • Adalbert-Stifter-Radweg: Benannt nach dem österreichischen Schriftsteller, Maler und Pädagogen Adalbert Stifter verläuft der Radweg zum Teil auf nicht asphaltierter Strecke auf einer ehemaligen Bahntrasse. Du startest deine Tour in Haidmühle kurz hinter der tschechischen Grenze und erreichst dein Ziel in Bruckmühle bei Röhrnbach.
  • Donau-Ilz-Radweg: Der Adalbert-Stifter-Radweg ist eine Verlängerung des Donau-Ilz-Radweges, der Radfahrende von Niederalteich entlang der Ilz nach Röhrnbach führt. Wie heute der Radweg verband sie die Donau mit dem Sonnenwald und dem Dreiburgenland. Alternativ lassen sich auch der Ohetal-Radweg nach Vilshofen an der Donau und der Donau-Bayerwald-Radweg sehr gut mit dem Donau-Ilz-Radweg kombinieren.
  • Donau-Regen-Radweg: Ebenfalls an den schönen Auen der Donau startet der Donau-Regen-Radweg. Auch er ist auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt und verbindet die beiden Flüsse Donau und Regen. Von Bogen aus geht es auf dem Donau-Regen-Radweg in überwiegend nördlicher Richtung und ohne größere Steigungen über asphaltierte Wege nach Miltach.
  • Festspiel-Radweg: Wenn du den Falkenstein-Radweg gefahren bist, kannst du den Festspiel-Radweg gleich anschließen. Die letzten Kilometer teilt sich der Festspiel-Radweg mit dem Regental-Radweg, der entlang des Flusses Regen führt. Der Festspiel-Radweg führt durch den landschaftlich reizvollen und hügeligen Naturpark Oberer Bayerischer Wald, der den Radfahrer mit traumhaften Ausblicken auf die Höhenlagen des Bayerischen Waldes belohnt. Auf kaum befahrenen Forststraßen und gut ausgeschilderten Radwegen geht es durch die abwechslungsreiche Landschaft. Namensgeber für den Radweg sind die einzigartigen Festspiele im Landkreis Cham, so zum Beispiel die Burghofspiele auf Burg Falkenstein oder das Theater auf der Burg in Neuhaus bei Schorndorf.
  • Grünes Dach Radweg: Der Grünes Dach Radweg fällt allein schon wegen seiner Länge von 300 Kilometern in unserer Aufzählung aus der Reihe. Nichtsdestotrotz möchten wir ihn dir wenigstens kurz vorstellen.
  • Regental-Radweg: Der Regental-Radweg ist geprägt von Strecken entlang naturnaher Flussauen und mitten durch opulente Waldgebiete. Hier verlässt der Radweg den Flusslauf der Regen, um in die Höhen des Bayerischen Waldes einzutauchen. Etwa in der Mitte der Tour verläuft der Regental-Radweg auf gleicher Strecke wie der Festspiel-Radweg bis Cham. Dort hast du Anschluss an den Chambtal-Radweg. Der Regental-Radweg führt von der Unesco-Welterbestadt Regensburg auf flussnahen Radwegen nach Nittenau und weiter via Reichenbach und Walderbach entlang idyllischer Flussauen quer durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Vorbei an Roding und Cham zweigt die Route hinter Blaibach ab, wo sich ein herrlicher Bahntrassen-Radweg durch duftende Waldpassagen nach Viechtach forsetzt. Abseits vom Schwarzen Regen verläuft die hügelige Strecke zur Kreisstadt Regen, bevor es weiter in die Glasmacherstadt und staatlich anerkannten Luftkurort Zwiesel geht, das inmitten der Berge Großer Arber, Falkenstein, Rachel ein beliebtes Ziel in der Ferienregion Bayerischer Wald ist. Die bewaldete Schlussetappe zum Grenzort Bayerisch Eisenstein zieht nochmal ein hochkarrätiges Landschaftsregister aus dem Ärmel.

Weitere Radtouren und Routen

Noch nicht genug? Eine davon ist die Trans Bayerwald-Route, die dich auf einer mehrtägigen Strecke 700 Kilometer weit durch die unberührte Natur des Bayerischen Waldes führt. Wer Geschichte und Abenteuer mit dem Radfahren verbinden möchte, sollte die EuroVelo Route EV13, besser bekannt als Iron Curtain Trail, in Betracht ziehen.

Tipps für Ihren Radurlaub im Bayerischen Wald

Damit Ihr Radurlaub im Bayerischen Wald zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, beachten Sie folgende Tipps:

  • Wetter: Checke vor jedem Tourstart die Wettervorhersage. Das Wetter im Bayerischen Wald kann schnell umschlagen, besonders in den höheren Lagen.
  • Kondition: Wähle eine Strecke, die zu deiner Fitness passt. Der Bayerische Wald bietet sowohl einfache Radwege für gemütliche Touren als auch anspruchsvolle Mountainbike-Strecken.
  • Proviant: Packe ausreichend Snacks und Getränke ein, besonders wenn du abgelegene Strecken oder Bergtouren fährst.
  • Kartenmaterial: Verlasse dich nicht nur auf dein Smartphone. Nimm analoges Kartenmaterial oder eine Offline-App mit, um dich jederzeit sicher auf den Wegen zurechtzufinden.
  • Unterkünfte: Buche deine Unterkunft rechtzeitig, besonders in der Hauptsaison. Viele Hotels und Pensionen bieten fahrradfreundliche Services wie Abstellmöglichkeiten und Werkzeug für kleinere Reparaturen an.

Besonders bei aufziehendem Gewitter oder starkem Wind solltest du den Wald zügig verlassen.

Radfahren im Bayerischen Wald macht richtig viel Spaß. Die Wege sind größtenteils gut ausgebaut und du kannst die frische Luft und die tolle Aussicht genießen.

Der Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald war bei seiner Gründung im Jahr 1970 der erste von heute 16 Nationalparken in Deutschland. Mit Glück begegnest du ihnen während deiner Radtour hautnah - zum Beispiel in einem der Tierfreigelände im Nationalpark.

Kultur und Kulinarik

Kulturell und kulinarisch Interessierte kommen im Bayerischen Wald ebenfalls nicht zu kurz. Die Region ist außerdem ein Zentrum der traditionellen Glasherstellung. Wer Lust auf Abwechslung hat, kann im Bayerischen Wald in der Wintersaison vom Rad auf Ski oder Snowboard umsteigen. In den wärmeren Jahreszeiten locken zahlreiche Wanderwege vom Rad, darunter der Goldsteig und der Große Arber, höchster Berg der Region und auch ohne Schnee und Skier sehenswert.

Beste Reisezeit

Generell eignen sich das Frühjahr, der Sommer und der Herbst am besten. Im Sommer locken viele Veranstaltungen als zusätzliches Rahmenprogramm. Außerdem haben dann nahezu alle Sehenswürdigkeiten wie Bergbahnen geöffnet. Tipp: Meide die Hochsaison in den Ferienzeiten. So hast du mehr Auswahl bei Unterkünften und die beliebten Strecken sind weniger stark frequentiert.

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