Norddeich ist der ideale Ausgangspunkt für eine Fahrradtour nach Greetsiel. Die Fahrradtour von Norddeich nach Greetsiel ist ein echtes Abenteuer. Die Strecke von Norddeich nach Greetsiel bietet nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch viele interessante Sehenswürdigkeiten. Die Radtour ist nicht nur sportlich, sondern auch eine tolle Möglichkeit, die Natur und die Küste zu erleben.
Egal, ob du ein erfahrener Radfahrer oder ein Anfänger bist, diese Tour ist für jeden geeignet. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Fahrradtour. Eine gute Planung macht die Tour angenehmer. Um sicher und bequem von Norddeich nach Greetsiel zu radeln, ist die richtige Ausrüstung wichtig.
Die Route und ihre Besonderheiten
Von Norddeich aus lässt sich Greetsiel ideal mit einer Fahrradtour entlang des Deiches verbinden. Die Entfernung beträgt ca. 20 Kilometer und ist mit einem E-Bike von Norddeich aus in ca. einer Stunde zu erreichen. Starten Sie in Norddeich am "Haus des Gastes" auf der Seeseite des Deichs. Sie fahren ca. 16 km immer auf der Seeseite des Deichs in westlicher Richtung und gelangen hier auto- und abgasfrei auf asphaltiertem Deichfuß bis Utlandshörn und später auf Betonsteinpflaster durch die Salzwiesen bis nach Greetsiel.
Hier an der Sperrzone des Naturschutzgebietes fahren Sie über den Deich und anschließend über die Klappbrücke. Gleich hinter der Brücke fahren sie rechts durch die Weidepforte am Hafen entlang. Sie fahren auf den Hafendeich und hier rechts auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg vorbei beim Schöpfwerk bis zum Marktplatz Greetsiel.
Zurück geht es von der Greetsieler Kirche auf der Mühlenstraße in Richtung Zwillingsmühlen. Hinter der Brücke biegen Sie links in die Okko-tom-Brook-Straße ab und fahren hier bis zur Landesstraße, der Greetsieler Straße. Dort biegen Sie links auf den Radweg ab. Nach 600 Metern überqueren Sie die Greetsieler Straße und fahren in den Cirksenaweg.
Am Ende geht es links in die Karl-Wenholt-Straße, der Sie ca. 3,5 Kilometer immer geradeaus folgen. Sie kommen vorbei am Eschenhof, einem Bauernhof mit Restaurant und Café. Am Ende der Karl-Wenholt-Straße biegen Sie links ab auf die Hohe Plate. So gelangen Sie schließlich wieder auf die Greetsieler Straße. Fahren Sie auf den gegenüberliegenden Radweg und folgen der Ausschilderung nach Norddeich.
An der Einmündung der Straße "Am Leydeich" biegen Sie links ab und fahren auf dem Radweg bis zum Schöpfwerk Leybuchtsiel. Hier wechseln Sie auf den linksseitigen Radweg und kommen über eine Klappbrücke auf den Lorenzweg. Rechts am Speicherbecken befindet sich die Paddel & Pedal Station mit Imbiss und Café. Folgen Sie dem Lorenzweg, der später Polderweg heißt bis zur Deichgaststätte "Zur Leybucht". Alternativ können Sie hier links abbiegen und der Deichlinie bis Norddeich folgen (ca. 12 km).
Unser Tipp geht aber durch die S-Kurve zur Kreuzung Altendeichsweg. Fahren sie rechts ab in den Altendeichsweg (Vorsicht: Unübersichtliche Kreuzung!). Nach ca. 4 km sind Sie in Norden auf dem Schafweg, fahren den bis zur Kreuzung und weiter gerade aus in die Straße "Diekens Drift". Sie überqueren die Alleestraße und fahren in die Brauhausstraße. Am Ende biegen Sie links ab in die Straße "Im Spiet". Nach ca. 200 Metern geht rechts ein kleiner Pfad zur Straße "Lange Riege" ab. Der schmale Weg wird nach wenigen Metern eine Straße. Am Ende der Langen Riege überqueren Sie den Westlinteler Weg und fahren schräg links gegenüber in den Lehmweg, wo Sie nach 400 Metern den rechts verlaufenden Radweg nutzen.
