Draußen regnet es stark, aber du möchtest trotzdem nicht darauf verzichten, mit deinem Bike eine Runde zu drehen? Oder du bist unterwegs und plötzlich wirst du von einem Regenschauer erwischt? Genau hier kommt die Regenjacke zum Einsatz! Im ROSE Online Shop findest du genau die richtige Radjacke für jeden Einsatzzweck.
Eine gute Lauf-Regenjacke hält Regen und Wind ab - und lässt möglichst viel Feuchtigkeit entweichen. Wir haben aktuelle Modelle getestet.
Materialien und Technologien
Bei Fahrrad Regenjacken kommt in den meisten Fällen eine Membrane zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine mikroporöse Kunststoff-Schicht, die in das Material eingearbeitet ist. Die mikroporöse Membrane in der Jacke enthält mikroskopisch kleine Löcher. Da die Löcher kleiner sind als Regentropfen, kann Wasser nicht durch die Membrane gelangen. Der Wasserdampf, den die Haut beim Schwitzen absondert, kann jedoch durch die mikroskopischen Löcher nach außen gelangen - dies nennt man auch die Atmungsaktivität der Membrane.
Man unterscheidet zwischen den unterschiedlichen Laminaten einer Regenjacke. Am gängigsten sind das 2-Lagen-, 2,5-Lagen- und 3-Lagen-Material. Bei 2-Lagen-Membranen sind Membrane und Obermaterial zu einem Laminat verschweißt. Das Innenfutter, das beispielsweise auch Mesh-Material gefertigt ist, wird nur eingehängt.
3-Lagen-Membrane hingegen sind eine besonders robuste Verschweißung von Membrane, Obermaterial und Innenmaterial. 2,5-Lagen-Membranen haben keine ganze Schicht als Obermaterial, sondern lediglich eine Schutzschicht.
Viele Regenjacken besitzen eine wasserabweisende Oberflächenbehandlung, die ergänzend zur Membrane oder anstatt der Membrane eingesetzt wird. Dabei wird das Obermaterial mit einem Coating ausgestattet oder behandelt, sodass es wasserabweisend wird. Das Wasser perlt so an der Oberfläche ab und kann nicht ins Gewebe eindringen.
Eine entsprechende Oberflächenbehandlung oder ein Coating sind jedoch meistens nicht dauerhaft wasserabweisend, da sie abnutzen.
Wasserdichtigkeit und Wassersäule
Um die Wasserdichtigkeit einer Regenjacke zu bestimmen, wird die sogenannte Wassersäule hinzugezogen. Dabei wird ein Behälter auf das Material platziert, der mit Wasser gefüllt wird. Bei diesem Test wird gemessen wie viel Wasser das Material abhalten kann, bevor die ersten Tropfen durch das Gewebe treten.
Wenn das Material beispielsweise bis zu 5.000 mm Wasser halten kann, bevor Wasser durch die Membrane tritt - spricht man von einer 5.000 mm Wassersäule. An windigen Tagen drückt der Regen oder die Feuchtigkeit noch stärker auf das Gewebe - daher ist hier eine höhere Wassersäule von Nöten.
Ebenfalls wenn du mit einem Rucksack auf dem Bike unterwegs bist, der auf das Gewebe drückt. Wichtig zu beachten ist zudem, dass die Regenjacke über getapte Nähte verfügt. Andernfalls könnte Feuchtigkeit zwar nicht durch das Material, jedoch durch die Nähte eindringen.
Um bei Regenkleidung den Abtransport von Schweiß zu ermöglichen, setzen viele Hersteller auf eine einlaminierte, mikroporöse Membranschicht. Sie sitzt an der Innenseite des Oberstoffes, besteht meist aus PTFE (Teflon) und besitzt pro cm² rund 1,4 Milliarden Poren, jede 20 000-mal kleiner als ein Wassertropfen. So bleibt Regen draußen, die erheblich kleineren Wasserdampfmoleküle können aber durch die Membran nach außen entweichen.
Ein 3-Lagen-Material besitzt außen eine abriebfeste, meist DWR-(durable water repellent)-imprägnierte Lage, welche die Membran schützt. Eine dritte, körpernahe Schicht bewahrt die Membran vor aggressivem Schweiß, saugt diesen auf, verteilt ihn und sorgt für ein angenehm trockenes Gefühl. 2,5-Lagen-Materialien besitzen statt des Innenfutters einen Schutzfilm - dieser macht die Jacke leichter und kompakter, fühlt sich aber oftmals etwas feuchter an.
