Italien zeigt sich dem Urlauber in ganz unterschiedlichen Landschaften und Regionen. Es lohnt sich immer, sich in den Sattel zu schwingen und - mit dem Wind in den Haaren und bei gemächlichem Tempo - neue Orte zu erkunden. Wie im Fall dieser Radwege, die fast so etwas wie Fernstraßen für das Zweirad sind, auf denen wenig Verkehr herrscht und die es gestatten, mit dem Fahrrad große Gebietsflächen zu durchfahren.
Radfahren im Trentino
Das Trentino bietet ein dichtes Netz an Fahrradwegen. Die Provinz Trient investiert schon seit Jahren stark in die Infrastruktur der Fahrradwege, und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Wir haben die wichtigsten Fahrradrouten für dich zusammengestellt: Alle relevanten Infos und die Inspiration für deine nächste Radtour durch das Trentino! Das Radwegenetz verläuft durch die wichtigsten Täler des Landes.
Radwege im Trentino:
- Val Rendena: Ein 25 km umspannendes Netz mit leichten Abschnitten wie Ponte Pià nach Pinzolo, abwechselnd mit anspruchsvollen Strecken wie Villa Rendena nach Pineta-Carisolo.
- Val di Sole: Der Radweg beginnt direkt in den Ortler-Alpen und folgt praktisch gänzlich dem Verlauf des Flusses Noce. Er ist 35 km lang und erstreckt sich von Cogolo di Pejo bis ins Tal Val di Sole, das für seine wunderschönen Apfelplantagen berühmt ist. Der Höhenunterschied insgesamt beträgt 565 m.
- Valle di Non: Leicht, aber nicht langweilig: Der Radweg im Nonstal quert die Wiesen und Wälder.
Fernradwege in Italien
Werden die schönsten Radwege Italiens thematisiert, darf eine grenzübergreifende Fernradstrecke nicht fehlen: Der Alpe-Adria-Radweg. Er führt auf einer Länge von insgesamt 410 km vom österreichischen Salzburg bis an die Adriaküste Italiens.
Alpe-Adria-Radweg
Südlich von Villach überquert die Fernroute die Grenze nach Italien. Ab hier verläuft die Route auf der stillgelegten Bahntrasse der Pontebbana-Bahn, die im Jahr 1879 angelegt wurde. Nach einer Komplettsanierung steht sie ausschließlich Bikern und Wanderern zur Verfügung. Die asphaltierte Strecke führt durch Tunnel, Wälder und an Alpengipfeln vorbei bis nach Udine. Im weiteren Verlauf passiert der Alpe-Adria-Radweg die alte Römerstadt Aquileia mit ihren zahlreichen antiken Ruinen und die Planstadt Palmanova. Im Badeort Grado an der Oberen Adria endet der Fernradweg. Auf dem letzten Teilstück von Cervignano bis an den Rand der Lagune von Grado folgt die Route wieder dem Verlauf einer stillgelegten Bahnstrecke. Grado liegt, ähnlich wie Venedig, auf einer Insel mitten in der Lagune. Um in das angesagte Badestädtchen zu gelangen, müssen Sie zum Abschluss der Tour einen fünf Kilometer langen Straßendamm entlangradeln.
Adriabike
Über 1.000 Kilometer Naturgenuss, Badespaß und Kultur verspricht der Fernradweg Adriabike, der zu den Highlights an der Oberen Adria zählt. Der grenzübergreifende Fernradweg beginnt im slowenischen Kranjska Gora und endet in der alten Kaiserstadt Ravenna an der italienischen Adriaküste. Drei Wochen müssen Sie für dieses Abenteuer im Fahrradsattel einplanen. Sie passieren spektakuläre Küstenlandschaften wie die Lagune von Venedig und das Po-Delta. Triest ist die erste Großstadt, durch die der "Adriabike" führt. In der zweiten Woche erreichen Sie Venedig. In der dritten Woche folgen Sie dem Verlauf einer antiken Handelsstraße, die in Ravenna endet.
