Radfahren in Peru: Routen und Tipps für ein unvergessliches Abenteuer

Südamerika war schon immer ein Kontinent, der interessiert. Jedes Mal, wenn man Bus gefahren ist, freut man sich wieder aufs Fahrrad, weil man einfach viel mehr sieht, riecht, hört und auch fühlt vom Land, das unheimlich abwechslungsreich und vielseitig ist.

Vorbereitung und Anreise

Die Anreise erfolgt per Flugzeug oder auf dem Landweg aus einem der Nachbarstaaten. Bei der Flug-Buchung musst du den Aufpreis für sogenanntes „Sportgepäck“ mit berücksichtigen. Jede Fluglinie hat an dieser Stelle andere Konditionen, was Größe, Gewicht und Preise betrifft. Am preiswertesten kommst du weg, wenn du dein gesamtes Gepäck inklusive Sportgepäck bei der Buchung gleich mit bestellst.

In der Regel fordert die Fluggesellschaft für den Fahrrad-Transport einen Karton oder eine alternative Box. Du musst die Pedale abschrauben, den Lenker querstellen und darüber hinaus noch weitere Komponenten abschrauben, je nach Größe des Kartons.

Aufpassen musst du mit der Höhe in den Anden, wenn du über einen Inlandsflug gleich in einer Stadt auf 3700 oder 4000 Metern Höhe landen willst. Denn dann fehlt dir die Höhenanpassung. Die Einreise-Formalitäten sind unbürokratisch und schnell erledigt.

In Peru wird Spanisch gesprochen. Mit Englisch kommst du nicht sehr weit. Du solltest dir vor Radreisen in Peru einen kleinen Wortschatz in Spanisch zulegen.

Empfohlene Routen durch Peru

Gestartet bin ich in Lima. Von dort ging’s über Huaral in die Anden, vorbei an Cerro de Pasco bis nach Oxapampa, wo ich meinen ehemaligen Geschäftskollegen besucht habe, der dort ein Waisenhaus führt. Von dort ein - sehr lohnenswerter - Trip nach Prozuzu, eine tiroler Enklave. Weiter nach La Merced, San Ramon und Jauja.

Von dort ging ‘s mit dem Bus nach Huanta bei Ayacucho. Dort habe ich eine Bekannte besucht, die ein Praktikum in einer Schule macht. Mit dem Rad - und einem Muli fürs Gepäck - ging es über den Salkantay-Pass nach Santa Theresa, um von dort zum Machu Picchu zu gelangen.

Leider war hier für Fahrräder kein Durchkommen, so dass ich über den Abra-Malaga-Pass nach Ollantaytambo musste (- “durfte”, da landschaftlich sehr schön). Dann ging’s weiter zum Machu Picchu, nach Pisac und Cusco, ab da mit dem Bus nach Puno. Ab Puno radelte ich am Titicacasee entlang und über Copacabana bis nach La Paz.

Wieder mit dem Bus zurück nach Puno, von dort auf abenteuerlicher Strecke mitten durch die Anden nach Arequipa. Bis Chivay nahm ich den Bus, von dort ging es, durch das herrliche Colca-Tal über Cabanaconde bis zum Pazifik nach Camaná, dann mit dem Bus nach Ica. Weiter über die Oase Huacachina ebenfalls auf wunderschöner Strecke durch die Wüste bis nach El Chaco und Pisco.

Die Strecke von Puno nach Arequipa war sehr, sehr eindrucksvoll, da ich drei Tage lang durch völlige Einsamkeit geradelt bin. Ganz toll und abenteuerlich fand ich die Fahrt durch die Wüste von Ica nach El Chaco.

Mountainbike Tour Maras & Moray

Eine beliebte Tour ist die Mountainbike Tour Maras & Moray. Ihr kommt nicht nur in den Genuss von atemberaubenden Landschaftskulissen, sondern ihr besucht auf dem Weg gleich zwei sehr imposante und unterschiedliche Inka-Stätten im Heiligen Tal. Hierbei handelt es sich um einen Ganztagesausflug.

Die Tour startet früh morgens in Cusco. Entweder du wirst in deiner Unterkunft abgeholt oder du triffst dich mit der Gruppe an einem zentralen Punkt in der Stadt. Fahrradcheck und wenn alles passt, geht es entweder im privaten Fahrzeug oder mit dem öffentlichen Bus ins Heilige Tal. Im Bus kannst du schon einmal eine dicke Schicht Sonnencreme auftragen, denn die Höhensonne ist nicht zu unterschätzen.

