Laufräder sind für Kinder oft der erste Schritt in Richtung Mobilität. Stiftung Warentest hat in einem großen Laufrad-Test überprüft, ob die Laufräder auch sicher sind und kam zu erstaunlichen Ergebnissen. Elf von 15 getesteten Laufrädern erhielten deshalb die Note "mangelhaft". Schuld waren in allen Fällen sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).
Schadstoffbelastung in Griffen, Sätteln und Reifen
Griffe, Sättel und Reifen machen bei Laufrädern laut Stiftung Warentest den Unterschied. Allerdings nicht für Sicherheit und Fahrverhalten, vielmehr sind diese Teile besonders oft mit gefährlichen Schadstoffen belastet. Sie gelangen oft durch verunreinigte Weichmacheröle oder Rußpartikel in Gummi- oder Kunststoffteile. Bei acht Laufrädern steckten PAK in Griffen oder Sätteln, die besonders oft und lange mit der bloßen Haut der Kinder in Berührung kommen. Aber auch sieben der acht Exemplare mit luftgefüllten Gummireifen fielen durch hohe PAK-Werte auf.
Details zu einzelnen Modellen
Beim Modell Early Rider können sich Kinder außerdem am Gabelschaft die Finger einklemmen, das Laufrad "Strider" hat dagegen bei niedrig eingestelltem Sattel nur wenig Bodenfreiheit und kann schnell an Kanten hängenbleiben. Die Firmen Hudora, Kokua und Strider bieten ihren Kunden allerdings einen Austausch belasteter Teile an. Star-Trademarks, der Hersteller der Marke Bikestar, will individuell mit den Kunden über den Tausch von Teilen, des gesamten Laufrads oder eine Rücknahme entscheiden.
Ein Exemplar, das Chillafish BMX ie-RS, erhielt die Note "befriedigend", immerhin drei schnitten sogar "gut" ab: Das Puky LR1 (Note 2,2), das Btwin Runride 100 sowie das Kettler Speedy 10 Zoll (beide Note 2,5) überzeugten im Test - dabei war das Btwin mit einem mittleren Preis von 35 Euro sogar das günstigste Modell im Test.
Die einfachste Handhabung boten im Test Laufräder mit einem niedrigen Einstieg und einem Trittbrett, auf das die Kinder die Füße bei schnellerer Fahrt stellen können. Ein Lenkanschlag ist nur bedingt hilfreich: Zwar könne die Einschlagsbegrenzung unsicheren Kindern Halt geben, sie erschwere aber das Kurvenfahren, heißt es im Testbericht .
Die Testsieger im Überblick
Stiftung Warentest hat in Ausgabe 12/2021 13 Kinderlaufräder getestet. Nur zwei schnitten mit “Gut” ab, eins mit "Befriedigend". Die übrigen zehn fielen wegen zu hoher Schadstoffbelastung durch.
Laufrad-Testsieger: LR Light von Puky
Das 3,6 kg leichte Aluminiumlaufrad weist gute Fahreigenschaften auf und punktet gerade bei noch recht kleinen Kindern durch einen besonders niedrigen Einstieg. So kommt man auch mit kurzen Beinchen ohne Umfall-Gefahr aufs Bike. Das Fahrverhalten ist aufgrund der großen luftgefüllten Reifen top.
Besonders beliebt bei den Kindern: Das Puky LR Light hat ein Trittbrett, sodass man bei schneller Fahrt die Füße hochstellen kann. Eltern freuen sich hingegen über den bereits vorhandenen Seitenständer, der allerdings etwas niedrig montiert ist und hängen bleiben könnte.
Ebenfalls gut: Early Rider Superply Bonsai 12''
Das schicke Laufrad aus Birkenholz ist jedoch leider ein Auslaufmodell und wahrscheinlich nicht mehr lange erhältlich.
Aufgrund der großen Luftreifen soll es sich sehr gut fahren. Zudem ist es mit 3,7 kg sehr leicht. Im Gegensatz zum Puky besitzt es jedoch kein Trittbrett und keinen Ständer.
Das Leichte: Bandits & Angels Starter
Doch der große Vorteil des Bandits & Angels Starter ist definitiv der Preis, da es mehr als 100 € weniger kostet als Platz 1 und 2 im Test.
So ist es beispielsweise recht klein, wodurch auch die Reifen nicht besonders groß sind. Die Reifen enthalten zwar Schadstoffe, der Gehalt sei jedoch noch tolerabel (Note 4).
