Der Rhein-Marne-Kanal-Radweg ist ein über 80 Kilometer langer Radweg im Elsass. Er beginnt im Stadtgebiet Straßburg und endet in Gondrexange bei Sarrebourg, das jedoch schon in Lothringen liegt. Dieser Radweg ist eine wirklich wichtige Verbindung, besonders wenn man von Straßburg nach Paris fährt, da er den ersten Teil dieser Strecke darstellt.
Auf dieser Seite wird ein 88 Kilometer langer Abschnitt des Paneuropa-Radweges durch Frankreich von Gondrexange nach Straßburg beschrieben. Der Paneuropa-Radweg geht von Paris nach Prag.
Streckenverlauf und Highlights
Wir beginnen mit der Beschreibung am Rheinufer in Kehl, am Fuße der Passerelle des deux rives, die zur Landesgartenschau 2004 errichtet wurde. Mit Überquerung der Brücke ist man in Frankreich. Auf der anderen Seite geradeaus durch das Gartengelände weiter fahren. Am Ausgang des Gartengeländes auf den Radweg, der auf der anderen Straßenseite verläuft und diesem nach rechts folgen. Achtung, dieser Stadtteil von Straßburg wird zur Zeit umgestaltet und wird noch auf Jahre hinaus Umbauarbeiten unterworfen sein. Eine Wegbeschreibung kann in diesem Bereich nur unter Vorbehalt erfolgen: Auf dem Radweg eine Straße überqueren, dann dem linksseitigen (für beide Richtungen freigegebenen) Radweg folgen. Nach einem Kilometer überquert man einen Flußarm, das Bassin Vauban. Nach einem weiteren Kilometer an einer Kreuzung rechts gemäß Wegweisung Robertsau, man überquert sogleich eine Brücke über die Ill. Nach Überquerung der Brücke rechts (Radwegweisung Parc de l'Orangerie). Man ist jetzt die ganze Zeit auf einem separaten Radweg für beide Richtungen unterwegs, der zwischen Straße und Fluss verläuft. Unter der Brücke durch gemäß Wegweisung "Centre Ville". Man hält sich also zunächst weiter auf dem Radweg am linken Kanalufer.
Route vom Bahnhof Straßburg zum Kanal:
Den Bahnhofsplatz nach links verlassen auf den Boulevard du Président Wilson. Nach 570 m halbrechts auf den Boulevard du Président Poincaré. Nach ca. 950 m links auf die Rue de Bitche abbiegen, dann die nächste rechts (Rue Jacques Kablé). Jetzt immer geradeaus bis zum Ende der Straße. Man gelangt ans Ufer der Ill. Hier ist die Zentrale des Fernsehsenders Arte, und links ist der runde Bau des Europäischen Parlaments zu sehen. Auf das Parlament zu fahren und dann links in die schmale Rue du Levant abbiegen (nicht den Radweg am Ufer nehmen).
Route vom Stadtzentrum zum Kanal:
An der Nordseite der Kathedrale nimmt man die Rue des Frères. Jetzt immer geradeaus durch die Altstadtgassen, die Einbahnstraßen sind entweder freigegeben, oder es existiert ein rechtsseitiger Radweg wie am Quai Koch. Am Ende des Quai Koch sieht man schräg rechts vor sich eine zweitürmige neugotische Kirche. Hier rechts versetzt, d.h. rechts an der Kirche vorbei in den Quai Mullenheim.
Der ehemalige Treidelweg am Marne-Rhein-Kanal wurde zu einem durchgehend gut asphaltierten Radweg ausgebaut, auf dem man flott vorankommt. Die Schleuse 46 befindet sich auf Höhe Brumath an der Kreuzung mit der D58. Über die Brücke Wechsel auf die südwestliche Kanalseite. Man gelangt am linken Ufer in die Stadtmitte, wo der Kanal zwei 90-Grad-Kurven beschreibt, erst rechts, dann links. An der ersten Kurve zeigt die Beschilderung geradeaus, aber man folgt besser dem Kanal. An der nächsten Brücke findet man die Beschilderung wieder, sie zeigt geradeaus.
