Radwege rund um Tegernsee und Schliersee: Entdeckungstouren in Bayern

Der Tegernsee hat Suchtpotential, wenn es um den Radsport geht. Wer einen Ausflug oder Urlaub in die Urlaubsregion DER TEGERNSEE plant und sportlich unterwegs sein möchte, der sollte sein Fahrrad unbedingt einpacken. Begeisterte des naturfreundlichen Radsports finden in der Tegernseer Bergwelt nämlich Rad- und Mountainbiketouren für jeden Anspruch und mit der Aussicht auf ein atemberaubendes Panorama. Ob Anfänger oder Profi - am Tegernsee entdeckt jeder Radfahrer garantiert seine Lieblingsstrecke für eine Radtour in Bayern - inmitten einer einzigartigen Naturkulisse.

Zusätzlich bildet die neue Radkarte eigens konzipierte und mit Einschubplaketten in der Radbeschilderung des Landkreises ausgeschilderte Rundtouren ab, die dazu einladen, die Region zu beradeln und viele neue Eindrücke zu gewinnen. Unter anderem finden sich in der Karte Routen nach thematischen Motiven, wie die „Kircherl-Tour“, die viele Bildstöcke und Hofkapellen im Oberland verbindet, aber auch Genuss und Regionalität kommen nicht zu kurz: Die Hofladen Runde rund um den Markt Holzkirchen führt entlang vieler Hofläden, Geschäften und Verkaufsautomaten für regionale Produkte und Lebensmittel - wer mag, kann also direkt unterwegs die Radtaschen füllen, andere folgen der Routenbeschilderung für eine aussichts- und abwechslungsreiche Radtour. Wiederverkäufer (z. B. Gastgeber oder Buchhandlungen) erhalten die Karte auch in geringen Mengen zum attraktiven Einkaufspreis. Gerne senden wir Ihnen auch ein kostenfreies Belegexemplar zu.

Radweg vom Schliersee zum Tegernsee

Es ist möglich, vom Schliersee zum Tegernsee zu radeln. Rein kartografisch lässt sich vom Schliersee zum Tegernsee radfahren, sonderlich angenehm ist der Streckenabschnitt an der Staatsstraße 2076 zwischen Gmund und Hausham allerdings nicht. Rein kartografisch ist eine Radtour vom Schliersee zum Tegernsee möglich. Von Reichersbeuern aus führt die Route auf ruhigen Straßen in Richtung Waakirchen und Marienstein - hinein ins malerische Tegernseer Tal. Kurz bevor wir Gmund am Tegernsee erreichen, passieren wir das idyllisch gelegene Gut Kaltenbrunn und genießen einen traumhaften Panoramablick über den Tegernsee und die umliegende Bergwelt.

Der hier beschriebene Radweg vom Tegernsee zum Schliersee startet in Seeglas am Ostufer des Tegernsees. Los geht’s im Ortsteil Seeglas am Strandbad in östlicher Richtung. Die folgenden 8 Kilometer bis nach Hausham sind landschaftlich reizvoll, leider trüben die stark befahrene Staatsstraße 2076 und der fehlende Radweges die Stimmung. In Hausham geht es weiter entlang der Schlierach und nach etwa 11 Kilometern und 100 Höhenmetern ist der Schliersee erreicht. Der Rückweg zum Tegernsee verläuft auf dem Hinweg. Theoretisch ist es möglich, mit der Bayerischen Regiobahn (BRB) zurückzufahren, hierzu ist es allerdings nötig, in Holzkirchen umzusteigen.

Alternativen zur Staatsstraße

Alternativ ist es möglich, auf dem Bodensee-Königssee-Radweg zwischen Hausham und dem Tegernsee zu fahren. Anstelle der Staatsstraße radelt man dann allerdings auf einem bergigen und konditionell anspruchsvollen Radwanderweg, der nicht für Gelegenheitsradler oder Familienausflüge geeignet ist.

Bodensee-Königssee-Radweg

Da es sich bei dem Radweg zwischen den beiden Seen um eine Etappe auf dem Bodensee-Königssee-Radweg handelt, nutzen viele Besucher die Gelegenheit, um in einem Hotel am Schliersee oder Tegernsee zu übernachten, um dann am folgenden Tag die Tour auf dem Fernradweg fortzusetzen.

