Radwege rund um Altötting: Informationen und Touren

Altötting bietet für Fahrrad-Freunde eine optimale Ausgangslage. Im Herzen der Radregion Inn-Salzach können von Altötting aus sowohl Tagestouren und Mehrtagestouren als auch kleine Feierabendrunden gestartet werden. Übrigens: Die Radregion Inn-Salzach ist ADFC - zertifiziert! 2020 wurde die Region vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V.

Für eine perfekte Radtour ist die Planung ein wichtiger Bestandteil. Um allen Eventualitäten sowie Pannen aus dem Weg zu gehen, finden Sie hier nützliche Informationen in der Altöttinger Umgebung, die Ihnen während Ihres Aufenthalts nützlich sein können.

Radregion Inn-Salzach

Die 24 Thementouren bieten vielseitiges Radvergnügen für jeden und Touren in unterschiedlicher Länge und verschiedene Schwierigkeitsstufe. Wir haben 8 Fahrrad-Touren herausgesucht, die von Altötting aus gestartet werden können. Zur Unterstützung haben wir uns acht ortskundige und motivierte Radfahrer ausgesucht, die für Sie die Fahrradtouren getestet haben.

Innradweg

Der Innradweg von Maloja bis Passau führt vom Engadin über Tirol bis Bayern und Oberösterreich. Den Inn entlang führt der 520 km lange Radweg aus den Alpen in die Auenlandschaften Niederbayerns. Nach dem Grenzübergang bei Kiefersfelden, nahe Kufstein, führt der Innradweg teilweise beidseitig des Inns durch die bayerischen Regionen Chiemsee-Alpenland, Inn-Salzach, Rottal-Inn bis nach Passau. Hier, in der Drei-Flüsse-Stadt mündet der Inn in die Donau - und auch der Innradweg schließt hier an den Donauradweg an.

Der Radweg verläuft hier oft direkt am Ufer des Inns, der bereits zu einem breiten Strom angewachsen ist. In einigen Abschnitten ist er grob geschottert und für Rennräder nicht geeignet. Zwischendurch wird es auch etwas hügelig, die bayerischen Spezialitäten aus Küche und Keller geben dafür die entsprechende Kraft. Aber nicht nur Kulinarik hat Bayern zu bieten. Der Innradweg führt durch schöne Städte, die bekannt sind für einen spezifischen Architekturstil, geprägt vom Leben und Wirtschaften am Inn in früheren Zeiten - die Inn-Salzach-Architektur. Eine Variante des Innradwegs führt nach Burghausen, zur längsten Burganlage der Welt.

Bevor es wieder möglich ist auf beiden Seiten des Radweges zu fahren, führt er mitten durch das Naturschutzgebiet Europareservat Unterer Inn, ein Paradies in dem mehr als 300 Vogelarten leben. Auf der linken Uferseite bleibt man in Bayern, die rechte Uferseite gehört dann für die letzten, ca. 70 km zu Österreich.

Der Innradweg führt in Bayern durch vier Regionen. Im Süden an der Grenze zu Österreich Chiemsee-Alpenland, eine Region zwischen Alpen und Seen - mehr als 30 gibt es in der Region. Am bekanntesten das Bayerische Meer, der Chiemsee. Am Inn liegen die bekannten Städte Rosenheim und das malerische Wasserburg am Inn, das von einer Innschleife gleichsam wie die Perle einer Muschel eingeschlossen wird.

Daran angrenzend die Region Inn-Salzach - wie es der Name schon sagt eingebettet zwischen Inn und Salzach. Der Handel am Inn brachte auch frühen Wohlstand, der auch italienische Baumeister in den Bann zog. Sie gestalteten prunkvoll verzierte Bürgerhäuser, langgezogene Stadtplätze und heimelige Laubengänge in der Region. Diese prägten die einzigartige Inn-Salzach-Architektur. Die Städte sind heute quirlig und voller Leben. Kirchen, Klöster und Burgen runden das Angebot ab. Die Stadt Altötting ist ein bekanntes Wallfahrtszentrum. In der gesamten Region gibt es ein umfangreiches Radwegenetz, wo man noch mehr abseits des Inns entdecken kann.

Die dritte Region Rottal-Inn besticht durch eine herrliche altbayerische Naturlandschaft, viele Flüsse an denen weitere Radwege verlaufen und ein sehr besonderes Naturschutzgebiet. Es ist das Europareservat Unterer Inn. 55 Flusskilometer sind grenzüberschreitend als Schutzgebiet definiert. Wasserflächen, Schlickbänke und Inseln geben Raum für Flora und Fauna. Der Innradweg führt mitten durch und macht dieses Gebiet auch für Menschen zu einem Ort des stillen Staunens und der Ruhe.