Eh du dich versiehst, radelst du schon auf 3.700 Meter über dem Meeresspiegel quer durch die Anden. Du passierst blaue Lagunen, idyllische Andendörfer und bunte Felder. Der Großteil der Strecke geht bergab über Schotterpisten und Wanderpfade. Ein gutes Gleichgewicht und Achtsamkeit ist gefragt. Ein paar Anstiege sind natürlich auch dabei und hier wirst du definitiv an deine Grenzen kommen. Die Höhe macht jede Bewegung zum Kraftakt.

Erster Stopp wird in Moray gemacht. Moray ist eine kreisförmige Terrassenanlage aus der Zeit der Inka. Sie diente als Versuchungsanstalt für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte wie Getreide, Kartoffeln und Mais. Jede Stufe weist ein unterschiedliches Mikroklima auf und eignet sich somit für den Anbau einer spezifischen Pflanze. Du hast Zeit die Terrassen ausgiebig zu erkunden und bis zum untersten Kreis zu laufen.

Nach einem Picknick geht es weiter zur zweiten Sehenswürdigkeit - zu den Salzterrassen von Maras. Diese Strecke führt über einen ziemlich steilen Bergpfad. Angekommen in Maras wirst du erst einmal sprachlos sein. Es ist einfach ein Meisterwerk, hunderte Salzbecken eingebettet in einen Canyon und dort liegen sie nun schon friedlich seit Jahrhunderten. Hier wird seit der Zeit der Inka auf traditionelle Art und Weise Salz gewonnen.

Du durchquerst mit deiner Gruppe die Anlage der Salzterrassen und fährst erneut einen Wanderpfad in Richtung Tal hinunter. Am Fluss Urubamba angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Straße nach Urubamba. Es sind die letzten Meter. Und immer noch fit?

Fahrradtour entlang der Küste von Lima

Lima, die pulsierende Hauptstadt Perus, liegt majestätisch an der Pazifikküste Südamerikas und bietet eine einzigartige Mischung aus urbanem Flair und natürlicher Schönheit. Eine der besten Möglichkeiten, diese faszinierende Stadt zu erkunden, ist eine Fahrradtour entlang ihrer ausgedehnten Küstenlinie.

Deine Fahrradtour beginnt idealerweise im Stadtteil Miraflores, dem pulsierenden Herz Limas, bekannt für seine Sicherheit und lebendige Atmosphäre. Hier kannst du in einem der zahlreichen Verleihgeschäfte ein Fahrrad mieten und dich auf den Weg machen. Der Malecón, eine spektakuläre Promenade entlang der Klippen, bietet perfekte Bedingungen für eine ungestörte Fahrt mit ständigem Blick auf den glitzernden Pazifik.

Folge dem Malecón nach Süden in Richtung des künstlerischen Stadtteils Barranco, bekannt für seine farbenfrohe Architektur und bohemische Atmosphäre. Ein Zwischenstopp an der „Puente de los Suspiros“ bietet nicht nur eine romantische Kulisse, sondern auch eine herrliche Aussicht. Weiter südlich erreicht die Tour Chorrillos, ein charmantes Fischerviertel, das tiefe Einblicke in das maritime Erbe Limas gewährt.

Kulturelle und natürliche Highlights

  • Parque del Amor: Dieser idyllische Park in Miraflores ist ein Symbol für Romantik mit seiner berühmten Skulptur eines küssenden Paares und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer.
  • Larcomar: Ein Einkaufszentrum an der Klippe, das nicht nur zum Shoppen einlädt, sondern auch eine ausgezeichnete Gastronomie mit Blick auf den Pazifik bietet.
  • Museo Mario Testino (MATE): Ein Muss in Barranco für Kunstliebhaber, das dem Werk des berühmten peruanischen Fotografen gewidmet ist.

Fahrradtour durch die Wüste von Paracas

Paracas ist auch deshalb bekannt, weil sich hier vor der Küste die Islas Ballestas befinden. Wegen der großen Population an Pinguinen und Seelöwen werden sie manchmal auch die „Galapagos-Inseln für Arme“ genannt.

Hauptattraktion in Paracas war für mich aber die Wüste. Die ist wirklich hochinteressant: Eine Landschaft in sanften Pastelltönen, die irgendwie nicht ganz von dieser Welt zu sein scheint und mich eher an ein übergroßes 3D-Aquarell-Gemälde erinnert hat. Auf der einen Seite der unendliche Ozean, auf der anderen die genauso unendliche Wüste, die sich bis zu den flachen Bergen am fernen Horizont erstreckt. Eine irgendwie komplett leere Landschaft, die aber auch etwas wahnsinnig Meditatives hat.