Ab Saverne geht es auf dem Radweg entlang des Rhein-Marne-Kanals in die Vogesen. Von Saverne führt die Strecke entlang mehrerer Schleusenanlagen bis nach Straßburg, an die Ufer des Rheins. Die Strecke ist ca. 36km lang, es bietet sich aber die Möglichkeit, die Tour beliebig entlang des Kanals Richtung Straßburg (ca. 45km) zu verlängern. Zwischen Kanal zur Rechten und Flüsschen Zorn zur Linken führt der Weg vorbei an zahlreichen Schleusen durch ein traumhaftes Tal immer leicht bergauf zum Dorf Lutzelbourg, wo wir uns dann auch schon im Departement Lorraine, also Lothringen befinden.Von dort geht es auf der anderen Kanalseite weiter Richtung Arzviller.
Bis Arzviller wird der Canal de la Marne au Rhin nur einige Male kurz berührt. Wir radeln über schmale wenig befahrene Nebenstraßen in stetigem Auf und Ab. Gondrexange liegt am See Le Petit Étang und hier treffen wir auch wieder auf den Canal de la Marne au Rhin, der den See durchquert. Der Kanal verläuft entlang des südlichen Ufers des Stausees Le Petit Étang. Nur drei Kilometer begleitet unser Radweg den Kanal bis Hertzing, dann verlassen wir schon wieder die Wasserstraße. Auf Nebenstraßen kurbeln wir über Héming nach Xouaxange, wo wir wieder auf den Canal de la Marne au Rhin treffen. Nach zwei Kilometern am Kanal müssen wir für einen Kilometer auf die D42, denn der Kanal quert hier die Saar.
Während wir hier die Wasserscheide von Meurthe und Rhein queren und fast 100 Höhenmeter aufwärts strampeln, schneidet sich der Kanal immer tiefer in die Landschaft ein und verschwindet bei Kilometer 22 (ab Gondrexange) in der Nähe des Ortes Arzviller in einem 2310 Meter langen Tunnel. Von unserem Fahrweg aus sehen wir hin und wieder auf den in einem Einschnitt liegenden Kanal hinab. Der Canal de la Marne au Rhin erreicht eine maximale Höhe von 267 Meter während wir uns durch Felder und Wäldchen bis auf 350 Meter über dem Meeresspiegel hoch arbeiten müssen. Steil geht es mit 10% schließlich von dem Ort Arzviller hinunter zum Kanal, den wir bei Kilometer 25 am Eingang in den Tunnel wieder erreichen. In Gegenrichtung lässt sich der kurze steile Anstieg alternativ auch gut schieben.
Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller
Kurz hinter dem Tunnelausgang teilt sich der Kanal in eine neue und eine alte Trasse. Die neue Trasse wurde 1969 fertiggestellt und ersetzt die 17 Schleusen des alten Kanals durch das Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller. Unser Radweg geht sehr schön abseits der Straßen am alten Kanal entlang. Teilweise ragen die Felsen der Vogesen in dem engen Tal senkrecht entlang der Wasserstraße in die Höhe. In dem alten Kanal ist zum größten Teil kein Wasser mehr und die Schleusenanlagen verrotten. Wer das Schiffshebewerk sehen möchte, muss bei Kilometer 29 kurz den Radweg verlassen. Die Schiffe fahren in eine Art Trog und werden damit 45 Höhenmeter angehoben bzw.
Begleitet von der Bahnlinie, auf der ab und zu der TGV von und nach Paris zu sehen ist, gelangt man nun in Nähe des Schiffshebewerks Arzviller, die direkte Anfahrt ist jedoch versperrt (es besteht lediglich die Möglichkeit, den ca. einen Kilometer bis dorthin auf einer schnellbefahrenen Straße zurück zulegen).Folgt man der Strecke nach rechts, schlängelt sich nun der Weg (Voie Verte du Canal de la Marne au Rhin) knapp 4km entlang einer grandiosen Landschaft vorbei an steilen Felswänden durch ein schmales Tal. Über 17 Schleusen (meist Ruinen) geht es hinauf bis zur Schleuse No 1, nach der der Kanal dann in einem 2km langen Tunnel in den Bergen verschwindet. Dort endet dann der Radweg bzw. es führt zwar noch ein ca.
Nur noch eine Schleuse Gîte Écluse 18 nachdem das Viadukt für die Eisenbahn durchfahren wurde und man erreicht nach knapp einem Kilometer bei PK 255,3 das Sammelbecken des Schiffshebewerks Saint-Louis/Arzviller.
