Radweg Nonnweiler-Freisen: Verlauf und Informationen zum Bahnradweg Sankt Wendeler Land

Der neue familienfreundliche Bahnradweg Sankt Wendeler Land verläuft dort, wo einst Eisenbahnen ihre Waggons über die Gleise zogen. Mit einer Länge von 30 Kilometern und einem flachen Streckenverlauf verbindet er die 3 Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler, die die Radler jeweils mit einem imposanten Eingangstor willkommen heißen.

Der Radweg durchquert die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler. Viele touristische Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe der Strecke und sind einen Besuch wert. Wo einst Eisenbahnen ihre Waggons über die Gleise zogen, kannst du auf deinem Rad mit oder ohne elektrischem Antrieb über schwarzen Asphalt gleiten und die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler entdecken.

Willkommen heißen dich diese drei mit ihren imposanten Eingangstoren.

Mit einer Länge von 30 Kilometern und einem flachen Streckenverlauf steht einer entspannten Radtour mit hohem Fahrkomfort nichts im Wege.

Am 07.05.2023 wurde der Bahnradweg Sankt Wendeler Land im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung feierlich eingeweiht.

Der Radweg, mit einer Gesamtlänge von 30 km, durchquert die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler.

Es gibt 17 Rastplätze, 17 Radübersichtstafeln und sogar sieben Spielgeräte für die Kleinen.

Viele touristische Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe der Strecke und sind einen Besuch wert.

Den druckfrischen Flyer mit weiteren Informationen zum Weg finden Sie unter www.bahnradweg-sankt-wendeler-land.de

Streckenverlauf und Eigenschaften

Der Weg hat eine Länge von 30,4 km und verläuft im nördlichen Saarland weitgehend auf einer früheren Bahntrasse durch den Landkreis St. Wendel. Es werden drei Gemeinden berührt: Freisen, Nohfelden und Nonnweiler. Es gibt einige Steigungen und Gefälle. Es ist eine ungesicherte Überquerung einer Straße notwendig. Der Weg ist eindeutig, einheitlich und durchgehend ausgeschildert.

Der Startpunkt ist in Freisen, von wo man auch einen direkten Anschluss an den Fritz-Wunderlich-Radweg nach Kusel hat.

Barrierefreiheit und Infrastruktur

Einige Hinweise zur Barrierefreiheit haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Am Bahnhaltepunkt Türkismühle, etwa in der Mitte des Radweges, befindet sich eine e-Bike-Ladestation.

Es gibt zahlreiche Parkmöglichkeiten in Freisen und Nonnweiler sowie den nahe am Radweg gelegenen Ein- und Ausstiegsmöglichen.

Es gibt Bushaltestellen in Freisen, Nohfelden, Nonnweiler und an anderen Punkten an der Strecke sowie einen Bahnhaltepunkt in Türkismühle.

Es gibt einige WCs für Menschen mit Behinderung, die nicht allzu weit vom Radweg entfernt liegen und gut erreichbar sind.

Hintergrund und Entwicklung

Nach dem Ende der Hochwaldbahn-Fahrten zwischen Türkismühle und Hermeskeil wurde 2014 auch der südlichen Teil der Strecke 3131 stillgelegt, nachdem sich bei einer Ausschreibung für den Weiterbetrieb keine Interessenten gefunden hatten.

Insbesondere im Saarland wurde eine Umwandlung in einen Radweg favorisiert, da der touristische Nutzen der Bahnstrecke als zu gering eingeschätzt wurde und die Führung eines Radwegs auf dem abgebauten zweiten Gleis nur abschnittsweise möglich wäre.

Im September 2016 wurden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie eines Bahntrassenwegs von Bierfeld bei Nonnweiler über Türkismühle nach Freisen vorgestellt, der den Ruwer-Hochwald-Radweg mit dem Fritz-Wunderlich-Radweg und damit dem Glan-Blies-Radweg verbindet und das gesamte regionale Radroutennetz stark aufwertet.

Diesen Plänen stimmten die Gemeinderäte Freisen, Nohfelden und Nonnweiler zu.

Im März 2019 wurden zwischen Hermeskeil und Nonnweiler-Bierfeld auf rund 4 km die Schienen je nach Lesart zurückgebaut oder als marode entfernt um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Der Abbau der gesamten Strecke wurde im Januar 2020 durch das saarländische Verkehrs- und Wirtschaftsministerium genehmigt.

