Radweg Kühlungsborn - Warnemünde: Eine detaillierte Streckenbeschreibung

Kühlungsborn, eine idyllische Stadt an der Ostseeküste Deutschlands, bietet Radfahrern zahlreiche Möglichkeiten für unvergessliche Touren. Egal ob entlang der Ostseeküste, durch idyllische Dörfer oder mitten durch die Natur - hier findet jeder Radfahrer seine passende Strecke. Mit seiner geografischen Lage zwischen Meer und Land sowie den vielfältigen Tourenmöglichkeiten bietet diese Stadt alles, was das Herz eines jeden Radfans höherschlagen lässt.

Entdeckungstouren rund um Kühlungsborn

Es gibt viele schöne Radtouren in Kühlungsborn und Umgebung. Begeben Sie sich auf die Suche nach den zahlreichen künstlerischen und kulturellen Spuren, die im gesamten Ostseebad Kühlungsborn zu finden sind. Eine beliebte Route führt entlang der Promenade, vorbei am Yachthafen und den historischen Villen aus der Bäderarchitektur. Hier kann man das maritime Flair genießen und gleichzeitig die beeindruckende Architektur bewundern.

Eine weitere empfehlenswerte Tour führt durch das Naturschutzgebiet "Kühlung", ein Waldgebiet mit vielen kleinen Seen und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Auf dieser Strecke kann man die Ruhe der Natur erleben und sich vom stressigen Alltag erholen. Genießen Sie eine Rundtour entlang der Ostsee und Felder zum Leuchtturm Buk und weiter ins Ostseebad Rerik. Machen Sie sich auf die Suche nach den geologisch-archäologischen Spuren, die die letzte Eiszeit in Kühlungsborn hinterlassen hat.

Für Abenteuerlustige gibt es auch anspruchsvolle Mountainbike-Strecken im nahegelegenen Gespensterwald oder entlang der Steilküsten bei Rerik. Hier können erfahrene Radfahrer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und gleichzeitig atemberaubende Ausblicke auf die Ostsee genießen.

Die besten Jahreszeiten für eine Radtour in Kühlungsborn sind Frühling, Sommer und Herbst. Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben, während im Sommer angenehme Temperaturen herrschen und man die frische Meeresbrise spüren kann. Im Herbst hingegen verfärbt sich das Laub der Bäume und taucht die Landschaft in ein buntes Farbenspiel.

In Kühlungsborn gibt es zahlreiche Radwege, die eine sichere Fahrt ermöglichen. Die Stadt ist gut mit dem Fahrrad zu erkunden und bietet auch Verbindungen zu umliegenden Orten wie Rerik oder Heiligendamm.

Der Ostseeküstenradweg: Ein Highlight

Der Ostseeküstenradweg ist wohl einer der abwechslungsreichsten Radwege, die man nehmen kann. Ein besonders spannendes Stück liegt zwischen Wismar und Warnemünde - 85 Kilometer, machbar in zwei oder drei Tagen. Links liegt immer das Meer. Mal ist es ganz nah, mal geht es auf Distanz. Manchmal spielt es Verstecken, um wenig später wieder in ganzer Schönheit zu unseren Füßen zu liegen.

Von Wismar nach Poel

In Wis­mar ging es los, doch nach den ersten Kilo­me­tern erscheint der Ost­seeküsten­rad­weg als rein­ste Mogel­pack­ung. Keine Ost­see, keine Küste, und Rad­weg - naja, man kann es auch schlicht Straße nen­nen, worauf wir uns ger­ade abrackern. Doch kaum sind wir zehn Kilo­me­ter ger­adelt, schon wis­sen wir warum. Nach links geht es über den Damm auf die Insel Poel, die sich über fast 40 Quadratk­ilo­me­ter in der Ost­see lang macht und dabei auf der Land­karte den Umriss eines Goril­las mimt, der sich auf die Arme stützt.

Auf einem sep­a­rat­en Rad­weg neben der Fahrbahn radeln wir rüber auf die Insel, und das ist gut, denn die Land­schaft ver­leit­et ständig zum Anhal­ten. Manche sagen, der Weg nach Poel sei fast schön­er als die Insel selb­st. Tat­säch­lich kön­nen wir uns kaum satt sehen an diesem Land zwis­chen Wass­er und Meer, von Vögeln aller Art bevölk­ert. Zum ersten Mal wird das Fer­n­glas gezückt.