Für den letzten Abschnitt des Innradwegs in Bayern ist der Landkreis-Passau verantwortlich. Es sind nur mehr an die 70 Flusskilometer, aber die sind besonders. Man kann zwischen Bayern und Oberösterreich mit den Innfähren oder über den Innsteg übersetzen. Gemeinsam ist das Naturschauspiel des Inn-Durchbruchs an der Vornbacher Enge. Das Etappenziel kann dann wieder Bayern für sich verbuchen und es ist wahrlich ein krönender Abschluss.

Dem letzten Tropfen des Inns kann man bis an der Stelle folgen, wo der Inn in die Donau mündet und dort steht nicht irgendeine Stadt. Nein, an diesem Platz liegt die Drei-Flüsse-Stadt Passau. Schon der Zusammenfluss ist spektakulär aber auch die Altstadt mit dem barocken Dom hat dieses Prädikat zweifelsfrei verdient.

Beim Radfahren in der Region Chiemsee-Alpenland, welche Radfahrer auf dem Innradweg von Süd nach Nord einmal durchqueren, werden alle Radler glücklich. Radwege, Forst- oder Waldwege, Mountainbiketrails sowie wenig befahrene Straßen ermöglichen Touren in allen Schwierigkeitsstufen. Wem beim Radeln warm geworden ist, auf den warten 30 Seen - vom Bayerischen Meer, dem Chiemsee über den schön gelegenen Simssee bis hin zu klaren Berg- oder warmen Moorseen. Die beiden von der Inn-Salzach Architektur geprägten Innstädte Rosenheim und Wasserburg am Inn laden zum Flanieren und Verweilen ein.

Radtour rund um Altötting

Empfehlenswert ist auch eine Radtour von Neuötting über die Wallfahrtsstadt Altötting durch den ausgedehnten Öttinger Forst und die Herzogstadt Burghausen zum Zusammenfluss von Inn und Salzach und nach Marktl. Von hier sind es noch rund 80 Kilometer bis nach Passau. Auf verkehrsarmen Straßen führen die Wege durch Wälder und idyllische Orte, an Flussufern entlang und quer durch ursprüngliches Bauernland. Hungrig und durstig geworden? Es gibt kaum einen Ort zwischen Inn und Salzach, in dem nicht ein Gasthof mit Biergarten zur Rast einlädt. Zahlreiche Biergärten der Region bieten zudem E-Bike-Ladestationen. Hier können Radler kostenlos Strom tanken und ganz nebenbei auch Energie für die nächste Etappe.

Zu den Besuchermagneten zählen die längste Burg der Welt in Burghausen, der Wallfahrts- und Pilgerort Altötting sowie die traditionsreiche Handelsstadt Mühldorf in klassischer Inn-Salzach-Architektur.

Weitere Radwege und Touren in der Region

  • Rott-Inn Radweg: Ein Verbindungsweg zwischen dem Rott- und dem Inntal.
  • Jakobus Radweg: Über 600 km von Passau bis Lindau.
  • Benediktweg: Führt durch Naturlandschaften mit Weilern, Mooren, Seen und Alpenblicken.

Lieblingstour der Chefin des Wallfahrts- und Tourismusbüros

Streckenlänge: 40.9 km

Höhenmeter: 150 hm

Für wen: mittelsportliche Radfahrer, familiengeeignet da kaum Steigungen

Geeignete Fahrräder: Tourenbike, Mountainbike, E-Bike

E-Bike Ladestationen: Altötting, Aicher´s Restaurant Tüßling, z. B. Stadtplatz und Zum alten Wasserschlössl Mühldorf, z. B.

Super eignet sich die Tour für Tourenbikes oder Mountainbikes da es eine schöne Kombination an Feldwegen, Schotterwegen und asphaltierten Radwegen ist. Für mittelsportliche Radlfahrer ist es eine schöne Nachmittagstour, aber auch für Familien ist die Runde als schöner langer Tagesausflug geeignet.

Meine Tour hab ich am Altöttinger Kapellplatz gestartet. Zuerst geht’s ein Stück auf dem Jakobsweg in Richtung Heiligenstatt. Entlang des Weges begleiten uns liebevoll gestaltete Kreuzwegstationen und der Mörnbach mit seiner schönen Flussidylle.