Neuer Radweg zwischen Schliersee und Tegernsee

Abhilfe schafft der neue Radweg zwischen Tegernsee und Schliersee. Nach aktueller Planung beläuft sich der Fertigstellungstermin auf das Jahr 2025. Der neue Radweg wird zwischen Hausham und Seeglas am Tegernsee parallel zur Staatsstraße verlaufen.

Radtour entlang der Rottach

Entlang der Rottach Wir beginnen unsere Radtour an der Brücke über die Rottach, am Seeforum von Rottach-Egern. Wir queren die Rottach und folgen ihr flussaufwärts auf dem Ludwig-Thoma-Weg. Nach wenigen Metern senkt sich der Weg, dort biegen wir rechts in den schmälereren Weg ein, der in Flussnähe verläuft. Diesem folgen wir nun lange, auch über einige Kreuzungen, die wir meist im leichten Zickzack queren. Langsam nähern wir uns den Bergen auf dem Rottacher Dammweg, der bald idyllisch von Bäumen gesäumt ist. Dann endet der Flussweg und wir biegen links in die Kühzaglstraße ein. Ihr folgen wir, bis sie sich kurz vor dem Café Angermaier teilt. Wir nehmen die rechte Abzweigung und erreichen auf ihr den Weiler Kühzagl.

Über die Kühzaglalm

Kurz vor der idyllischen Kapelle halten wir uns links, woraufhin die Auffahrt ansteht. Entlang des Kühzaglbachs radeln wir in den Bergwald hinein. Der liegt bald deutlich tiefer in einem Graben unterhalb unserer kleinen Bergstraße - ein Zeichen, dass wir an Höhe gewinnen. Etwas sparsam sollten wir mit unserem Akku umgehen, denn wir brauchen für den Rückweg auch noch einmal Schubkraft. Nach einigen Kurven und Kehren lichtet sich der Wald und wir radeln auf die Wiesen der Kühzaglalm. Wenn sie geöffnet hat, ist eine erste Rast sehr angenehm. Wir dürfen uns gerne mit einer Pause für die anstrengende Auffahrt belohnen. Anschließen folgen wir einfach der Almstraße weiter bergauf. Es ist nur noch ein kurzes Stück, und kaum sind wir wieder im Wald, erreichen wir eine Querstraße und damit den höchsten Punkt der Tour. Die sportlich Ambitionierten können hier nach rechts einen Abstecher zum Bodenschneidhaus und der Rettenbeckalm starten. Damit stünde eine weitere Alm und vielleicht sogar die Wanderung auf die Bodenschneid auf dem Programm. Wir radeln allerdings nach links abwärts und biegen dann am Wegdreieck rechts in die nächste Forststraße ab. Neuhaus am Schliersee ist unser Ziel. So geht es abwärts, die Bremsen stets an den Fingern, einmal biegen wir noch links ab und folgen schlussendlich dem Dürnbach an einer Kapelle vorbei ins Tal.

Schliersee, Baden und ruhige Uferwege

Im Tal bleiben wir zunächst geradeaus auf der Dürnbachstraße und biegen dann links in die Waldschmidtstraße ein, die uns zur Wendelsteinstraße in die Nähe des Bahnhofes bringt. Rechts können wir uns mit einem Abstecher einen leckeren Espresso im Café Stazione gönnen: Das nette Lokal liegt im Bahnhofsgebäude und ist auch ein guter Einkehrtipp. Ansonsten geht es kurz links weiter und dann rechts durch die Unterführung (Radwegschild) ans Schlierseeufer hinunter. Jetzt folgen wir der für Autos gesperrten Uferstraße nach links und dürfen so völlig verkehrsfrei am Westufer entlangradeln. Wir passieren die Rixner Alm und einige schöne Badestellen. Uns begleiten die Gleise der Bayerischen Oberlandbahn, Radwegschilder lotsen uns nun nach Schliersee. An einem Wanderparkplatz ist unsere Uferstrecke zu Ende. Wer den Ort Schliersee besuchen möchte, biegt hier rechts über die Gleise und folgt ihnen dann nach links.