Der Förderbescheid für den Radweg lag seit Juni 2020 vor.

Im Herbst 2020 wurde der Schotter gefräst und als Untergrund für den Radweg vorbereitet.

Der eigentliche Radwegebau hatte sich aufgrund der Flutereignisse im Ahrtal etwas verzögert und wurde am 7. Mai 2023 mit der Gesamteröffnung abgeschlossen werden.

Der östliche Tel des Bahnradwegs besteht aus der Verlängerung des Fritz-Wunderlich-Wegs von Freisen in Richtung Türkismühle, die bereits bei der einige Jahre zurückliegenden Erweiterung des Freisener Gewerbegebietes berücksichtigt wurde.

Der in Freisen liegende 8,1 km lange erste Bauabschnitt wurde bis Februar 2019 freigeschnitten.

Der erste Spatenstich für diesen ersten Abschnitt wurde am 21. September 2020 gesetzt, der Schotter noch im Herbst 2020 gebrochen und für den Radweg vorbereitet.

In Nohfelden endet der auf der Trasse verlaufende Weg rund 2 km vor dem Bahnhof Türkismühle und verschwenkt auf einen jetzt asphaltierten Forstweg.

Als konsequente Fortsetzung fehlt dem neuen Weg die adäquate Anbindung nach Hermeskeil und damit an den Ruwer-Hochwald-Radweg; die aktuelle Wegequalität des rheinland-pfälzischen Abschnitts des Primstalradwegs ist sehr grenzwertig.

Für diesen Lückenschluss gibt es jetzt erste Überlegungen.

Er ist insbesondere im Ende 2022 aufgestellten Radverkehrskonzept des Kreises Trier-Saarburg enthalten.

Impressionen und Besonderheiten

Insgesamt gibt es entlang des Weges 17 Rastplätze, die zum Verweilen und Ausruhen einladen, während die kleinsten Radler sich auf den Spielgeräten im Bahndesign austoben können.

Studierende des Bachelor-Studiengangs Bauingenieurwesen hatten mit Prof. Dr. Thorsten Cypra vom Fachgebiet Straßen- und Verkehrswesen am 13. Juni 2023 die Möglichkeit, den fertiggestellten Bahnradweg im Sankt Wendeler Land zu besichtigen.

Die Exkursion begann in Freisen, wo den Studierenden zunächst die Baumaßnahme vorgestellt wurde.

Anschließend folgten sie dem Verlauf des Radwegs bis zur ersten Kreuzung, an der die ehemalige Bahntrasse die Freisener Hauptstraße überquert.

Das Gesamtprojekt hat ein Investitionsvolumen von etwa 10,5 Millionen Euro, wobei ca. 5 Millionen Euro für die Verkehrswege und ca.

An der Stelle, an der der Radweg auf die Hauptstraße trifft, konnten die Studierenden beobachten, wie Radfahrer die Straße überquerten und die besonderen Merkmale des neu gestalteten Weges wahrnahmen.

Der Bereich unmittelbar vor der Verkehrsstraße wurde mit grünem, aufgerautem Asphalt gestaltet, um die Nutzer des Weges auf die bevorstehende Gefahr aufmerksam zu machen.

Der Schwerpunkt der Exkursion lag allerdings auf dem sanierten Bierfelder Tunnel in der Nähe von Nonnweiler.

Das Besondere an diesem gemauerten Bauwerk ist, dass es unter Denkmalschutz steht.

Der Tunnel ist seit Jahrzehnten von Fledermäusen bewohnt.

Die Organisation und Durchführung dieser Exkursion war dank Gerhard Kohns und Bernd Zollhöfer ein großer Erfolg.

Die Besichtigung des vollendeten Bahnradweges ermöglichte den Studierenden einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aspekte des Bauingenieurwesens.

Radfahren im Sankt Wendeler Land

Das dichte Radwegenetz ermöglicht eine individuelle Tourenplanung und Routenkombination je nach Kondition und Zeit. Die Beschilderung im ganzen Saarland ist einheitlich, so dass es keine Probleme mit der Orientierung gibt. Ausgeschilderte Mountainbike-Strecken bieten Fahrspaß pur.