Der Markplatz in Tüßling, mit Schloß Tüßling im Hintergrund ist eine kurze Pause wert, bevor es am Radweg weiter nach Polling geht. Am Weg staune ich über das riesige Gewächshaus des Reichenspurner Hofes dessen Dimensionen einfach beeindrucken.

In Polling und Oberflossing stehen zwei wunderschöne kleine Kirchen und werden auch nicht die letzten entlang der Radltour sein.

Kurz vor Mühldorf führt der Weg über den Naturerlebnispfad Innaue. Mein Tipp: Am Ende des Naturerlebnispfades geht es über eine Brücke, hier ein Stück vom Radweg abzweigen nach links und es eröffnet sich nach ein paar Metern ein wunderbarer Panoramablick über den Inn mit Strandfeeling pur!

Einen Abstecher wert ist auch der Mühldorfer Stadtplatz mit seiner schönen Inn-Salzach-Architektur - und Cafés und Eisdielen für eine Pause gibt’s auch. Nach knapp der Hälfte der Radtour haben wir uns das auch verdient.

Von Mühldorf geht’s ein Stück am Innradweg entlang bis nach Töging am Inn mit schönem Blick auf das imposante Innkraftwerk.

Nach ein paar Kilometern wartet in Engfurt noch eine schöne Überraschung. Aufgepasst! Man verlässt Töging, überquert die Autobahn und nach ca. 1,5 Kilometern geradeaus zweigt die Radlwallfahrt nach rechts in Richtung Winhöring ab.

Bevor man hier rechts abbiegt, bitte dem Weg geradeaus noch ein paar Meter folgen und dann dem Wegweiser nach links zur Klause in Engfurt folgen. Diese wunderschöne kleine Klausenkirche muss man unbedingt mitnehmen und besichtigen. Hinter der Kirche lädt noch eine Rastbank zur Pause ein.

Übrigens: hier in Engfurt startet auch der Engfurter Pilgerweg nach Altötting und zeitgleich ist der Weg auch ein Etappenstück des Wolfgangweges der von Regensburg über Altötting nach St. Wolfgang in Österreich führt.

Weiter geht’s dann in Richtung Winhöring. Hier schlägt mein Radlherz nochmal höher auf richtig schönen Feldwegen und schönen Panoramablicken entlang der Isen.

Kurz vor Ankunft am Kapellplatz erblickt man auf der Tour die Basilika St. Anna hinter einem Feld. Unterwegs warten zahlreiche kleine Kapellen darauf entdeckt zu werden. Hinter der Kapelle Annabrunn steht eine wunderbare Rastbank.

Mehrfahr quert man den Fluss Isen bei der Radlwallfahrt und kann wunderschöne Blicke auf diese idyllische Flusslandschaft werfen.

Wieder zurück am Kapellplatz Altötting. Eine schöne Radltour ist zuende, und natürlich gehört ein Selfie am Schluss am Kapellplatz vor der Gnadenkapelle auch dazu, und für jeden der die Gnadenkapelle noch nicht kennt natürlich ein Besuch bei unserer "Schwarzen Madonna".

Radpilgern

Viele Menschen haben in unserer schnelllebigen und unruhigen Zeit das Bedürfnis zu pilgern. So ist es möglich, auch auf diesem Wege seine eigenen persönlichen Pilgererfahrungen zu machen. Mit diesen alternativen Angebot kann individuell entschieden werden, welche körperliche Anstrengung erwünscht oder zumutbar ist und die Route so angepasst werden. Wer sich mit Fahrrad und den Satteltaschen mit nur wenigen Dingen auf den Weg macht, wird spätestens nach wenigen Tagen ein Radpilgererlebnis erleben, das man nicht vergessen wird.

Entscheidend für den „Pilgermodus“ ist unsere innere Einstellung zu dieser besonderen Art der Radtour. Jede-r entscheidet individuell, wie intensiv sie oder er sich auf das Pilgern einlässt. Entscheidend sind nicht Geschwindigkeit, Entfernungen oder viele Höhenmeter. Pilgern ist eine Einladung, sich selbst in der Schöpfung, in Kontakt mit Gott und Menschen neu kennen zu lernen. Sinne erwachen, Gedanken dürfen kommen und losgelassen werden. Körper, Geist und Seele erfahren sich als Ganzheit in einer wundervollen Welt. as war der Anfang, klassische Fußpilgerwege durch Radpilgerwege möglichst nahe an den Originalwegen entlang zu ergänzen.