Die Lösung: In Paracas kann man sich einfach ein Mountainbike leihen und mit dem Fahrrad durch die Wüste cruisen. Paracas liegt auf dem klassischen Gringo-Trail nach Süden und wird von Lima aus direkt mit dem Bus angefahren. Ich bin mit dem Busunternehmen Cruz del Sur gefahren, die Fahrt dauert von Lima nach Paracas etwa 3 ½ Stunden. Die Tickets für den Bus musst du dir vorher online auf der Homepage kaufen.

In Paracas werden neben den Touri-Touren mit Kleinbussen natürlich auch geführte Fahrradtrips in die Küstenwüste organisiert. Infos dazu bietet jeder der zahlreichen Touren-Anbieter vor Ort. Wenn du zumindest ein halbwegs sicherer Fahrer bist, kannst du dir ein Fahrrad leihen und die Tour einfach auf eigene Faust machen.

Das Naturreservat Paracas bietet mehrere Strände zum Baden, ein Museum und viele schöne Aussichtspunkte (Miradores), von denen du tolle Ausblicke über die Küste, die Dünen und die Wüstenlandschaft hast. Im Norden der Halbinsel befindet sich eine riesige Geoglyphe in Form eines Kerzenständers auf einer Düne, die Bodenzeichnung „El Candelabro“.

Meine Tagestour ist nicht die einzige Möglichkeit, das Naturreservat mit dem Fahrrad zu erkunden. Aber sie wurde mir vom Hostel und auch von den Leuten vom Fahrradverleih empfohlen, weil man damit alle wichtigen Punkte in einer einzigen großen Runde abklappert. Die Länge beträgt etwa 30 Kilometer, die Höhenunterschiede halten sich stark in Grenzen.

Los geht’s im Zentrum von Paracas. Von hier aus fährst zu zunächst durch ein Wohngebiet in Strandnähe und biegst vor dem Ende rechts auf die Hauptstraße ab. Nach insgesamt 15 Minuten wirst du den Eingang des Reservats erreichen. Hier ist normalerweise eine kleine Eintrittsgebühr fällig. Allerdings gilt das nur für Leute, die motorisiert unterwegs sind - Fahrradfahrer dürfen umsonst rein, weil man von Seiten der Behörden einen sanften Tourismus fördern will.

Nach ungefähr 2,5 Kilometern erreichst du das lokalgeschichtliche Museum, das zu Ehren des berühmtesten peruanischen Archäologen Julio Tello benannt ist. In dem Museum werden einige Kleidungsstücke und Tonerzeugnisse der Paracas-Kultur ausgestellt. Hinter dem Museum fährst du längere Zeit auf einer Art Schotterpiste bis zum Playa Roja. Der Strand heißt so, weil der Sand eine rötlich-braune Färbung hat.

Hinter dem Playa Roja geht es ein kurzes Stück an der Küste entlang und dann recht steil auf den „Mirador Istmo“. Dieser tolle Aussichtspunkt liegt auf einem Hügel auf dem Isthmus, also der Landenge zwischen der Halbinsel und dem Festland. Von hier oben hast du einen wirklich genialen 360°-Blick!

Es folgt ein längeres Stück, erfreulicherweise meist abwärts, mit tollen Blicken auf den Pazifik. Am Strand von Yumaque (ebenfalls Kiosk und beliebte Badestelle) könnte man auch nochmal Pause machen, ich hab da nur kurz gehalten und bin direkt zum Mirador La Cátedral weiter.

Mein letzter Stopp war der sehr schöne, weitläufige Sandstrand Playa Supay, zu dem man über einen steilen Fußweg die Klippen herunter gelangt. Zum Baden sind die Wellen zu stark, außerdem ist das Wasser durch den Humboldt-Strom ohnehin eiskalt. Hier waren auch keine anderen Leute mehr, weil der Strand etwas abgelegen ist. Auf jeden Fall ein Super-Ort für eine letzte Pause, bevor es an die Rückfahrt geht

Sicherheitshinweise und Empfehlungen

Also auf den ersten Blick fahren die Peruaner völlig chaotisch, Verkehrsregeln sind in Peru wohl dazu da, um sie zu missachten. Der Verkehr speziell in Lima ist für einen Biker wirklich der Horror. Aber ich finde, durch dieses chaotische Fahren passen die Peruaner zum einen gut auf und zum anderen sind die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge lang nicht so hoch wie bei uns. Ich muss sagen, ich hatte bisher in den drei Monaten keine gefährlichen Situationen erlebt.