Imposant erhebt sich diese gigantische Hebeanlage. Eine gewaltige Konstruktion zur Beförderung von Booten, deren Funktionsweise nicht all zu häufig zu sehen ist. In einen Trog aus Beton, der eine Länge von 41 m aufweist, fahren die Boote ein und werden schließlich mittels Rollentechnik mit Gegengewichten über eine schräge Rampe aus Stahl und Beton etwa 44 m nach oben befördert. Durch den Bau und Inbetriebnahme dieser besonderen Anlage wurden 17 Schleusen ersetzt. Das Hebewerk feierte 2019 sein 50-jähriges Jubiläum. Mit Ein-und Ausfahrt und der Beförderungszeit müssen ca. 40 Minuten kalkuliert werden.
Am oberen Punkt dieser Schleuse befindet sich das kleine Museum Sophie-Marie in Form einer Péniche und klärt mit Originalfotografien vom Bau, mit Plänen und Beschreibungen über die Funktionsweise des Hebewerks auf.
Tunnel von Arzviller und Niederviller
Nach 3 km folgt mit dem Tunnel von Arzviller die nächste Herausforderung. Fährt man am Osteingang des Tunnels noch in eine einzelne Röhre ein, so wird man an der westlichen Ausfahrt von einer zweiten Röhre überrascht, die für die Bahnverbindung Paris - Straßburg zur Verfügung steht.
Bevor man den Tunnel erreicht unterfährt man eine Stange für die Höhenkontrolle. Im Tunnel selbst gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 4 km/h. Es versteht sich, dass im Tunnel nicht angehalten werden darf. Der Mindestabstand von Boot zu Boot beträgt 50 m. Früher wurde hier noch getreidelt. Anfangs mit Pferden, im Anschluss mit Dampflokomotiven, die - abgestellt an den Ufern des Kanals - als Erinnerungsstücke an vergangene Zeiten zu sehen sind. Die Länge des Tunnels beträgt 2,3 km.
Kaum herausgefahren aus dem Arzviller Tunnel ist in einer Entfernung von knapp 770 m bereits die Röhre des Tunnel Niderviller erkennbar, dessen Länge 475 m beträgt.
Wie funktioniert die Tunneleinfahrt?
Die beiden Tunnels können nicht - wie sonst üblich - per Handstange oder Funksender angesteuert werden, sondern verfügen über eine sogenannte „Zone de Détection“ ähnlich der Kontaktschienen an den Haltelinien von Ampeln im KfZ-Bereich. Bis zum schwarzen Pfeil des am Ufer angebrachten Schilds der VNF vorfahren, dadurch wird das Erkennungssystem aktiviert. Jetzt nur noch auf das Grün-Signal warten und losfahren. In der Hochsaison kann die Wartezeit schon einmal länger sein.
Abzweig zum Schiffshebewerk radeln wir noch 500 Meter entlang des alten Kanals und erreichen dann den vom Hebewerk kommenden Hauptkanal. Bei Kilometer 32 durchfahren wir den netten Ort Lutzelbourg (Hôtel Des Vosges). Der Canal de la Marne au Rhin führt mitten durch Saverne. Bis dicht an die Wasserrinne sind die Häuser gebaut und in die Enge passt sogar noch eine Schleusenstation. In einem der zahlreichen Cafés kann man sich mit Blick auf das Wasser ausruhen. Ab Saverne wird die Landschaft bis Straßburg sehr flach. Anfangs können wir weit über die Äcker schauen, später durchquert der Kanal eine waldreiche Gegend. Bis ins Zentrum von Straßburg bleiben wir an der Wasserstraße und sehen sogar mit ein wenig Glück mal ein Frachtschiff. Bis wenige hundert Meter vor der Altstadt von Straßburg radeln wir entlang der Wasserstraße. Bei Kilometer 85,6 verlassen wir den Canal de la Marne au Rhin und begleiten den Fluss Ill (ein großes I wie bei "Inn" gefolgt von zwei kleinen l wie bei "langsam") bis zur Kathedrale ins Stadtzentrum.
