Es gibt viele Möglichkeiten, das Saarland auf unzähligen, abwechslungsreichen Fahrradtouren zu entdecken und kennenzulernen. Sowohl für sportlich ambitionierte als auch gemütliche Radler stehen ausgeschilderte Radtouren auf aussichtsreichen und gepflegten Radwegen zur Verfügung. Die wunderschöne saarländische Landschaft mit den vielen interessanten Sehenswürdigkeiten macht jeden Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Beliebte Radwege im Saarland
Der Saar Radweg teilt sich das enge Tal mit Bahn und Straße von der Mündung in die Mosel bei Konz bis Merzig. Eine landschaftlich sehr schöne Etappe zur Saarmündung und an der Mosel weiter nach Trier. Die Strecke ist gut ausgeschildert und wechselt mehrmals die Seiten. Die gut ausgeschilderte Strecke entlang der Saar am linken Ufer ist überwiegend eben und asphaltiert.
Der Bahnradweg Sankt Wendeler Land durchquert die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler.
Die Radtour „Im oberen Glantal“ führt von Bruchmühlbach über Miesau nach Schönenberg-Kübelberg und von dort auf dem Radweg „Kirschroute“ entlang des Kohlbaches nach Dittweiler. Dann folgt ein langer Anstieg über Dunzweiler auf den Höcherberg zur Quelle der Glan im benachbarten Saarland.
Wildromantische Flusstäler und Genussfreude gehören zu den vielen Vorzügen des Saarlandes. Auf zwei Radfernwegen und in einer Fahrradregion bietet die gehobene Küche exzellente Anreize für Genießer.
Nach wenigen Kilometern lockt ein Abstecher nach Sarreguemines, das auf Deutsch Saargemünd heißt, weil hier Saar und Blies zusammenfließen. Dem letztgenannten Fluss folgt der Radfernweg an der Grenze zu Rheinland-Pfalz in Richtung Norden, wo das Unesco-Biosphärenreservat Bliesgau mit mächtigen Buchenwäldern, fruchtbaren Streuobstwiesen und sanften Auenlandschaften lockt. Durch das Sankt Wendeler Land führt die Route weiter nach Otzenhausen. Dort sorgt der Keltische Ringwall aus dem 1. Jh. v. Chr. für ehrfurchtsvolles Staunen.
Dann in der Nähe von Mettlach überqueren die Radler abermals die Saar. Der Ort ist zugleich Hauptsitz des Keramikproduzenten Villeroy & Boch. In einer ehemaligen Benediktinerabtei wirft das weltbekannte Unternehmen einen Blick zurück auf 260 ruhmreiche Jahre.
Zuvor aber zeigt das Saarland in Völklingen noch ein anderes Gesicht: Hier steht mit der gleichnamigen Hütte ein Unesco-geschütztes Industriemonument.
Familienfreundliche Radtouren
Da seit der Corona-Pandemie vermehrt Familien, häufig mit kleinen Kindern, auf dem Fahrrad anzutreffen sind, hat der ADFC für diese Radler*innen über 20 Touren zusammengestellt, die Sicherheit und spannende Erlebnisse für Kinder bieten. Die Tourenleiter*innen und Aktiven im ADFC Saar verfügen über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Erarbeitung von Fahrradtouren in der Region. Die „kinderleichten" Touren sind über das ganze Saarland verteilt. Bei unserer Auswahl wurde auf möglichst flache und autofreie Routen und interessante Wegeränder (Spiel- und Rastplätze, Störche, Wasserbüffel und anderes Getier) geachtet.
Die Start- und End-Punkte liegen nach Möglichkeit in Bahnhofsnähe. Abfahrtszeiten findet man ganz leicht hier: www.bahn.de oder www.saarfahrplan.de. Die Fahrradmitnahme ist im Saarland und in Rheinland-Pfalz am Wochenende übrigens im Nahverkehr der Bahn kostenlos. Nur Werktags vor 9 Uhr muss für die Räder eine eigene Fahrkarte gelöst werden. Zu jeder Tour gibt es einen GPS-Track zum Herunterladen, eine Karte und einen kleinen Einleitungstext. Wir wünschen viel Spaß!
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft
- Einflussnahme auf politische Entscheidungen zur Förderung des Radverkehrs
- Deutschlandweite ADFC-Pannenhilfe
- Zweimonatlich erscheinendes ADFC-Magazin
- Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern
Verkehrssicherheit: Was Sie beachten sollten
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelec oder E-Bike: Was ist der Unterschied?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
ADFC-Radurlaubsplaner: Inspiration für Ihre Reiseplanung
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen.
Grenzenlose Radtouren
Eben hieß es noch „Tach“, drei Tritte in die Pedale später schon „Bonjour“. Die grenzüberschreitenden Routen machen das Radfahren im Saarland zu etwas ganz Besonderem.
Mountainbiken im Saarland
Ganz sportlich mit direktem Naturkontakt. Das ist der Reiz des Mountainbikens. Durch Wald und Wiesen, über Stock und Stein - die Trails im Saarland haben sich zu einem Paradies für Mountainbiker entwickelt. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade ist jede Tour eine individuelle Herausforderung.