Mit Ausnahme der Busse, die fahren, finde ich, oft ziemlich rücksichtslos, die kamen mir auch manchmal gefährlich nahe, weil sie kaum Abstand halten. Was manchmal lästig ist, ist die Luftverschmutzung.

Ganz gleich, ob in der Stadt oder auf den Landstraßen: der Verkehr ist extrem gefährlich für Radfahrer. Hupen bedeutet: verschwinde, jetzt komme ich! Beschaffe dir für Radreisen in Peru eine Papierkarte als Übersicht und nutze eine Offline Karte samt GPS im Smartphone. Damit dürfte die Orientierung auch ohne Straßenschilder kein größeres Problem sein.

Die Unruhen in den Nachbarstaaten Chile und Bolivien in 2019 zeigen, wie schnell sich die Sicherheitslage in einem Land in Südamerika ändern kann. Da hilft nur eine zeitnahe Recherche in seriösen Informationsquellen vor dem Reisestart und auch während der Reise.

Weitere Sicherheitstipps

  • Helmpflicht: Helmpflicht für Fahrradfahrer besteht nur in Chile. Doch der Fahrstil der Einheimischen rechtfertigt auch in den anderen Ländern des Kontinents den Fahrradhelm.
  • Lebensmittel: Mindestens in Argentinien und Chile ist die Einfuhr bestimmter Lebensmittel verboten. Dazu zählen z.B. Obst, Gemüse, offenes Getreide, Milchprodukte und einiges mehr.
  • Sicherheit in Städten: So ist es z. B. keine gute Idee, sein Fahrrad in Buenos Aires im Zentrum abzustellen. Auch vom Radeln in der nächtlichen Dunkelheit raten die Einheimischen ab.
  • Wilde Hunde: Es gibt viele wilde Hunde in den Städten. Die meisten sind friedlich, aber manche Exemplare kommen schon mal sehr aggressiv daher. In der Regel drehen sie aber sofort ab, wenn du schlagartig anhältst. Trotzdem sind die Impfungen gegen Tetanus und Tollwut zu empfehlen.
  • Schlangen: Sehr gefährlich sind auch einige Schlangen in Südamerika. Die meisten Schlangen sind eher scheu und greifen nur an, wenn sie sich bedrängt fühlen. Aber du solltest in ganz Südamerika eben aufpassen und dich umsichtig bewegen, sobald du befestigte Wege und Straßen verlässt.

Ausrüstung und Packliste

Spezielle Bauteile, Ersatzteile und Werkzeug solltest du schon bei der Einreise mitbringen. Das erspart dir viel Sucherei. Zudem bist du in den Bergen bei Pannen auf dich allein gestellt.

Bei der staatlichen Bank de la Nacion sind Abhebungen auf 400 Soles begrenzt, doch sie erheben keine Gebühren. Beachte auf alle Fälle die langen Überlandpassagen ohne Städte in den Bergen.

Berücksichtige auf Radreisen in den Anden die ungewöhnliche Höhe (3500 bis 4000 Meter) und die Kälte (je nach Jahreszeit), wenn du dich für einen bestimmten Brennstoff für deine Campingküche entscheidest. Beachte auch, dass Wasser in Höhenlagen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen kocht.

Generell musst du in Peru nachfragen, ob es sich um Trinkwasser handelt, bevor du irgendwo deine Trinkflaschen auffüllst. Natürlich kannst du überall auch Trinkwasser in Plastikflaschen kaufen.

Unterkünfte und Verpflegung

Nein, außer die erste Unterkunft in Lima habe ich nie vorgebucht. Man findet so gut wie in jedem Dorf eine Übernachtungsmöglichkeit, es gibt genügend Läden, um sich mit Verpflegung einzudecken.

Was nicht schön ist und was ich, wenn möglich, versuchen würde zu meiden, sind die Vorstädte der größeren Städte. Man findet so gut wie in jedem Dorf eine Übernachtungsmöglichkeit, es gibt genügend Läden, um sich mit Verpflegung einzudecken.

In allen Ortschaften und Städten ist die Versorgung mit Lebensmittelgeschäften sehr gut. Zusätzlich ergänzt die Straßenküche dort die Speisekarte.