Über Kirch­dorf, dem Haup­tort der Insel, geht es weit­er nach Tim­men­dorf mit seinem Leucht­turm. An ihrem äußeren Rand umfahren wir die Insel. Ständig müssen wir anhal­ten, denn her­rliche Rast­plätze und schöne Strände rei­hen sich hier aneinan­der auf wie Bern­steine an ein­er Kette. Hin­ter dem sehr belebten See­bad Schwarz­er Busch geht es ober­halb der Steilküste ent­lang. Der Blick schweift durch die Bäume direkt auf das Meer, das von hier oben betra­chtet eine ganz beson­dere Tiefe hat.

Am Strand von Goll­witz lassen wir Schuhe und Räder am Strand und schlep­pen Decke und Snacks ein paar Meter durch kni­etiefes Wass­er, um auf der her­rlichen Sand­bank ein Pick­nick zu machen. Danach leg­en wir uns in das warme, flache Wass­er wie in eine Bade­wanne und möcht­en am lieb­sten den ganzen Tag hier bleiben. Lang­weilig wird es sich­er nicht, denn rechter­hand liegt die Vogelschutzin­sel Lan­gen­werder - da ist pri­ma Vogelkieken.

Wir kraulen dem Goril­la kar­tografisch den Nack­en, bevor es wieder runter geht von der Insel und weit­er Rich­tung Nor­den. Am Salzhaff führt der Weg ent­lang, Leben­sraum für zahlre­iche Küsten­vögel und somit ein Paradies für Vogel­guck­er. Das Fer­n­glas wird nun häu­figer aus der Tasche geholt. Irgend­wann lassen wir es ein­fach um den Hals baumeln. Dass es beim Radeln stört - geschenkt.

Rerik und die verbotene Insel Wustrow

In Rerik, unserem Etap­pen­ziel für den Tag, richt­en wir es dann auf ganz andere Objek­te aus: auf die Mil­itär­baut­en, die hin­ter einem hohen Zaun malerisch ver­fall­en. Es sind die Reste der Garten­stadt, die Refor­mar­chitekt Hein­rich Tessenow einst für die Offiziere und Mitar­beit­er der Flakar­tilleri­eschule ent­warf. Später wur­den die Baut­en von der Sow­je­tarmee genutzt, in den 1990ern zog sie ab.

Andere Hin­ter­lassen­schaften der früheren Nutzer sind weniger gut sicht­bar als die Ruinen: die Muni­tion im Boden. Sie ist der Grund, warum die „ver­botene Hal­binsel Wus­trow“ lange kom­plett ges­per­rt und heute auch nur auf geführten Touren zu besuchen ist. 300 von 1000 Hek­tar sind erst geräumt. Die restlichen 700 ste­hen unter Naturschutz - 90 Brutvo­ge­larten nis­ten hier, 25 davon ste­hen auf der Roten Liste vom Ausster­ben bedro­hter Arten.

Müde radeln wir für eine Stärkung in den Hafen und für einen Sun­down­er an den Strand. Ins Bett geht es mit vie­len Bildern im Kopf, und min­destens genau­so vie­len Kilo­me­tern in den Beinen. In aller Früh fahren wir am näch­sten Mor­gen weit­er. Wir sollen immer mal rechts über die Felder schauen, hat­te man uns als Tipp auf den Weg mit­gegeben. Damit wir den Urdol­men von Neu-Gaarz ja nicht ver­passen. Der ist näm­lich ein ganz beson­ders imposantes Großste­in­grab aus der Jung­steinzeit. Und, wie wir schließlich fest­stellen, ziem­lich fotogen.

