Der Altmühltal-Radweg: Eine umfassende Beschreibung

Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands, und das zu Recht. Auf 166 Kilometern folgen Sie der gemächlich dahinfließenden Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark Altmühltal und entdecken an einem Stück die faszinierende Schönheit der Altmühlregion. Während der Fahrt erleben Sie mächtige Felspartien der Juraalb, beeindruckende Wacholderheiden und saftige Ufer- und Wiesenlandschaften.

Der Altmühltal-Radweg verläuft auf 250 km und in 6 Hauptetappen von Rothenburg ob der Tauber bis nach Kelheim. Der Altmühltal-Radweg ist ein genussvoller Flussradweg durch das Altmühltal in Bayern.

Bizarre Felsen, Wacholderfelder, liebliche Wiesen und Auen: Das Altmühltal beglückt seine Besucher mit einer reizvollen Urlaubslandschaft mitten in Bayern. Eine Fahrradreise auf dem Altmühl-Radweg bietet eine ganz besondere Perpektive auf diese reizvolle Landschaft. Mit dem Wind in den Haaren und von der Sonne geküsst, kann man sich nicht nur an der Natur erfreuen, auch kulturell hat die Region einiges zu bieten.

Das Altmühltal war einst von den Römern besiedelt. Im Grenzgebiet zwischen dem römischen Weltreich und Germanien, durch das auch der Limes (Grenzwall) verlief, versammelten sich in ferner Vergangenheit die Legionäre und hinterließen ihre Spuren. Thermen, Kastelle und Wachtürme säumen die Strecke von Rothenburg o.d. Tauber bis Regensburg. Neben der Antike können die Urlauber auch noch eine weitere Epoche auf Ihrer Zeitreise an der Altmühl entdecken. Mittelalterliche und barocke Bauwerke sind genauso Zeugen der Zeit und lassen die Besucher in die Ära der Adeligen und Ritter eintauchen. Repräsentative Burgen stehen, genauso wie einige Ruinen, in voller Pracht am Wegesrand. Die Bauwerke ziehen die Besucher in ihren Bann. Zurecht, denn wer sich darauf einlässt, stellt das Rad beiseite und taucht ganz tief ein - in das prachtvolle Leben des Adels.

In etwa acht Tagen ist die Tour entlang der Altmühl, von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg, gut zu schaffen. Bei dieser Route bleibt genügend Zeit, um viel Interessantes und Sehenswertes über die Region und deren Geschichte zu entdecken. Auch kulinarisch liegen einige Reize am Wegesrand.

Etappen und Routenvarianten

Für die Nimmermüden ist auch eine Verlängerung bis Regensburg oder gar noch weiter möglich. Wer Lust hat, den Altmühltal-Radweg zu verlängern, kann bereits in Wertheim oder Rothenburg o. d. Tauber starten.

  • Rothenburg ob der Tauber bis Hornauer Weiher: Von Rothenburg an der Tauber kannst du die Strecke bis zur Altmühl-Quelle beim Hornauer Weiher hochradeln. Nach dem steilen Anstieg geht der Radweg angenehm eben weiter. Die erste Variante führt zum Quellgebiet der Altmühl und überquert die Hügel nach "Hornau". Der "Hornauer Weiher" gilt übrigens als Quelle der Altmühl.
  • Ansbach bis Gunzenhausen: Von Ansbach geht es weiter bis zum malerischen Altmühlsee bei Gunzenhausen, wo du eine Badepause einlegen kannst. Eine dritte Variante startet in Ansbach, das besser an das Netz der Bundesbahn angeschlossen ist und führt über die Hügel auch nach Colmberg. Von Ansbach können Sie auch auf dem Hohenzollern-Erlebnisradweg nach Nürnberg radeln.
  • Treuchtlingen und Umgebung: Das weite Altmühltal verengt sich nach Treuchtlingen. Vorbei an Jurafelsen fährst du z.B an der beeindruckenden Felsformation der "zwölf Apostel" vorbei. Auf dem weiteren Weg entlang der Altmühl passieren Sie Treuchtlingen, das sogar ein Thermalbad besitzt.
  • Eichstätt bis Beilngries: Nach Eichstätt fährst du durch Wacholderheiden, vorbei an der Burg Kipfenberg zunächst nach Beilngries, das sich für eine Pause anbietet. Das Altmühltal wird bis Beilngries nun zur echten Idylle.
  • Riedenburg bis Kelheim: Auf deiner letzten Etappe fährst du kurz nach Riedenburg unter anderem an der Burg Prunn vorbei, die auf einem Felsen im bewaldeten Hang errichtet ist. Bei Beilngries vereint sich der Main-Donaukanal mit der Altmühl und gemeinsam fließen sie in Richtung Kelheim zur Donau.