Verlierer im Laufrad-Test: Stark mit Schadstoffen belastet
Von 13 im Warentest untersuchten Laufrädern schnitten zehn mit “Mangelhaft” ab. Bei allen Bikes ist die mangelhafte Bewertung auf eine zu hohe Schadstoffbelastung in den Griffen, Sitzen und Reifen zurückzuführen.
Die folgenden Laufräder sind betroffen:
- Bachtenkirch GoBike 12"
- Pinolino Laufrad Johann
- Puky LR M
- Bikestar 12 Zoll BMX Magnesium
- Kinderkraft Laufrad Uniq
- Janod Little Bikloon Holzlaufrad
- Kokua Like a Bike Jumper
- Lionelo Bart-Laufrad
- Hudora Laufrad Ultralight Alu
- Micro Balance Bike Deluxe
Insbesondere im Sommer, wenn die Kinder mit kurzer Kleidung auf den Laufrädern fahren und mit schwitzigen Händen den Lenker greifen, ist die direkte Übertragung von Schadstoffen über die Haut nicht auszuschließen.
So haben die Hersteller auf die Kritik reagiert
Stiftung Warentest hat nach ihrem Laufrad-Test zehn Hersteller mit den negativen Testergebnissen konfrontiert. Daraufhin haben drei Anbieter ihren Kund*innen angeboten, die beanstandeten Teile auszutauschen. Fünf Hersteller meldeten sich bei Stiftung Warentest zurück, sahen aber keinen Handlungsbedarf und zwei Laufrad-Marken haben gar nicht reagiert.
Laufrad kaufen: Das muss zum Kind passen
Beim Laufrad-Kauf dürfen weder wir Eltern noch unsere Kinder uns von coolen Designs und bunten Farben locken lassen. Das Laufrad ist ein Verkehrsmittel und deshalb steht hier die Sicherheit an erster Stelle. Deshalb unbedingt das Laufrad vor dem Kauf mit dem Kind zusammen testen, um zu schauen, ob Kind und Laufrad gut zusammen passen. Große Fahrradläden bieten mittlerweile eine große Auswahl an Laufrädern an, die man vor Ort auf kleinen Indoor-Parcours testen kann.
Sicherheit geht vor
Deshalb ist ein Helm immer Pflicht - auch Eltern sollten als gute Vorbilder einen Helm tragen. Wie beim Laufrad selbst ist es beim Kinderhelm wichtig, dass er richtig sitzt. Am besten wie beim Laufrad-Kauf auch den Helm immer im Geschäft testen und dann gegebenenfalls online bestellen.
Beim Laufrad-Kauf sparen
Deshalb ist es eine Überlegung wert, ein gebrauchtes Laufrad zu kaufen. Aber auch beim Secondhand-Kauf gilt: vorher testen, ob Kind und Bike zusammen passen.
Was ein gutes Laufrad ausmacht?
Ab 2 Jahren kann es richtig losgehen mit dem Laufradfahren. Jetzt haben die meisten Kinder die Kraft, die motorischen Fähigkeiten und den Gleichgewichtssinn um sich sicher mit dem Laufrad auf 2 Rädern fortzubewegen. Entsprechend viele verschiedene Laufräder werden für dieses Alter angeboten.
Der Klassiker für zweijährige Kinder ist das Puky LR 1. Es gibt aber noch viele andere tolle Laufräder.
Laufräder für 2-jährige Kinder
Für Kleinkinder sind Laufräder ideal da sie den Gleichgewichtssinn und die Motorik anregen, Kraft und Ausdauer trainieren und gleichzeitig Spaß an der Bewegung wecken und die Kinder ihren Bewegungsradius deutlich erweitern können.
Was zeichnet ein Laufrad ab 2 Jahren aus?
Kinderlaufräder für Zweijährige gehören zu den kleinsten vollwertigen Laufräder die es gibt. Bei den Laufrädern handelt es sich aber immer noch um Anfängerräder. Weil die Kinder in diesem Alter immer noch klein und schwach sind sollte das perfekte Laufrad für dieses Alter möglichst leicht zu fahren sein, die Kleinen wenig belasten und ablenken.
Am wichtigsten ist die passende Größe des Laufrads. Die Zoll Größe ist ziemlich egal. Denn ob ein Laufrad 8, 10 oder 12 Zoll hat beschreibt nur den Durchmesser der Räder.
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