Weitere Informationen
Der Abschnitt Straßburg - Bar-le-Duc soll zugleich als Teil des Projekts einer Eurovelo 16 dienen, der von Straßburg bis zum Saarkanal bei Gondrexange als Eurovelo 5. Von all diesen Namen ist vor Ort noch nichts zu sehen, auch wenn die abschnittsweise vorhandenen Radwege an Kanälen und Flüssen bereits mit Hinblick auf o.g. Michelin Regionalkarten (516, 515, 514) im Maßstab 1:200.000 oder Departementkarten (315, 307, 306, 312) im Maßstab 1:150.000.
Frankreich ist wesentlich dünner besiedelt als Deutschland. Lange Streckenabschnitte führen über kleine Dörfer, in denen es kaum Versorgungs- oder Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Hier ist man meistens auf die Kleinstädte angewiesen. Auch an Wochenenden haben viele kleine Läden geöffnet. Außerdem bekommt man Getränke in den kleinen Orten in den Tabak-Bars. Diese sind aber ggfs. Bei der Planung der Übernachtung helfen die Touristen-Informationen in den größeren Städten weiter, hier spricht das Personal englisch und reserviert gerne ein Zimmer auf der weiteren Strecke.
Zwischen Straßburg und Paris bzw. umgekehrt verkehren TGVs. Die Fahrradbeförderung (unverpackt) in diesen Zügen wurde Ende 2017 abgeschafft, nachdem dies auf der durchgehenden Verbindung nach München bereits 2013 der Fall war. Es verkehren einzelne Regionalzüge (TER) und Intercités (reservierungspflichtig), die die Strecke in ca 4:30h zurücklegen, ansonsten muss man sich auf ein bis zwei Umstiege und Zeiten zwischen sechs und acht Stunden gefasst machen.
Alternative Routen und Abstecher
Vom Abzweig zum Schiffshebewerk radeln wir noch 500 Meter entlang des alten Kanals und erreichen dann den vom Hebewerk kommenden Hauptkanal. Dazu an der Landstraße links dem Wegweiser Plan incliné Geodaten: 48.602308,6.153850 Höhe 222 m (Les Turbines)folgen. Man kreuzt den neuen Kanal, biegt danach rechts ab und kommt so zum Schiffshebewerk, das den alten Kanal ersetzt hat. Von hier entweder auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt oder alternativ der Straße nach Arzviller folgen.
Es geht einige Höhenmeter etwas steil bergauf, links kommt eine Abzweigung zu einer Art Schiffshebewerke-Besucherpark mit Restaurant und Rutschbahn. An der Landstraße dem Wegweiser Henridorff (nicht Arzviller!) nach rechts folgen, am nächsten Haus links abzweigen und weiter am alten Kanalbett (ist ausgeschildert). Man durchquert ein enges, romantisches Tal, das Vallée des Éclusiers. Bald tauchen die vielen Schleusenwärterhäuschen auf, alle in Sichtweite voneinander. Schließlich treffen alter und neuer Kanal aufeinander, man wechselt auf die Landstraße, der Kanal verschwindet im Tunnel.
Bemerkung: Radweit Pforzheim-Paris führt auf einer anderen Route nach Sarrebourg, und zwar über Hommarting und Réding. In Arzviller vor der Einbahnstraße links versetzt. Nach 300 m rechts (Wegweisung D97 Richtung Sarrebourg). An der Kirche der Radwegweisung folgend links, dann rechts in den Wald (Steigung). Es folgt ein sehr netter Weg durch Feld und Wald. Man kommt an eine kleine Landstraße, hier endet die Beschilderung. Man folgt der Landstraße also nach links durch den Wald.
In Niderviller an der Hauptstraße links, in der Ortsmitte rechts (Beschilderung Broudersdorff). Am Ortsrand gelangt man an einen Kreisel. Hier geradeaus in die Rue de la Marne, die außerorts zu einem schmalen Sträßchen wird und in den Ort Schneckenbusch führt. Dort am Stoppschild geradeaus, dann am Minikreisel rechts. Eingangs von Hesse ist eine T-Kreuzung. Hier nicht rechts über die Brücke, sondern links. Nach ein paar Metern trifft man auf einen kreuzenden Radweg, dem man nach rechts folgt. Nach einigen Kilometern außerorts unterquert man eine Schnellstraße (N4). Vor der Schnellstraße links einbiegen, man fährt am Kanal bis Xouaxange, wobei der grob geschotterte Treidelweg offiziell für Fahrzeuge gesperrt ist.