Via Claudia Augusta
Vor mehr als 2.000 Jahren bauten die Römer die ersten befestigten Straßen über verschiedene Alpenpässe. Eine davon war die Via Claudia Augusta, die vom deutschen Augsburg bis an die Adria führte. Die Strecke ist heute ein Fernradweg, der am Reschenpass italienisches Staatsgebiet erreicht und durch eindrucksvolle Berglandschaften in Südtirol führt. Gleich zum Auftakt erwartet Sie ein Highlight der besonderen Art: Der Kirchturm im Reschensee. Er ragt aus der Wasserfläche auf und ist das einzige sichtbare Zeichen der untergegangenen Ortschaft Alt-Graun. Die Via Claudia Augusta verlässt bei Töll den Vinschgau und folgt später dem Verlauf des Flusses Etsch im Meraner Land. In der Kurstadt Meran mit ihren mittelalterlichen Laubengängen und der prächtigen Passerpromenade können Sie einen Zwischenstopp einlegen und die zauberhaften Gärten von Schloss Trauttmansdorff besuchen. In der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen mündet der Fluss Eisack in die Etsch. Weiter geht die Reise entlang der Südtiroler Weinstraße mit ihren Winzerdörfern, Weinbergen und Burgen, bis der Fernradweg südlich des Kalterer Sees in die Nachbarregion Trentino wechselt.
Weitere Radwege in Italien
- Küstenradweg Pista Ciclabile (Ligurien): Dem Verlauf einer stillgelegten Bahnstrecke in Ligurien folgt der Küstenradweg Pista Ciclabile. Der Radweg verläuft parallel zur Küstenstraße Via Aurelia, doch Autoverkehr gibt es auf der zauberhaften Strecke nicht. Einer der schönsten Radwege Italiens verläuft von San Lorenzo al Mare über Riva Ligure und Bussana nach Ospedaletti. Zu den Highlights am Wegesrand gehört der mondäne Badeort Sanremo mit seinen prächtigen Jugendstilvillen und dem Casino. Unterwegs laden kleine Felsbuchten zu einem Bad im Ligurischen Meer ein.
- Sentiero della Ponale (Gardasee): Für eingefleischte Mountainbike-Fans gehört die Strecke von Riva del Garda zum Ledrosee zu den schönsten Radwegen in Italien. Die 21 km lange Mountainbike-Tour führt über die alte Ponalestraße direkt in die Gardaseeberge. Unterwegs passieren Sie mehrere finstere Tunnel und an vielen Stellen öffnen sich fantastische Aussichten auf die Wasserfläche des Gardasees. Teilstücke des Radweges Sentiero della Ponale wurden direkt in eine steile Felswand geschlagen. Knapp 640 Höhenmeter sind zu überwinden, bis am Ende der Tour der glasklare Ledrosee mit einem Bad lockt. Lassen Sie sich in einem Restaurant am Seeufer gegrillte Gardaseeforelle schmecken, bevor Sie den Rückweg nach Riva del Garda in Angriff nehmen.
- Strada del Vino (Gardasee): "Straße des Weines" heißt der Radweg Strada del Vino am Südufer des Gardasees in der wörtlichen Übersetzung. Der 32 km lange Rundkurs ist eine Genussroute, die an den zahlreichen Weingütern von Lugana vorbeiführt. Start- und Endpunkt ist das zauberhafte Sirmione, deren markantes Wahrzeichen die mächtige mittelalterliche Wasserburg ist. Als Orientierung in den Weinbergen dient der Turm von San Martino. Dort angekommen, rasten Sie im Schatten des Gemäuers, bevor Sie Ihre Radtour nach Pozzolengo fortsetzen. Mit Oliven und Wein können Sie sich auf dem Landgut Selva Capuzza eindecken, bevor Sie der Rundkurs zurück nach Sirmione führt.
