Die Radreise von Innsbruck nach Venedig ist eine sehr abwechslungsreiche Tour. Von der 3‑fachen Olympiastadt Innsbruck ausgehend führt die Route via Brennerpass Richtung Süden. Auf Radwegen, Radrouten oder kleinen Nebenstraßen erleben aktive Genussradler zwei Länder mit ihren Tourismusregionen und vielen herausragenden Natur- und Kulturschönheiten.
„Innsbruck-Venedig“ führt über Innsbruck (Start der Tour) und durch das UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten und Treviso bis hin zu den Dogenpalästen und Kanälen der Lagunenstadt Venedig. Herzlich willkommen in der 3‑fachen Olympiastadt. Ist die Alpenstadt weitum als beliebte Wintersportdestination mit ganz besonderem Flair bekannt, werden Sie davon überrascht sein, welch buntes Ambiente Sie hier in der warmen Jahreszeit erwartet.
Etappen der Radtour
Tag 1: Individuelle Anreise nach Innsbruck
Individuelle Anreise nach Innsbruck. Die charmante Hauptstadt Tirols heißt Sie mit ihrer alpinen Kulisse und historischen Altstadt willkommen - der perfekte Einstieg in Ihr Radabenteuer Richtung Süden. Berühmte Altstadt mit Stadtturm und „Goldenem Dachl“.
Tag 2: Innsbruck - Brixen (Transfer + ca. 55 km)
Die heutige Strecke beginnt mit einer Fahrt mit der Bahn oder dem Bus auf den Brennerpass, der Grenze zwischen Österreich und Italien und zugleich Wasserscheide und Kulturachse. Bei der heutigen Etappe erreichen Sie den Brenner mit einem ca. 45-minütigen Transfer und radeln dann entlang dem Eisacktalradweg und der Strecke Brenner-Sterzing durch das Wipptal nach Brixen. Nur mehr einige Gebäude erinnern an die einstige Grenze. Vom kleinen Grenzort Brenner, am neu ausgebauten Radweg und meist dem Fluss Eisack entlang, zunächst ins kleine Dorf Gossensass und gleich darauf in die einst mächtige Fuggerstadt Sterzing. Auf dem ausgeschilderten Radweg geht es teils eben und leicht ansteigend durch malerische Dörfer bis zur Festung Franzensfeste. Vorbei am Vahrner See, radeln Sie zum traditionsreichen Kloster Neustift und von dort nach Brixen. Weiter nach Thumberg und zum schönen Schloss Reifenstein bis über Stilfes und Mittewald Franzensfeste mit der berühmten Festung erreicht ist. Der Radweg führt weiter zum schön und ruhig gelegenen Vahrner See, nach Vahrn und schlussendlich in die Bischofsstadt Brixen, dem heutigen Etappenziel.
Tag 3: Brixen - Bozen (ca. 45 km)
Die Etappe nach Bozen ist ziemlich kurz, so können Sie sich einen Zwischenstopp im Künstlerstädtchen Klausen mit seinem imposanten Klosterhügel Säben gönnen. Durch das Dürerstädtchen Klausen immer an der Eisack entlang nach Waidbruck (Blick zur Trostburg). Hier wird das Tal enger und führt in den Bozener Talkessel.