Atmungsaktivität und Komfort
Bei einer Fahrrad Regenjacke handelt es sich um eine Funktionsbekleidung für schlechtes Wetter. Besonders wichtig ist also - neben der Wasserdichte - die Atmungsaktivität der Jacke. Das klassische Baumwollshirt nimmt die Feuchtigkeit und den Schweiß der Haut auf und kann diese nur sehr schlecht nach außen weitergeben.
Ein atmungsaktives Funktionsshirt oder ein atmungsaktives Radtrikot hingegen bietet dank seiner Funktionsfasern, die sich nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen, einen schnellen Feuchtigkeitsabtransport an die nächste Schicht. Idealerweise solltest du also unter deiner Regenjacke eine atmungsaktive Funktionsschicht tragen.
Je mehr man sich anstrengt, desto heißer und feuchter wird das Klima unter der Jacke und desto besser muss diese Feuchtigkeit nach außen transportiert werden. Eine Membran - unter den Testmodellen sind 2- oder 2,5-lagige Verarbeitungsweisen vertreten - lässt Feuchtigkeit nur in einer Richtung durch. Regenwasser kann nicht eindringen, Feuchtigkeit sehr wohl nach außen gelangen.
Mancher Hersteller verzichtet auf zusätzliche Belüftungsöffnungen, andere kombinieren Membran und Belüftung. Die meisten Jacken ohne Membran „lindern“ die kaum vorhandene Atmungsaktivität durch großzügige Belüftungsöffnungen. Bei allen Jacken gilt: Im Bereich der Schultern platzierte Ventilationsöffnungen sind abgedeckt, damit kein Wasser eindringt, besonders großzügig fallen sie bei Ekoi aus.
Für die Luftzufuhr verbergen sich mehr oder weniger lange Öffnungen hinter einem Reißverschluss unter den Armen bzw. Achseln, bei Ziener ist die neben dem Frontreißverschluss platziert.
Auch dieser Test zeigt wieder: Hier kann sich ein gewisser Aufpreis beziehungsweise ein „Investment“ durchaus lohnen. Qualität, Funktion und Robustheit haben hier oftmals einen Preis. So kosten die Top-Modelle meist zwischen 250 und 300 Euro.
Passform und Schnitt
Je nachdem wo du mit deinem Bike unterwegs bist, wirst du dir unterschiedliche Eigenschaften für deine wasser- und winddichte Fahrrad-Regenjacke wünschen.
Welche Regenjacke für MTB?
Mountainbiker wünschen sich bei ihren Touren oftmals eher leger geschnittene MTB-Regenjacken, um so maximale Bewegungsfreiheit zu genießen. Durch das Spritzwasser, das bei der Durchfahrt von Pfützen entstehen kann, ist besonders der untere Rücken betroffen von Schmutz und Wasser. Eine verlängerte Rückenpartie schafft hier Abhilfe.
Welche Regenjacke für Rennrad Touren?
Geschwindigkeitsfans auf dem Race Bike greifen meistens zu enganliegenden und sehr leichten Fahrrad Jacken. Durch die enganliegende Passform, die speziell auf Herren oder Damen angepasst ist, sitzt die Jacke wie eine zweite Haut und flattert nicht im Wind. Genau richtig für rasante Abfahrten! Interessant für lange Rennrad Touren sind auch Regenjacken mit einem kleinen Packmaß, die du bei Nicht-Gebrauch ganz einfach in der Trikottasche verstauen kannst.
Welche Regenjacke für den Alltag?
Wer im Alltag optimal gegen Wind und Regen geschützt sein will, sollte eine Regenjacke wählen, die problemlos auch über deiner Alltagsbekleidung passt. Wichtig ist zudem eine Kapuze! Speziell im Straßenverkehr empfiehlt sich zudem der Kauf einer Jacke mit großflächigen reflektierenden Elementen. Vielleicht solltest du auch anstelle einer schwarzen Jacke zu einer Jacke in Hi-viz Farben wie z.B. neon-gelb greifen - so bist du im Straßenverkehr noch besser sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer.