- Lago Maggiore Rundweg: Der Lago Maggiore gehört zu den Sehnsuchtszielen in Oberitalien. Am Seeufer herrscht mediterranes Flair mit palmengesäumten Uferpromenaden, blühendem Oleander in den Vorgärten und schlanken Säulenzypressen an den Berghängen. Wenn Sie Ihren Urlaub in einem Ferienhaus am Lago Maggiore verbringen, können Sie die Uferregionen abschnittsweise auf dem Seerundweg erkunden. Der Rundkurs besitzt eine Gesamtlänge von 187 km und führt unter Schatten spendenden Bäumen am Seeufer entlang. Sie passieren mittelalterliche Klöster, kleine Kapellen und romantische Dörfer. Vielerorts ließen wohlhabende Adelsfamilien prächtige Schlösser am Seeufer errichten. Im westlichen Bereich ragen die Borromäischen Inseln aus dem Wasser auf. Der Rundkurs um den Lago Maggiore ist durchgehend beschildert. An einigen Stellen wechseln Sie vom Radweg am Seeufer auf die Straße.
- Mincio-Radweg (Gardasee nach Mantua): Der Fluss Mincio bildet den Abfluss des Gardasees. Bei Peschiera del Garda verlässt der Fluss den größten See Italiens und schlängelt sich durch idyllische Landschaften bis nach Mantua. An seinem Ufer verläuft der 43 km lange Mincio-Radweg, der in seinem Verlauf schattige Alleen, subtropische Bambuswälder und kleine Olivenhaine passiert. Mit ihren Säulenzypressen, mittelalterlichen Dörfern und Weinreben erinnert die Region ein wenig an die Toskana. 15 km stromabwärts wartet mit dem Dorf Borghetto ein romantisches Kleinod mit mittelalterlichem Charme, das von einer Scaligerburg aus dem 13. Jahrhundert überragt wird. Am Ende des Radweges liegt die UNESCO-Welterbestadt Mantua. Der Fluss Mincio speist an dieser Stelle vier Seen, die im Mittelalter angelegt wurden, um das Stadtgebiet besser verteidigen zu können. Von Peschiera del Garda bis Mantua, der Stadt am Wasser: 45 km am Ufer des Mincio.
- Alghero - Capo Caccia (Sardinien): Natur, Geschichte und Kultur verschmelzen auf dem Rundkurs Alghero - Capo Caccia auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zu einer Einheit. Start und Ziel ist der Badeort Alghero an der sardischen Westküste. Zunächst radeln Sie in westlicher Richtung und nehmen Kurs auf den Nuraghenkomplex Palmavera, der vor ca. 4.000 Jahren von den bronzezeitlichen Bewohnern der Mittelmeerinsel erbaut wurde. Die Tour führt in einem Bogen um die Bucht von Poto Conte herum, an deren südlichem Ende mit der "Grotto di Nettuno" ein weiteres Highlight auf Sie wartet. Die spektakuläre Höhle liegt nur einen Meter über dem Meeresspiegel am Fuß einer über 100 m hohen Steilwand. Einen Fotostopp legen Sie am felsigen Capo Caccia ein, bevor der Radweg in das Landesinnere nach San Marco abbiegt. Hinter der Ortschaft treffen Sie auf ein weiteres Monument der Nuraghenkultur: Das Gräberfeld "Anghelo Ruiu" Es besteht aus über 40 Grabkammern, die über enge Gänge miteinander verbunden sind.
- Sella Ronda (Dolomiten): Die Sella Ronda ist der schönste Kreisverkehr in Italien. Im Sommer gehört die Sella Ronda den Radfahrern, die auf Bergstraßen und Schotterwegen die Umrundung des Sella-Massivs in Angriff nehmen. Der Rundkurs hat es in sich. Es wird eine Höhendifferenz von 1.944 m überwunden. Start und Ziel ist das Grödner Tal. Insgesamt vier Alpenpässe müssen auf der 52 km langen Strecke überwunden werden, grandiose Aussicht auf die Dolomitengipfel eingeschlossen. Ersterer liegt im Herzen der Dolomiten und erstreckt sich über eine Distanz von 105 km. Wir empfehlen Ihnen, ihn in 3 Etappen zu befahren. Einmal im Jahr wird die gesamte Strecke am "Sella Ronda Bike Day" für den gesamten Autoverkehr gesperrt.
