Eine Radtour um den Starnberger See ist eine wunderbare Möglichkeit, das bayerische Fünf-Seen-Land zu erkunden. Die rund 50 Kilometer lange Strecke bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, gemütliche Biergärten und interessante Orte.
Die Route im Überblick
Die gut ausgeschilderte Tour ist ohne nennenswerte Steigungen und bietet vielfach die Möglichkeit, Rast in einem der zahlreichen Naherholungsgebieten zu machen. Auf dem Radweg verlieren Radler den Starnberger See nur selten aus den Augen. Die Radstrecke bahnt sich ihren Weg, vorbei an Uferpromenaden, kleinen Straßenabschnitten sowie Feld- und Waldwegen.
Startpunkt und Anreise
Starnberg ist der Ausgangspunkt der Tour. Eine Anreise ist mit dem Pkw aus Richtung München über die A95 oder A952 möglich. Doch auch mit der S-Bahn oder Regionalbahn ist Starnberg einfach erreichbar. Hier startet die Tour in der 23.000-Seelen-Gemeinde, die am nördlichen Ende des Starnberger Sees nahe München zu Hause ist.
Die Tour startet in Starnberg am Bahnhofsplatz (S-Bahn Station Starnberg See) und führt in östlicher Richtung über Percha nach Kempfenhausen, Leoni, weiter Richtung Ammerland und Ambach an die Südseite des Starnberger Sees nach Seeshaupt. Richtung weiter nach Bernried durch den Schlosspark über Unterzeismering nach Tutzing. Auch hier führt der Weg bis Possenhofen am See entlang.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Entdecken Sie die schönsten Orte, Badeplätze, gemütliche Biergärten und interessante Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad rund um den Starnberger See.
Berg und die Votivkapelle
Die Rundtour verläuft im Uhrzeigersinn, so dass Berg eine der ersten Stationen ist. Einer der nächsten Orientierungspunkte ist das preisgekrönte Landratsamt, das mit futuristischen Stilelementen die Blicke auf sich zieht. Die nächste Station ist die Würm, der einzige Abfluss des gesamten Starnberger Sees. Nun setzt sich die Radtour weiter nach Berg fort. Badestrände und Liegewiesen sind stetige Wegbegleiter, an denen hin und wieder kleine Bistros oder Kioske zum Verweilen einladen.
Immer entlang des Ufers des fünftgrößten deutschen Sees geht es zügig nach Berg, in die Stadt, die vor allem durch den skandalumwitterten Tod König Ludwig II. bekannt wurde. An diesen erinnert heute eine Votivkapelle, die wir etwa bei Kilometer 6 erreichen (linker Hand in Seenähe). Im Jahre 1886 wurde der sogenannte Märchenkönig unterhalb der Gedenkstätte im Starnberger See tot aufgefunden. Heute befindet sich ein Kreuz an diesem Ort, um dessen Geschichte sich zahlreiche Legenden und Verschwörungstheorien ranken. Zuvor passieren wir allerdings noch das kleine Schloss Berg, die ehemalige Sommerresidenz des bayerischen Königs.
Ammerland und Ambach
Wer das Waldstück hinter sich gelassen hat, fährt mit dem Fahrrad an mehreren Stränden, Liegewiesen und Bootsstegen vorbei. Die Route setzt sich in Assenhausen, Allmannshausen sowie dem Ammerland fort. Hier befindet sich im Ammerland zum Beispiel eine Fischerei mit Fischgeschäft, deren Biergarten wie für eine Verschnaufpause geschaffen ist. Verführerisch duftet es nach geräuchertem Fisch. Natürlich stehen ebenfalls frisch gekühlte Getränke bereit. Der nächste Teil der Rundfahrt verläuft von Seeheim bis nach Ambach. Hier ist das gleichnamige Erholungsgebiet gelegen, dessen Campingplatz, Liegewiese und Badebereich bei Urlaubern besonders beliebt ist.