Tag 4: Bozen - Trient (ca. 65/70 km)
Heute fahren Sie auf dem Radweg am Ufer der Etsch entlang, vorbei an den berühmten Obstgärten und Weinbergen des Unterlandes. Im Hinblick auf die Topographie haben Sie die Wahl zwischen einer etwas längeren, hügeligeren Variante, die Sie zum schönen Kalterer See führt oder einer etwas kürzeren, durchweg flachen Tour, bei der Sie stets am Ufer der Etsch entlang radeln. Die Stadt, in der sich zwei Kulturen begegnen, erwartet den Besucher mit vielen Attraktionen (Archäologisches Museum mit Ötzi, dem Mann aus dem Eis - Eintritt mit Brixencard am Anreisetag inkludiert). Etwa auf halber Strecke treffen Sie in Salurn ein, wo die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen und dem italienischsprachigen Gebiet Norditaliens verläuft. Sollte Ihnen die Etappe zu lang (oder das Wetter zu schlecht) sein, haben Sie von mehreren Bahnhöfen entlang der Strecke die Möglichkeit, die heutige Tagestour durch eine Zugfahrt zu verkürzen (in Eigenregie, Fahrtkosten nicht im Reisepreis enthalten). Aus Bozen raus begleitet die Radfahrer der Fluss Eisack, dann ist bald die Etsch erreicht und der herrliche Radweg führt durch die Obstgärten bis Salurn, wo das deutschsprachige Südtirol endet. Nun begleiten Sie die Weinreben des kräftigen Rotweins „Teroldego“ bis in die sehenswerte Altstadt von Trient.
Tag 5: Trient - Desenzano/Peschiera (ca. 50 km + Schifffahrt)
Die Etsch begleitet Sie bis nach Rovereto, wo sich das berühmte Museum für zeitgenössische Kunst befindet. Dort verlassen Sie das Etschtal und bezwingen den kurzen Anstieg hinauf zum San Govanni-Pass. Oben angekommen, können Sie eine herrliche Aussicht genießen, bevor Sie sich in die atemberaubende Abfahrt stürzen, die Ihnen spektakuläre Ausblicke auf den Gardasee und die Stadt Torbole schenkt. In Riva del Garda angekommen, wechseln Sie dann für einige Zeit das Verkehrsmittel und steigen mitsamt Ihrem Drahtesel auf ein Schiff um, das Sie in 4,5 Stunden zur Südspitze des Gardasees, nach Desenzano oder Peschiera, bringt. Immer enger wird das Etschtal und immer näher rücken die Felsen der Gebirgszüge, auf denen eindrucksvolle Burgen Jahrhunderte lang Wache über eine der wichtigsten Handelswege hielten. Rovereto sowie die Mozartstadt Ala sollten besichtigt werden.
Tag 6: Desenzano/Peschiera - Verona (ca. 60 km ab Desenzano / 35 km ab Peschiera)
Nachdem Sie die sanften Hügel, die den Gardasee umgeben, überquert haben, treffen Sie wieder auf die Etsch und folgen dieser nach Verona, das zu den wichtigsten Städten des Veneto gehört. Auf dem Radweg weiter bis Rivalta. Auf dem gut ausgebauten Radweg - mit nur wenigen Unterbrechungen - radeln Sie in die wunderschöne Festspielstadt von Romeo und Julia. Unbedingt sehenswert sind die römische Arena, die Kirche von San Zeno und natürlich das Haus der Julia.
Tag 7: Verona - Vicenza (ca. 75 km)
Im Hinterland von Verona radeln Sie am Fuß der Lessinischen Bergen entlang, wo Sie inmitten der Weinberge auf die Burg von Soave treffen. Ab hier haben Sie die Wahl, ob Sie lieber der hügeligen Strecke durch die Berici-Hügel folgen oder sich von der flachen Strecke an den schönen Schlössern von Romeo und Julia in Montecchio Maggiore vorbei führen lassen. Zunächst flach und dann durch die Hügel der „Monti Berici“, dem Ausflugsgebiet von Vicenza, mit schönem Blick über die Stadt. Sollten Sie diese längere Etappe etwas verkürzen wollen, so können Sie den ersten Teil bis San Bonifacio auch mit dem Zug überbrücken. Ihr heutiges Tagesziel ist Vicenza - ein kleines Juwel mit zahlreichen Bauten Andrea Palladios, der einer der berühmtesten Architekten des XVI. Jahrhunderts war. Auf Wunsch kann die Etappe durch eine Bahnfahrt von San Bonifacio nach Vicenza verkürzt werden (in Eigenregie, Fahrtkosten nicht im Reisepreis enthalten).