Es war also zu erkunden, was ist mit dem Rad möglich bzw. nicht möglich ist, wo sich ein Fußpilger noch auf einem Pfad fortbewegen kann und wo für den Radpilger neue Wege gefunden werden müssen. Diese Radpilgerwege werden allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung gestellt und sind auch auf dem Outdoor Portal abrufbar. Die Karten und die gpx-Dateien auf dieser Homepage zeigen die bereits erschlossenen Radpilger-Jakobuswege.

Die ausgewiesenen Pilgerwege, allen voran die Jakobuswege sind Wanderwege. Oft sind sie mit dem Rad unbefahrbar. Fußpilger empfinden Radfahrer zudem auf engen Wegen als Störung. Darum haben wir uns folgende Vorgaben für eine Radpilgervariante gegeben:

  • Wegführung naturnah auf stillen und verkehrsarmen Wegen
  • Gefahrlose Streckenführung auch für Radgruppen
  • Tauglichkeit auch für E-Bikes
  • Möglichst nahe am Original Pilgerfußweg, so lange Fußpilger und Radpilger sich nicht gefährden
  • Erkundung, Erschließung und GPS Aufzeichnung als zuverlässige GPS Tracks, kostenlos herunterladbar vom Internet
  • Verfassen von ausdruckbaren Radpilgerführern (pdf-Datei) als Begleiter auf den Wegen
  • Hinweise auf Kartenmaterial und Literatur.

Sicherheitstipps für Radfahrer

  • Überprüfen Sie vor dem Start immer die Lichtanlage, Bremsen, Reifen und Reflektoren Ihres Fahrrades!
  • Tragen Sie bei schlechter Sicht (Dämmerung, Dunkelheit, Nebel, etc.) helle, reflektierende Kleidung.
  • Bringen Sie am Fahrrad Ihrer Kinder zusätzlich hohe Fahrradwimpel an, damit auch die kleinsten Fahrer im Straßenverkehr gut wahrgenommen werden.
  • Sonnenschutz für Haut und Kopf ist der unverzichtbare Begleiter auf längeren Radtouren.
  • Ein Erste-Hilfe-Set, Luftpumpe und Ersatzschlauch sollten nie fehlen.
  • Unterwegs genügend trinken und an einen Notfall-Müsliriegel denken.
  • Kleidung sollte nach dem Zwiebelprinzip gewechselt werden können und atmungsaktiv sein.
  • Fahrradhelm und Sonnenbrille ist zu empfehlen.

Der Benediktweg

Der Benediktweg führt dich durch schöne Naturlandschaften mit Weilern, Mooren, Seen und Alpenblicken. Hübsche Orte und geschichtsträchtige Städte mit Burgen, Schlössern, Klöstern und Kirchen laden zu Besichtigungen ein. Der Namenspatron des Radweg Papst em. Benedikt XVI hat an diesem gesegneten Fleckchen Erde seine Kindheit und Jugend verbracht. Auf der Strecke befinden sich idyllische Kapellen, Flurkreuze, Bildstöcke und Marterln als kleine Oasen der Ruhe und Stille.

Von der Stadt Tittmoning an den Waginger See: Auf der Etappe durch den Chiemgau befindet sich eine wichtige Station: Tittmoning, eine ehemals Salzburgischen Handelsstadt, war Wohnort der Familien Ratzinger. Mit der barocken Augustinerkirche und der idyllisch im Polnachgraben gelegenen barocken Wallfahrtskirche Maria Brunn soll die Stadt immer das Traumland der Kindheit des ehemaligen Papstes geblieben sein. Zu besichtigen gibt es auch die mittelalterliche Burg und der lange Stadtplatz im Inn-Salzach-Baustil.

Am wärmsten See Oberbayerns, dem Waginger See, lässt es sich gut eine Auszeit nehmen: Hier lädt der Wellnessgarten mit Saunalandschaft und Hotel, sowie drei Strandbäder, zahlreiche Cafes und Läden ein.

Auf dem Weg von Waging nach Traunstein liegen zwei idyllische Wallfahrtsorte: Kirche Mariä Heimsuchung in Mühlberg bietet nicht nur einen fantastischen Rundumblick über das Alpenvorland sondern beherbergt auch eine der größten Votivtafeln im südostbayerischen Raum. Die Kirche St. Leonhard in Wonneberg ist mit dem historisch wertvollen Hochaltar und den frühbarocken Wand- und Deckengemälden ein echter Geheimtipp für Kunstkenner.