Fahren Sie auf den gemeinsamen Fuß- und Radweg weiter bis zur Bedarfsampel, queren dort die Straße und fahren dann weiter gerade aus auf der Itzendorfer Straße, bis Sie schließlich auf dem Dörper Weg vorbei am Ocean Wave wieder an den Deich kommen.
Bürgerradweg an der L 27
Seit 2018 versuchen die Regionalbewegung im Landkreis Aurich und die IG Westerstraße in der Stadt Norden den Radweglückenschluss an der L27 zwischen Neuwesteel und Greetsiel zu initiieren. Um diesem Bürgerradweg mehr Gehör zu verschaffen wurde eigens dafür der Verein „UP PAD GESUND MIT RAD“ gegründet. Diese Radwegmaßnahme, mit einer Länge von ca. 3300 m, ist von besonderer Bedeutung für die Küstenregion. Vielen ist nicht bekannt, dass die L27 Teil der „Grünen Küstenstraße“ ist, die als bedeutendste internationale Ferienstraße gilt. In ihrem Verlauf von Belgien bis Norwegen durchquert sie die Küstenregionen der Niederlande und Deutschlands.
Die Krummhörn mit ihren 19 Dörfern hat seit Jahrhunderten zur Stadt Norden, der ältesten Stadt Ostfrieslands, enge Handels- und Handwerkerbeziehungen. Dies wird auch heute noch in Norden deutlich bei der Beschickung des wöchentlich von tausenden Menschen besuchten größten Wochenmarktes in Ostfriesland. Weiterhin hat sich Greetsiel mit der größten Kutterflotte an der Nordseeküste zu einem touristischen Hotspot entwickelt. Gleiches gilt für die Stadt Norden mit dem Nordseeheilbad Norddeich und dem an der Küste einmaligen „Deck“ , der Promenade mit dem besonderen Flair.
In der Nähe zum Ortsteil Greetsiel der Gemeinde Krummhörn, direkt an der L27, liegt der Ortsteil Leybuchtpolder der Stadt Norden. Leybuchtpolder ist das jüngste Dorf an der Deutschen Nordseeküste und wurde in den Jahren 1947 und 1950 durch den Bau des Störtebeker Deichs dem Meer abgerungen. Ab 1952 begann dann die Besiedlung. Der Stadtteil Leybuchtpolder hat sich zu einem Dorf entwickelt in dem durch bürgerliches Engagement viel für den Zusammenhalt im Dorf getan wird und sich weit darüber hinaus ein attraktives Umfeld entwickelt hat.
Der Radweglückenschluss leistet einen erheblichen Beitrag zur Schulwegsicherung. Darüber hinaus profitieren zahlreiche Sportler der Vereine SV Leybucht dem Bosselverein Uitersthörn und dem TV Greetsiel auf dem Weg zum -Training oder Wettkampf hiervon. Der SV Leybucht allein hat schon über 500 Mitglieder und übersteigt damit die Einwohnerzahl.
In dem Ortsteil Leybuchtpolder sind nicht nur zugkräftige Sportvereine vertreten, sondern auch das Welsch-Gestüt der Familie Siemers. Hier werden jährlich Turniere mit über 1000 Zuschauern durchgeführt. Weiter gibt es in dieser Ortschaft den Gemüse- und Erdbeerhof Zenker der von der Familie Busch betrieben wird. Die Selbstpflückaktionen und die benachbarten Gemüsehöfe Asche, Peters und Ippen in Neuwesteel werden von unzähligen Bürgern und Gästen aufgesucht
Die Dorfgemeinschaft Leybuchtpolder lädt regelmäßig zu Kulturveranstaltungen in die „Lüttje Kark“ ein. Am 02.09.2020 war es dann so weit, der Verein UP PAD GESUND MIT RAD stellte zusammen mit der Stadt Norden, auf deren Hoheitsgebiet der Bürgerradweg gebaut worden ist, den Antrag auf Anerkennung des Bürgerradweges beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in Hannover.