Zelten klappt ohne Probleme in Peru. Was in Argentinien fast immer eine sichere Adresse war, klappte hier in Peru nur selten: Die Bomberos Voluntarios (Freiwillige Feuerwehr) wiesen uns meist ab. Lediglich oben in den Bergen erlauben sie dem Reiseradler eine Übernachtung.

In Argentinien und Paraguay erlaubt oft die Freiwillige Feuerwehr (Bomberos Voluntarias) eine Übernachtung, wenn du als Reiseradler auf Tour bist. Das war uns am liebsten, weil unsere Fahrräder dann über Nacht hinter verschlossenen Toren in Sicherheit waren.

Klima und Reisezeit

An der Pazifikküste ist von Oktober bis Mai die beste Reisezeit, in den Anden sind es die Monate Mai bis Oktober. Ich kam durch meinen Verkehrsunfall in Bolivien mit meinem Reiseplan für Peru um 2 Monate in Verzug und landete in der Regenzeit.

In den kühleren Monaten herrscht im Norden Argentiniens und in Paraguay eine unangenehm feuchte Kälte. So liegt die empfundene Außentemperatur hier oft deutlich niedriger als der Wert auf dem Thermometer. Du erlebst in Südamerika auch sehr oft extreme Temperaturwechsel. So kann es sich innerhalb eines Tages um 20 °C abkühlen, oder umgekehrt, erwärmen. Das war eher die Regel als die Ausnahme.

Trampen als Alternative

Es gibt einige gute Gründe, auf Radreisen in Peru aufs Trampen zurückzugreifen. Doch das Trampen ist hier deutlich schwieriger als in einigen anderen Ländern Südamerikas. Viele Autofahrer sind misstrauisch und so halten nicht sehr viele Autos.

Du hast mehrere gute Gründe, in Südamerika immer wieder einmal aufs Trampen umzusteigen:lange Strecken durch endlose Steppe ohne Zivilisation und Trinkwasser, gefährliche Straßen, der Wind in Patagonien und besonders gefährliche Regionen.

Erfahrungsberichte und Anekdoten

Ich hab vor der Reise so viele Warnungen und Horrormeldungen gehört, dass ich dachte, ich reise in ein Land von Wilden und Kriminellen. Aber ich habe völlig gegenteilige Erfahrungen gemacht. Wo wird einem in Deutschland eine private Unterkunft angeboten, wenn man kein Hotel findet? In Huacachina durfte ich mein Rad in einer Garage unterstellen, da es in der Hospedaje keinen Platz hatte.

Sehr oft ging der “Daumen nach oben”, ich weiß nicht wie oft ich die Frage “de donde vienes” beantworten musste, Kinder wollten mit dem Rad fahren, Autofahrer haben gewunken - und natürlich gehupt! Ich muss sagen, die Anerkennung war oft sehr motivierend.

Zusätzliche Informationen

In den Städten findest du schnell WiFi, doch die Verbindungs-Qualität ist mitunter abenteuerlich.

Zwischen 13 Uhr und 16 oder 17 Uhr steht das öffentliche Leben in vielen Ländern in Südamerika still: Siesta. Die meisten Geschäfte und auch Banken und andere Einrichtung haben dann geschlossen. Das solltest du in deiner Tagesplanung immer berücksichtigen, wenn du Besorgungen in den Städten geplant hast.

Auf dem gesamten Kontinent spricht man spanisch bzw. portugiesisch (in Brasilien). Englisch ist nicht sehr weit verbreitet. Das trifft auch auf die jüngere Generation zu. verschaffe dir vor der Reise nach Südamerika ein kleines Basiswissen in Spanisch. Es erleichtert dir das tägliche Gespräch mit den Einheimischen und kommt bei den Einheimischen immer gut an.

Tabelle: Empfehlungen für Radreisen in Peru

Aspekt Empfehlung
Sprache Grundkenntnisse Spanisch erlernen
Höhenanpassung Bei Ankunft in großer Höhe, langsame Akklimatisierung
Verkehr Vorsicht im Straßenverkehr, defensiv fahren
Ausrüstung Ersatzteile und Werkzeug mitbringen
Unterkünfte Flexibel bleiben, Unterkünfte spontan suchen
Verpflegung Lebensmittel in Dörfern und Städten einkaufen
Sicherheit Aktuelle Reisehinweise beachten
Reisezeit Pazifikküste: Okt-Mai, Anden: Mai-Okt

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0