Seeshaupt
An der Ostseite des Starnberger Sees verläuft die Route nunmehr über die südliche Spitze des Starnberger Sees bis hin nach Seeshaupt. In Seeshaupt haben wir bei ca. Kilometer 25 den südlichsten Teil des Starnberger Sees erreicht und uns eine kleine Pause verdient. Das Café am See auf der St. Heinrich-Straße oder der Biergarten Würmseestüberl an der Seepromenade bieten sich für eine Einkehr an. In Seeshaupt bietet sich außerdem wie so oft am Starnberger See auch die Möglichkeit, die Tour abzukürzen, um mit der Bayerischen Seenschifffahrt den Rest der Tour bequem auf dem Wasser zu verbringen.
Bernrieder Park und Museum der Phantasie
Die dem Landkreis Weilheim-Schongau angehörige Gemeinde ist ein hübscher Teilabschnitt der Rundstrecke, die sich an der Westseite des Starnberger Sees in nördliche Richtung fortsetzt. Im Gegensatz zur Ostseite befinden sich in diesem Gebiet wesentlich mehr Naturlandschaften, die in Park- und Waldregionen unterteilt sind. Rund fünf Kilometer nach Seeshaupt ist der Bernrieder Park erreicht. Der Bernrieder Park ist ein Stiftungspark, dessen rund 80 Hektar große Fläche unter Landschafts- und Denkmalschutz steht. Insbesondere die in dem Park gedeihenden Eichen und Buchen erregen Aufsehen.
Vor dem rund 2.000-Einwohner-Städtchen wartet ein kleiner Park, der Bernrieder Park (ab etwa Kilometer 29), außerdem bietet sich der Besuch des Museums der Phantasie (Kilometer 32,2) oder ein Abstecher in den Höhenrieder Park an. Daran schließen sich Attraktionen wie das Kloster Bernried oder das Buchheim Museum der Phantasie an. Diese Ausstellung widmet sich spannenden Themen wie Kunst, Natur oder Architektur. Eine der moderneren ausgestellten Kunstwerke sind bereits von außen deutlich sichtbar.
Tutzing
Von dort aus geht es weiter nach Tutzing, wo das Museumsschiff Tutzing (bei ca. Kilometer 36,3 den Johanneshügel hinauf) besucht werden kann. Die Route führt uns durch den Ort hindurch, wir passieren die Villa Kustermann, den Schloßpark Tutzing, zahlreiche kleinere Denkmäler und letztlich das Schloss Garatshausen am Ortsausgang.
Roseninsel und Feldafing
Die Radtour setzt sich nun bis zum Südbad Tutzing fort. Nachdem Sie den Yachthafen und Tennis-Club hinter sich gelassen haben, schließt sich der Kustermannpark an. Nunmehr verläuft ein kurzer Streckenabschnitt auf der Hauptstraße durch Tutzing, bis der Radweg in Richtung See seinen Lauf nimmt. Haben Sie das Nordbad hinter sich gelassen, taucht schon bald das Freibad Garatshausen am Horizont auf. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Roseninsel, die Radfahrer auf der Höhe von Feldafing über eine bewaldete Region erreichen.
Weiter entlang des Seeufers geht es nach Feldafing, wo uns die schöne Roseninsel erwartet. Bei ca. Kilometer 42,4 bietet sich die Möglichkeit zur Überfahrt mit der Roseninselfähre. Etwa 500 Meter weiter befindet sich das Strandbad Feldafing. Dieser Streckenabschnitt führt zur einzigen im Starnberger See gelegenen Insel, die trotz ihrer geringen Größe von rund 200 Metern an Durchmesser schon zur Steinzeit besiedelt gewesen ist. Überregionale Bekanntheit erlangte das Eiland allerdings erst durch deren prominenteste Bewohnerin - Sisi, der Kaiserin von Österreich. Die im nahegelegenen Schloss Possenhofen ansässige Ehegattin des österreichischen Kaisers Franz stattete der Insel an nahezu jedem Tag einen Besuch ab. Diese Historie ist für viele Ausflügler bereits ein Grund, auf der Roseninsel vorbeizuschauen.