Kühlungsborn und seine Abkühlungen

Wir erre­ichen Küh­lungs­born, das größte See­bad Meck­len­burgs. Lang ist der Ort alle­mal. Näm­lich gut drei Kilo­me­ter von einem Ende zum anderen. Kaum ein Ost­see­bad zieht sich so in die Länge wie Küh­lungs­born, diesem erst Anfang des let­zten Jahrhun­derts aus drei Dör­fern vere­in­ten Städtchen. Und groß ist vor allem der Stadt­wald, der mit­ten im Ort liegt: Ein mal einein­halb Kilo­me­ter misst er, 133 Hek­tar.

Ein richtiger Wald ist es mit Wan­der­we­gen und Weg­weis­ern, mit Rast­plätzen und Lich­tun­gen, mit aufgetürmten Baum­stäm­men und kleinen Wasser­läufen - und sorgt fern der Prom­e­nade für Abküh­lung. Als plöt­zlich ein Reh im Rasen ste­ht und mit seinen großen schwarzen Augen über­rascht herüber­schaut, kön­nen wir kaum glauben, eigentlich mit­ten in der Stadt zu sein.

Doch selb­st der große Stadt­wald ist bald vor­bei und Küh­lungs­born zeigt sich von sein­er trube­li­gen Seite. Vor­bei geht es an Sport­plätzen, Mari­na und großen Hote­lan­la­gen, sog­ar ein Strand­ko­r­bki­no gibt es hier. Die Vorstel­lun­gen begin­nen erst nach Ein­bruch der Dunkel­heit, doch schon die Kulisse ist filmreif.

Heiligendamm und der Gespensterwald

Hin­ter Küh­lungs­born wird der Rad­weg zum Traum. Par­al­lel zum Meer, auf ein­er Steilküste führt er Rich­tung Heili­gen­damm. Jet­zt hören wir nicht nur das Meer rauschen, son­dern auch den Mol­li pfeifen, die alte Dampflok, die Küh­lungs­born mit Bad Dober­an verbindet. Man kön­nte sich mit dem Mol­li messen und neben seinen Gleisen radeln, doch wir bleiben dem Ost­seeküsten­rad­weg treu.

In Heili­gen­damm, erstes deutsches See­bad und spätestens seit dem G8-Gipfel 2007 welt­berühmt, rollen die Räder zu den schö­nen Villen am Strand. Sie sind noch älter als der Mol­li - wur­den aber lange nicht so gut gepflegt. Wir laufen ein­mal die schmucklose See­brücke ent­lang, wer­fen vom Wass­er aus einen Blick auf das edle Ensem­ble in Weiß. Dann fahren wir weiter.

In Nien­hagen erwartet uns der Gespen­ster­wald. Wir haben schon viel davon gehört und sind entsprechend ges­pan­nt. Doch schnell müssen wir fest­stellen: Jed­er andere Wald ist bess­er darin, einem Wan­der­er das Fürcht­en zu lehren. Fre­undlich bescheint die Sonne den Weg, beruhi­gend plätschert rechter­hand die Ost­see - und diese bizarr geformten Bäume, in denen so manch­er Gespen­ster sieht? Sie ste­hen da wie verträumte Wesen, die Hände in unschuldiger Geste erhoben, als woll­ten sie sagen: „Wir tun dir nichts.“

90 bis 170 Jahre alt sind die Bäume - Buchen vor allem, daneben Eichen und Eschen -, und sie haben über Jahrzehnte gel­ernt sich wegzuduck­en vor Wet­ter und Wind: den Stamm gekrümmt, die Kro­nen lan­dein­wärts geneigt, die Äste oft ver­schlun­gen ver­dreht.

Wir machen so viele Bilder, wie wohl auf der ganzen Reise nicht. Dann geht es Rich­tung Strand und zurück. Doch dann stockt uns plöt­zlich doch noch der Atem: Da liegt ein gefal­l­en­er Stamm quer über dem Weg, mit direkt am Kor­pus abgesägten Ästen. Wasser­le­ichen­blass glänzt die Rinde, die Stümpfe lenken die Fan­tasie ins Hor­ror­fach. Da jagt einem dann doch ein san­fter Schauer über den Rücken.

Ankunft in Warnemünde

Etwas mehr als 10 Kilo­me­ter ist bis Warnemünde, unserem Ziel. Dort angekom­men, lassen wir uns am bre­itesten Strand Meck­len­burg-Vor­pom­merns in den Sand plumpsen und streck­en die Beine genüsslich aus. Angekom­men. Endlich!

