Kochel am See, gelegen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Deutschland, bietet eine malerische Kulisse für Radtouren. Die geografische Lage von Kochel am See macht es zu einem idealen Ausgangspunkt für Fahrradtouren durch die atemberaubende Landschaft. Es gibt zahlreiche gut ausgebaute Radwege, die sowohl für erfahrene Radfahrer als auch für Familien geeignet sind.
Radtouren rund um den Kochelsee
Eine der schönsten Radtouren in Kochel am See führt entlang des Ufers des gleichnamigen Sees. Diese Strecke bietet einen herrlichen Blick auf das glitzernde Wasser und ermöglicht es Ihnen, die frische Luft und Ruhe der Natur zu genießen. Der Weg ist relativ flach und daher leicht zu befahren.
Herrliche Tour durch das Kochelseemoor von Benediktbeuern, teilweise entlang der Loisach, zum Kochelsee. Einfache Rundtour mit flachem Verlauf durch die wunderschöne Moorlandschaft zwischen Schlehdorf und Kochel a. See. Diese Rundtour führt fast durchwegs abseits der Straßen von Penzberg nach Kochel am See.
Auf den Spuren des "Blauen Reiters durch das Kochelsee- Loisach-Moor ab Kochel a. See. Die Tour beginnt in Kochel a. See/Bahnhof und führt Sie durch das Kochelsee-Loisach-Moor auf den Spuren des Blauen Reiters. Wer zur Künstlerbewegung des Blauen Reiters mehr erfahren möchte, besucht am besten das Franz-Marc-Museum in Kochel am See. Entlang der Bahngleise radelt man nach Ort, weiter durch das Moor über Brunnenbach bis nach Benediktbeuern, das seine Gäste mit einem herrlichen Blick auf die majestätische Benediktenwand, einem Warmfreibad und einer barocke Klosteranlage lockt. Von Benediktbeuern aus geht es weiter nach Sindelsdorf. Hier hält man sich rechts in südlicher Richtung und radelt am Moorrand bis nach Kleinweil und kurz vor Großweil (das Freilichtmuseum Glentleiten ist einen Abstecher nach steiler Auffahrt wert!). Am Triftkanal entlang geht es weiter durch das Kochelsee-Loisach-Moor am Eichsee vorbei bis zur Kocheler Straße am Kochelsee hinter Schlehdorf.
Radtouren rund um den Walchensee
Ein weiteres Highlight ist die Tour zum nahegelegenen Walchensee. Dieser wunderschöne Bergsee liegt nur wenige Kilometer westlich von Kochel am See und ist ein beliebtes Ziel für Wassersportler sowie Naturliebhaber. Auf dem Weg dorthin können Sie spektakuläre Aussichten auf die umliegende Berglandschaft genießen.
Fahrrad-Tour um den Walchensee
Schöne, relativ flache Radtour rund um den Walchensee mit einer Gesamtlänge von rund 26 Kilometern. An schönen Tagen liegen zahlreiche Badeplätze direkt am Radweg, die eine jeweils eine kurze Rast zulassen.
Der Walchensee ist relativ tief (rund 190 m) und liegt rund 75 km südlich von München mitten in den bayerischen Alpen. Man erreicht ihn öffentlich indem man mit der Bahn nach Kochel am Kochelsee fährt und anschließend mit dem Bus zum Walchensee.
Tourverlauf
Man startet die Walchensee-Umrundung am besten direkt im Ort Walchensee am Nordwest-Ufer. Von dort aus radelt man in Richtung Wallgau/Krün über Lobesau und Zwergen bis Einsiedeln. In Einsiedeln biegt man nach links in die Mautstraße (für Radler natürlich kostenlos), die um Südufer des Walchensee über Altlach bis nach Niedernach führt. Dort hält man sich dann links bis Sachenbach, von wo aus es auf der Uferstraße bis Urfeld weiter geht.