Sowohl beim Starkregentest als auch bei den Testfahrten punkteten die Modelle mit körpernahem Schnitt am meisten. Klar, damit eine Regenjacke auch als Windjacke funktioniert, darf nichts flattern. Deshalb gilt: Beim Anprobieren auf jeden Fall auch mal die typische Rennradhaltung einnehmen. Und bereits im Vorfeld darüber nachdenken, ob man Extras wie eine Tasche braucht. Reflektierende Elemente sollten auf jeden Fall Pflicht sein.
Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit
In der Vergangenheit kamen bei der Produktion von Outdoorjacken oftmals sogenannte Per- oder Polyfluorierte Chemikalien, auch Fluorcarbone, zum Einsatz, um Hardshelljacken und anderen Textilien schmutz- und wasserresistente Eigenschaften zu verleihen.
Viele Hersteller achten mittlerweile bei der Fertigung ihrer Funktionsjacken auf einen besonders umweltschonenden und ressourcenschonenden Produktionsprozess und entsprechenden Materialien. Vorreiter in der PFC-freien Produktion sind zum Beispiel Marken wie Vaude und Jack Wolfskin. PFC-freie Jacken haben wir in der Produktbeschreibung als solche gekennzeichnet.
Nachhaltigkeit ist bei vielen Herstellern Thema. Sie nutzen deswegen zum Beispiel recyceltes Polyester zur Fertigung und verzichten explizit auf den Einsatz von Fluorcarbonen (PFC), die lange zur Imprägnierung eingesetzt wurden. Auch Klimaneutralität sowie faire Produktionsbedingungen spielen eine Rolle.
Bei der Kaufentscheidung hilft hier der Blick auf die jeweiligen Homepages, auf Etikette und Label, die entsprechende Standards zertifizieren. Bekannte Zertifizierungen sind etwa Bluesign®, Climate Action (klimaneutrales Unternehmen), Fair Wear oder Grüner Knopf.
Pflege und Wartung
Jede Jacke ist anders. Bitte erkundige dich in der Waschanleitung deiner Fahrrad Regenjacke nach den entsprechenden Hinweisen. Der Anleitung kannst du entnehmen, welche Temperatur und welches Waschmittel zur Erhaltung der Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität empfehlenswert sind.
Speziell für Regenjacken mit Membrane gibt es auch Waschmittel, die keinerlei Rückstände hinterlassen und die Poren der Membranen nicht verstopfen. Im ROSE Sortiment findest du passende Waschmitteln für Damen und Herren Regenjacken zur Erhaltung der Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität.
Um die Imprägnierung, Oberflächenbeschichtung oder das Coating deiner Bike Regenjacke aufzufrischen, empfiehlt es sich, die Jacke nach dem Waschen noch kurz zu imprägnieren und danach bei niedriger Temperatur in den Trockner zu geben.
Sollte die Oberflächenbehandlung oder das Coating deiner Rain Jacket nicht mehr funktionieren und sich auch durch einen Waschgang und einen anschließenden Besuch im Wäschetrockner nicht mehr reaktivieren lassen, kannst du dein Bike Jacket auch selber noch einmal imprägnieren.
Bei Imprägniermitteln unterscheidet man zwischen Einwaschimprägnierungen, die zeitgleich bei der Wäsche hinzugegeben werden und in der Wäschetrommel oder Handwäsche zum Einsatz kommen, und Imprägniersprays, die vollflächig auf die Außenseite der Jacke aufgesprüht werden. Beide Möglichkeiten sind gleichermaßen effektiv.
Auch die beste Membran einer Regenjacke kann versagen. Nämlich dann, wenn Dreck (von außen) und Schweiß (von innen) die Poren der Membran verstopfen. Da hilft mit der Zeit auch kein Abwischen mehr, sondern ein vorsichtiges Waschen bei niedrigen Temperaturen in der Waschmaschine. Ganz wichtig dabei: Unbedingt die Wasch- und Pflegeanleitung der Hersteller lesen und befolgen!
Rennradregenjacken sind Hightech-Produkte. Niemals Weichspüler, Bleichmittel oder Waschpulver benutzen! Damit schädigt man den Jacken nur! Es gibt spezielle Waschmittel für Outdoor-Bekleidung, die die Regenjacken imprägnieren.
Testberichte und Empfehlungen
Beliebt bei Radfahrern, die auch bei unbeständigem und wechselhaftem Wetter unterwegs sein wollen, ist die Regenjacke "zum Kleinmachen". Dabei handelt es sich um besonders leichte Jacken, die ein geringes Packmaß haben. Sie lassen sich besonders klein falten und können so problemlos zum Beispiel in der Trikottasche oder der Fahrradtasche transportiert werden.
