Der Tollensesee-Radweg: Eine Entdeckungsreise durch Mecklenburg-Vorpommern

Entdecken Sie mit dem Fahrrad die reizvolle Landschaft rund um den Tollensesee, dem "Haussee" der Neubrandenburger. Der rund 35 Kilometer lange Radweg führt durch das eiszeitliche Tollensebecken, ein 10.440 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet, und bietet abwechslungsreiche Naturerlebnisse.

Streckenverlauf und Highlights

Die Strecke ist gut ausgeschildert und verspricht eine abwechslungsreiche Tour. Wer vom Kulturpark entgegen dem Uhrzeigersinn um den rund zehn Kilometer langgestreckten See fährt, vermeidet die größten Anstiege. Hier einige Highlights entlang des Weges:

  • Kulturpark Neubrandenburg: Ein beliebter Ort für Freizeit und Sport, ausgestattet mit verschiedenen Skulpturen.
  • Strandbad Broda: Lockt bei schönem Wetter zu einem erfrischenden Bad im Tollensesee. Unterwegs gibt es noch viele weitere Bademöglichkeiten.
  • Alt Rehse: Das mecklenburgische Dorf mit bewegter Geschichte beherbergte einst eine "Führerschule der Deutschen Ärzteschaft" und ein "Musterdorf" der Nazis. Eine Ausstellung in der Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte informiert darüber.
  • Zippelow: Vorbei am Limousin-Hof, wo eine Fleischrinderrasse aus der gleichnamigen französischen Region gezüchtet wird.
  • Prillwitz: Gegenüber der offenen Kirche mit ihrem neugotischen Turm befindet sich ein Friedhof.
  • Lieps-See: Ein geschützter Rast- und Brutplatz für Vögel mit wunderschönen Landschaftsbildern.
  • Nemerower Holz: Ein Rotbuchenwald mit Eichen, Ahorn und Nadelbäumen, der zum Arionstein und zum Aussichtsturm Behmshöhe führt.
  • Augustabad: Ein weiteres Strandbad am Tollensesee, das zur Entspannung einlädt.

Optionale Abstecher

Für alle, die ihre Tour erweitern möchten, bieten sich folgende Abstecher an:

  • Schloss Hohenzieritz: Nur 2,6 Kilometer von der Hauptroute entfernt liegt das Schloss der preußischen Königin Luise. Der malerische Schlosspark gehört zu den schönsten Landschaftsgärten Mecklenburg-Vorpommerns.
  • Klein Nemerow: Sehenswert sind die Feldsteinscheune und die Grabplatte des Verwalters der ehemaligen Johannitercomturei - Ludwig von der Groeben. Von hier gelangen Sie über einen Naturwanderpfad unter anderem zum Naturschutzgebiet Nonnenhof - einem bedeutenden Vogelrast- und -brutplatz.

An- und Abreise

Räder können zum Beispiel nur zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt im Fahrradhaus Leffin ausgeliehen werden. Dafür vom Bahnhof aus gleich rechter Hand auf dem Friedrich-Engels-Ring zur Nummer 22 laufen. Um auf den Tollensesee-Radweg zu gelangen, fährt man den Friedrich-Engels-Ring weiter bis zur Rostocker Straße und überquert diese.

Für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich das Brandenburg-Berlin-Ticket (BBT) an, das von Gruppen bis zu fünf Personen genutzt werden kann. Das Deutschland-Ticket ist ebenfalls gültig.

Hinweise zur Streckenbeschaffenheit

Die Strecke ist gut ausgebaut und ausgeschildert. Bis auf einen kleinen Abschnitt mit alten Betonplatten, ist die Strecke asphaltiert oder führt über befestigte Schotterwege. Die Strecke ist bequem befahrbar und bietet unterwegs viele schöne Rastplätze. Ganz ohne ist der Tollensesee-Radrundweg nicht, es warten einige saftige Anstiege auf die Fahrer, die man aber auch langsam hochstrampeln kann.

Veranstaltungen in Neubrandenburg

Vom 29. bis 31. August finden Konzerte, Straßenkunst, Familienaktionen und Kulinarik rund um die vier Stadttore sowie in der gesamten Innenstadt statt.

Es werden auch geführte Touren angeboten. Treffpunkt ist die Touristinfo im HKB, Marktplatz 1. Die Kosten betragen 8 € pro Person. Termine: 9., 13., 16., 20., 23., 27., 30.

Die Stadt Neubrandenburg

Neubrandenburg, eingebettet in eine unverwechselbare Landschaft, rankt sich um den nördlichen Teil des Tollensesees. Den besonderen Reiz macht der historische Grundriss der Stadt aus. Beachtenswert ist die fast vollständig erhaltene mittelalterliche Wall- und Wehranlage mit den vier prächtigen gotischen Stadttoren. Diese weisen den Weg zu vielen Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Neben der beeindruckenden, vollständig erhaltenen Stadtbefestigung sind auch die Marienkirche, in der heute Konzerte abgehalten werden, und die Vierradmühle, die älteste Getreidemühle der Stadt, interessant, ebenso wie das Franziskanerkloster samt Johanniskirche und das Schauspielhaus, das in einem der letzten Fachwerkgebäude der Stadt untergebracht ist.

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