Herz des Chiemgaus - die Stadt Traunstein: Nach einer Fahrt auf gut befestigten Radwegen erreichst du Traunstein, das Herz des Chiemgaus. Hier verbrachte Joseph Ratzinger seine Jugend. Die Stadt ist jung und modern und dennoch atmet man allerorts Geschichte. Während sich die Altstadt mit schönen Kaffeehäusern hervortut, zählen die PfarrKirche St. Oswald und der Stadtplatz mit Lindlbrunnen und Jacklturm zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Am Ufer des Bayerischen Meer: Aus der pulsierenden Stadt führt der Benediktweg ans Ostufer des Chiemsee. Am Weg lohnt sich noch ein Abstecher in das spätgotische Kirchlein in Sondermoning. In Chieming laden Uferpromenade, Strandbad und Cafes ein. Mit den Chiemseeschiffen kann man von hier zu den Inseln fahren. Im naheliegenden idyllischen Kirchdorf Ising grüßt die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, die mit der kostbaren Rokoko-Ausstattung als wahre „Perle des Chiemgaus“ gilt.

Von Seebruck, dem größten Segelhafen am Chiemsee, führt der Benediktweg weiter nach Seeon. Das Kloster zählt mit seiner malerischen Lage auf einer Insel zu einem der zauberhaftesten Orte im nördlichen Chiemgau. Die Klosterkirche St. Lambert mit seinen einzigartigen Renaissancemalereien an der Decke, ist ein wahres Bilderbuch der Kunstgeschichte. Dem Geiste von Seeon entspricht es, dass die Kirche tagsüber geöffnet ist und von Gästen besucht werden kann.

In den Tälern von Alz und Inn: Auf stillen Wegen führt uns diese Runde durch die Täler von Alz und Inn. Am Weg liegen das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. in Marktl und die beeindruckende Altstadt von Neuötting. Im Innstädtchen Marktl wurde Papst Benedikt XVI.

Vor dem Bahnhof Altötting radeln wir nach rechts und folgen nach kurzer Fahrt der nach links abknickenden Traunsteiner Straße. An der nächsten Kreuzung rechts in die Burghauser Straße und bald auf dem Radweg geradewegs über einen Kreisverkehr und kurz darauf rechts haltend auf einem Brückchen über die Landstraße. Nach wenigen Metern biegen wir auf dem zweiten Kiesweg nach rechts ab. Sie führt uns geradewegs durch schattigen Mischwald nach Emmerting. Wir folgen hier der Radwegweisung nach Marktl rechts auf die Hauptstraße und treffen am Ortsrand nach der Alzbrücke auf eine Vorfahrtsstraße. Auf ihr links kurz steil aufwärts und nach dem Gasthof Schwarz links haltend auf die Alte Poststraße. Nach wenigen Metern setzt der Teerbelag aus und bald führt uns das nach Marktl ausgeschilderte Kiessträßchen in die beschaulichen Wälder des Naturschutzgebiets Unteres Alztal.

Wir radeln immer geradewegs am steil abfallenden Talhang entlang und überqueren nach fünf Kilometern geradewegs die nach Schützling hinabführende Straße. Nach weiteren 1,5 Kilometern folgen wir links haltend der Beschilderung des Alzradwegs und treffen bald auf eine schmale Teerstraße. Auf ihr rechts bis vor die A 94 und auf der parallel zur Autobahn verlaufenden Straße nach links. Nach 500 Metern radeln wir auf einem Kiesweg rechts unter der Autobahn hindurch und auf einem guten Forstweg geradewegs bis zum Weiler Oberpiesing. Wir folgen dem schmalen Sträßchen nach rechts, das uns zur Innbrücke führt. Am oberen Ende des Marktplatzes biegen wir vor dem Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. links in die Schulstraße ein, die am Ortsrand auf eine Vorfahrtsstraße trifft. Auf ihr nach rechts und wenige Meter vor der Bahnstrecke den Schildern des Innradwegs folgend links auf einem Kiesweg hinab zum Inn. Nun fahren wir unterhalb des Naturschutzgebiets Innleite, ein imposantes ehemaliges Steilufer des Inns mit Wänden und Schluchten, immer am Inn entlang flussaufwärts.