So sind die wasser- und winddichten Performance Regenjacken schnell zur Hand, falls das Wetter umschwingt und du in einen Regenschauer kommst. Ideal für alle, die während ihrer Tour flexibel bleiben wollen!
In der hauseigenen Decathlon-Marke Van Rysel finden Sie neben Bikes auch Zubehör wie diese Rennrad-Regenjacke. Sie wiegt gerade einmal 140 Gramm und bietet eine wasser- und winddichte Ausstattung mit zusätzlich versiegelten Nähten. Mehr als ein kurzer Schauer sollte es aber nicht sein, durch den Sie damit fahren - mit 2000 mm ist die Wassersäule nicht sonderlich hoch. Für einen überraschenden Regenguss reicht das dennoch, zumal das Modell nicht nur leicht, sondern auch kompakt faltbar ist. Mehrere Belüftungsöffnungen versprechen Atmungsaktivität. Trotzdem kommen Sie in dem Material, so jedenfalls ein Testergebnis, ganz schön ins Schwitzen.
Die Besten aus dem TOUR-Test 03/2021
Männermodelle
- Gorewear C5 Gore-Tex Shakedry 1985 Jacke: Top bei Regenschutz und Dampfdurchgang.
- Scott RC Weather WP Jacke: Geringes Gewicht und Packmaß, viel Reflex.
- Van Rysel / Decathlon Regenjacke Rennrad RR900 Ultralight: Sehr leicht, kleines Packmaß. Günstigste Männerjacke im Test.
Frauenmodelle
- Gorewear C7 Damen Gore-Tex Shakedry Jacke: Bestnoten für Wasserdichtigkeit und Dampfdurchlässigkeit.
- Scott RC Weather WS Jacke: Zugriff Trikottaschen.
Die Herausforderer aus dem aktuellen Test
Frauenmodelle
- Liv Delphin Rain Jacket: Praktisch sind die Klettverschlüsse an den Ärmeln; untypisch ist die seitliche Reißverschlusstasche.
- Kalas Passion Z3 Jacket Rainex: Gut: Details wie Kragen, Bündchen und Trikottaschen.
- Löffler W Bike Jacket WPM Pocket: In den Kerndisziplinen hingegen ebenfalls top.
- Q 36.5 R. Shell Protection: Angenehm flexible Ärmelbündchen und viel Reflexmaterial.
- Rapha Women´s Core Rain Jacket II: Gefallen hat uns der flexible Gamaschen-Bund in den Ärmeln. Nur in Schwarz erhältlich.
High-End Regenjacken im Test
- Gore Race/C7 Gore-Tex Shakedry Jacke (Testsieger): Perfektes Klima und Schutz gegen Regen und Wind, durch Stretch-Einsätze extrem bequem und beweglich, gute Ausstattung: Die C7 war im Praxistest der Liebling aller Tester. Durch den Materialmix ist die Rennrad-Regenjacke aber schwerer als andere Shakedry-Jacken, zudem kann bei Starkregen an einer nicht getapten Naht seitlich am Bund etwas Nässe eingesaugt werden. Dennoch: ein starker Alleskönner. Testsieg.
- Löffler Hr./Da. Bike Jacke GTX Shakedry (Kauftipp): Funktional überzeugt die Shakedry-Jacke voll - maximaler Regenschutz bei bestem Binnenklima. Auch die Ausstattung mit Rückentasche und Reflektoren gefällt. Allerdings fällt die Jacke viel zu groß aus. Die zum Test bestellte Größe M entspricht einer L, weshalb die Jacke unschön flattert. Unbedingt vor dem Kauf anprobieren! Ärgerlich ist auch das sich nach nur vier Wäschen lösende Tape auf einer Innennaht.
- Mavic Cosmic Ultimate GTX Jacke: Die Cosmic Ultimate ist eigentlich die rundum perfekte Alleskönner-Jacke: sehr leicht, sehr klein zu verpacken, absolut dicht, top sitzender Schnitt, Reflektoren rundum an Armen und um die Hüfte, tadellose Verarbeitung. Nur leider ist der Kragen deutlich zu weit geschnitten, so kann hier Wasser viel leichter eindringen als bei allen anderen Jacken im Test, auch der Windschutz ist hier nicht optimal.
