Die Vogesen sind ein ideales Ziel für Radsportler, die Herausforderungen suchen. Ob auf eigene Faust oder mit einem Guide, ob mit dem MTB, BMX oder CROSS-MTB, hier kann man Steilhänge hinuntersausen und sich mit Modulen, Buckeln, Sprüngen und engen Passagen den Adrenalinkick holen.
Dieser Bericht erzählt von einer großartigen Tour in den Vogesen, bei der einige Höhenmeter am Petit und Grand Ballon sowie ein Abstecher in den Schwarzwald zurückgelegt wurden. Die Radtour begann in Freiburg und führte nach Colmar, mit dem Ziel, Petit Ballon und Grand Ballon an einem Tag zu bezwingen.
Anreise und Vorbereitung
Da keine Stellplätze im Zug verfügbar waren, erfolgte die An- und Abreise mit dem Auto. Die Räder wurden hinten auf den Bulli geladen, und die Fahrt konnte beginnen. Unterwegs genossen die Radfahrer die Sonne und den Fahrtwind.
Das Gute an einem Bulli ist, dass man alles ganz gemütlich aufbauen kann und bei Ankunft nicht in irgendeinen Bahnhofstrubel geworfen wird. So blieb genug Zeit, die Klamotten am Rad zu befestigen und alles noch einmal durchzuchecken. Extra für diese Tour wurde eine GoPro geliehen.
Erste Etappe: Von Breisach nach Colmar
Bei der Routenplanung verließen sich die Radfahrer auf Komoot, kombiniert mit Garmin und Schildern. Nach dem Überqueren der Rheinbrücke bei Breisach erreichten sie Frankreich. "Schilder in einer anderen Sprache machen direkt Urlaubsgefühle", so die Erfahrung.
Die Route führte durch Neuf-Brisach, eine schöne Planstadt in Form eines Achtecks aus der Zeit von Ludwig XIV. Komoot schickte die Gruppe in Richtung Appenwihr und Sundhoffen, doch eine gesperrte Brücke zwang zu einer Umleitung. Nach einer nicht ganz einfachen Fahrt durch den Wald fand man sich an einer gesperrten Brücke wieder. Am Ende, und nach einem weiteren kleinen Schlenker über Privatgelände, fanden wir doch den Ausgang aus dem Wald, und zwar über jene Autobrücke, die wir eigentlich vermeiden wollten.
Erschöpft erreichten die Radfahrer den Campingplatz Huttopia in Colmar, wo sie sich mit einem Bier aus der Region stärkten. Schnell wurde das Zelt aufgebaut, und eine Pizza vom nahegelegenen Einkaufszentrum rundete den Tag ab. Früh ging es ins Zelt, denn am nächsten Tag standen die Berge auf dem Programm.
Zweite Etappe: Petit Ballon und Grand Ballon
Trotz aller Gemütlichkeit schafften es die Radfahrer, vor neun Uhr aufzubrechen. Nach einem kurzen Einkauf für vergessene T-Shirts begann der Aufstieg zum Petit Ballon. Bepackt wie Esel, mit zwei Gepäckträgertaschen und Zelt, eierten sie die Berge hoch.
Die ersten paar Höhenmeter rücken die Tour de France in ganz anderes Licht. Auf der Straße sind alle Radsportgrößen mit wasserfester Farbe verewigt und zeigen, dass wir hier eigentlich fehl am Berg sind. Nach den ersten Zweifeln stellt sich aber schnell ein Gefühl der inneren Zufriedenheit ein. Es überholten Rennräder mit Fahrer:innen, die bestimmt doppelt so alt und welche, die nur halb so alt wie wir sind.
Am Col du Petit Ballon auf 1163 m Höhe angekommen, gönnten sie sich eine Pause in einer Berghütte. Nach Pommes und Radler stand der Grand Ballon auf dem Plan. Doch auch die schönste Abfahrt geht mal vorbei und irgendwie viel schneller als das Bergauf.
Am Rand von Sondernach quälten sie sich die zweite Runde hoch. Meter für Meter und wieder die ewigen Gedanken über die Sinnhaftigkeit der ganzen Aktion. Ganz bis oben kommen wir dann aber doch nicht mit unseren Rädern. Den letzten Teil müsst ihr nämlich dann zu Fuß gehen.
Am Gipfel des Grand Ballon auf 1343 m Höhe genossen sie die Aussicht und die verdiente Erholung. Die letzte Abfahrt des Tages führte zu einem idyllisch gelegenen Campingplatz im Wald.
Dritte Etappe: Schwarzwald
Die Rezeption hat mittlerweile geschlossen, aber nach einem kurzen klopfen wird uns geöffnet und wir checken ein und Henrik kauft noch schnell eine neue Zahnbürste. Voll verquatscht und es sind aber Ende September auch keine langen Sommernächte mehr. Unser Körper sind auch gut Schrott von diesem Tag, an dem wir erst 10 KM mit 761 Höhenmetern den Petit und dann nochmal ca. 26 Km mit 887 Höhenmetern den Grand Ballon hoch sind.
In den Hochvogesen gibt es 9 MTB-Zentren mit insgesamt 44 Strecken und einer Gesamtlänge von 1 338 km. Wagemutigen Downhill-Fans stehen ebenfalls Bikeparks zur Verfügung, die für alle Niveaus geeignet sind. An euren Urlaub im Département Vosges werdet ihr euch noch lange erinnern.
Outdoor Hochgenuss - Maasradweg EUROVELO 19 (franz. Der französ. Teil des Maasradwegs führt auf rund 530 km von Langres nach Givet und gehört zum EuroVelo 19. Er ist in beide Richtungen ausgeschildert und führt häufig entspannt am Fluss enttlang. Man entdeckt zahlreiche kulturelle u. geschichtliche Sehenswürdigkeiten und wird begleitet von der Nationalheldin Jeanne d´ Arc, an deren Geburtsort die Tour vorbeiführt. Zahlreiche Passagen sind landwirtschaftlich geprägt und man passiert kleine ruhige Ortschaften. Ebenfalls auf dem Fernradweg liegen Commercy (Heimat der Madeleines, einem köstlichen Gebäck), Verdun sowie Sedan mit der riesigen Festung.
Empfohlene Radwege in den Vogesen
Die Vogesen bieten eine Vielzahl an Radwegen für unterschiedliche Ansprüche:
- Route des Crêtes: Eine klassische Ausflugsstraße mit abwechslungsreicher Flora, vielfältigen Landschaftsformen und großartigen Ausblicken.
- Rundwege für alle: Speziell für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erarbeitete Rundwege, die es jedem ermöglichen, diese charmante und symbolträchtige Region in seinem eigenen Tempo zu genießen.
- Abwechslungsreiche Strecken: Durch die elsässische Weinlandschaft, entlang der Kanäle und in den Tälern der Vogesen.
Karte und Planung
Eine interaktive Karte hilft bei der Planung der Radroute durch das Elsass, um Radwege, Sehenswürdigkeiten und charmante elsässische Dörfer entlang der Strecke zu entdecken.
Das Fahrradfahrerheft im Elsass ist ein idealer Reiseführer, um das Elsass mit dem Fahrrad zu erkunden. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich für die Reise ins Elsass: mit dem Flugzeug über die Flughäfen Straßburg oder Basel-Mulhouse, an Bord der Hochgeschwindigkeitszüge oder mit dem Auto.
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