Possenhofen und das Paradies
Aus Feldafing hinaus geht es Richtung Possenhofen. Von diesem Orientierungspunkt ist der Yachtclub Possenhofen auf der Rundtour am Starnberger See nicht mehr weit entfernt. Das sich anschließende Schloss Possenhofen ist zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Dafür steht das Seeufer des einstigen Schlossparks allerdings für einen Spaziergang offen.
Die Radtour startet nun vom Uferweg bis zur Badeoase "Paradies". Im Possenhofener Badegebiet Paradies bietet sich eine weitere Rastmöglichkeit; hier gibt es Grillplätze direkt am See (etwa Kilometer 45,4). Das Paradies macht seinem Namen alle Ehre. Diesem Erholungsgebiet fehlt es dank Grillplatz, Volleyballplatz, Badestegen, Liegewiesen sowie einem speziellen Strandbereich für Windsurfer an nichts. Am zu dem Erholungsgebiet gehörigen Kiosk endet der Radweg. Daher müssen Sie den verbleibenden Weg auf der Straße zurücklegen.
Rückkehr nach Starnberg
Das war die letzte Etappe, nun geht es wieder Richtung Starnberg. Die letzten Station dieser Rundfahrt ist der Untere Seeweg, an den sich die Seepromenade anschließt. Auf dieser Flaniermeile sind Ausflügler wiederum am Ausgangspunkt der Radtour angelangt.
Zusätzliche Informationen
Für eine gemütliche Seerunde sollte man 4 Stunden reine Fahrzeit einplanen.
Die besten Zeitpunkte für diese Tour sind Frühjahr und Herbst. Zu dieser Zeit ist es zwar angenehm warm. Dennoch sind die Radwege nicht durch Badegäste überfüllt.
Länge: 49 Kilometer
Beim Fahrrad-Routenplaner handelt es sich um eine Betaversion.
Familienfreundliche Alternativen
Viele Radstrecken verbinden München und Starnberg, da ist für jeden etwas dabei aber viele Teilstrecken sind nicht familienfreundlich. Wirklich gemütlich und für alle Altersgruppen geeignet ist der Würmradweg, wenn ihr ab Gauting westlich der Bahnlinie fahrt. Familienfreundlich ist die nicht beschilderte Route ab Gauting über die Hangstraße und Königswieser Straße nach Königswiesen. Auf dieser Route gibt es nur kurze Strecken mit Kfz-Verkehr. Hinter Königswiesen geht es durch den Königswieser Forst parallel zur Bahnlinie und dann am Golfplatz Gut Rieden vorbei nach Starnberg.
Achtung: Die Regel Nummer eins lautet: vertraue nicht auf die Beschilderung! Sonst dauert es nicht lange und ihr verpasst eine Abzweigung. Oder ihr landet womöglich mit Kindern auf einer Landstraße ohne Radweg.
Eher für geübte Radfahrende ist die beschilderte Strecke entlang der Würm. Die wird vor Leutstetten zu einem schmalen Waldweg, der stellenweise sehr steil am Hang verläuft und uneben ist. Am Ende mündet dieser Weg auf die Altostraße. Oder man fährt auf der Altostraße bis nach Leutstetten. Dort beginnt die Freizeitroute auf Holzstegen und Schotterwegen durch das Leutstettener Moos.
Die bekannte Olympiastrecke führt direkt an der Autobahn entlang und ist nur für unerschrockene geeignet. Wer auf dem schnellsten Weg fahren möchte und wen weder Autobahnlärm noch schnell überholende Autos abschreckt, kann diese Route wählen.
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