Entlang der Schlierach

Alle anderen halten sich links, erreichen die Breitenbachstraße und folgen ihr weiter in Fahrrichtung. Kurz darauf geht es links in die Schlierachstraße. Wir halten uns jetzt nicht nur an die Radwegschilder nach Hausham, sondern haben auch den Königssee-Bodensee-Radweg erreicht. Malerisch geht es bald an der Schlierach entlang. Der Radweg endet zunächst an einer großen Ortsdurchgangsstraße, auf der wir für ca. 600 Meter nach links radeln. Dann biegen wir am TÜV links in die Nagelbachstraße ein, und schon sind wir aufwärts wieder auf dem Königssee-Bodensee-Radweg unterwegs.

Auf und ab

Jetzt ist hoffentlich noch genug Akku übrig, denn auf diesem Streckenabschnitt hat es der Bodensee-Radweg ganz schön in sich. Im steten Auf und Ab geht es der Radwegbeschilderung nach über Wiesen und durch Wälder. Schließlich umrunden wir die Weiler Oberschuß und Unterschuß und kommen zu den Oedberg-Liften, im Sommer gibt es dort eine Rodelbahn. Kurz darauf sind wir am Ortsanfang von Ostin, wo sich die Straße teilt. Wir bleiben links und radeln 350 Meter später erneut links den Niemandshügel hinunter. Hier breitet sich eine Bilderbuchlandschaft aus. Wir überblicken das Nordende des Sees und am gegenüberliegenden Ufer die Berge hinter Bad Wiessee. Von denen stechen vor allem der markante Hirschberg und die Ringspitz heraus. An den nächsten Häusern und der Querstraße geht es wieder links, wir passieren den Wanderparkplatz Neureuth und bleiben dann auf der Hauptstraße, die steil bergab durch den Buchbergweg hinunter zum Tegernsee führt.

Tegernsee-Uferradweg

Dort führt uns der Uferradweg nach links die letzten Kilometer zurück. Dabei passieren wir den Ort Tegernsee mit der hübschen Uferpromenade, seiner berühmten Klosterkirche und dem noch berühmteren Tegernseer Bräustüberl. Der Radweg verläuft stellenweise auf dem breiten Fußweg, ganz angenehm, um nicht auf der viel befahrenen Straße radeln zu müssen.

Radtour zur Valepp

Wenige Fahrradspots sind so bekannt wie die Valepp. Der Name "Valepp" steht sowohl für das Tal, die kleine Siedlung, den Bach und auch für die ihn säumende, teils gesperrte Straße südlich des Spitzingsees im Mangfallgebirge. Bei Rad-Fans ist die Valepp so beliebt, weil es sich bei ihr um eine geteerte und zum Teil für den öffentlichen Verkehr gesperrte Mautstraße handelt. Das heißt, es gibt hier nur ganz wenige Autos und die Radler sind mit sich und der schönen Voralpennatur ziemlich allein. Außerdem wartet die Valepp mit ein paar interessanten Steigungen auf. Sie ist für alle, die das Radfahren lieben und die Tour von München aus fahren, mit um die 150 Kilometern und 1.400 Höhenmetern eine echte Herausforderung. Auch für die notwendige Kohlenhydrat-Zufuhr ist gesorgt: Denn gleich mehrere Almen und Hütten laden zu einer Pause ein.

"Auch Hobbyradfahrer ohne allzu große sportliche Ambitionen sollten der Valepp unbedingt mal einen Besuch abstatten. Startpunkt ist der Bahnhof Tegernsee, den die Bayerische Oberlandbahn (BOB) von München aus etwa im Halbstundenrhythmus anfährt. An Schönwetterwochenenden oder Feiertagen kann es in den Fahrradabteilen schnell voll werden. Also frühzeitig am Bahnhof sein und am besten so planen, dass Sie bei Überfüllung auch noch einen späteren Zug nehmen könnten. In Tegernsee passieren Sie das berühmte Bräustüberl, werfen einen Blick auf den See, um dann südwärts an der Hauptstraße entlang Richtung Rottach-Egern zu radeln. Dort halten Sie sich auf der Valepper Straße links und kommen dadurch schnell weg vom Verkehr. Bis kurz nach Rottach-Egern verläuft die Strecke flach.

