Radweg Greetsiel Emden Route

Der Nordseeküstenradweg ist mit einer Länge von 6.000 Kilometern einer der längsten Fernradwege der Welt und führt durch acht Länder Europas.

Der ostfriesische Streckenabschnitt der Route startet an der Deutsch-Niederländischen Grenze, in Bunde.

Die Route des Nordseeküstenradweges führt über die Seehafenstadt Emden, entlang wunderschöner Sielorte, wie Greetsiel, Neßmersiel oder Bensersiel, bis zu kleinen Dörfern und beschaulichen Städten im Landesinneren, wie das idyllische Jever.

Die Friesenroute Rad up Pad verbindet Natur, Kultur und Geschichte. Ostfriesische Häuptlingssitze, malerische Kutterhäfen und urige Runddörfer prägen diesen Rundkurs.

Die ca. 290 km lange Friesenroute Rad up Pad führt Sie auf einem Fahrradrundkurs vorbei an ostfriesischen Häuptlingssitzen, malerischen Kutterhäfen und urigen Runddörfern.

Verträumte kleine Ortschaften, Fischerdörfer und Hafenstädte prägen das Landschaftsbild des deutsch-niederländischen Rundkurses, der bis auf die Insel Borkum führt.

Genießen Sie die endlose Weite des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer oder machen Sie eine Pause direkt am Deich, dort wo viele Schafe grasen.

Die Tour de Fries ist geprägt von einer maritimen Küstenlandschaft. Hier treffen Fischkutter auf "große Pötte" und Hafenromantik auf das geschäftige Treiben des JadeWeserPorts.

NI 1.01 Emden - Greetsiel

Die Strecke NI 1.01 Emden - Greetsiel (ehemals) ist fast nur 'plattes Land'.

Da die Kleinbahn meist neben der Landstraße verlief, gibt es überwiegend straßenbegleitende Radwege, trotzdem ist die Strecke radelnswert.

Die Länge beträgt ca. 24,5 km (davon ca. 10,7 km auf der ehem. Bahntrasse). Der Streckenverlauf ist eben (1-3 m ü. NN), meist asphaltiert.

Aus dem Hbf EMDEN kommend auf dem Bahnhofsplatz links halten (freigeg. Z. 250); wg. links zurück und mit der Bahn das Larrelter Tief überqueren; wg., geradeaus folgen; ab einem Spielplatz asph.; in Conrebbersweg an der Straße (Bahnübergang) geradeaus: Franeker Weg (freigeg.).

Durch das nächste Drängelgitter und links: Bahnhofstraße; an der Einmündung Kleinbahnweg / ehem. am Ortsende auf den linken R/F, die einmündende Straße queren (Querungshilfe) und schräg rechts durch das Drängelgitter auf den asph.

Am Spielplatz geradeaus: asph. bei Frepsum am Abzw. 10,1 links zurück: Tiefster Punkt 1,4 (bzw. über die Brücke und in der abknickenden Vorfahrt geradeaus: asph.).

Bei MANSLAGT geradeaus: Manslagter Ring; am ehem. auf Höhe der Kirche auf die linke Straßenseite wechseln; bei 22,6 am Abzw. die einmündende Hafenstraße queren (Querungshilfe), dann links und schräg rechts: Kleinbahnstraße (asph. rechter R/F, später Verbundpflaster) nach GREETSIEL.

Bei 24,3 schräg rechts folgen (freigeg. Z. 250, später freigeg. ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... 19.05.2019

Bei herrlichem Maiwetter starteten wir unsere 63 km lange Tour durch das Krummhörn.

Der Weg verlief zunächst am Deich, zeitweise sogar direkt am Wasser. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten ließen den Tag wie im Fluge vergehen.

Am Sonntagmorgen um 8 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Haren. Lukas Wobken erläuterte den Tourenplan und nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans-Joachim Weber kam auch schon der Zug.