Nach vier Kilometern geht es im Bogen teils auf schmalem Weg um das Flusskraftwerk Perach herum zurück zum Innufer. Bald führt uns der Innradweg am schönen Badesee von Perach vorbei. Durchwegs so nahe wie möglich am Inn radeln wir auf Neuötting zu, dessen mächtige gotische Kirche bald vor uns aufragt. Der Weg führt uns unter der A 94 hindurch, um die Innstaustufe Neuötting herum und unter einer Straßenbrücke hindurch. Nach wenigen Metern radeln wir scharf links zur Brücke hoch. Auf ihr fahren wir über den Inn nach Neuötting und geradewegs auf dem Radweg zum Altstadtberg. Vor dem Anstieg folgen wir den Radwegweisern nach rechts und radeln links unter der Hauptstraße hindurch zur Frauenhoferstraße. Wir folgen ihr rechts aufwärts und erreichen nach einem Linksknick den Alten Stadtberg.

Wir radeln, vorbei an der mächtigen Kirche und den alten, im Inn-Salzach-Stil erbauten Bürgerhäusern, über den Stadtplatz. 150 Meter nach dem eindrucksvollen Rathaus biegen wir rechts in die schmale Frauengasse ein und lassen nach kurzer Fahrt die Räder geradewegs über einen schmalen Weg zur Mühlgasse hinabrollen. Wir folgen ihr nach rechts und nach 150 Metern dem Radwegweiser links in die Möhrenbachstraße. Nach weiteren 500 Metern biegen wir rechts auf einen schmalen Kiesweg ab, der uns unter der Landstraße hindurch zu einer Weggabelung führt. Auf dem rechten Weg radeln wir am Mörnbach entlang und bald über einen kurzen Berg zu einem Kiesweg hoch. Auf ihm nach links bis zu einer Querstraße, wenige Meter nach links und dann rechts am Mörnbach entlang vor die Basilika St. Anna. Wir halten uns links und erreichen über den Bruder-Konrad-Platz und den Kapuzinerberg den Kapellplatz im Herzen von Altötting.

Der Rückweg zum Bahnhof läuft rechts an der Gnadenkapelle vorbei und biegt dann rechts auf den Tillyplatz ab. Diese einfache Tour führt großteils auf unbefestigten Rad- und Wirtschaftswegen, teils auf verkehrsarmen Nebenstraßen durch die Täler von Alz und Inn. Nur nach Emmerting und in Neuötting sind zwei kurze, steile Berge zu überwinden, die übrige Tour ist nahezu steigungsfrei.

Einkehrtipp

Überquert man in Altötting den Mörnbach, trifft man vor dem Anstieg zum Kapellplatz auf die Kapuzinerstraße. Folgt man ihr nach links, erreicht man nach gut 100 Metern den Gasthof Andechser im Schex. Das kurze Schiebestück auf der Einbahnstraße wird mit einem schönen, von alten Kastanien beschatteten Biergarten belohnt. Ein wenig abseits vom Rummel auf dem Kapellplatz schmecken am Ende der Radtour die bayerischen Spezialitäten und das gute Andechser Bier ganz besonders gut (täglich geöffnet, Tel 08671/926 40, www.altstadthotel-schex.de).

Oberbayern-Erfahrung: Neuötting und Altötting

1224 wurde Neuötting gegründet, um die Warenströme auf dem Inn besser kontrollieren zu können. Zentrum der Altstadt ist der von stolzen Bürgerhäusern und dem gotischen Rathaus eingefasste Stadtplatz. Alles überragendes Bauwerk ist die mächtige gotische Stadtpfarrkirche mit ihrem weithin sichtbaren, 78 Meter hohen Turm.

Abschluss und Höhepunkt unserer Tour ist der berühmte Wallfahrtsort Altötting. Im 8. Jahrhundert wurde Altötting Herzogs-Pfalz der Agilolfinger und anschließend karolingische Königspfalz. Aus dieser Zeit stammt auch der älteste Teil der Gnadenkapelle, die achteckige Taufkapelle. Sie beherbergt in einem prunkvollen Schrein die »Schwarze Madonna« von Altötting, zu der alljährlich einige Millionen Gläubige pilgern. Die frühgotische, von Kerzenrauch geschwärzte Figur wurde nach zwei Heilungswundern im 15. Jahrhundert Ziel der wichtigsten Wallfahrt in Bayern. Die Gnadenkapelle mit ihrem gotischen Erweiterungsbau, in dem man auch die silbernen Wittelsbacher Herzurnen bestaunen kann, und mit dem mit tausenden Votivbildern geschmückten Umgang bildet das Zentrum des weiten Kapellplatzes. Eingerahmt wird der Platz von Prachtbauten aus unterschiedlichen Stilepochen. Neben der mächtigen gotischen Pfarrkirche gefällt vor allem die feine Barockfassade der Kirche St.

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