Bikepacking im Saarland
Viele Radwege im Saarland eignen sich gut für mehrtägige Bikepacking-Touren. Wer mit seinem Gravelbike und breiten Reifen unterwegs ist, wird sich auf dem Saarland-Radweg besonders wohl fühlen. Die Saarlandrunde führt über Schotter- und Feldwege, auf Singletrails durch Wälder oder auf schmalen Straßen durch Ortschaften.
Bahnradwege im Saarland
Mit nur neun Wegen steht im Saarland ein kleines, aber ausgesprochen feines Angebot an umgebauten Bahntrassen bereit. Auch im deutschlandweiten Vergleich herausragend sind der Fritz-Wunderlich-Weg sowie der Radweg von St. Wendel nach Tholey.
Im September 2016 wurden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie eines Bahntrassenwegs von Bierfeld bei Nonnweiler über Türkismühle nach Freisen vorgestellt, der den Ruwer-Hochwald-Radweg mit dem Fritz-Wunderlich-Radweg und damit dem Glan-Blies-Radweg verbindet und das gesamte regionale Radroutennetz stark aufwertet. Diesen Plänen stimmten die Gemeinderäte Freisen, Nohfelden und Nonnweiler zu.
Der Ersatzbau der Nahebrücke steht noch aus, dieser Bereich kann kleinräumig umfahren werden. Der östliche Tel des Bahnradwegs besteht aus der Verlängerung des Fritz-Wunderlich-Wegs von Freisen in Richtung Türkismühle, die bereits bei der einige Jahre zurückliegenden Erweiterung des Freisener Gewerbegebietes berücksichtigt wurde.
Radverkehrsplan Saarland (RVP)
Der Radverkehrsplan Saarland (RVP) ist eines der zentralen Instrumente der Radverkehrsförderung im Saarland: Er bietet ein umfassendes Konzept zur Verbesserung der Wegeinfrastruktur im Land und beinhaltet damit wesentliche Maßnahmen, die zur Verbesserung des Alltagsradwegenetzes beitragen. Der RVP enthält eine systematische Bestandsaufnahme der aktuell zur Verfügung stehenden Radwegeinfrastruktur. Diese setzt sich aus Alltagsradwegen und touristischen Radwegen zusammen. Ausgehend von der Bestandsanalyse sind im RVP notwendige Verbesserungsmaßnahmen gelistet. Er zeigt den Handlungsbedarf für Qualitätsverbesserungen und Lückenschlüsse im Radwegenetz auf.
Auch notwendige Maßnahmen rund um die Radinfrastruktur sind Gegenstand des RVP. Dazu zählen neben potenziellen Verknüpfungspunkten mit anderen Verkehrsmitteln die konsequente Beschilderung von Radwegen, sowie vermehrte Information, Kommunikation und Serviceangebote rund um das Verkehrsmittel Fahrrad. Der RVP bietet außerdem eine Leitlinie zur effizienten Steuerung der Haushaltsmittel und hilft zu erkennen, wo finanzielle Mittel mit geringem Investitionsaufwand möglichst großen Nutzen für den Radverkehr erzielen.
Besondere Angebote in der Region Saar-Obermosel
Die Stadt Konz ist durch den Zusammenfluss von Saar und Mosel idealer Ausgangpunkt für ausgedehnte Radtouren. Entlang der Flüsse finden die Gäste nicht nur ein gut ausgebautes, sondern vor allem ebenes Radwegenetz vor. Prädestiniert also für Touren mit allen, die normalerweise nicht ohne weiteres in den Genuss einer Radtour kommen können.
Die Stadt Konz konnte ein Rollstuhlfahrrad anschaffen, das über die Lebenshilfe Trier-Saarburg e.V. sowohl von Touristen aber auch interessierten Einheimischen kostenfrei ausgeliehen werden kann. Somit können in unserer schönen Urlaubsregion nun Alle im Sinne des Inklusionsgedankens in den Genuss einer Radtour kommen und Rollstuhlfahrer die Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive erleben.
Der Verleih des Rollstuhlfahrrads über die Lebenshilfe Trier-Saarburg e.V. ist unkompliziert - und vor allem kostenfrei! Die Bedienung des Fahrrads ist für den Fahrer intuitiv und dank des Elektromotors nicht nur für den Passagier ein extrem komfortables Fahrvergnügen.
Kulinarische Genüsse entlang der Radwege
So abwechslungsreich wie die Landschaft, so vielfältig, kreativ und schmackhaft ist auch die Küche. Regionale Vielfalt auf dem Tisch! Die Region ist reich an regionalen Spezialitäten. Neben dem Wein als Spitzenprodukt werden hier weitere hochwertige Erzeugnisse produziert. Die Weine von Saar und Obermosel können in historischen Weingütern, stylischen Vinotheken und modernen Weinmanufakturen probiert werden.
Die mit Dörrfleisch, Lauch und Ei gemischten geriebenen Kartoffeln werden angebraten und mit Feldsalat oder Apfelmus serviert. Ausgewiesene „Genuss-Gastwirte“ bieten weitere typisch saarländische Spezialitäten an.
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