Diese Radreise bietet intensive Erlebnisse auf kompaktem Raum - ideal für eine kurze Auszeit mit viel landschaftlichem Genuss. Zwischen Alpenpanorama und Apfelgärten, historischen Klöstern und lebendigen Städten erleben Sie Südtirol in seiner schönsten Form.
Individuelle Anreise nach Bozen
In dieser lebendigen Stadt verschmelzen italienische Lebensart und Tiroler Tradition auf charmante Weise. Unternehmen Sie einen Bummel durch die Lauben oder kosten Sie Südtiroler Spezialitäten in einem der gemütlichen Lokale.
Tag 2 - Vom Reschenpass hinab ins Vinschgau
Ein Minivan bringt Sie auf den 1.500 Meter hohen Reschenpass - Startpunkt Ihrer Radreise. Der Weg führt am Reschensee mit seinem berühmten Kirchturm vorbei, dann weiter durch stille Orte wie Schleis und das mittelalterliche Glurns. Ziel ist Schlanders im fruchtbaren Vinschgau.
Der Reschensee und seine Umgebung
Vom Reschenpass (1455 m) führt die Radroute über Wiesen und Felder nach Reschen (1500 m). Ab hier folgen wir dem Weg direkt am Reschensee entlang nach Süden. Kurz vor Graun (1520 m) bietet sich ein Zwischenstopp am versunkenen Kirchturm von Alt-Graun an. Vorbei an St. Valentin a. d. H. (1470 m) passieren wir wenig später den Haidersee entlang seines Westufers. Ab dem Südende des Sees folgt der Radweg größtenteils dem Verlauf der Etsch.
Durch das Vinschgau
Über Burgeis (1216 m), wo ein Abstecher zum Kloster Marienberg lohnt (ca. 1,6 km), geht es vergleichsweise steil hinab nach Schleis (1062 m). Hier macht der Weg eine Schleife über Mals (1051 m), bevor er bei Laatsch (985 m) zurück an die Etsch führt. Wenig später erreichen wir Glurns (907 m), die kleinste Stadt Südtirols mit vollständig erhaltener Stadtmauer. Für einen Besuch des Schloss Churburg biegt man südöstlich des Ortes direkt vor einem Speichersee nach Schluderns ab. Andernfalls folgt man dem Radweg nach Spondinig (886 m). Hier zweigt die Route nach Südwesten in Richtung Suldental und Trafoier Tal ab. Doch bereits in Prad am Stilfserjoch (915 m) geht es in einem Bogen zurück in Richtung Etsch.
Tag 3 - Genussradeln nach Meran
Auf einem sanft abfallenden Weg folgen Sie der Etsch durch Apfelplantagen und charmante Dörfer. Schloss Dornsberg grüßt von einem Hügel, bevor Sie in Meran ankommen - eine elegante Stadt mit Palmen, Promenaden und alpinem Panorama.
Von Laas nach Meran
Der folgende Abschnitt zwischen den Marmororten Laas (868 m) und Gölfan (732 m) führt wildromantisch auf breiten Kieswegen durch das schluchtartige Tal der Etsch. Weiterhin mehr oder weniger direkt entlang der Etsch, jedoch wieder asphaltiert, leitet uns der Radweg ab Göflan durch Apfel- und Weinplantagen über Goldrain (650 m) und Latsch (639 m) nach Kastelbell (587 m) und weiter über Staben (554 m) nach Naturns (528 m). Von Staben lohnt sich ein Abstecher zum Schloss Juval (4 km), wo das MMM Juval besichtigt werden kann. Das Schloss erreicht man vom Parkplatz Juval an der SS38 entweder mit dem Shuttle-Bus, zu Fuß oder mit dem Rad. In Naturns befindet sich mit dem St. Prokulus Kirchlein einer der bedeutendsten Kunstschätze Mitteleuropas. Stets leicht absteigend geht es schließlich über Algund (350 m) nach Meran (310 m).
Unbedingt genügend Zeit für eine Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Weg einplanen! Gegebenenfalls kann unterwegs noch einmal übernachtet werden.
Tag 4 - Von Meran zurück nach Bozen
Ihre letzte Etappe führt durch das Etschtal zur Mündung des Eisacks. Über gepflegte Radwege erreichen Sie Bozen. Nach dem Frühstück endet Ihre Reise.