In Emden bestiegen wir dann in Erwartung guten Wetters unsere Räder.

Die Fahrt war sehr entspannt, nach jeweils zehn Kilometern wurde eine kurze Pause eingelegt, um den Po zu entlasten und etwas zu trinken.

Unser erstes Highlight war Rysum, ein altes (erste Erwähnung im 10. Jh.) Rundwarftendorf mit der Kirche auf der höchsten Stelle der Warft.

Begrüßt wurden wir durch einen riesigen Misthaufen vor einem ostfriesischen Bauernhaus.

Dann ging es durch eine schmale Straße mit kleinen Häuschen, roten Backsteinhäusern und liebevoll gepflegten Vorgärten zum Marktplatz, wo wir eine Rast im Marktcafé einlegten.

Gegenüber dem Café stand ein altes Schwengelpumpenhäuschen. Anschließend ging es weiter durch schmale, durch Hecken und kleine Zäune begrenzte Sträßchen, vorbei an der alten Backsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert und der Mühle.

Ein idyllisches Örtchen. Weiter ging die Fahrt auf der Binnenseite des Deiches, vorbei am Campener Leuchtturm, wo wir auf die Butenseite wechselten.

Für einen guten Kilometer reichte das Wasser bis an den Radweg, bis es sich wieder zurückzog.

Am 1888 erbauten Pilsumer Leuchtturm, dem Wahrzeichen von Krummhörn, machten wir einen kurzen Fotostop.

Er ist ein Hauptdarsteller in einer Kinderbuchreihe, ein Ort, an dem viele Paare heiraten wollen, und eine Kulisse in dem Film „Otto - der Außerfriesische“, wodurch er besondere bekannt wurde.

Dann gelangten wir nach Greetsiel, wo wir die Mittagspause einlegten.

Durch Greetsiel gingen wir auf eigene Faust. Wir besuchten die Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit dem separaten Glockenturm.

Über dem Osteingang befinden sie zwei Wappen auf Sandsteinplatten. Das Innere der Saalkirche ist schlicht.

Wir kamen an dem ehemaligen Steinhaus, ein als Wohnhaus genutzter Backsteinbau, um 1600 erbaut, dessen Traufsteine die Form von Löwenköpfen haben.

Im Hafen lagen zahlreiche Fischerboote und einzelne Fahrgastschiffe. Besonders schön ist die historische Häuserzeile am Hafen. Die Häuser, teils mit Volutengiebeln, stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Das Kosten des Eises aus der Eisdiele am Hafen war eine Pflichtübung, der wir gerne nachkamen.

Unser nächstes Ziel war die Mühle von Hinte, wo wir wieder eine Rast machten. Leider war die Terrasse mit Blick auf das Knockster Tief besetzt, so dass wir mit der Gaststube vorlieb nehmen mussten.

Während die Männer sich, über die Karte geneigt, Gedanken über den weiteren Tourenverlauf machten, hatten die Frauen reichlich zu erzählen.

Der schiefste Turm der Welt, der Kirchturm von Suurhusen, durfte in dem Programm nicht fehlen.

Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh. erbaut. Der Turm wurde 1450 angebaut. Das Innere ist schlicht gehalten. Ein Schmuckstück war der Taufbrunnen aus Bentheimer Sandstein.

Danach ging es zurück zum Bahnhof Emden. Nach einem herrlichen Sonnentag zogen dunkle Gewitterwolken auf und als wir glücklich im Zug saßen, begann es zu regnen.

Was soll also den ADFC von einer geplanten Tagestour abhalten? Am Wochenende stand eine Radtour an der Nordsee auf dem Programm.

Also ran an den Rechner und Routen geplant. Für uns ist es egal, ob wir an die niederländische Küste oder rauf Richtung Emden fahren.

Es sind immer gut 2,5-Stunden zu fahren. Hm, voll würde es sicher auch werden.