Oder (im Track dargestellt) die Schnellstraße unterqueren und an der gleich folgenden Kreuzung den Radweg verlassen und in die halblinks abzweigende Straße fahren. Nach 500 m T-Kreuzung an einer Scheune, hier links. Der Rechtskurve folgen und über die Eisenbahnbrücke nach Bébing. Kurz vor Bébing geht links ein Weg den Hang hinauf. Oben angekommen, wendet man sich wieder links. Man überquert die N4 und passiert eine Siedlung. In Héming der Hauptstraße folgen bzw. den Wegweisern nach Hertzing. In Hertzing die Kirche passieren, dann auf Höhe der Glascontainer links, den Bahndamm unterqueren.
In Gondrexange gibt es zwei Alternativen: entweder direkt auf der D89 nach Réchicourt oder ein Stück am Kanal entlang (Radwegweiser "grande écluse"), dann auf der D91 nach Réchicourt. In Réchicourt-le-Château jedenfalls den Wegweiser Bataville/Moussey ignorieren und erst dem zweiten Wegweiser nach Moussey folgen (D89). Außerorts an der T-Kreuzung rechts. Von Lagarde folgt man zunächst der Landstraße Richtung Xures.
Vor Erreichen dieses Orts findet man einen asphaltierten Radweg am linken Kanal. Dieser besteht zunächst auf 3 km bis Höhe Mouacourt, bis kurz vorm nächsten Ort Parroy wechselt man nochmal auf die Landstraße. Dort findet man den Radweg erneut am linken Kanalufer wieder und kann ihm auf 13 km Länge bis Maixe folgen. In der Ortsmitte links und via Crévic und Sommerviller nach Dombasle-sur-Meurthe. Hier kurz nach dem Ortseingang der Beschilderung Maison de Retraite St-Charles nach halbrechts folgen. Am Kreisel mit dem Kriegerdenkmal derselben Beschilderung folgen.
In Varangéville folgt man der Hauptstraße durch die Ortsmitte. Am Ortsrand macht die Straße eine Linkskurve, und man kommt an eine T-Kreuzung. An dieser Stelle kann man einen Abstecher zur Basilika von St-Nicolas-de-Port einlegen (geradeaus, 2 km extra). Sonst rechts nach Art-sur-Meurthe. Dort die Ortsmitte durchqueren. Wenn man schon fast ganz aus dem Ort raus ist, kommt links eine Abzweigung nach Laneuveville-devant-Nancy.
Bei Laneuveville treffen zwei Kanäle aufeinander. Der Marne-Rhein-Kanal folgt dem Lauf der Meurthe nach Norden und führt durch Nancy und trifft jenseits davon auf die Mosel. Der Canal de Jonction zweigt nach links ab Richtung Südwesten und erreicht die Mosel weiter flussaufwärts. Vor Laneuveville überquert die Landstraße den Marne-Rhein-Kanal. Am nächsten Kreisel rechts über eine weitere Brücke, dann unmittelbar links auf den Radweg am Kanalufer (Radwegweisung Fléville/Ludres). Jetzt kommt ein schöner Abschnitt; der Kanal ist zu beiden Seiten von Bäumen gesäumt, und der Weg selbst ist von ausgezeichneter Qualität.
Nach etwa 5,5 km kommt man an einen Kreisel und wechselt ans linke Ufer. Nach weiteren 2,5 km quert man eine Landstraße, nunmehr der Radwegweisung Messein folgend. Wiederum 2 km weiter kommt man an eine weitere Landstraße. Les Turbines ist auf einigen Landkarten die Bezeichnung für die Stelle, wo der Canal de Jonction auf die Mosel trifft. Hier erreicht man den Radweg Richtung Toul am linken Moselufer und kann sich auf einen längeren Fluss-Radweg freuen.
Es geht weiter auf dem asphaltierten Mosel-Radweg durch schattige Wälder im nahezu unbesiedelten Moseltal. Die Route bis Toul ist gut ausgeschildert. Vor Maron geht die Straße zwar über die Mosel in den Ort, wir bleiben aber am linken Ufer und fahren weiter geradeaus. Hier ist die Beschilderung etwas unglücklich angebracht. Bei der Schleuse von Villey-le-Sec geht der Weg auf eine kleine Landstraße am linken Ufer über. Am Ortseingang von Pierre-la-Treiche quert man die Brücke und fährt am rechten Ufer nach Chaudeney-sur-Moselle.
