Entdecke eine traumhafte Fahrradroute entlang der Blumenriviera von Imperia nach Sanremo

Die Blumenriviera in Ligurien ist eine der schönsten Küstenregionen Europas und bietet ein mildes Klima, malerische Küstenstädte und herrliche Panoramablicke. Eine der besten Möglichkeiten, diese außergewöhnliche Küste zu erkunden, ist das Fahrrad. Die Route von Imperia nach Sanremo ist ein unvergessliches Radabenteuer.

Abfahrt in Imperia

Imperia ist der perfekte Ausgangspunkt für dieses Fahrradabenteuer. Die Stadt besitzt einen charakteristischen Hafen, Promenaden am Meer, Sandstrände und eine reiche Geschichte. Imperia bietet viele Sehenswürdigkeiten, die man erkunden kann, bevor man seine Fahrradtour beginnt. Besuche unbedingt Porto Maurizio mit seinen verwinkelten Gassen, schönen mittelalterlichen Kirchen und der „Passeggiata degli Innamorati“ (Liebesweg), die unvergessliche Ausblicke auf das blaue Meer bietet.

Der Radweg ‚dei Fiori‘

Die Strecke von Imperia nach Sanremo folgt dem Radweg ‚dei Fiori‘. Er bietet spektakuläre Ausblicke auf das blaue Ligurische Meer auf der einen Seite und die Seealpen auf der anderen. Derzeit beginnt der Radweg in Borgo Prino und endet in Ospedaletti. Borgo Prino ist ein charmantes Fischerdorf nur wenige Minuten vom Zentrum Imperias entfernt. Bauarbeiten sind im Gange, sodass der Radweg künftig die ganze Stadt Imperia durchqueren und auf der anderen Seite bis Ventimiglia und nach Frankreich weiterführen wird.

Die Strecke bietet die Möglichkeit, in die natürliche und kulturelle Schönheit der Region einzutauchen. Man kann (auch zu Fuß) auf Küstenwegen fahren, die einst von Zügen befahren wurden. Der Radweg verläuft exakt auf der alten Bahntrasse, ist sehr gepflegt, mit zwei breiten Fahrspuren, perfektem Asphalt, Fahrradverleihstationen sowie zahlreichen Rastplätzen mit Brunnen und Bänken. Parallel dazu verläuft ein Fußweg.

Unterwegs bewundert man das funkelnde Meer, terrassierte Landschaften und jahrhundertealte Olivenhaine, während man durch Tunnel fährt und wunderschöne mittelalterliche Dörfer besucht. Der Radweg ‚dei Fiori‘ ist ein Beispiel für die grüne Wiederverwendung alter Eisenbahninfrastruktur. Er bietet ein einzigartiges Radfahrerlebnis zwischen Geschichte und landschaftlicher Schönheit.

Reizvoller Verlauf durch Küstenorte und Innenstadt von Imperia

Der Weg führt unmittelbar am Meer entlang und durchquert charmante Orte wie Borgo Marina und das Stadtgebiet von Imperia, wo er besonders attraktiv durch mehrere Tunnel verläuft. Diese Tunnel sind nicht nur architektonische Highlights, sondern bieten auch eine willkommene Abkühlung an heißen Sommertagen. Der Prarola-Tunnel in Imperia ist beispielsweise mit Hintergrundmusik ausgestattet und gilt als einer der kühlsten Punkte der Strecke.

Beleuchtete Tunnel für Komfort und Sicherheit

Mehrere Tunnelabschnitte, darunter der bis zu 1,5 km lange Capo Berta-Tunnel, sind gut beleuchtet und verfügen über separate Fußgängerwege.

Wasserstellen und Rastplätze entlang der Strecke

Entlang des Radwegs gibt es zahlreiche Rastplätze mit Bänken und Wasserstellen, die zur Erfrischung und zum Verweilen einladen. Diese sind regelmäßig verteilt und ermöglichen es Familien und Freizeitradlern, die Fahrt entspannt zu gestalten.

San Lorenzo al Mare und seine Strände

Nach einer entspannten Fahrt und dem Durchqueren eines recht langen Tunnels (1,5 km) erreichen wir San Lorenzo al Mare, einen der Juwelen der Riviera. Dieses charmante Küstendorf, das vom Meer überblickt und von Bergen geschützt wird, mit bunten Fischerhäusern, ist berühmt für seine Strände und das kristallklare Meer. Es ist der perfekte Ort für eine erfrischende Pause und ein Bad im Wasser.

Auf der einen Seite das Meer mit dem Rauschen der Wellen, auf der anderen unberührte Natur. Diese beiden Elemente verschmelzen zu einer einzigartigen Kulisse, wie sie unter den italienischen Radwegen kaum zu finden ist. Wenn Sie diesen Abschnitt des Radwegs nach San Lorenzo befahren, werden Sie von einer magischen Abfolge von Farben, Düften und Eindrücken umgeben. Was es noch faszinierender macht, ist, dass dieser Teil des Gebiets früher wegen der Eisenbahn unerreichbar war, sodass die Natur heute so intakt und unberührt geblieben ist.

Santo Stefano: Ein schönes Labyrinth mittelalterlicher Gassen

Weiter entlang des Radwegs, nach San Lorenzo, Costarainera und Cipressa, erreichen wir Santo Stefano, ein mittelalterliches Dorf zwischen Hügeln und Meer. Mit seinen engen Straßen, malerischen Gassen, der alten Kirche Santo Stefano Protomartire und dem neuneckigen Turm ist Santo Stefano ein perfekter Halt, um in die Geschichte und Kultur Liguriens einzutauchen.

Während der Radweg entlang des Meeres weiterführt, haben wir einen Panoramablick auf die zahlreichen Strände des Dorfes und den alten Hafen.