Alternative Jacken
- Rapha Pro Team Lightweight Shadow Jacket: Wer nicht bei Dauerregen unterwegs ist, braucht keine Membran: Diese Jacke ist sehr elastisch, trägt sich daher trotz sportlichem Schnitt sehr bequem. Außerdem ist das Material höchst atmungsaktiv. Der Windschutz ist top, vor Sprühregen schützt die Imprägnierung allemal ausreichend.
- Löffler WPM Pocket: Wer maximalen Regenschutz sucht, kommt an einer Jacke mit Kapuze nicht vorbei - nur so bleibt der Kopf trocken, und Nässe kann nicht über den Kragen eindringen. Die WPM Pocket sitzt körpernah, die Kapuze unter dem Helm stört im Wind nicht übermäßig, Wetterschutz, Packmaß, Gewicht und Klima sind sehr gut.
So testet TOUR
Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus fünf Kriterien, die je nach Relevanz unterschiedlich stark gewichtet werden. Alle Messwerte haben wir selbst ermittelt, inklusive Suter-Test und Dampfdurchgangs-Test. Vor diesen Tests wurden alle Jacken nach Anleitung in der Waschmaschine mehrmals gewaschen.
- Regenschutz (40 Prozent): Die Wasserdichtigkeit haben wir mit dem Suter-Test ermittelt (siehe DIN-EN-ISO 20811). Dabei wird die Jacke im Bereich einer Nahtstelle zwei Minuten lang unter einen Druck von 0,3 Bar (entspricht 3000 Millimeter Wassersäule) gesetzt. Tritt während des Tests Wasser durch das Material oder die Naht, gibt es Punktabzug. Ähnlich wie beim Spray-Test (DIN-EN-ISO 4920) wird das Abperlverhalten ermittelt, das von der Qualität der Imprägnierung des Oberstoffs abhängt. Mit Sehr gut wird bewertet, wenn Tropfen komplett abperlen und der Stoff sich nicht sichtbar vollsaugt. Material, das sich schnell vollsaugt und seinen Träger im Fahrtwind schnell frösteln lässt, bekommt schlechtere Noten. Die Kombination dieser Noten mündet in die Note für Regenschutz.
- Dampfdurchlässigkeit (30 Prozent): Erneut haben wir bei einem Test von Regenjacken die Dampfdurchlässigkeit mit einem eigenen Testverfahren überprüft. Unser Test funktioniert dabei nach dem gleichen Prinzip wie ein MVTR-Test, bei dem die Menge der verdunsteten Flüssigkeit durch das Jackenmaterial hindurch in einem bestimmten Zeitraum ermittelt wird (Moisture Vapor Transmission Rate, Einheit g/m2/24h). Unser Test ist sehr praxisnah, da das meist aus mehreren Lagen bestehende Laminat der fertigen Jacke gemessen wird und nicht nur die Membran für sich, auf die sich die Dampfdurchgangswerte auf den Etiketten der Hersteller beziehen.
- Ausstattung/Handling (15 Prozent): In die Bewertung der Ausstattung fließen Details wie Zusatztaschen mit Reißverschluss ein, des Weiteren Zippergaragen, Abdeckungen für Reißverschlüsse, Stopp-Gummis am Hüftbund für besseren Sitz beim Pedalieren, die Beschaffenheit der Ärmelbündchen sowie zusätzliche oder integrierte Transporttaschen, in denen die Jacke verstaut werden kann. Frontreißverschlüsse, die sich auch während der Fahrt einhändig öffnen und schließen lassen, verbessern die Handling-Note.
- Packmaß (10 Prozent): Die beste Regenjacke nützt nichts, wenn sie nicht in die Trikottasche passt und deshalb zu Hause bleibt. Je leichter sie ist und je kleiner sie zusammengefaltet werden kann, desto besser. Darauf sollten vor allem Frauen achten, an deren Trikots die Rückentaschen oft kleiner sind als bei Männertrikots.
- Reflexmaterial (5 Prozent): Gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr bedeutet für Rennradler ein Sicherheitsplus. Da die Farbwahl eine individuelle Entscheidung ist, bewerten wir lediglich die Größe und Verteilung von Reflexmaterial, das leuchtet, wenn es von einem Scheinwerfer angestrahlt wird. Je auffälliger die Jacke rundherum reflektiert, desto besser schneidet sie in dieser Kategorie ab.
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