Dort eingangs rechts, dann links (der braunen Radwegweisung folgend). Außerorts die Autobahn unterqueren, dann links über die Brücke. Nicht der Linkskurve der Straße folgen, sondern geradeaus, erneut der Wegweisung folgend. Am Kanalbecken rechts, bis man nach 1,5 km die Hauptstraße erreicht. Kathedrale St. Unmittelbar nach Überquerung der Moselbrücke trifft man auf eine Kreuzung von fünf Straßen. Will man die Altstadt sehen, fährt man halbrechts, die Kathedrale ist ausgeschildert. Nach Ende der Besichtigung vom Place des Trois Evêchés der Rue Jeanne d'Arc folgen.
Am Kanal angekommen, folgt man dessen Betriebsweg am linkem Ufer. Offiziell ist der Weg jedoch den Dienstfahrzeugen vorbehalten. Man folgt diesem Weg auf 7 km bis Höhe Luton (bevor der Kanal im Tunnel verschwindet), quert den Kanal über die Brücke (D11) und überquert ebenso die Eisenbahn.
Bemerkung: Radweit Pforzheim-Paris führt von hier auf einer weiter nördlich gelegenen Route nach Tronville-en-Barrois. Hinter Pagny überquert man die Maas. Nach einer Rechtskurve trifft die Route auf eine andere Straße, hier links gemäß Wegweisung Sorcy-Gare. Am Kreisel die dritte Ausfahrt nehmen (grünes Schild Toul/Nancy) und die Schnellstraße queren, auf der anderen Seite geradeaus Richtung Steinbruch (Carrières).
Am Steinbruch wird die Straße zu einem unasphaltierten Wirtschaftsweg (gute Oberfläche mit ein wenig Splitt). In Void-Vacon im Bogen zur Brücke hinauffahren und den Kanal überqueren. Die erste Straße links (Rue de Strasbourg), wieder links gemäß Wegweisung Vacon/Naix-aux-Forges. Man biegt links ab und folgt einfach immer nur der Straße. Vor Vacon macht die Straße einen Rechtsbogen, durchquert den Ort und führt anschließend mit kaum merklicher Steigung durch ein Trockental nach Naives-en-Blois.
Im Ort zieht die Steigung etwas an, bis man außerorts den höchsten Punkt erreicht. Man ist jetzt im Tal der Barboure angelangt und folgt einfach der sehr verkehrsarmen Landstraße bei leichtem Gefälle durch Bovée-sur-Barboure, Reffroy, Marson-sur-Barboure und Boviolles nach Naix-aux-Forges. Jetzt ist der Weg einfach, man folgt dem Kanal. Die Oberfläche des Treidelwegs ist mittelmäßig, nur abschnittsweise asphaltiert und meist mit etlichem Splitt. Gelegentlich wechselt man gemäß der Ausschilderung zwischen dem linken und rechten Ufer hin und her.
Öfters werden Straßen gequert, wobei es kurz steil bergauf geht, mit ungünstigen Sichtbeziehungen, also obacht. Bemerkung: In Tronville treffen wir wieder mit der Route Radweit Pforzheim-Paris zusammen. Der Zustand des Kanalwegs ist in diesem Abschnitt besser, er lässt sich zügig befahren. Kirche St. An besagter Brücke kann man links ins Stadtzentrum fahren, welches sich in der Unterstadt befindet. Die Oberstadt liegt 40 m höher auf einem Hügel.
Um den Weg fortzusetzen, wechseln wir auf die rechte Kanalseite und fahren auf dem Treidelweg des Kanals weiter. Etwas außerhalb der Stadt kommt man zu einer Schleuse, wo eines dieser zahlreichen "Radfahrer absteigen"-Schilder steht, welches man getrost ignorieren kann. Auch französische Radwegbauer haben wohl gedankliche Probleme damit, dass Fahrräder Fahrzeuge sind und eine Radroute kein Trimm-Dich-Pfad. Warum ich dies erwähne? Weil man vor lauter Absteigen einen Hinweis vergessen hat, dass man an dieser Stelle den Steg auf die rechte Sei...
Unterkünfte in Straßburg
- Auberge de Jeunesse des Deux Rives
- Ciarus
- Amitel
- ibis budget Strasbourg
Der Camping de Strasbourg liegt drei Kilometer (Luftlinie) westlich des Zentrums.
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