Zusammenfassung der Etappen

Von Wismar geht es während der siebten Tagesetappe zum Seebad Warnemünde. Die Route misst etwa 70 Kilometer und bietet viele Möglichkeiten, interessante Zwischenstopps einzulegen oder sich für den einen oder anderen Abstecher zu entscheiden.

Wismar

Allerdings lockt die Hansestadt Wismar noch mit vielen sehenswerten Schätzen, insbesondere in bauwerklichem Sinne. Denn gerade im ausgehenden 13. Jahrhundert, also in der Zeit, in der Wismar Mitglied der Hanse wurde, entstanden in der Stadt viele Kaufmannshäuser im traditionellen Baustil. Heute zählt das Gotische Viertel zu den vielen Besuchermagneten von Wismar. Im Schabbellhaus ist das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht, und im Welt-Erbe-Haus, einem denkmalgeschützten Dielenhaus aus dem 14. Jahrhundert, werden Informationen zum UNESCO-Welterbe präsentiert.

Weitere Stationen auf der Strecke

Der beschilderte Radweg führt - neu ausgewiesen - um eine Halbinsel entlang der Wismarer Bucht. Über Blowatz erreichen Sie die sehr gut erhaltene Windmühle in Stove und fahren nach Boiensdorf - immer mit schönem Blick auf das Salzhaff und die davor liegenden riesigen Getreidefelder. In Rerik wartet die Backsteingotikkirche aus dem 12. Kurz danach können Großsteingräber (Dolmen), die älter als 3000 Jahre sind, bestaunt werden. Durch eine schöne Uferlandschaft - jetzt entlang der Ostsee - radeln Sie nach Kühlungsborn. Dieser Eindruck setzt sich auch in den weiteren Orten wie Heiligendamm fort. Durch einen romantischen Wald erreichen Sie über Nienhagen die Stadt Warnemünde. Unterkünfte für eine Nacht gibt es eher in den zugehörigen Vororten.

Informationen zur Strecke

Der Ost­seeküsten­rad­weg ist ins­ge­samt 1140 km lang, das schafft man in etwa 15 Tagen. Für diesen Abschnitt von 85 Kilo­me­tern sollte man min­destens drei Über­nach­tun­gen ein­pla­nen: in Wis­mar und Warnemünde sowie eine oder zwei unter­wegs, etwa in Rerik (50 Kilo­me­ter sind es von Wis­mar bis Rerik, 35 Kilo­me­ter von Rerik bis Warnemünde). Der Weg ist gut aus­geschildert und in der Regel sehr gut beschaf­fen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

  • Backsteingotik in Wismar und Rerik
  • Heiligen Geist Kirche in Wismar
  • Marienkirche in Wismar
  • St. Georgenkirche in Wismar
  • Großsteingräber bei Rerik
  • Ostseebad Kühlungsborn
  • Seebad Heiligendamm
  • Gespensterwald bei Nienhagen
  • Warnemünde

Wichtige Hinweise

Die Wismarer Bucht war schon sehr früh von unterschiedlichen Stämmen besiedelt. Die Stadt Wismar selbst wurde erst Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet. Im 13. und 14. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde Wismar schwedisch und zur großen Festung ausgebaut. Das Fachwerkhaus "Gewölbe" aus dem 17. Jahrhundert überspannt den Fluss "Grube".

Die Marienkirche in Wismar stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nach einem Bombenangriff im 2. Weltkrieg stürzte das Dach der Kirche ein. Die Kirche wurde als dreischiffige Backsteinkathedrale erbaut. Der Turm war ursprünglich über 120 Meter hoch. Auffallend ist das sehr hohe Mittelschiff. Mit 37 Metern ist es eines der höchsten in Deutschland.

Beim alten Hafen von Wismar liegt der Ziegenmarkt. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Prachtbauten, von der Backsteingotik über die Renaissance bis zur Moderne. Auch das macht das UNESCO Welterbe aus.