Rund um den See
Um den See radeln wir von Niedernach aus im Uhrzeigersinn. Das ist wichtig, denn nur so sind wir dem Seeufer immer ganz nah! Dafür bleiben wir auf der Teerstraße und fahren direkt am Ufer die Mautstraße weiter. Hier am Südufer gibt es einige der schönsten Badestrände, deren Breite je nach Wasserstand des Sees stark variiert. Leider erreicht der Gebirgssee auch im Hochsommer keine wirklich lauen Badetemperaturen, aber zum Erfrischen sollten wir uns Badezeug einpacken. Über dem Ort Walchensee sehen wir den Herzogstand, dazwischen den Kesselbergsattel neben dem Jochberg. In Einsiedl ist die Mautstraße zu Ende, jetzt folgen wir der Radwegbeschilderung nach Urfeld. So umrunden wir die Halbinsel Zwergern mit der kleinen Kirche Klösterle und sind gleich darauf im Ort Walchensee. Jetzt steht uns der ungemütlichste Teil der Strecke bevor. Wir müssen die Straße mit dem starken Ausflugsverkehr teilen und durchqueren dafür auch einige dunkle Tunnel. Soweit es die Wanderer und die parkenden Autos erlauben, weichen wir immer auf den schmalen Pfad in Ufernähe aus. In Urfeld haben wir es geschafft.
Autofrei zurück
Jetzt geht es auf einer autofreien Forststraße direkt am geschützten Einlaufbecken des Kesselbergstollens vorbei. Der Walchensee ist ein beliebter Spot für Wassersportler. Jede Menge Windsurfer, Skitesurfer, Segler und Taucher tummeln sich auf und unter dem Wasser. Die am Einlaufbecken angebrachten Gitter schützen nicht nur sie, sondern verhindern auch das Eindringen großer Äste, die immer wieder im Wasser treiben. Wir erreichen Sachenbach, wo wir ein letztes Mal direkt am See pausieren können. Dann verlassen wir den See und radeln auf der schmalen Teerstraße zwischen den Bauernhäusern noch einmal aufwärts. Nach zwei Kilometern können wir uns entscheiden. Der einfache Weg führt auf dem Hauptweg weiter bis zur bekannten Mautstraße, in die wir dann links einbiegen und zurückrollen. Wer aber mit E-Bike oder Mountainbike unterwegs und sicher auf holprigem Gelände ist, dem macht die Fahrt über die Fieberkapelle und den kleinen Weiler Berg bestimmt Spaß. Dafür fahren wir auf dem Wanderweg, der mit einem kleinen weißen Schild »Jachenau« bezeichnet ist, geradeaus weiter bergauf. Es wird felsiger und nach der Fieberkapelle ziemlich holprig. Im Notfall schieben wir ein Stück. Gleich zu Beginn und am Ende müssen wir zwei Steigungen bewältigen.
Walchensee - Jachenau
Das Tal der Jachenau liegt abgeschieden im Isarwinkel. Vom Dorf Jachenau radeln wir auf der geteerten Autostraße zum Talende. Kurz nach dem Ort wird diese Straße zur Mautstraße. Zahlen müssen aber nur die Autofahrer, Radler dürfen einfach passieren. Jetzt steigt die Straße an, aber an der Wegabzweigung nach Sachenbach, die wir ignorieren, haben wir schon den höchsten Punkt erreicht. Jetzt geht es fast eben bis zum Walchenseeufer in Niedernach. Niedernach besteht nur aus drei Häusern und einem Café. 1924 wurde hier der natürliche Walchenseeabfluss, die Jachen, durch ein Wehr versperrt, um das Wasser für das Walchenseekraftwerk durch das natürliche Gefälle von 200 Metern zwischen dem Walchensee und dem Kochelsee nutzen zu können. Das Wasser fließt bei Urfeld durch sechs gewaltige Rohrleitungen nach unten, um die Turbinen im Walchenseekraftwerk bei Kochel zur Stromerzeugung anzutreiben.
Wikingerdorf Flake
Im Ort Walchensee liegt das Wikingerdorf Flake, das wir in den Sommermonaten frei besichtigen können. Es ist vor allem die Farbe des Wassers, die zusammen mit den Bergen das Gefühl vermittelt, in Skandinavien zu sein.
Weitere Touren und Tipps
Die Radtour ist knapp 50 Kilometer lang und führt euch vor allem über asphaltierte Straßen und auch vorbei an dem einen oder anderen Feldweg. Die Radtour führt euch zwar größtenteils über ebenes Gelände, da aber die eine oder andere Steigung dabei ist, solltet ihr ein bisschen Kondition mitbringen. Dafür werdet ihr mit einem Bergpanorama und der Idylle am See belohnt. Das hört sich nach einer wunderschönen Seen Radtour in Bayern an. Obwohl die Strecke größtenteils eben ist, mussten wir insgesamt 450 Höhenmeter überwinden. Die Steigung ist moderat, sodass diese Tour zwar ein paar hügelige Momente hat, ansonsten aber entspannt ist. Die Tour führt größtenteils über asphaltierte Straßen und ab und zu über einen gut befahrbaren Feldweg. Auch ein Stück Hauptstraße ist dabei, das aber ohne Gefahr befahren werden kann. Aufgrund der guten Wegbeschaffenheit ist diese Strecke auch für Anfänger geeignet. Falls ihr wenig Kondition, dafür aber ein E-Bike habt, ist die Strecke sehr entspannt. Die vielen Brotzeitmöglichkeiten unterwegs liefern zusätzliche Motivation.