Sanremo: Das große Finale

Nach Santo Stefano, vorbei an Arma di Taggia, endet unser Fahrradabenteuer in Sanremo. Die Stadt ist berühmt für ihr mildes Klima, blühende Gärten und Musik. Die letzten 8 Kilometer des Radwegs sind komplett flach und führen uns ins Herz der Stadt. Die Route verläuft entlang des ehemaligen Bahnhofs von Sanremo, am Ende der Uferpromenade Corso Imperatrice, und führt dann weiter in Richtung Ospedaletti.

Sanremo, zweifellos eine der lebhaftesten Städte der Riviera di Ponente, empfängt uns mit überwältigender Energie. Verlassen wir den Radweg, tauchen wir ein ins pulsierende Herz der Stadt: die Via Matteotti. Hier entdecken wir zwischen Kunsthandwerksläden, Boutiquen und Cafés auf dem Gehweg Messingplaketten mit den Namen aller Gewinner des Sanremo Festivals, von der ersten Ausgabe bis heute. Die „Stadt der Blumen“ ist Gastgeber zahlreicher national bedeutsamer Events, vom berühmten Sanremo Festival bis zum historischen Radrennen „Milano-Sanremo“.

Praktische Tipps

Bevor Sie losfahren, stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrrad gut gewartet ist und prüfen Sie die Bedingungen des Radwegs. Entlang der Strecke finden Sie zahlreiche gut sichtbare Fahrradverleih- und Reparaturstationen: Kioske und Pavillons direkt am Weg. Bringen Sie geeignete Kleidung, Wasser und Verpflegung mit und denken Sie immer daran, die Verkehrsregeln und die Sicherheit zu beachten.

Die Erkundung der Riviera dei Fiori von Imperia bis Sanremo mit dem Fahrrad ist ein unvergessliches Erlebnis, das Sie in die natürliche und kulturelle Schönheit der Westligurischen Küste eintauchen lässt. Mit atemberaubenden Aussichten, malerischen Dörfern und der Freiheit, zahlreiche Strände in eigenem Tempo zu entdecken, ist diese Fahrradroute ein echtes Outdoor-Abenteuer. Der Radweg zwischen Imperia und Ospedaletti ist ein herausragendes Beispiel für Genussradeln und gelungene Konversion von Infrastruktur zugunsten nachhaltigen Tourismus an der ligurischen Küste.

Rund 26 Kilometer lang ist der Radweg von Imperia nach San Remo, dabei perfekt ausgebaut und angenehm flach. Er eröffnet wunderschöne Aussichten aufs Meer und bietet mit mehreren, teils recht langen Tunneldurchfahrten auch ungewöhnliche Radelerlebnisse. Der Endpunkt dieses Bahntrassenradwegs liegt übrigens nicht am Bahnhof von San Remo, sondern eine Station weiter, im kleinen Badeort Ospedaletti Ligure.

Startpunkt der Tour ist (derzeit) am Parkplatz westlich des freien Strandes am Borgo Prino, Imperia. Der erste Tunnel auf der Strecke erwartet uns bald darauf an der Torre Prarola, danach kommt der erste Radverleih (Nolo Bici) auf der Strecke. Etwa drei Kilometer nach San Lorenzo gelangt man nach Santo Stefano al Mare. In diesem sehr hübschen Ort haben wir den Radweg kurz verlassen und eine erste Cappuccino-Pause eingelegt. Santo Stefano geht an der Küste ziemlich nahtlos in Riva Ligure über. Ebenfalls ein netter Badeort, den man beim Bahntrassenradeln aber nur von seiner rückwärtigen Seite aus sieht, übrigens vorbildlich gesichert mit Radampel. Vor der Einfahrt nach Arma di Taggia überquert man auf einer Brücke ein Flüsschen, den Torrente Argentina. Im Ort gibt es eine kleine Umleitung, die aber gut beschildert ist. Sie hat den Vorteil, dass man am Strand entlangradelt, an dem es auch Einkehrmöglichkeiten gibt (für uns eine Aranciata auf dem Rückweg). Von Bussana sieht man nicht viel, weil der eigentliche Ort oberhalb der Trasse liegt. Die strandseitig gelegenen Lokale sind übrigens recht teuer, aber es gibt auch nette und preiswertere Lokale im Ort. Ospedaletti selbst ist zum Glück deutlich hübscher als sein Bahnhof. Zuerst geht es wieder durch den sehr langen, aber toll ausgebauten Tunnel. Wir haben auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher zum Hafen gemacht.

Die reine Radelzeit liegt hin und zurück bei etwa drei Stunden. Mit Einkehr und vielleicht einem Badestopp kann man sie leicht zu einer Tagestour ausdehnen. Wir hatten unsere eigenen Räder dabei, man kann aber auch problemlos welche mieten (hatten wir im Jahr zuvor auch gemacht). Da der Radweg so gut ausgebaut und flach ist, braucht man kein besonders tolles Bike dafür. Verleihstationen von Nolo Bici gibt es in Santo Stefano al Mare, Arma di Taggia und San Remo, auch in Imperia soll noch eine eingerichtet werden.

Entlang der Strecke gibt es immer wieder Pausenplätze mit schöner Aussicht, wo man sein mitgebrachtes Picknick verzehren kann. Wer lieber einkehrt, findet am Radweg von Imperia nach San Remo aber auch reichlich Möglichkeiten.

Der Radweg von Imperia nach San Remo auf der ehemaligen Bahntrasse gehört übrigens keineswegs zu den Ligurien-Geheimtipps. Im Sommer ist hier richtig was los. Mir persönlich wäre es dann aber ohnehin zu heiß zum Radeln.

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