Daher war der Plan, recht früh in Emden zu starten und dann Richtung Greetsiel durch das platte Land zu fahren. Greetsiel sollte dann nur ein Zwischenstopp sein um dann weiter die Küste entlang, zurück nach Emden zu fahren.

Die Fahrt verlief dann ganz entspannt. Wie geplant kam ich um 9 Uhr in Emden an und habe in einem kleinen Ortsteil Borrsum, östlich vom Hafen, geparkt.

Kleiner Tipp zur Parkplatz-Suche in Komoot. Haltet nach Kirchen oder Friedhöfen Ausschau. Zuerst führt mich der Weg durch das noch ruhige Emden.

Vorbei an einem schönen, alten Wasserturm ging es dann in nördlicher Richtung raus aus der Stadt.

Und weiter ging es Richtung Norden. Viel Aufregendes gab es nicht zu sehen. Nur Felder, Kühe, Windräder und zur Belohnung ordentlich Gegenwind.

Das war aber vorher klar, dass bis nach Greetsiel der Wind von vorne kommen würde. Und für ostfriesische Verhältnisse war das vermutlich nur ein laues Lüftchen.

Später, ab Greetsiel, gab es dann eigentlich nur noch Rückenwind. Bei anderen Windprognosen hätte ich die Strecke gegebenenfalls gedreht.

Wenn man von Süden aus nach Greetsiel kommt, wird man am Ortseingang direkt von den Zwillingsmühlen begrüßt.

Diese stehen hintereinander am alten Greetsieler Sieltief und sind ein Hotspot für Touristen. Und die waren jetzt schon in großer Anzahl im Ort.

Von den Mühlen ging es durch die Altstadt Richtung Greetsieler Hafen. Auf dem Stück darf man mit dem Rad fahren, es war aber grenzwertig, aufgrund der vielen Menschen dort.

Angekommen am Deich stand ich dann auch vor dem ersten Schaf-Gatter und dann mitten in einer Schafherde.

Diese Gatter trennen den kompletten Deich, auch später bis Emden hinab, in Abschnitte für die Deichschafe auf. An einigen sind Durchfahrten mit Rohren, an anderen kleine Türen, die man öffnen muss.

Die Strecke zur Schleuse führt einmal über den Deich und dann knapp 4 Kilometer lang direkt unten am Ufer entlang. Dabei ist die Strecke so um 5-10° geneigt, halt der Winkel vom Deich.

Immerhin wurden dabei die Reifen auch mal auf den Außenseiten abgefahren. Und die Strecke war wieder schön leer. Achja, wat war nicht da? Dat Meer. Dafür war Watt da.

Nach einem kurzen Fotostopp ging es dann auf der anderen Seite des Deiches zurück bis zum Otto-Leuchtturm - ab hier übrigens mit Rückenwind. Eigentlich ist das ja der Pilsumer Leuchtturm, aber jeder kennt den schönen, rot-orangenen Leuchtturm aus dem Otto-Film.

Und hier am Leuchtturm war es wieder rappelvoll mit Menschen. Hinter Ottos Leuchtturm wurde es schlagartig leer auf den Wegen.

Hier traf man nur noch vereinzelt mal ein paar Radfahrer oder halt Schafe. Dabei führte der Weg teilweise hinterm Deich und vor dem Deich entlang.

An einigen Stellen war die Meerseite wegen Bauarbeiten am Deich gesperrt. Irgendwann radelt man dann nicht mehr an der Nordsee entlang, sondern an der Ems.

Ich weiß gar nicht so genau, wo die Grenze ist. Dabei kann man die ganze Zeit zur niederländischen Seite der Ems hinüber schauen. Dort dominiert aber die Industriekulisse von Eemshaven.

Spätestens aber ab dem Campener Leuchtturm ist man auf jeden Fall an der Ems angekommen. Und überwacht wird der Schiffsverkehr dort vom Kontrollturm des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden.