Sehenswürdigkeiten entlang des Altmühl-Radwegs

Viele der Orte, die du auf dem Altmühltal-Radweg passierst, haben sich einen mittelalterlichen Charme bewahrt. Auf deiner Reise fährst du außerdem an zahlreichen Burgen, Ruinen und Schlössern vorbei, die typisch für Bayern sind. Beeindruckende Burgen, Kultur und traumhafte Orte entlang des Wege gibt es viele.

  • Rothenburg ob der Tauber: Start der ersten Etappe auf dem Altmühl-Radweg ist Rothenburg ob der Tauber. Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: der mittelalterliche Stadtkern, der auch Magnet für viele internationale Besucher ist. Rothenburg verfügt über eine noch intakte Stadtmauer und ist exemplarisch für eine typische mittelalterliche Stadt, die während ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert ihre Grenzen erweitern musste.
  • Colmberg: Weiter geht es Richtung Colmberg. Hier passieren die Radfahrer auch das Quellgebiet der Altmühl, den Naturpark Frankenhöhe, mit seinen saftigen grünen Auen. Wer mag, kann die Burg Colmberg besichtigen und von dort den Blick über das Tal genießen.
  • Ansbach: Etwa 16km sind es noch bis Ansbach. Dort endet die heutige Etappe.
  • Altmühlsee: Nach den kleinen Anstiegen auf der Strecke inmitten der lieblichen Wiesen, bietet der Altmühlsee eine willkommene Erfrischung. Die beliebte Urlaubsregion beherbergt ein großes Vogelschutzgebiet, inmitten des Ferienparadieses. Die „Vogelinsel“ ist eine beliebte Raststätte für Zugvögel, über die man sich auf dem Aussichtsturm und auf einem Lehrpfad informieren kann. Was man auf den ersten Blick nicht erkennt: der Altmühlsee ist von Menschenhand geschaffen.
  • Ornbau: In Ornbau können Sie eine historische Brücke und ein schönes Stadtbild bewundern, bevor Sie die Seenplatte um den Altmühlsee erreichen. Nach rund 16 Kilometern passierst du die kleine aber bedeutende Stadt Ornbau direkt an der Altmühl.
  • Pappenheim: Der nächste Ort ist Pappenheim, das wohl jedem aus Schillers Zitat bekannt ist. Als erstes passierst du den Ort Pappenheim. Hier erwartet dich eine mit grünen Pflanzen bewachsene Weidenkirche.
  • Solnhofen: In Solnhofen können Sie die Reste einer im Jahre 650 gebauten Säulenbasilika bewundern.
  • Dollnstein: Danach geht es auf dem Altmühlradweg weiter in Richtung Dollnstein. Bei Dollnstein führt dich der Radweg dann direkt an weiteren Trockenhängen mit imposanten Felsformationen vorbei.
  • Eichstätt: Die ehemalige Bischofsstadt Eichstätt erwartet die Besucher mit einer netten Mischung aus barocker Geschichte und moderner Universitätsstadt. Ziel der heutigen Etappe ist Eichstätt.
  • Kelheim: Zum Gedenken an die siegreichen Schlachten im Befreiungskrieg gegen Napoleon zwischen 1813 und 1815, hat König Ludwig I. die sogenannte Befreiungshalle in Kelheim errichten lassen. Das Wahrzeichen der Stadt Kelheim, die Befreiungshalle, die König Ludwig I.
  • Kloster Weltenburg: Weiter führt uns der Weg entlang der Donau zum Kloster Weltenburg, das sich an der südlichen Uferseite am sehenswerten Donaudurchbruch befindet. Direkt an der Flussschleife liegt das Kloster romantisch an einem Kiesstrand und hat auch einiges für das leibliche Wohl zu bieten.
  • Regensburg: Regensburg ist schon für sich eine Reise wert. Wer über die Steinerne Brücke die Stadt betritt, kann die vielen Türme der charmanten Donaustadt schon erahnen. 2006 wurde die Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt. Mit vielen neuen Erkenntnissen über diese mittelalterliche Stadt geht die Reise auf dem Altmühl-Radweg zu Ende.