Die RadBusse sind aus der Winterpause zurück und bringen auch in dieser Freizeitsaison alle Radbegeisterten zu den schönsten Radwegen in Eifel, Hunsrück und Wiedtal sowie entlang von Mosel, Ruwer, Ahr und Nette. Die RadBusse rollen bereits ab Karfreitag, dem 29. März 2024 durch die Lande. Mit im Gepäck in diesem Jahr sind fünf neue RadBus-Linien. Das bedeutet neue tolle Möglichkeiten, die Region mit dem Rad zu entdecken. Und mit den beiden Linien 131 und 466 sind die RadBusse nun auch erstmals rechtsrheinisch unterwegs.

Auf der ca. 85 Kilometer langen Nationalpark-Radroute kann der Nationalpark Hunsrück-Hochwald erkundet werden. Über ausgeschilderte Querungen lässt sich die Gesamtstrecke nach Belieben abkürzen. Der gut beschilderte Radweg bietet sich sowohl für eine Ganztagesetappe als auch für kürzere Ausflüge an. Ein geländegängiges Fahrrad oder E-Bike wird empfohlen. www.nationalpark-radroute.de

Der Saarlandradweg verbindet im Nordsaarland den Bostalsee mit den weiteren touristischen Hauptattraktionen der Region, dem Freizeitzentrum Peterberg, dem Ringwall Otzenhausen und der Talsperre Nonnweiler. Darüberhinaus verknüpft er den Naheradweg bei Gonnesweiler mit dem Primsradweg bei Nonnweiler und dem Saar-Radweg bei Mettlach.

Der im Jahr 2010 fertiggestellte erste Bauabschnitt des idyllischen Primstalradweges (Dr. Hanspeter Georgi Radweg) zwischen Hermeskeil und Nonnweiler verbindet den Ruwer-Hochwald-Radweg mit dem saarländischen Radwegenetz. Bevor der Primstalradweg seine Namensgeberin die Prims in Nonnweiler erreicht, begleitet er den kleinen Lösterbach für knapp 10 Kilometer. Die Räder rollen auf glattem Lavasandbelag, die Strecke ist reine Erholung für die Sinne. Von Hermeskeil nach Nonnweiler neigt sich der Weg überwiegend talwärts. In umgekehrter Richtung geht es fast stetig Berg an. Auch für den neuen Nordabschnitt des Primstalradweges bietet sich der RegioRadler „Ruwer-Hochwald" als ideale Aufstiegshilfe an.

Als Fahrraderlebnis der Extraklasse hat sich der neue Ruwer-Hochwald-Radweg auf der Trasse der ehemaligen Bahn einen Ruf bis weit über die Region hinaus erworben. Wo noch bis vor einigen Jahren die roten Schienenbusse von der Mosel durchs Ruwertal nach Hermeskeil auf die Höhe fuhren, haben nun die Freizeitradler auf knapp 50 km die Regie übernommen. Von Mai bis Oktober verkehrt der RegioRadler an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in den rheinland-pfälzischen Sommerferien.

Für geübte Mountainbiker bietet sich die Profi-Tour ab Nonnweiler an. Auf fast 47 km geht es für die Biker rauf und runter über einige Steil- und Gefälleabschnitte. Die Tour ist aufgrund der unterschiedlichen Wegebeschaffenheit sehr abwechslungsreich und besticht durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, unter anderem die Talsperre Nonnweiler, der Keltische Ringwall (Abstecher) oder die Nahequelle. Eine besondere Aussicht hat man vom 584 m hohen Peterberg der gleichzeitig den höchsten Punkt darstellt. Dort lohnt es sich, eine Rast einzulegen. Eine Besichtigung der Peterberg-Kapelle sollte man sich nicht entgehen lassen. Eine Pause lohnt sich auch am Hofgut Imsbach, von wo aus man eine Verbindung zur MTB 3 und zur Johann-Adams-Mühle, ebenfalls ein Gasthof, wählen kann. Eine Abkürzung kann man bei Kastel wählen.

Weitere Bahntrassenradwege im Saarland

Mit nur neun Wegen steht im Saarland ein kleines, aber ausgesprochen feines Angebot an umgebauten Bahntrassen bereit. Auch im deutschlandweiten Vergleich herausragend sind der Fritz-Wunderlich-Weg sowie der Radweg von St. Wendel nach Tholey.

Neben dem hier beschriebenen Radweg gibt es noch weitere Bahntrassenradwege im Saarland, hier eine Auflistung:

  • Primstal-Radweg Dr. Hanspeter Georgi
  • Wendelinusradweg: St. Wendel - Tholey
  • Köllertal-Radweg
  • Völklingen Heidstock
  • Glan-Blies-Weg
  • Saarland-Radweg

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