Irgendwann geht es leider nicht mehr weiter am Wasser entlang. Das VW-Werk Emden ist im Weg und man muss einen Umweg um das Werk herumfahren.

Das war der einzige Abschnitt, der nicht schön war. Im Hafen angekommen war es dann aber wieder interessanter.

Der Bahnhof am Borkum-Anleger, die großen Fähren, Schleusen und Zugbrücken waren dann noch mal ein paar schöne Fotomotive.

Nach 82,5 Kilometern war ich wieder am Auto. Und, stolz wie Oskar, denn ich habe es mit einem Akku geschafft, trotz ordentlich Gegenwind auf den ersten 30 Kilometern.

Nach weiteren 2,5-Stunden Fahrt mit dem Auto war ich dann wieder zu Hause.

Insgesamt hat die Tour also 11,5 Stunden gedauert.

Aber eine schöne Alternative, um mal ein bisschen Meeresluft zu schnuppern, ist es auf jeden Fall. Vielleicht machen wir das auch mal mit Übernachtung und zwei kleineren Touren.

Mal schauen, wie sich die Lage in den nächten Wochen entwickelt. Herr Tommi, 68er Jahrgang, aus dem schönen Mülheim an der Ruhr im Ruhrpott.

Etappen der Friesenroute

Starten Sie von der Seehafenstadt Emden aus direkt in die ostfriesische Landschaft der Krummhörn. Über den Deich und durch das Störtebekerland wird auf der zweiten Etappe Norden-Norddeich erreicht: die älteste Stadt Ostfrieslands und ihr lebendiges Seebad.

Weiter entlang der Küste in die Ausläufer des Nationalparks Wattenmeer und zur "Herrlichkeit" Dornum mit ihren Schlössern und Burgen.

Natur pur erleben Sie auf Ihrem Weg durch die Moorlandschaft des ostfriesischen Binnenlandes nach Aurich, der heimlichen Hauptstadt der Ostfriesen.

Nach einem Stadtbummel geht es weiter über die Blumenstadt Wiesmoor und "am Kanal lang" direkt ins Fehngebiet von Großefehn.

Auf der letzten Etappe führen die typischen Fehnkanäle mit Ihren schönen Klappbrücken den Radwanderer wieder nach Emden.

Die einzelnen Etappen sind:

  • Etappe von Emden nach Greetsiel: ca. 50 km
  • Etappe von Greetsiel nach Norden: ca. 50 km
  • Etappe von Norden nach Dornum oder Esens: ca. 40 bzw. 56 km
  • Etappe von Dornum nach Aurich: ca. 50 km
  • Etappe von Aurich nach Großefehn: ca. 45 km
  • Etappe von Großefehn nach Emden, Abreise: ca. 35 km

Auf den Spuren des berühmten Pilsumer Leuchtturms - die maritime Landmarke von Ostfriesland.

Von Emden aus folgt die zweite Etappe dem Larrelter Tief in Richtung Mahlbusen.

Dann geht es weiter durch die kleinen Ortschaften Rysum, Loquard und Campen in Richtung Nordseeküste.

Nach einem kurzen Abschnitt hinter dem Deich biegt die Route wieder etwas landeinwärts ab in Richtung Grothusen, Manslagt und Neu Etum.

Bei Routenkilometer 41 wird Pilsum erreicht. Das Runddorf wurde auf einer Warft (Siedlungshügel) errichtet.

Besonders bekannt ist der Pilsumer Leuchtturm. Der rot-gelb geringelte Leuchtturm ist eines der Wahrzeichen Ostfrieslands und diente bereits des Öfteren als Filmkulisse.

Vom Leuchtturm aus sind es nur noch wenige Routenkilometer bis zum Etappenende, dem Fischer- und Künstlerdorf Greetsiel.

Die Wegebeläge bestehen aus Straße, Asphalt und Schotter.

Wegbeschreibung: Emden - Rysum - Manslagt - Pilsum - Greetsiel

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