Nach etwa acht Kilometern beginnt die Mautstraße und damit die erste Steigung. Gute 200 Höhenmeter müssen Sie nun überwinden, allerdings ist die Steigung meist nicht sonderlich steil, nur ganz kurz beträgt sie einmal 16 Prozent. Der Anstieg ist daher gut mit jeder Art von Fahrrad machbar. Rechts von der Straße verläuft die Rottach, und falls Sie kurz nach dem Start in den Anstieg schon eine Pause einlegen wollen, können Sie das Rad stehen lassen und ein paar Schritte zu den Rottachwasserfällen gehen. Nach gut zehn Kilometern, kurz nach der Suttenbahn, erreichen Sie die Moni Alm. Hier bietet sich eine Einkehr an. Besonders empfehlenswert sind der Wurstsalat und das vielfältige Kuchenangebot. Nach der Pause wird der Verkehr immer weniger. Viele, die die Mautstraße nutzen, fahren nur bis zum Parkplatz an der Suttenbahn kurz vor der Moni Alm, kehren ein oder starten dort ihre Wanderung.

Die Tour führt ein kleines Stück bergauf, der Passhöhe entgegen, und anschließend gute sieben Kilometer bergab, erst am Ankerbach entlang, dann gesellt sich von rechts die Weiße Valepp dazu und begleitet Ihren Weg bis zum Forsthaus Valepp, einer weiteren Einkehrmöglichkeit. Das 180 Jahre alte, denkmalgeschützte Forsthaus stand acht Jahre leer, bis Torwart Manuel Neuer und der Tegernseer Gastronom Johannes Rabl das Haus für rund sechs Millionen Euro renovierten und wiedereröffneten. Öffnungszeiten:Vom 1. Mai bis 31.

Nach dem Forsthaus Valepp kommt der zweite Anstieg, bei dem Sie auf acht Kilometern gute 300 Höhenmeter überwinden. Aber keine Sorge, die Steigung ist deutlich sanfter als die erste und nie über elf Prozent. Ab der Abzweigung zum Forsthaus ist die Straße für den Verkehr gesperrt. Hier sind Sie nun endgültig mit anderen Radfahrern allein. Die Rote Valepp entspringt dem Spitzingsee und fließt durch moorige Senken. Das Wasser nimmt dabei eine rötlich-braune Färbung an, was ihr den Namen Rote Valepp eingebracht hat. An der Abzweigung zum Forsthaus Valepp fließt sie mit der Weißen Valepp zusammen, die bei Bernaustube entspringt und durch felsiges Gelände fließt, was ihr Wasser klar, also "weiß" hält. Ab dem Forsthaus fließen beide als Valepp weiter nach Österreich, wo der Bach den Namen Grundache trägt und später als Brandenberger Ache in den Inn fließt.

Gegen Ende des Anstiegs lassen Sie den Wald hinter sich und fahren auf offenes Almgelände, das den Blick auf den Stümpfling, die Brecherspitz und andere den Spitzingsee umrahmende Berge freigibt. Hier laden das Blecksteinhaus oder die Albert Link Hütte zu einer weiteren Pause ein, letztere ist für ihr Holzofenbrot bekannt. Anschließend fahren Sie weiter Richtung Spitzingsee, wo Sie eine weitere Pause einlegen können. Danach durchqueren Sie einen kurzen Tunnel und müssen noch 30 Höhenmeter überwinden, bis Sie die mit 1.129 Höhenmetern höchste Stelle der Tour, den Spitzingsattel erreichen. Von dort geht es mit Blick auf das Ziel, den Schliersee, nur noch bergab.

Im Talboden angekommen, biegen Sie bei Kilometer 33 links ab und fahren durch Neuhaus Richtung Schliersee - wo Sie am Bahnhof die BOB zurück nach München nehmen können. Die Route ist etwa 38 Kilometer lang und beinhaltetrund 700 Höhenmeter. Die Strecke ist komplett asphaltiert. Wenn Sie in Schliersee noch Kraft in den Beinen oder Strom im E-Bike-Akku haben, können Sie die Runde zurück nach Tegernsee vervollständigen. Dann kommen Sie insgesamt auf gut 50 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter.

Bitte informieren Sie sich vor der Wanderung über die Wetterlage, die aktuellen Öffnungszeiten sowie den Fahrplan der Bahn. Und bedenken Sie, dass es im Frühling in der Valepp teilweise noch sehr kühl werden kann.

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