Der Apfelradweg
Südlich von Meran führt die auch als Apfelradweg bekannte Strecke der Etsch entlang bis nach Bozen. Die Route verläuft großteils zwischen Etsch und der Bahnlinie Richtung Süden, ins Südtiroler Unterland und weiter in Richtung Trient und Venedig. Links hingegen ins Stadtzentrum von Bozen und weiter in Richtung Brixen. Der asphaltierte Weg verläuft eben dem Etschdamm entlang, teilweise wird er von der Eisenbahnlinie Bozen Meran flankiert.
Landschaft und Sehenswürdigkeiten
Die unmittelbar am Radweg befindliche Natur- und Kulturlandschaft ist wenig spektakulär und besteht aus Obstgütern einerseits und der Flusslandschaft andererseits, doch wer den Blick etwas weiter schweifen lässt, kann einige Südtiroler Highlights erblicken: Die Dörfer des Etschtales, Kirchen, viele Burgen und Schlösser an den Hängen der Berge. Der südliche Abschnitt in der Nähe der Burg Sigmundskron bietet einen grandiosen Rundblick von den Dolomiten (Rosengarten, Schlern) bis zum Hochland von Eppan mit dem Umriss des barocken Zwiebelturms von St. Pauls und den Schlössern Hocheppan und Boymont, darunter eine prächtige Weinlandschaft. Und dann die Stadt Bozen, die sich im letzten Jahrhundert zu einer Alpenmetropole mit einem ganz eigenen Flair entwickelt hat, und sich vor uns auftut.
Wegbeschreibung in der Nähe von Bozen
Am Bahnhof von Sigmundskron geht es links ca. 200 m die Straße in Richtung Bozen entlang, bis rechts (vor dem Premstallerhof) eine Abzweigung die Fortsetzung des Radwegs zeigt. Nach einer Rechtskurve gelangt man zu einem kleinen Bahnübergang, danach hat man die Möglichkeit, entweder über eine Fahrrad-Brücke nach Eppan und Kaltern hoch zu fahren, oder geradeaus einen km weiter zur Anschlusskreuzung zu radeln, von der aus man entweder zum Bozner Stadtzentrum in Richtung Norden, oder ins Südtiroler Unterland nach Süden (Richtung Trient) weiter fährt.
Weitere Informationen
Anreise zum Reschenpass
Aus Richtung Norden: Auf der A12 (Inntalautobahn) bis zum Knoten Oberinntal und weiter über die B180 (Reschen Straße) bzw. SS40 (ab der italienischen Grenze) nach Reschen. Aus Richtung Süden: Auf der A22 (Brennerautobahn) bis zur Ausfahrt Bozen-Süd. Ab hier der SS38 über Meran nach Spondinig folgen. Nun über die SS40 weiter nach Reschen. Im Ort der Beschilderung zur Kabinenbahn Schöneben folgen. Parkplatz an der Talstation der Kabinenumlaufbahn Schöneben (zeitlich nicht begrenzt).
Anreise nach Meran
Aus Richtung Süden: Mit dem Zug nach Meran.
Etappen des Etschradwegs
- Etappe Reschen-Meran
- Etappe Meran-Trient
Der Etschradweg
Der Etschradweg ist in Südtirol Teil eines weitläufigen und meist beschilderten Radnetzes. Der insgesamt 300 km lange Etschtalradweg kann in mehreren Etappen befahren werden. Am Wegesrand gibt es neben einer herrlichen Landschaft auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Gemütliche Gasthäuser und Hotels laden Sie zum Verweilen ein und bieten Ihnen eine köstliche Stärkung an.
Die drei Teilstrecken des Etschradwegs
- Die erste Teilstrecke führt von Reschen nach Meran. Dabei verläuft der Etschradweg durch den Vinschgau und das Meraner Land, durch Obstplantagen, Apfelwiesen und malerische Ortschaften. Etappenziel ist die mondäne Kurstadt Meran mit ihrem mediterranen Flair.
- Die Etappe von Meran nach Trient ist 98 km lang und hält eine Menge außergewöhnlicher Sehenswürdigkeiten bereit. Die Schlösser rund um Bozen sind nicht nur aus der Ferne ein Juwel in der Landschaft, sondern können zum Teil auch besichtigt werden. Der Kalterer See im Süden Südtirols ist besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt und bietet Ihnen die Möglichkeit für ein erfrischendes Bad.