Die mittelschwere Rundtour von Walchensee nach Mittenwald verläuft zum größten Teil auf dem bekannten Isarradweg. Der Verlauf der Tour ist moderat, die Höhenmeter halten sich in Grenzen. Die Tour startet im Ort Walchensee. Parkmöglichkeiten finden Sie am Ausgangspunkt, gegenüber der Tourist Information (nur 2 Stunden) oder am Ortseingang (kostenpflichtig). Entlang der Seestraße führt der Weg zum Campingplatz Walchensee und weiter um die Halbinsel Zwergern bis nach Einsiedl. Hier überquert man die B11 und fährt weiter auf dem Radweg nach Obernach. Von dort folgen Sie einfach dem Verlauf des Radweges, bis nach Wallgau und Krün. Von Krün aus führt der Weg über die Buckelwiesen, eine einzigartige Landschaft, die in der letzten großen Eiszeit geformt wurde. In Mittenwald angekommen, bieten sich im Zentrum einige Möglichkeiten zum Verschnaufen und Einkehren. Zurück fährt man entlang der Isar, vorbei am Isar-Stausee bis nach Krün. Über die Auhütte gelangt man zurück nach Wallgau. Den Rest des Rückweges verläuft auf der bereits gefahrenen Strecke, über Obernach zurück zum Walchensee.
Wegbeschreibung Walchensee - Mittenwald
Vom Startpunkt fahren wir der Seestraße entlang zum Ortsende Walchensee. Gegenüber dem Gasthof Edeltraut halten wir uns links und fahren über den kleinen Parkplatz auf den Radweg. Folgen Sie dem Weg um die Halbinsel Zwergern, bis nach Einsiedl. Hier erreichen Sie die Bundesstraße. Überqueren Sie die Straße und folgen Sie dem Radweg. Sie fahren durch Obernach und überqueren am Ende der Straße eine kleine Brücke. Halten Sie sich rechts und folgen Sie dem Radweg, der parallel zur B11 führt. Diesem Radweg folgen Sie bis Wallgau. Am Ortsausgang Wallgau biegen sie rechts auf den Radweg ab, der Sie nach Krün und von dort über die Buckelwiesen bis nach Mittenwald führt. Vom Mittenwalder Zentrum fahren Sie über den Isarradweg zurück nach Wallgau und folgen dem bereits gefahrenen Radweg zurück zum Walchensee.
Beste Jahreszeit
Die besten Jahreszeiten für Radtouren in Kochel am See sind der Frühling und der Sommer, wenn das Wetter angenehm mild ist. Im Herbst können Sie die beeindruckende Farbenpracht des Laubwaldes bewundern, während im Winter Schneebedeckte Landschaften zum Fatbike-Fahren einladen.
Wichtige Hinweise
"Die in dieser Karte aufgeführten Radtouren erstrecken sich überwiegend auf öffentliche Straßen und Wege (u.a. Feld- u. Waldwege), teilweise aber auch auf Privatwege. Privatwege - die sich zum Radfahren eignen - unterfallen dem naturschutzrechtlichen Betretungs- bzw. Benutzungsrecht, wonach neben dem Wandern auch das Radfahren grundsätzlich erlaubt ist. Stellen Sie bitte zur ihrer eigenen Sicherheit - aber auch zur Sicherheit Dritter - ihre Fahrweise entsprechend dem jeweiligen Wegezustand so ein, dass Sie weder sich noch andere gefährden. Insbesondere auf Forst- und Wirtschaftswegen bzw. Bergwegen hat sich der Benutzer auf unebene Schotter- und Sanddecken, unbefestigte Bankette, Geröll, Eintiefungen und Setzungen durch Wasserrinnen, Feuchtstellen, Gewitterregen sowie durch Fahrzeuge, Verschmutzungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge usw., einzustellen".
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