Tag 8: Vicenza - Thermengebiet Padua (ca. 50 km)
Nach dem Frühstück verlassen Sie Vicenza und fahren auf dem Radweg am Fluss Bacchiglione entlang. In der Altstadt von Vicenza spürt man noch den Geist von Palladio, dem berühmten Architekten des Mittelalters. Zahlreiche venezianische Villen liegen an der Ausfahrt von Vicenza, z. B. die Villa Rotonda. Unterwegs können Sie die wunderschöne Villa Rotonda, das Paradewerk Palladios, sowie die Villa Valmarana mit den Fresken des Tiepolo bestaunen (Besuch in Eigenregie, Bezahlung des Eintrittspreises vor Ort). Nach dem Dorf Montegalda geht es dann in Richtung der euganäischen Hügel, wo ein entspannender Abend in einem Resort einer der größten Thermengebiete Europas auf Sie wartet. Entlang des Bacchiglione führt der Weg nach Abano Terme, einem der bekannten Kurorte Italiens.
Tag 9: Thermengebiet Padua - Mestre/Venedig (ca. 55 km)
Zu Beginn der heutigen letzten Etappe folgen Sie dem Radweg, der den Kanal Battaglia flankiert, durch die Universitätsstadt Padua, die reich an Kunst und Geschichte ist und auf jeden Fall einen Zwischenstopp lohnt. Padua, die Stadt des hl. Antonius und der Gelehrten, ist von Abano Terme gut per Bus zu erreichen. Sie haben genügend Zeit, die Thermalbäder zu genießen. Kulturhungrige haben die Möglichkeit Padua (anstelle von Abano Terme) als Übernachtungsort zu wählen (gegen Aufpreis). Zurück im Fahrradsattel erreichen Sie, dem Kanal des Piovego folgend, schon bald Stra, und weiter längs des Brenta-Flusses kommen Sie an einigen der berühmtesten Villen des venezianischen Adels (Villa Pisani, Villa Malcontenta, Villa Widmann) vorbei, bevor Sie schließlich in Mestre, dem Festland Venedigs, ankommen, wo Sie die heutige Nacht verbringen werden. Meist durch den leichten Wind angetrieben radelt sich’s leicht Richtung Meer. Die Landschaft ist geprägt von Wiesen und Feldern. Das Etappenziel Mestre liegt auf dem Festland vor Venedig - es gibt ausgezeichnete Busverbindungen in die Lagunenstadt.
Tag 10: Individuelle Abreise oder Verlängerung
Nach dem Frühstück individuelle Rückreise oder Beginn Ihrer Verlängerung.
Charakteristik der Strecke
Leicht-Mittelschwer. Wunderschön angelegte Radwege in den Flusstälern von Eisach und Etsch. Ab Verona überwiegend verkehrsarme Nebenstraßen. Durch den Transfer auf den Brennerpass führt die Strecke insgesamt 1.300 Höhenmeter bergab, nur kurze Anstiege sind fallweise am Kalterer See bzw. vor Verona zu radeln. Bis Venedig sind das einzig anstrengende Stück die Monte Berici vor Vicenza (ca. 400 Höhenmeter). Eine Radtour für Jedermann!
Zusätzliche Informationen
An-/Rückreise: Sammeltransfer ab 19.05. mit zentraler Ein- und Ausstiegstelle (das persönliche Gepäck und eigene Fahrräder sind eigenverantwortlich zum Bus zu bringen) von Mestre nach Innsbruck, jeden MO und DO, Kosten pro Person € 185,- (mind 6 Personen) inkl. Rad, Reservierung erforderlich, zahlbar vorab. Bahnhof: Innsbruck. Flughäfen: Innsbruck und München.
Weitere wichtige Informationen gemäß Pauschalreisegesetz finden Sie hier!
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Hinweis
Wir möchten alle Radler auf der münchen-venezia darauf hinweisen, dass die münchen-venezia eine Radroute und nicht ein auf 560 km komplett ausgebauter Radweg ist. Der Begriff Radweg ist historisch in den Regionen gewachsen und wird allgemein so verwendet. Wir möchten daher ausdrücklich darauf hinweisen, dass z.T. ca.
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