Tipps für die Planung

Wir empfehlen, mindestens eine Woche für den Altmühltal-Radweg einzuplanen. Die beste Reisezeit für den Altmühltal-Radweg ist von April bis Oktober. Solange die Wege frei und die Temperaturen nicht zu kalt sind, ist der Altmühltal-Radweg immer ein Genuss.

  • Kondition: Der Radweg ist meist flach, aber eine gute Grundkondition hilft dennoch, lange Etappen entspannt zu meistern.
  • Unterkünfte: Der Altmühltal-Radweg und seine Zwischenstationen sind beliebte Reiseziele.
  • Gepäcktransport: Für längere Touren empfiehlt sich ein Gepäcktransport. Kürzere Etappen kannst du problemlos mit einem Tagesrucksack fahren. Informiere dich über die Möglichkeiten von Gepäcktransport.
  • Radhelmpflicht: Es besteht keine Radhelmpflicht.
  • Fahrrad: Der Altmühltal-Radweg führt auf asphaltierten sowie auf Feld- & Wiesenwegen entlang, die technisch einfach zu bewältigen sind, benötigst du keine besonderen Kenntnisse. Auf Fernradwegen bist du auf unterschiedlichem Terrain unterwegs. Je nachdem, wo du unterwegs bist, gibt es deshalb unterschiedliche Empfehlungen zum passenden Radmodell, Familienfreundlichkeit oder Sicherheit.
  • Familienfreundlichkeit: Ja, der Altmühltal-Radweg ist für die ganze Familie geeignet.
  • Hunde: Grundsätzlich ja, informiere dich vorab in deiner gewählten Unterkunft, ob Hunde dort gestattet sind.

Anreise

Fahre über die A7 Würzburg-Ulm nach Rothenburg. Anschließnd folgst du der Abfahrt 108 Rothenburg / Tauber.

Streckencharakteristik

Der Altmühltal-Radweg folgt dem Flusse Altmühl von der Quelle bis zur Mündung in die Donau bei Kelheim. Ab Beilngries bis Kelheim trägt er auch den Namen "Tour de Baroque". Seinen Ausgangspunkt nimmt er in Rothenburg ob der Tauber. Am Hornauer Weiher erreicht er die Altmühl, die hier ihren Ursprung hat, und folgt ihr bis Colmberg. Von Colmberg verläuft er durch das weite und ebene Tal der Altmühl über Leutershausen, Herrieden, Ornbau zum Altmühlsee mit seiner Vogelinsel (Naturschutzgebiet - kann besichtigt werden). Am Ostufer des Altmühlsees entlang erreicht der Weg die Stadt Gunzenhausen. Von Gunzenhausen geht es nach Treuchtlingen mit seinem Thermalbad und weiter über Pappenheim, Solnhofen und Dollnstein in die alte Bischofsstadt Eichstätt - dem romantischsten Abschnitt des Tals mit seinen Jura-Felsformationen - und weiter nach Beilngries. Von Dollnstein bis Beilngries durchfährt er das eiszeitliche Urstromtal der Donau mit interessanten Jura-Formationen. Dann im landschaftlich reizvollen Altmühltal bis zum Schnittpunkt mit dem Donauradweg in Kelheim.

Er berührt zahlreiche Mühlen und Hammerwerke am Fluss, Burgruinen, Schlösser und Römerkastelle. Der Weg ist leicht zu befahren. Er führt abseits von Straßen ohne Steigung auf Asphalt- und Schotterwegen, landwirtschaftlichen Wegen, Forstwegen und Pfaden, teilweise wassergebunden. Du fährst in östlicher Richtung zunächst kurz bergauf und dann fast nur noch bergab. Dabei passierst du eine der drei Quellen des Flüsschens Altmühl und folgst anschließend dem Flusslauf, der dich weit weg vom Straßenverkehr durch die Natur führt. Der Altmühltal-Radweg verläuft nach dem ersten Steilstück zur Quelle ohne starke Steigungen entland der Altmühl.