Der "Ostseeküsten-Radweg" folgt der "Poeler Straße" auf einer eigenen Spur und verlässt das Stadtgebiet. In der Wismarer Bucht liegt die kleine Insel "Walfisch". In der Bucht liegt auch ein gestrandetes Betonschiff. Es wurde im letzten Kriegsjahr in Betonschalenbauweise erbaut. In den 60-er Jahren versuchte man das unfertige Schiff nach Wismar zu schleppen, dabei lief es auf eine Sandbank auf. Heute ist es eigentlich schon das Wahrzeichen von Redentin.

In "Blowatz" steht etwas abseits der Straße eine Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im Laufe der Zeit noch umgebaut, der Kern ist aber nach wie vor der alte. Die Windmühle Stove war seit ihrer Erbauung im Jahre 1889 nahezu ununterbrochen in Betrieb. Bis zum Jahre 1976 war der Müller Hans Mirr am Werk. Heute betreibt ein Verein die Mühle und präsentiert das Mahlen.

Das Salzhaff entstand durch die vorgelagerten Halbinseln Wustrow und der "Boiensdorfer Werder" als abgetrennter Wasserbereich von der Ostsee. Dort passieren Sie ein historisches Hallenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Dort zweigen Sie nach links auf die "Dorfstraße" ab und folgen ihr zunächst. Auf der "Neubükower Straße" erreichen Sie "Rerik".

Schon 3500 v. Chr war die Gegend um Rerik besiedelt. Eine Burg ist urkundlich seit dem Jahre 1230 erwähnt. Die frühgotische Backsteinkirche stammt auch aus dieser Zeit. Zwischen 1250 und 1270 wurde sie erbaut. Das Innere ist heute barock. Heute ist "Rerik" ein moderner Erholungsort am Rande des Salzhaffs mit vielen Freizeitmöglichkeiten.

Einen guten Kilometer hinter der Ortsgrenze von Rerik weist ein Schild zu einem Steingrab. Ein besonders großes Ganggrab liegt am Radweg. Die Kammer ist über 2,80 lang und 1,5 Meter breit. Die Stadt Kühlungsborn entstand 1938 durch Vereinigung der Dörfer Brunshaupten-Fulgen und Arendsee. Die bestanden schon seit dem 12. Der Badebetrieb entstand Mitte des 19. Im Jahre 1913 gab es schon 10 mal so viele Gäste, wie Einwohner.

Am Ostseeufer kann man die typischen Strandkörbe mieten. Aber auch in Bereichen in denen sich die Wege nähern, ist alles geregelt. Der Ort Heiligendamm ist das älteste deutsche Seebad. Herzog Friedrich Franz I. Schnell wurde es von zahlreichen Adligen und Königsfamilien besucht und man konnte die Finanzierung der teuren Bauten durch die Einnahmen der Pacht der Spielbank sicherstellen. Auf der Landseite liegt der "Conventer See" und gleich danach der Ort "Börgerende-Rethwisch".

Hinter Nienhagen wird die Steilküste flacher und der Strand ist einfacher zu erreichen. Hier gibt es natürlich ebenfalls Strandkörbe. Warnemünde wurde von friesischen Fischern um das Jahr 1200 gegründet. Die heutige Kirche wurde 1874 im neugotischen Stil erbaut und erhielt zahlreiche Ausstattungen der Vorgängerkirche. So steht dort auch ein geschnitzter gotischer Altar in Danziger Schule aus dem 15. Jahrhundert, die alte Kanzel und weitere Heiligenfiguren.

Früher, bis ins 19. Jahrhundert, bestand Warnemünde nur aus zwei Häuserreihen, eine Reihe "Vörreeg" und eine "Achterreeg". Sie überqueren den "Alten Strom", das war früher die Zufahrt nach Rostock. Nach Norden öffnet sich der "Neue Strom" zur Ostsee. "Markgrafenheide" gehört zu "Warnemünde". In Stoßzeiten ist es hier draußen, etwas abseits vom Trubel, stressfreier ein freies Zimmer für eine Nacht zu finden.

Nicht vergessen sollte man hier oben an der Ostsee die leckere Küche. Mit etwas Glück erwischt man sogar Lokale mit umfangreichem Weinangebot unter dem Motto: Fisch und Wein - Gemeinsam schmeckt es besser.

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