Der Bewilligungsbescheid wurde nach nur 2 Monaten am 16.11.2020 erteilt. Am 03.07.2023 wurde durch den Landkreis Aurich der Planfeststellungsbeschluss gefasst und dann dem Verein übergeben. Der Radweg wurde offiziell im Juni 2024 seiner Bestimmung übergeben.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Greetsiel ist ein malerisches Fischerdorf, das mit seinem besonderen Charme begeistert. Greetsiel ist ein charmantes Fischerdorf, das viel zu bieten hat. Viele der Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert. In Greetsiel angekommen, kann man die charmante Atmosphäre des kleinen Fischerdorfes genießen.
Der Pilsumer Leuchtturm ist ein bekanntes Wahrzeichen und ein beliebtes Fotomotiv. Er wurde 1890 erbaut und ist berühmt durch den Film „Otto - Der Außerfriesische“. Die Zwillingsmühlen sind ein weiteres Highlight. Diese beiden historischen Windmühlen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Teil der Geschichte von Greetsiel. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt von Greetsiel ist sehr empfehlenswert.
Wichtige Hinweise für die Radtour
Sicherheit ist das Wichtigste beim Radfahren! Radfahren macht Spaß, aber Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Fahrrad: Ein gut gewartetes Fahrrad ist das A und O. Das Wetter kann deine Radtour stark beeinflussen.
Auf PKW und landwirtschaftliche Fahrzeuge ist zu achten. Die Route führt teilweise über beschotterte Streckenabschnitte. Nach langen Regenfällen kann es dort zu Einschränkungen kommen. Entlang des Deiches kann es zu kurzen Situationen kommen, in denen abgestiegen werden muss, um Schafsgatter zu passieren.
(Wegen der Schafbeweidung am Deich ist das Mitführen von Hunden auf der Seeseite des Deiches verboten. Mit Hunden fahren Sie auf der Landseite des Deiches auf der Deichverteidigungsstraße.)
Der Nordseeküsten-Radweg
Mit einer Länge von 6.000 Kilometern ist der Nordseeküstenradweg (North Sea Cycle Route) einer der längsten Fernradwege der Welt. Er führt durch acht Länder Europas. Genießen Sie die endlose Weite des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer oder machen Sie eine Pause direkt am Deich, dort wo viele Schafe grasen.
Der ostfriesische Streckenabschnitt der Route startet an der Deutsch-Niederländischen Grenze, in Bunde. Die Route des Nordseeküstenradweges führt über die Seehafenstadt Emden, entlang wunderschöner Sielorte, wie Greetsiel, Neßmersiel oder Bensersiel, bis zu kleinen Dörfern und beschaulichen Städten im Landesinneren, wie das idyllische Jever.
In Wilhelmshaven erwartet Sie ein kleiner Einkaufsbummel auf der Maritimen Meile. Abschließend geht es um den Jadebusen bis nach Dangast. Im alten Kurhaus genießt man hier mit Blick auf das Wattenmeer den leckersten und legendärsten Rhabarberkuchen.
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 220.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.
Was bringt eine ADFC-Mitgliedschaft?
- Einfluss auf die Verkehrspolitik
- Deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
- Zweimonatliches ADFC-Magazin
- Vorteilhafte Sonderkonditionen bei Partnern
Verkehrssicherheit beim Radfahren
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen.
Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Worauf sollte man als Radfahrer*in achten?
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.
Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
Die Radtour von Norddeich nach Greetsiel ist ein tolles Erlebnis für alle, die die Natur und die frische Luft lieben. Die Strecke ist einfach zu fahren und bietet viele schöne Ausblicke auf das Meer und die Landschaft. Die Rückfahrt am Deich entlang macht den Ausflug perfekt.
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