- Die letzte Etappe ist 101,5 km lang und führt Radfahrer durch das Trienter Etschtal von Trient nach Verona. Dabei passiert man Rovereto, Ala und ein Meer von Weinbergen, durch welches sich die glitzernde Etsch schlängelt.
Da vor allem die Stadt Meran und ihre Umgebung eine beliebte Reisedestination ist, legen hier viele Radfahrer eine längere Pause ein oder erkunden in ihrem Urlaub im Meraner Land die Gegend auf dem gut ausgebauten Netz an Radwegen.
Der Vinschger Radweg: Mals nach Meran
Der hier beschriebene Weg beginnt in Mals - es fehlt also der erste Abschnitt auf der Passhöhe - und ist somit ideal für die Kombination Bahn - Rad. Mit der Vinschgauer Bahn fahren wir von Meran bis zur Endstation Mals im Vinschgau auf 1.050 m Meereshöhe. Am Bahnhof nehmen wir die Straße nach Glurns - eine Abfahrt. Das kleine mittelalterliche Städtchen ist sehenswert, schon aufgrund der alten Struktur und Bausubstanz. Kaum sind wir durch das Stadttor hinausgefahren, biegen wir links auf den Radweg entlang der Etsch ab. Und sind schon mitten auf dem eigentlichen Fahrradweg, der uns südlich von Schluderns in die Prader Sand führt.
Durch Prad und Laas
Nach Durchquerung des Dorfes Prad geht es auf Feldwegen weiter in östliche Richtung. Wir fahren am Rande des Nationalparks Stilfser Joch und durchqueren mehrmals geschützte Flussauen, in denen der Radweg keinen Asphaltbelag hat. Rennräder sind also nicht ideal für diese Tour. Nach einer Weile erreichen wir das Dorf Laas. Laas ist für den Marmor-Abbau bekannt, der Laaser Marmor wird aus dem Berg gebrochen und in Blöcken abtransportiert.
Weiterfahrt nach Meran
Wieder zurück auf dem Radweg geht es weiter, einem verwilderten Abschnitt der Etsch entlang, bis wir Schlanders (Ortsteil Göflan) erreichen, das Dorf, welches als Hauptort des Vinschgaus gilt. Leider geht es sich zeitlich nicht für eine längere Pause aus, so fahren wir nach Latsch am Eingang des Martelltales weiter. Der Radweg durchquert den Ort, und somit ist ein Blick in den Dorfkern obligatorisch. Die meisten Vinschger Orte bewahren Zeugnisse aus romanischer Zeit, die trockenen Hänge des Sonnenbergs tun ein übriges, sich in eine andere Welt versetzt zu fühlen. Bei Kastelbell beginnt der wärmere Teil des Vinschgaus - mit den ersten Weingütern. Das Schloss Kastelbell kann man vom Radweg sehr gut betrachten. Einige km weiter, nach der Abzweigung ins Schnalstal, kommen wir nach Naturns und sind damit schon im Meraner Land, was sich auch an den Temperaturen bemerkbar macht. Vorbei an Plaus und Partschins geht es in der Töll nach links, und von dort über Algund nach Meran.
Beeindruckende Landschaft
Beeindruckend an der Vinschgau-Tour ist die wechselnde Landschaft, nicht nur aufgrund der Höhenmeter, sondern auch aufgrund der kulturellen Eigenheiten und dem Kontrast der satten Nordhänge von Ortler und Nörderberg zu den kahlen, trockenen Wänden des Sonnenbergs. Und auch der wilden Flusslandschaft im Nationalpark zu den gepflegten Obst- und Weingärten.
Ziel: Meran
Am Bahnhof Untermais (oder, alternativ, im Meraner Stadtzentrum) angekommen, kann man aber auch der Radroute entlang der Etsch weiter Richtung Bozen folgen.
Wichtige Hinweise
Bitte stellen Sie vor der Buchung fest, ob Ihr Fahrrad für den Transport mit einer Senkrechthaltung geeignet ist. Wir bitten Sie auch darum, dass Sie sämtliche lose Gegenstände vom Fahrrad vor dem Transport zu entfernen.
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