Detaillierte Etappenbeschreibungen

Etappe 1: Von Rothenburg ob der Tauber nach Herrieden

Start der ersten Etappe auf dem Altmühl-Radweg ist Rothenburg ob der Tauber. Gleich zu Beginn der Tour wartet das erste Highlight: der mittelalterliche Stadtkern, der auch Magnet für viele internationale Besucher ist. Rothenburg verfügt über eine noch intakte Stadtmauer und ist exemplarisch für eine typische mittelalterliche Stadt, die während ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert ihre Grenzen erweitern musste.

Weiter geht es Richtung Colmberg. Hier passieren die Radfahrer auch das Quellgebiet der Altmühl, den Naturpark Frankenhöhe, mit seinen saftigen grünen Auen. Der kleine Ort lädt zu einer Pause ein. Wer mag, kann die Burg Colmberg besichtigen und von dort den Blick über das Tal genießen.

Von Colmberg aus geht es bergab weiter bis zum Etappenziel Herrieden, wo du in einer der Unterkünfte ausreichend Schlaf für die nächste Etappe bekommst. Alternativ kannst du bis ins etwa 10 Kilometer entfernte Ansbach weiterradeln.

Etappe 2: Von Herrieden zum Altmühlsee

Von Herrieden aus brichst du in südöstlicher Richtung zur zweiten Etappe deiner Tour auf dem Altmühlltal-Radweg auf. Nach rund 16 Kilometern passierst du die kleine aber bedeutende Stadt Ornbau direkt an der Altmühl. Von Ornbau aus geht es am Ufer des Altmühlzuleiters mit Blick aufs Wasser weiter bis zum Altmühlsee, in den der Zuleiter mündet.

Etappe 3: Von Treuchtlingen nach Eichstätt

Weiter geht es ab Treuchtlingen auf der dritten und kürzesten Etappe des Altmühl-Radwegs direkt am Fluss entlang Richtung Eichstätt. Auf diesem Abschnitt wirst du mit ganz viel atemberaubender Natur belohnt. Als erstes passierst du den Ort Pappenheim. Hier erwartet dich eine mit grünen Pflanzen bewachsene Weidenkirche. Bei Dollnstein führt dich der Radweg dann direkt an weiteren Trockenhängen mit imposanten Felsformationen vorbei. Ziel der heutigen Etappe ist Eichstätt.

Etappe 4: Von Eichstätt nach Beilngries

Deine vorletzte Etappe startet in Eichstätt zunächst in südöstliche Richtung, um dann in einem großen Bogen nach Nordosten abzudriften. Große Teile der Strecke führen dich wieder flach direkt am Ufer der Altmühl entlang. Du kommst an wunderschöner Natur vorbei. Am Ende, kurz bevor du am Etappenziel Beilngries ankommst, passierst du noch einen einladenden Badesee mit teils bewaldeten Ufern. Angekommen in Beilngries gibt es dann einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken, unter anderem die historische Altstadt und das Schloss Hirschberg. Von dort oben aus hast du eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und das Altmühltal. Zum Übernachten gibt es auch hier viele Möglichkeiten.

Etappe 5: Von Kelheim nach Saal an der Donau

Heute ist die letzte Etappe deiner Altmühltal-Radtour angebrochen. Die Strecke ist hier fast durchgehend flach und manchmal sogar etwas abschüssig. Von Kelheim aus kannst du von Frühling bis Herbst bequem mit dem Freizeitbus abreisen. Alternativ radelst du rund sechs Kilometer weiter bis nach Saal an der Donau. Hier hast du eine Zuganbindung.

Hinweise zu Umleitungen und Einschränkungen

Altmühltal-Radweg Umleitung: Vom 21. Juli bis 14. August 2025 ist der Abschnitt des Altmühltales-Radwegs in Kipfenberg zwischen Regelmannsbrunn und Böhming aufgrund Sanierungsarbeiten gesperrt.

Einschränkungen im Bahnverkehr: Aufgrund von Bauarbeiten gibt es am Bahnhof Saal (Donau) Schienenersatzverkehr in folgenden Zeiträumen: 4. bis 31.07. und 29.08. bis 2.09.2025. Die eingesetzten Busse befördern keine Fahrräder. Alternativ können Sie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen den Freizeitbus nutzen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Regensburg (von Kelheim weiter entlang auf dem Donau-Radweg) und in Münchsmünster (auf dem Donau-Radweg in Richtung Ingolstadt).

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