- Toskana (Chiusi nach Montepulciano): Unzählige weiße Schotterwege winden sich in der Toskana durch liebliche Landschaften. Sie werden Strade Bianche genannt und ziehen Radler und Wanderer gleichermaßen an. Zu den schönsten Radwegen in der Toskana gehört die 63 km lange Strecke von Chiusi nach Montepulciano. Nur kurzzeitig müssen Radfahrer die Straße mit Autofahrern teilen. Schlanke Säulenzypressen ragen am Wegrand auf und mit dem Lago die Chiusi und dem Lago die Montepulciano passieren Sie zwei idyllische Seen. Ein erstklassiges Fotomotiv ist die Schilflagune am Lago die Montepulciano. Mit Chianciano Terme liegt ein bekannter Thermalort an dem Radweg. Die Tour ist als mittelschwer gekennzeichnet und besteht aus einem permanenten Auf und Ab in einer für die Toskana typischen Hügellandschaft.
Radkarten für Italien
Da es unseres Wissens zurzeit noch kein flächendeckendes Netzwerk klassischer Fahrradkarten für Italien gibt, das in der Lage wäre, das ganze Land komplett abzubilden, haben wir uns dazu entschieden, Ihnen hier touristisch orientierte Regionalkarten anzubieten. Es handelt sich hier also nicht um klassische Radwanderkarten. Mit dem Netzwerk dieser Karten haben Sie die Möglichkeit, eine solide Tourenplanung vorzunehmen, zumal die Karten Ihnen mit ihrer ausgezeichneten Klassifizierung der Verkehrswege eine Auswahl verkehrsarmer Routen und Nebenstraßen recht gut ermöglichen.
Preis pro Karte: 11,95 € / 12,95 € zzgl. Versand. Die Preisangaben verstehen sich incl. ges. MwSt. Bestellung: Sie können das Material hier bei fahrradtouren.de bestellen. Notieren Sie sich einfach die Bestellnummern der Produkte. Sind es mehrere Karten, können Sie Material aus allen Bereichen unseres Shops beliebig zusammenstellen. Um Ihre Bestellung zu übermitteln, nutzen Sie einfach unser Bestellformular.
| Blatt | Region | Best.-Nr. | Preis |
|---|---|---|---|
| 1 | Aostatal - Piemont | ikf 3901 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 2 | Lombardei | ikf 3902 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 3 | Trentino - Südtirol | ikf 3903 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 4 | Venetien | ikf 3904 | 12,95 EUR zzgl. Versand |
| 5 | Friaul - Julisch Venetien | ikf 3905 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 6 | Ligurien | ikf 3906 | 12,95 EUR zzgl. Versand |
| 7 | Emilia Romagna | ikf 3907 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 8 | Toskana | ikf 3908 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 9 | Marken - Umbrien | ikf 3909 | 12,95 EUR zzgl. Versand |
| 10 | Latium - Rom | ikf 3910 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 11 | Abruzzen - Molise | ikf 3911 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 12 | Campania - Basilicata | ikf 3912 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 13 | Apulien | ikf 3913 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 14 | Kalabrien | ikf 3914 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 15 | Sizilien | ikf 3915 | 11,95 EUR zzgl. Versand |
| 16 | Sardinien | ikf 3916 | 12,95 EUR zzgl. Versand |
Hinweis: Die Kartenreihe bildet ein D-Netzwerk mit den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Österreich, Slowenien und Bereichen von Italien und Nordfrankreich mit Paris. Prima für Fernradtouren und internationale Radreisen.
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